Hallo!
Kann hier jemand einem überforderten Zeppelinpost-Sammler helfen?
Der anliegende Brief hat die erste Südamerikafahrt des Luftschiffs „Graf Zeppelin“ vom 18. Mai 1930 auf seinem Weg bis nach Rio de Janeiro mitgemacht, wo er am 25. Mai eintraf. Es gab damals eine Kooperation zwischen der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der brasilianischen Fluglinie Syndicato Condor Limitada, in der die Weiterbeförderung von Luftschiffpost ab Rio de Janeiro in andere brasilianische Städte sowie nach Argentinien, Uruguay und Bolivien mit Condor-Flugzeugen angeboten wurde. Hierzu konnten in der Berliner Condor-Agentur deren private Flugpost-Marken erworben werden: Innerbrasilianische Flugpost kostete 2.000 Reis (ca. 1 RM), in die anderen Länder 5.000 Reis. Diese Marken wurden zusammen mit der Frankatur für die Luftschiffbeförderung schon in Friedrichshafen (bzw. Berlin) entwertet.
Die Freie Stadt Danzig war seit dem Jahr 1929 „Vertragsstaat“ für Zeppelinpost: Briefe und Karten konnten mit Danziger Briefmarken freigemacht werden. Das Briefporto für Luftschiff-Post nach Südamerika kostete im Jahr 1930 6 Gulden. Danziger Briefe mit Condor-Zusazfrankatur sind ausgesprochen selten – der Sieger-Zeppelinpost-Katalog kennt sie nicht!
Jetzt endlich zu meiner Frage: warum hat der Absender dieses Briefs, dessen gute Kenntnisse der korrekten Portosätze mir aus anderen von ihm versandten Belegen bekannt sind, 35 Pfennige mehr als erforderlich frankiert? War zusätzlich zum Porto für den Luftschifftransport noch normales (Auslands-) Briefporto nach Friedrichshafen erforderlich? Wenn ja – ist das Porto dann richtig?
Bitte, entschuldigt die lange Einleitung, aber für mich ist es ein spannender Beleg ...
Viele Grüße
balf_de
Zeppelinpost aus Danzig
-
-
Es wäre möglich jemand hat nachher den Kondoraufkleber angebracht.
überfrankierte Zeppelinbelege sind keine Seltenheiten, da haben sie sich oft verrechnet.
mfG
Nigel
-
Wolffi
12. Juli 2026 um 12:00 Hat das Thema aus dem Forum Deutsche Nebengebiete bis 1945 nach Zeppelin-Post verschoben.