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  • balf_de
  • 14. Juli 2009 um 18:08
  • Michael D
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    • 24. Juli 2010 um 17:26
    • #221

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für das Zeigen der beiden Briefe.

    Ist es richtig, dass beide Briefe keine explizite Leitwegvorgabe des Absenders zeigen ? Man also den evtl. gewünschten Leitweg via Belgien nur über das Porto ableiten kann ?
    In diesem Fall könnte man (zugegebenermaßen etwas haarspaltend) der britischen Post zugute halten, dass sie die freie Entscheidung über den Speditionsweg hatte und es daher in ihrem Sinne keine Fehlleitung war.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. Juli 2010 um 17:30
    • #222

    Lieber Michael,

    die süddeutschen Posten (bis auf Baden wegen der starken Affinität zu Frankreich) wurden angehalten, ihre Korrespondenzen über Preußen und damit über Ostende zu leiten, wie auch die brit. Post ihre Briefe, wenn nichts anderes angegeben worden war, über Belgien und Preußen leiten sollte.

    Darüber hinaus war eine Frankaturhöhe, wie sie aus der Kenntnis der unterschiedlichen Postverträge Bedingung war, auch für die Leitung bindend.

    Wog also ein Brief einfach über Belgien aber zweifach über Frankreich und der Absender frankierte diese 2. Gewichtsstufe über Frankreich, so war der Brief auch über Frankreich zu leiten. Umgekehrt waren Briefe, die über Frankreich zweifach, über Belgien aber nur einfach gewogen hätten, immer über Belgien zu leiten, um keinen Ärger zu generieren.

    Leider finde ich den GB - Brief nach Pappenheim nicht, auf dem "Via Belgium" steht, der aber über Frankreich gesandt wurde und dann natürlich unterfrankiert war. :(

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (24. Juli 2010 um 17:31)

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 24. Juli 2010 um 17:36
    • #223
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ...
    Darüber hinaus war eine Frankaturhöhe, wie sie aus der Kenntnis der unterschiedlichen Postverträge Bedingung war, auch für die Leitung bindend.
    ...

    Lieber bayern klassisch,

    das ist spannend.
    Gibt es hierzu Verordnungen o.ä. ?
    Hat die Post sich dann nicht Ärger mit ihren Kunden eingehandelt ? Bei bindender Vorgabe durch die Höhe der Frankatur hätte man das Nachporto doch verweigern können ...

    Vielen Dank für die Erläuterungen und viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. Juli 2010 um 17:47
    • #224

    Lieber Michael,

    ja, ich habe da mal etwas gelesen, aber wo das genau steht würde mich viele Stunden kosten ... ich habe es aber aus dem Gedächtnis rezitiert, weil ich mich mit diesen 3 Briefen und ihrer Interpretation intensiv befasst habe.

    Wenn ich es mal finde, scanne ich dir die VO. :)

    Der bayerische Postkunde wurde in einigen Fällen künstlich dumm gehalten. Das blieb bis in die 70er Jahre so.

    Wenn Auslandsbriefe unterfrankiert einschlugen, waren die allermeisten Empfänger froh, überhaupt eine Nachricht von dort bekommen zu haben und zierten sich in der Regel nicht, das Nachporto zu entrichten.

    Auslandsbriefe, die wegen ihres Nachportos in Bayern nicht angenommen wurden, sind so häufig wie ein Gold - Nugget auf Helgoland. :D

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
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    • 24. Juli 2010 um 17:51
    • #225

    Bei dem ersten Brief hat die englische Post schlampig gehandelt. 4d. kassiert, der Absender hat bestimmt den billigeren Leitweg gewählt (mehr dazu später*). Weder Absender noch Postler haben den Leitweg vorderseits auf den Umschlag geschrieben, somit ging der Brief mit nächstmöglichem Zug ab. In der Postsammelstelle, höchstwahrscheinlich Dover, wird es als ungenugend frankiert für den bevorstehenden Leitweg über Franreich erkannt und entsprechend vermerkt.

