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Bayern-Württemberg

  • Bayern-Nils
  • 28. Mai 2009 um 15:34
  • VorphilaBayern
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 31. Mai 2009 um 09:27
    • #21

    Liebe Sammlerfreunde,

    zu den beiden vorher gezeigten
    Briefen aus dem Jahr 1850 nach
    Bopfingen ein kleiner Nachtrag:

    Ab 1. Sept. 1843 wurde ein neuer Postkurs
    von Nördlingen (Bayern) nach Aalen (Württemberg)
    installiert. Dabei wurde Bopfingen eine weitere württ.
    Grenzpoststation und das Porto und Franko wurde von
    der bayer. Post bis Bopfingen bezogen.
    Bis zum 1. September 1843 war also
    Bopfingen noch keine Grenzpoststation.
    Dazu ein unfrankierter Brief von Feuchtwangen (Bayern)
    nach Bopfingen (Württemberg) vom 30.4.1843.
    An Porto fielen an: 3 Kr für Bayern und 2 Kr für Württemberg.
    Dazu kam noch der Bestellkreuzer in Bopfingen.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    4 Mal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (31. Mai 2009 um 09:39)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 31. Mai 2009 um 16:10
    • #22

    Liebe Sammlerfreunde,

    nachfolgend zwei Belege in die -
    bzw. aus der Pfalz:

    Unfrankierter Brief von Heidenheim
    (Württemberg) mit Leitvermerk "über
    Mannheim" (Baden) nach Edenkoben
    (Bayern Pfalz) vom 27. Januar 1846.
    Porto "6 und 8 Kr", somit 14 Kr, die
    beim Empfänger eingezogen wurden.

    Barfrankierter Brief von Speyer (Bayern Pfalz)
    nach Mergentheim (Württemberg) vom 29.7.1830.
    Bei der Briefaufgabe bezahlte der Absender "6 und
    3 Kr", also 9 Kreuzer. Die irrtümlich angeschriebenen
    "4" Kr wurden wieder gestrichen.
    In Mergentheim fiel noch der für Württemberg
    typische Bestellkreuzer an.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (31. Mai 2009 um 16:12)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Mai 2009 um 16:24
    • #23

    Lieber VorphilaBayern,

    erneut viele schöne Briefe mit Besonderheiten, die man erst einmal zeigen können muss.

    Der 1. Brief aus Heidenheim zeigt ja das Porto mit 6 / 8 Kr. (Zähler / Nenner), wie es nicht sein sollte, also eigenes Porto im Zähler mit 6 Kr. und gemeinsames bayerisches - badisches Porto von 8 Kr. im Nenner.

    Man sieht also, dass es immer nachzurechnen gilt bei Portobriefen dieser beiden Postgebiete.

    Den Brief aus Speyer von 1830 würde ich etwas anders interpretieren:

    3 Kr. für Bayern, 4 Kr. für den badischen Transit und 6 Kr. für Württemberg.
    Das macht es ja auch nicht schlechter, oder? ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 31. Mai 2009 um 17:06
    • #24

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für Ihre Erklärungen
    und Klarstellungen zu den beiden Briefen.

    Möchte folgenden Brief zeigen:
    Barfrankierter Charge Brief von
    Harburg (Bayern - Schwaben) ins drei Meilen
    entfernte Pflaumloch (Württemberg)
    mit Leitvermerk "über Nördlingen"
    vom 10. März 1847.
    Pflaumloch bekam erst am 1.3.1862
    eine eigene Postexpedition und wurde
    bis dahin von Bopfingen aus bedient.
    Rückseite "8" Kr. Dies entspricht ein
    Gewicht zwischen 1,5 - und 2 Loth.
    Ich denke, daß oberhalb "0" steht,
    denn die bayer. Post ging bis Bopfingen
    und das Franko wurde bis dahin berechnet.
    Evtl. könnte es eine "6" sein, denn die
    bayer. Post ging bis Bopfingen und
    Pflaumloch wurde wie jeder andere württ. Ort
    behandelt. Die 6 Kr für Württemberg kämen
    auch hin bei einen Gewicht von 1,5 bis 2 Loth.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Mai 2009 um 17:31
    • #25

