Das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Schweizer untereinander soll gefördert werden. Dieser Gründungsgedanke trägt die Stiftung Pro Patria immer noch. Sie feiert diesen Sommer ihr 100-jähriges Bestehen.
Als Fritz von Gunten ein Schulbub war und in einem kleinen Dorf am Thunersee wohnte, gehörte es einfach dazu, dass jedes Kind im Sommer einen Bogen 1.-August-Abzeichen verkaufte. So ein kleiner Ort war schnell mit Abzeichen versorgt, weshalb er froh war, wenn Verwandtschaft zu Besuch kam. Bei ihm mussten die Grosseltern natürlich je eines kaufen, erzählt er schmunzelnd. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder und Jugendliche im Dienste der Solidarität die Marken und Abzeichen von Pro Patria verkaufen. Bis etwa 1990 beteiligten sich fast alle Schweizer Schulen an der Mittelbeschaffung.