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„Darf ich Ihnen mal meine Briefmarkensammlung zeigen?” Ein Satz, der eher selten geworden ist. Nicht etwa, weil Briefmarken rar sind – nein, vielmehr, weil ihre Sammler zu einer Minderheit zählen.
Die Europastadt macht da leider keine Ausnahme: Die „Briefmarkenfreunde Castrop-Rauxel” haben mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Das Interesse an Postwertzeichen sei im Laufe der letzten Jahre deutlich gesunken, fasst der Vorsitzende der Briefmarkenfreunde, Ernst Weber, den Trend zusammen.
Dabei war der Zulauf kurz nach Vereinsgründung vielversprechend. Seit 1957 wuchs die Sammlergemeinschaft schnell auf rund 50 Mitglieder an, zehn Jahre später waren es bereits 100 Sammler. Tendenz steigend. „Wir hatten damals auch eine Jugendgruppe”, so Ernst Weber.
"Jüngere haben einfach kein Interesse mehr"