    Lieber VorphilaBayern,

    du verwöhnst jeden Postgeschichtler mit deinen Rosinen! :P :P :P

    Prinzipiell macht ein Gebührenbaum nur Sinn, wenn die Gebühren für 2 oder mehr Postgebiete zu notieren waren. Dies spräche eher für die Annahme der 8 plus 6 Kr. Variante.

    Die 6 sieht aber für mich eher wie eine Null - Paraphe aus, so dass ich eher zu der These der 8 Kr. für Bayern allein tendiere.

    Was ich bei dem Brief vermisse: Was kostete die Zustellung? War hier der Bote in Württemberg nicht bezahlt worden?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 31. Mai 2009 um 17:40
    • #26

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für Ihre Kommentierung.
    In Württemberg wurden die Bestell-
    gebühren oft nicht angeschrieben.
    Es könnte auch sein, daß der Amtsbote
    von Pflaumloch die Briefe im benachbarten
    Bopfingen abholte und dort hin brachte.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Mai 2009 um 19:02
    • #27

    Lieber VorphilaBayern,

    vielen Dank für deine kompetente Antwort. Man sieht schon an diesen Briefen, dass es einer Kennerschaft bedarf, sie einigermaßen sicher interpretieren zu können. Wer Württemberg und Bayern zusammen sammelt, ist hierfür natürlich prädestiniert. :)

    Nun will ich auch wieder eine Kleinigkeit beitragen.

    Zuerst einen eingeschriebenen Portobrief von Würzburg, der am 21.2.1847 nach Breitenstein gerichtet war. Der Absender zahlte nur die Rekogebühr von 4 Kr. bar.

    Der Empfänger zahlte die 4 Kr. für Bayern bis zur Grenze und 2 Kr. ab da bis zur Abgabepost in Riedbach. Auch hier ist kein Botenlohn angeschrieben worden, obwohl der Zielort keine Post hatte.

    Einen Abzugsbrief aus Öttingen vom 29.12.1843 nach Ulm zeige ich als 2. Brief, der auch eingeschrieben wurde. Als Brief der 4. Gewichtsstufe (4+2+2+2 Kr.) notierte Bayern sein Porto schwarz mit 10 Kr., zu denen weitere 10 Kr. für Württemberg kamen. In Ulm wurde er jedoch erst gar nicht ausgetragen, denn dort lag ein Weiterleitungsersuchen nach Waldsee vor.
    Da beide Orte bei dem Gewicht im gleichen Entfernungsrayon gegenüber Bayern lagen, kamen für die Weiterleitung keine weitere Gebühren in Ansatz. Nur der Bestellkreuzer in Waldsee kam hinzu, so dass der Empfänger 21 Kr. total zu zahlen hatte.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Nils
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    • 31. Mai 2009 um 19:05
    • #28

    Hallo VorphilaBayern und bayern klassisch

    Wenn ich eure Beitrage sehe, werde ich beinahe Stumm. Aussergewöhnliche Briefe, vor allem von VorphilaBayern, macht meine einfache Briefe eben einfach. Danke fürs Zeigen!!!!!

    Aber ich zeige trotzdem hier ein Brief der von Feuchtwangen nach Ingelfingen (W) gelaufen ist. Es ist ein Frankobrief wo ich lleider keine Jahreszahl sehen kann.
    Und ich kann auch nicht sicher feststellen wer von der zwei 3 Kreuzer oder 2 Kreuzer erhalten haben. Vielleicht kann ein von euch zwei Professoren etwas dazu sagen?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
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    • 31. Mai 2009 um 19:32
    • #29

    Hallo Nils,

    der Tag, an dem du keine schönen und/oder interessanten Briefe hier zeigst, ist der Tag, an dem der Rhein in die Schweiz zurück fließt. :D :D :D

    Der Brief stammt von 1842-1848, weil er über die Stempelfarbe zuordenbar ist (ich schätze ihn vom Stempelzustand her auf 1847/48). Der Absender zahlte 3 Kr. für Bayern und 2 Kr. für Württemberg.

