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Bayern - Qualitätsstufe: Schrott

  • Luitpold
  • 26. Mai 2009 um 15:06
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 26. Mai 2009 um 15:06
    • #1

    Zitat aus SEM Spezialkatalog Band I -S. 12 “Schrott ... Nicht sammelfähig sind stark angeschnittene bzw. stark fehlerhafte Marken. Einzig für den Stempelsammler ... Lückenfüller ... “.

    Nun dieser Brief hat es dennoch geschafft, bereits 149 Jahre zu “überleben”. Ja, ein Vorbesitzer war offensichtlich besonders stolz auf diesen Brief, weil er ihn innen mit seinen Initialen F.Z. stempelte.

    Lag es am Silvestertag 1860 warum die Marke “optimal” geschnitten ist. Der Absender verrät eher, dass Herr Heinrich Dorsch, Tabakhändler aus Erlangen (!) ein sparsamer Mensch gewesen sein musste. Denn der Brief wurde bereits am 29. Dezember geschrieben, aber erst in Vilsbiburg zur Post gebracht.
    Das sparte immerhin 3 Kreuzer. Vielleicht hoffte Herr Dorsch auch mit dem knappen Markenschnitt noch etwas Gewicht einsparen zu können - machte er das immer so?

    Jedenfalls ist die Marke - 3 Kr. 2 II 5 - deutlich gestempelt mit gMR 545 - Vilshofen 2. Verteilung.
    Am Neujahrstag 1861 in Obernzell angekommen und gestempelt.

    Solche Briefe kommen immer wieder mal durch Briefposten in die Sammlung. Was macht ihr mit solchen Stücken und wie denkt ihr über das Bewahren dieser “Schrott-Briefe”, die wie gezeigt auch eine Geschichte erzählen können? Denn letztlich wäre das im SEM-Handbuch empfohlene “gegen bessere Stücke ausgewechselt ..” in letzter Konsequenz ein Vernichten dieser Stücke.

    Mit dem letzten Wort aus dem Schreiben von Herrn Dorsch grüße ich

    Hochachtungsvollst!

    Luitpold


    PS

    Falls das Thema Interessenten finden sollte - bitte zeigt hier auch Eure Beispiele - würde ich noch weitere “Schrott-Briefe” vorstellen.

    Bilder

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Mai 2009 um 16:21
    • #2

    Hallo Luitpold,

    für Schrott halte ich den Brief nicht - er zeigt eine Marke im Zwergenschnitt.

    Allein schon die Tatsache, dass die Philatelie einen eigenen Begriff für derartige Markenschnitte kreierte, beweist doch die Tatsache, dass diese Stücke einen Stellenwert haben.

    Wenn einer nun wunderbare Briefe zu zeigen gedenkt, wird er mit diesem Brief nicht glücklich werden.

    Wer eine Portoersparnis innerhalb Bayerns zeigen möchte, also eher postgeschichtlich orientiert ist, der wird ihn sicher nicht wegwerfen.

    Ob Peter Sem mit "gegen bessere Stücke auswechseln" gleich wegwerfen meint(e), glaube ich, wie ich ihn kenne, nicht. Ich hatte mal ein längeres Gespräch mit ihm bei sich zu Hause, und er schien mir viel Verständnis für Sammler solcher oder vergleichbarer Briefe aufzubringen. Urteile also bitte nicht zu hart.

    Wer Mühlradstempel sammelt, könnte mit ihm auch gut leben - so schlecht ist der 545 ja nicht abgeschlagen.

    Auch Neujahrsbriefsammler, ja, auch die gibt es bei Bayern, würden sich über ihn freuen.

    Wie schreibt ein Auktionator gerne, wenn er dergleichen Briefe anbietet: "Etwas für die Zwergenschnittsammlung".