    Nu der Empfänger kann sich freuen 21 Kr zu berappen.

    * Aus heutiger Sicht ist 4d. oder gar 6d. anscheinend ein Klax, allerdings hiesse es heute einen einfachen Brief mit £4 oder £6 zu frankieren, dagegen kostet das Porto für einen einfachen Brief heute nur noch um 60 Pence.

    Als die Penny Black das vereinheitlichte Porto ankundigte hatte sie heute einen Wert von £1,40, durch Unrühen in den spät 40er Jahren, und für England fast ständig Krieg in den 50er Jahren nahm der Pfund ab, erst Mitte der 70er Jahren hat sich der Wert des englischen Pfunds wieder verhärtet.

    Nur so nebenbei zu dem Beleg.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. Juli 2010 um 18:06
    • #226

    Lieber Nigel,

    danke für die hervorragenden Informationen - immer interessant sie zu lesen. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 24. Juli 2010 um 18:49
    • #227
    Zitat

    Original von doktorstamp
    ...
    Weder Absender noch Postler haben den Leitweg vorderseits auf den Umschlag geschrieben, somit ging der Brief mit nächstmöglichem Zug ab.
    ...

    Hallo Nigel,

    danke für die interessanten Informationen.
    Die beschriebene Vorgehensweise ist einleuchtend.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Magdeburger
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    • 1. August 2010 um 18:36
    • #228

    Hallo Zusammen

    folgenden mit 6 Pence? barfrankierten Brief möchte ich hier zeigen:
    Geschrieben wurde er am 17.May 1855 in Sheffield und auch dort aufgegeben. Laut Leitweg lief er über London und Ostende weiter nach Aachen und schlussendlich nach Magdeburg.

    Angekommen am 20.05 in Magdeburg erhielt er den Ausgabestempel. Eine Selbst-Abholung-Erklärung des Empfängers lag nicht vor und möglicherweise laß man die Anschrift

    "Herr Rudolf Schultz in der neuen Neustadt Magdeburg"

    erst jetzt richtig und leitet ihn nach Neustadt weiter und so bekam er den 2. Ausgabestempel.

    Ich danke einem Forenmitglied auf diesem Wege nochmals herzlichst, ohne ihm hätte ich den Beleg nicht bekommen.

    Folgende Frage habe ich:
    Der Paid-Stempel, ist dieser in London abgeschlagen worden?

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. August 2010 um 18:47
    • #229

    Lieber Magdeburger,

    ein sehr attraktiver Brief - 4 Farben mit verschiedenen Stempeln zu belegen kann nicht jeder. :P

    Auch die beiden Ausgabestempel sind klasse - wann sieht man schon so etwas?

    Beide orangen Stempel müssten britischen Ursprungs sein, da die Aufgabepost bzw. das Kartenschlußpostamt im Land der Aufgabepost die Korrektheit der Frankatur bestätigen musste.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • nitram
    neues Mitglied
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    47
    • 1. August 2010 um 19:10
    • #230

    Hallo Magdeburger,
    sowohl der PAID- als auch der P-Stempel wurden in London abgeschlagen.
    Das Franko für einen Brief der ersten Gewichtsstufe war ab 1852 bis 1859 8 Pence, die mit gutem Willen auch noch mittig in rot zu erkennen sind. Die rote Zahl unten rechts ist eine 4, die den Preußen zustehenden Anteil anzeigt!
    Viele Grüße von nitram

  • Magdeburger
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    • 1. August 2010 um 19:17
    • #231

    Hallo Ihr Beiden

    ich danke für die Antworten. Mit der Taxierung muss ich dann irgendwie verlesen haben....

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • peterhz
    aktives Mitglied
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    • 7. August 2010 um 11:09
    • #232

    Hallo zusammen,

    Dieser Brief liegt schon lange in meiner Restekiste.
    Brief aus Frankfurt nach Liverpool vom 13.08.1867 frankiert mit eigentlich 2 9 Kreuzermarken. Leider ist eine verloren gegangen. :( :( :(
    Jedes Mal wenn ich den Brief anschaue tut es mir in der Seele weh.