    Für Bayern kann man davon ausgehen, dass die unten stehende Zahl (Nenner) immer das bayerische Franko darstellt. Bei Württemberg haben wir in diesem Thread es auch schon anders gesehen.

    Liebe Grüsse von einem einfachen bayern klassisch, weit entfernt von einem Professor ...

  • Bayern-Nils
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    • 31. Mai 2009 um 19:47
    • #30

    Hallo bayern klassisch

    Danke für deine Antwort :) :)

    Ich dachte auch dass es hier die Normale Zähler/Nenner Gewohnheit gab, aber weil die Abstand in Württemberg so viel grösser als in Bayern waren, bin ich unsicher geworden. Kann jemand denn sagen warum es in Württemberg so billig war?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (31. Mai 2009 um 19:49)

  • VorphilaBayern
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    • 31. Mai 2009 um 20:46
    • #31

    Hallo Bayern-Nils und bayern klassisch,

    herzlichen Dank für das Zeigen und Beschreiben
    eurer wunderschönen Belege.

    Zur Frage von Bayern-Nils:

    In Württemberg galt der Briefposttarif vom 1.7.1814 =
    bis 1/2 Loth von 1 bis 3 Meilen = 2 Kreuzer;

    In Bayern der Briefposttarif vom 3.11.1810 =
    bis 1/2 Loth bis 6 Meilen = 3 Kreuzer;

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Bayern-Nils
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    • 31. Mai 2009 um 20:58
    • #32

    Hallo VorphilaBayern

    Besten dank für deine Antwort.

    Die Abstand von der Grenze bis Ingelfingen ist es wohl mindestens 5 Meilen. Vielleicht hat der Postbeamter sich hier etwas verrechnet?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Juni 2009 um 09:59
    • #33

    Hallo Nils,

    so klar sind mir die Taxen bei deinem Brief auch nicht. Ich denke auch, er war recht "günstig". Aber im Gegensatz zu heute hatten die damaligen Postler Listen mit den Tarifen vorliegen. Diese Listen waren nicht frei von Fehlern, so dass auch dies eine Rolle gespielt haben könnte. Jedenfalls hat die württembergische Post nicht interveniert, was für eine korrekte Vorgehensweise Bayerns spricht. Oder man hat erst gar nicht kontrolliert.

    Ist es nicht ein wunderbares Sammelgebiet, wenn man nur 2 Briefe Bayern - Württemberg hat, und sich mehrere Sammler über einen stundenlang Gedanken machen müssen? Wo gibt es das sonst noch?

    Schön, intressant, günstig, spannend und vielfältig - das ist Bayern!! :)

    Heute möchte ich zwei Briefe zeigen, über die ihr mal etwas rätseln sollt, und zwar beim 1. Brief am Individuum und beim 2. Brief generell.

    1. Brief aus Isny vom 25.3.1846 nach Hersbruck bei Nürnberg mit der Nürnberger Auslage. Mal sehen, was ihr dazu schreibt ...

    2. Brief aus Biberach nach Hof vom 25.9.1830. Hier bitte über den Tellerrand etwas hinaus schauen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Nils
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    • 1. Juni 2009 um 11:45
    • #34

    Hallo bayern klassisch

    Ich denke dass du hier schwierige Fragen gestellt hast. Und eine Antwort habe ich leider nicht. Aber ich kann etwas dazu philosophieren.