    Recht hat er ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch, der leider keinen Zwergenschnitt hier zum besten geben kann ... :oneien:

  • Nacktnasenwombat
    aktives Mitglied
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    26. April 1987 (38)
    • 26. Mai 2009 um 16:55
    • #3

    Ich sehe das genauso. Als lose Marke ist so etwas uninteressant aber auf einem hübschen Brief stört mich eine angeschnittene Marke wenig. Bezahlen würde ich dafür natürlich entsprechend (deutlich) weniger. Als "Beifang" würde ich mich über so ein Stück auf jeden Fall freuen.
    Etwas hart finde ich aber auch bei losen Marken die Einstufung "Schrott" bei Peter Sem. Die dort abgebildete Marke ist in meinen Augen gerade mal an mehreren Seiten berührt und nicht "stark angeschnitten". Ausserdem hat sie einen ganz ordentlichen Stempel. Auch die Würde bei mir nciht in der Rundablage landen.

    schöne Grüße,

    Nacktnasenwombat


    Mein Lieblings-Schrottbrief in meiner Sammlung ist der hier:

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  • Luitpold
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    878
    • 27. Mai 2009 um 12:31
    • #4

    @bayern klassisch

    Wer käme auch auf die Idee, dass Du auch “unter-rosinen” Stücke, wie “Zwergenschnitt” vorzeigen könntest. ;)

    Auch wenn die Bezeichnung “Zwergenschnitt” bei den bekannten Fürth-USA-Briefen verständlich ist also bei hohen Frankaturen, ist doch die Existenz solcher einfacher Briefe nicht unbedingt erforderlich.
    Jedoch traut sich - zu Recht - keiner, diese Briefe zu vernichten.

    Hier noch ein Beispiel aus Augsburg mit einer Nr. 15 im Zwergenschnitt incl. Brieffalte mittendurch!
    Der Inhalt macht hier die Musik im wahren Sinne des Wortes. Denn da schreibt Peter Sachs, Baumwollspinnerei am Stadtbach an Joh. Bader in Mittenwald “Es hat sich in unserer Fabrik ein Musik-Verein gebildet und eine Musik Schule errichtet, wozu wir eine größere Zahl Instrumente bedürfen“. An den Musikinstrumenten-Verleger Bader gibt es noch eine größere Anzahl an Briefen. Mittenwald war und ist bekannt für seine Seiteninstrumente (z.B. Geigen). Und da kann ich den Bogen bis in die Neuzeit spannen (auch wenn außerhalb des Themas) und einen Sonderstempel aus Mittenwald präsentieren. Ob dieser Film (Roman von Ganghofer wenn ich mich nicht irre) heute noch jemand vom Hocker reißen würde?

    Nacktnasenwombat

    Wenn das ein Würzburg-Brief wäre, dann willkommen in meiner Sammlung. Habe übrigens auch einen 9 Kr.-R-Brief von 1853 an die gleiche Adresse (aus Nbg. Mit vollrandiger Marke - zum Glück). Und wenn das Dein schlimmster Schrott-Brief ist, kommt Deine Sammlung wohl auch nur noch mit Rosinen daher?

    @ALLE

    Aber jetzt “Edelschrott” für den Fachmann. Super-Frankreich-Frankatur mit exterritorialer Mühlradstempel-Entwertung (Brief war sicherlich fehlgeleitet und die Marken wurden erst in München gestempelt). :D
    Da die Marken zu nichts taugen, der Briefumschlag auch nicht, also die Marken ablösen und den Umschlag in die Tonne?

    Mir gefallen besonders die Grußformeln von damals, wie hier von Peter Sachs:

    “Ich bleibe baldiger Rückäußerung gewärtig und zeichne auch mit aller Achtung”

    Luitpold

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Mai 2009 um 12:51
    • #5

    Hallo Luitpold,

    guter Beitrag - ja, auch oder manchmal gerade der Inhalt unserer alten Schinken ist es, der der Sache Pfiff verleiht.

    Nur nebenbei - an Baader (oder Bader) in Mittenwald liefen alleine ca. 15.000 Briefe aus den USA ... wenn man die noch alle hätte. :ups:

    Den Brief mit den drei Marken aus Miltenberg nach Frankreich darfst du getrost verändern, denn damit wärst du schon der 2., der ihn verändert.

    Ursprünglich trug er eine Frankatur von 12 Kr., die sicher auch den Miltenberger Mühlradstempel trug. Der weinrote P.D. - Stempel stammt nämlich aus Würzburg.