    Was macht Ihr mit solchen Briefen??

    schönen Gruss

    Peter

  • asmodeus
    Moderator
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    • 7. August 2010 um 12:40
    • #233
    Zitat

    Was macht Ihr mit solchen Briefen??

    Auf jedenfall behalten! Auch solche Briefen haben einen Stellenwert in meiner Sammlung.

  • peterhz
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    • 4. September 2010 um 11:53
    • #234

    Hallo,

    heute mal was aus England nach Bayern.

    Brief aus London nach Mittenwald vom 26.01.54.

    Siegelseitig was für unsere Freunde der Brieftaxen und Laufwege.

    schönen Gruss

    Peter

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. September 2010 um 12:45
    • #235

    Lieber Peter,

    ein hübscher Brief aus GB über Belgien, Preußen, Hannover und Sachsen nach Bayern (das gibt es auch über Köln, Koblenz, Mainz und Aschaffenburg).

    Der siegelseitige Bahnpoststempel von Hof ist einer der spätesten, weil man ab 1854 im geschlossenen Transit die Briefe in Hof nicht mehr zu Gesicht bekam.

    9 Kr. = 3 Sgr. für Preußen, und 3 1/2 Sgr. für GB und Belgien, also 14 Kr. für das Ausland.

    Preußen musste an Hannover und Sachsen geringe Transitgebühren zahlen (ca. je 5 Silberpfennige).

    Mittenwald schlug, wie fast immer, keinen Ankunftsstempel ab - das Geld für die Druckerschwärze sparte man sich dort gerne.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 4. September 2010 um 13:45
    • #236

    Lieber bayern klassisch,

    vielleicht (wahrscheinlich) ist es ganz einfach, aber kannst Du dies bitte noch etwas erläutern:

    Zitat

    9 Kr. = 3 Sgr. für Preußen, und 3 1/2 Sgr. für GB und Belgien, also 14 Kr. für das Ausland.


    Wie kommst Du hier auf 14 Kr. für das Ausland ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. September 2010 um 13:48
    • #237

    Lieber Michael,

    Briefe von Bayern nach GB kosteten 23 Kr. franko wie porto (hier).

    9 Kr. war der Postvereinsanteil, hier der bayerische, 3 Sgr. war der britische Anteil und 1/2 Sgr. kostete der Transit durch Belgien.

    Da Belgien und GB paritätisch abgefunden wurden, musste der Groschen mit 3,5 Kr. gerechnet werden. 14 Kr. = 4 Sgr..

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    5. August
    • 4. September 2010 um 14:30
    • #238

    Lieber bayern klassisch,

    so ist alles klar, danke.
    die Formulierung 3 Sgr. für Preußen hatten mich nur verwirrt.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. September 2010 um 14:41
    • #239

    Lieber Michael,

    kein Problem - Preußen besaß ja mit Aachen als Postvereinsaufgabepost den Anspruch auf den Postvereinsanteil von 3 Sgr. = 9 Kr., den Bayern in Mittenwald kassieren musste um ihn dann an die preußische Postverwaltung zu vergüten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    29. April 1962 (63)
    • 9. September 2010 um 19:42
    • #240

    Hallo Freunde

    Dieser Brief gehört vielleicht nicht hier, aber zu dieser Zeit ob nicht Teil von Altdeutschland sondern nur ein Teil der Postverein.

    Dieser Brief ist in Liverpool 28. Oktober 1850 abgegeben. Der Weg weiter lief über Clais-Valenciennes-???-Dornbirn 4. November.

    Ja, wie war der Laufweg weiter nach Valenciennes. Ich kann leider nicht der Stempel rückseitig lesen. Aber ich glaube dass der Brief Richtung Schweiz lief und und durch nach Dornbirn.

    Der Empfänger hat 29 KreuzerCM bezahlt. Eigentlich ganz teuer.

    Viele grüsse
    Nils

    NEH

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