    Der zweite Brief von Biberach nach Hof ist wahrscheinlich über Ellwangen gelaufen. Dann stimmt die Taxen glaube ich. Die Anschrift lese ich als: "Georg Langheinrich, Banditen in Hof, im Vogtland". Hier lese ich sicher falsch, weil die Banditen im Vogtland gab es wohl nicht damals :D :D
    Du sagst hier dass wir über den Tellerrand sehen müssen. HMMMM, es gibt etwas hier was ich nicht verstehe. Was es ist, ne, kann ich nicht sagen :(

    Dein erster Brief ist noch schwieriger, aber ganz sicher falsch taxiert. Die Taxen sind kräftig reduziert. 6 Kreuzer von die Grenze nach Hersbruck sehe ich als richtig, aber der Postbeamter nicht. Die Frage ist dann warum es so ist. Für mich wird es ein Rätsel. Ich verstehe auch nicht warum es oben rechts 15 geschrieben ist, falls es postalisch ist. Es sieht aus wie ein Kartenummer bei eingeschriebenen Briefe, aber hier ist es keine Chargestempel.

    Hoffentlich hat jemand anderen ein oder zwei Antworte hier?


    Danke für die Rätseln bayern klassisch :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (1. Juni 2009 um 11:46)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Juni 2009 um 12:37
    • #35

    Hallo Nils,

    ich lache jetzt noch, wenn ich "Banditen" von dir lese ... wunderbar!!

    Aber so sieht es auf den ersten Blick tatsächlich aus. Richtig war aber "Conditor", auch wenn das ähnlich geschrieben aussieht.

    Jedenfalls danke ich dir für den Mut als 1. loszupreschen. Prima. :) :jaok:

    Jetzt bin ich gespannt, wer sich noch an den beiden versuchen wird ...

    Good luck fellows.

    Liebe Grüsse

  • bayern klassisch
    Gast
    • 3. Juni 2009 um 18:32
    • #36

    Liebe Sammlerfreunde,

    dann möchte ich mal etwas zu dem 2. Brief sagen:

    Hier sieht man die Politik - der Brief kostete innerbayerisch von der Grenze Württembergs bis nach Hof 10 Kr., und das war korrekt tarifiert.

    Wie hoch wäre der Anteil Bayerns für diesen Brief gewesen, wenn er noch weiter geschickt worden wäre, z. B. über Hof nach Sachsen oder Preußen?

    Richtig - man hätte für den Transit nur 8 Kr. bekommen! Der Grund war ganz einfach: Man wollte den Transit der Württembergischen Briefpakete nach Preußen, Sachsen und darüber hinaus günstig vermitteln, weil Bayern in dieser Zeit die Nord - Süd - Transite wegzubrechen drohten (und bald später auch wegbrachen).

    Daher war die Taxe, die bayerische Empfänger für die kürzere Strecke zu zahlen hatten, höher als für die längere Strecke bei ausländischen Korrespondenten.

    Wer kann noch etwas zu dem Brief aus Isny nach Hersbruck sagen?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (3. Juni 2009 um 18:33)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 3. Juni 2009 um 19:36
    • #37

    Lieber bayern klassisch,

    der Brief aus Isny (Württ.) ist nicht über
    Nellenbruck nach Augsburg gegangen. Er
    hätte dort den Augsburger Auslagestempel
    bekommen mit Vermerk ein Kreuzer im
    Auslagestempel. Er ging in die andere Richtung
    nach Wangen (Württ.) um von dort den längeren
    Weg über Württemberg zu gehen. Über Ellwangen
    ging er dann nach Nürnberg und bekam dort den
    Stempel "NÜRNBERGER AUSLAGE". In ihm wurde
    dann das württ. Porto von 6 Kreuzer vermerkt.
    Was die anderen Taxierungen "6", "3" und "2"
    bedeuten, kann ich nicht sagen. Evtl. bedeutet
    die "2", zweite Gewichtsstufe.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 3. Juni 2009 um 20:43
    • #38

    Lieber VorphilaBayern,

    danke für die Beschreibung. :) Von Isny nach Bayern kenne ich 1 und 2 Kr. Taxen. Hier schrieb man wohl oben mit Rötel eine 2 für Württembergs Porto bis zur nahen Grenze ( später wäre er dann über Nellenbruck - Augsburg instradiert worden).