    Später hat man die Marke(n) abgelöst und 3 Marken mit Münchner Stempeln 325 offen appliziert. Wer das war, der hatte NULL Ahnung von dem, was er tat. Eine Frankatur von 13 Kr. nach Frankreich gab es nicht und eine Leitung von Miltenberg über München nach Forbach in Frankreich gab es ebenso wenig, denn München kartierte alles über Strasbourg, der Großraum Franken aber alles über Forbach (abgesehen von dem "Departement Bas Rhin" also Strasbourg und nähere Umgebung), da man einen eigenen Kartenschluß hatte. Sorry, aber das ist eine miese Mache, für die du hoffentlich nicht viel bezahlt hast ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 27. Mai 2009 um 14:44
    • #6

    Lieber bayern klassisch,

    :D :D :D :D :D :D = war Absicht (habe doch schon etwas gelernt von Dir ;))

    Den Brief habe ich als Beiwerk in einem Posten mit u.a. Wü-Briefe "in Kauf genommen". Von daher hat er nichts gekostet. Warum sollte der P.D. -Stempel aus Wü sein, warum der Umweg über meine Stadt? Hier die Rückseite mit einem schönen HK Aschaffenburg.

    Schade, was aus diesen hübschen Briefchen "gemacht" wurde X(

    Zu dem angeschnittenen Thema,

    Nacktnasenwombat

    Zitat: Etwas hart finde ich aber auch bei losen Marken die Einstufung "Schrott" bei Peter Sem. Die dort abgebildete Marke ist in meinen Augen gerade mal an mehreren Seiten berührt und nicht "stark angeschnitten". Ausserdem hat sie einen ganz ordentlichen Stempel. Auch die Würde bei mir nciht in der Rundablage landen.


    Hier eine Marke, die das schöne Prädiktat "lupenrandig" trägt und auch im Thread "gerissene Marken" passen würde - äh Platte 5? Das soll mal einer nachmachen, so knapp zu schneiden bzw. zu reißen :jaok:

    Herzlichst grüßt
    Luitpold

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  • Erdinger
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    • 27. Mai 2009 um 15:40
    • #7

    Na, wenn hier schon Sünden zum Vorschein kommen, dann doch gleich richtige, und zwar aus der Pfennigzeit:

    Hier waren echte Liebhaber am Werk: Eine Ansichtskarte aus Lüttich von 1899, vielfach geknickt, eine Marke wohl schon vor dem Aufkleben beschädigt, eine über Dampf abgelöst - ein wahrer Graus. Gekauft habe ich sie dennoch, billig. Warum wohl? Sicher nicht, weil ich mir damit Groß-Gold auf Selbstfahrlafette mit Palmen und freischwingenden Weihrauchfässern erwarte ...

    [Blockierte Grafik: http://666kb.com/i/b9aexuiotxz22juhq.jpg]

    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Mai 2009 um 16:00
    • #8

    Hallo Luitpold,

    der P.D. - Stempel wurde nur an kartierende Postexpeditionen in Bayern ausgegeben. Das war bei Miltenberg sicher nicht der Fall. Von daher kannst du ruhig Würzburg annehmen.

    Das Franko von damals 12 Kr. musste ja geprüft und bestätigt werden. Da war der "Umweg" kein eigentlicher mehr, sondern Vorschrift.

    Die Platte 5 ist doch hübsch - prima!

    Lieber Erdinger,

    sicher ist die Karte an sich hinüber - aber einen Wartenberg - Zweizeiler nimmt man auch dann, wenn Luxus etwas anderes ist, habe ich Recht? ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (27. Mai 2009 um 16:00)

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 27. Mai 2009 um 16:11
    • #9

    @bayern klassisch:
    Punktlandung!

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 27. Mai 2009 um 18:57
    • #10

    Hallo Erdinger,

    Ja ein Heimatsammler nimmt was er bekommen kann. Eine Luxus-Heimatsammlung für Groß-Gold + Ehrenpreis (Postgeschichtler bayern klassisch hat die Vitrinen sicherlich voll vonr Vasen, Zinnteller, Porzellanfiguren usw. - was kam denn in Essen dazu?) erfordert mehr Jahre als uns bei bester Lebensführung vergönnt ist.

    Hier also aus meinem Gruselkabinett ein Torsobrief. Als das Archiv in Prichsenstadt aufgeräumt wurde ist wohl die Marke ausgeschnitten und der Rest von einem Sammler aufgehoben worden (nicht nur 15.000 USA-Briefe nach Mittenwald, auch Tonnen von Briefen sind aus Archiven in früheren Jahren für die Papierherstellung (der Rohstoff war knapp) entsorgt worden. Auch wieder ein Beifang. Aber schönes Rechnungsformular und vom Abendblatte, das es in der “Großstadt Würzburg” schon sehr lange nicht mehr gibt.