    Richtig ist, dass der Brief dann aber weiter über württembergisches Territorium lief, wodurch er, wegen der längeren Strecke 6 Kr. kostete. Die falschen 2 Kr. wurden nicht gestrichen.

    Von der Grenze bis Nürnberg kamen weitere 6 Kr. für Bayern hinzu, so dass sich eigentlich ein Gesamtporto von 12 Kr. ergab. Der Bote brachte ihn dann für einen Kr. nach Hersbruck, so dass sich die mittig notierten 13 Kr. ergaben.

    Später stellte man fest, dass noch 2 Kr. auf dem Brief notiert worden waren, mit denen man nichts anfangen konnte. Diese zählte man dann zu den 13 Kr. hinzu und kam so auf die rechts oben notierten 15 Kr..

    Viel mehr konnte eigentlich kaum schief laufen ... ;)

    Danke für die Lösung - mir ist außer diesem Brief kein weitere aus Isny nach Bayern bekannt, der auch so "schräg" gelaufen wäre.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. Juni 2009 um 07:53
    • #39

    Liebe Sammlerfreunde,

    ich möchte noch einen aus Kirchberg nach Markt Einersheim zeigen, denn aus dieser Korrespondenz gibt es ja, wie wir hier schon gesehen haben, feine Stücke.

    Meiner kostete bis zur Grenze 3 Kr., die in Würzburg in Auslage genommen wurden, und für weitere 4 Kr. ging es bis zum Empfänger. Das Porto von 7 Kr. wurde erst gar nicht notiert am 22. Oktober 1843 in Possenheim.

    Der nächste transitierte Bayern. In Stuttgart wurden bei der Aufgabe am 28.6.1820 9 Kr. notiert, welche für die 2. Gewichtsstufe (6 + 3 Kr.) stehen. Bayern stellte 12 Kr. (8 + 4 Kr.) in Rechnung für den Transit bis Hof, so dass es dort eine Forderung von 21 Kr. gab. Diese wurden erst gar nicht in Groschen reduziert, sondern mit der sächsischen Taxe in 7 Groschen zusammen gefaßt.

    Der letzte für heute stammt aus Öhringen und wurde am 7.3.1818 an den regierenden Herrn Fürsten Heinrich den 51. Reuß zu Ebersdorf im dortigen Fürstentume selbst unfrankiert abgesandt.

    Wer traut sich, die postgeschichtliche Beschreibung hier vorzunehmen?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 4. Juni 2009 um 10:27
    • #40

    Hallo,

    an die postgeschichtliche Beschreibung des von bayern-klassisch eingestellten Briefes traue ich mich nicht ran. Das kann VorphilaBayern bestimmt besser. ;)

    Aber einen Brief an die Gräfin von Rechteren zu Limpurg kann ich auch beisteuern.

    Er lief als Portobrief am 18.7.1851 von Beerfelden im Großherzogtum Hessen (TuT) nach Markt Einersheim Mf.

    Um einen Postvereinsbrief handelt es sich noch nicht, da das Großherzogtum Hessen erst am 1.10.1851 dem DÖPV beitrat.

    Von Beerfelden bis zur bay. Grenze fielen bei der kurzen Strecke (ca. 2,3 Meilen) nur 2 Kreuzer Porto an (TuT notierte in rot); bis Markt Einersheim notierte Bayern in schwarz weitere 4 Kreuzer (wie bei dem ersten Brief, den uns bayern-klassisch heute gezeigt hat). Frau Gräfin zahlte also insgesamt 6 Kreuzer.

    Die auf der Rückseite beim Stempel Possenheim notierten Ziffern " 8/6 " kann ich mir jedoch nicht erklären (evtl. kein post. Ursprung?).

    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

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