    Übrigens habe ich noch einige Briefe, wo die Marke fehlt - abgelöst, aber Reste vom Entwertungs-Stempel zu sehen ist und auch Briefe mit ausgeschnittener Marke. Diese Stücke dienen als Vergleich - zeitliche Einordnung der Abgangs-/Ankunftstempel.

    @bayern klassisch - danke für Bestätigung Pl. 5

    Na ja, gute Nacht sozusagen

    Luitpold


    PS @Erdiger - Wartenberg - Potsdamer Auktion - Brief nach Wartenberg ohne AK! :(

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  • Nacktnasenwombat
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    26. April 1987 (38)
    • 27. Mai 2009 um 22:47
    • #11
    Zitat

    Original von Luitpold
    Nacktnasenwombat

    Wenn das ein Würzburg-Brief wäre, dann willkommen in meiner Sammlung. Habe übrigens auch einen 9 Kr.-R-Brief von 1853 an die gleiche Adresse (aus Nbg. Mit vollrandiger Marke - zum Glück). Und wenn das Dein schlimmster Schrott-Brief ist, kommt Deine Sammlung wohl auch nur noch mit Rosinen daher?

    Keine Sorge, ich hab schon noch schlimmere, die zeig ich hier bloß nicht :ups: :ups:
    Und die Rosinen kommen hoffentlich irgendwann, aber sowohl ich als auch meine Sammlung sind noch relativ jung.

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
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    878
    • 28. Mai 2009 um 12:57
    • #12

    Hallo Nacktnasenwombat,

    Den Thread habe ich begonnen, weil mein Sammlerinteresse auch immer dem Brief an sich gilt.
    Wenn also die Frankatur Mängel hat, dann können durch andere Aspekte solche Belege interessant sein (in meinem Falle hauptsächlich die Poststempel). und d

    Und warum traust Du Dich nicht, Deine “Schrottbriefe” zu zeigen ?(
    Das macht doch Bayern so attraktiv, dass nicht alles Kabinett und Luxus sein muss, da genug “Zwischentöne” zu haben sind. Und wenn der Preis entsprechend niedrig ist, nehme ich auch solche Briefe wie diesen hier vom November 1869 noch mal zur Verdeutlichung meines Anliegens gezeigt (Der K1 Wü Bahnh. wurde nur 1869 verwendet).

    Kein Postgeschichtler oder Markensammler würde diesen Brief eines Blickes würdigen :zZz:. Für mich sogenannter Heimatsammler aber wieder ein besonderes Dokument. Allein wenn man den Brief auffaltet, hinten ein rotes Lacksiegel, Doppelbriefbogen, aber nur einseitig beschrieben, dann merkt man schon, dass es was gewichtiges gewesen sein musste. Denn nur Behörden, Kanzleien, Advokaten leisteten sich diesen Luxus von Papierverschwendung. Oder auch wie hier ein “Privatstudierender”. Der hatte seine Zeugnisse verschlammt :(und bittet “das kgl. Studiendirektorats in Schweinfurt” ihm noch mal die Zeugnisse auszustellen. Und doch noch was postalisches am Schluss:
    “Der Betrag für die Ausfertigung wolle durch Postnachnahme erhoben werden. In schuldiger Verehrung gehorsamster ...”

    Luitpold


    PS

    Nebenbei: Wenn wie bei der jetzt stattfindenden SEM-Auktion ein Brief aus Erlangen mit dem sehr seltenen gMR 114 (2. Verteilung) auf 18 Kr. gelb Nr. 7 zu haben ist, dann spielt es keine Rolle, dass die Marke angeschnitten ist (bei Sem heißt das dann “schmalrandig, bzw. berührt”). Man kann auch “Zwergenschnitt” sagen. Bei nur 4 bekannten Briefen, vielleicht die einzige 18 Kr. Frankatur, kann man schon mal über 1.200 EURO ausgeben - oder?. Und ist damit bestimmt kein Schrott-Brief. ;)

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Mai 2009 um 13:19
    • #13

    Hallo Luitpold,

    ich gebe dir Recht, dass sich Forschung, Postgeschichte, Stempelsammeln usw. nicht immer in enge qualitative Kategorien pressen lassen.

    Letztendlich ist es doch wichtig, dass das Stück aussagekräftig ist und ein "Gesicht" hat. Da ist ein schöner Brief mit nicht perfekter Marke eher Objekt der Begierde, als eine vollrandige Marke auf langweiligem Brief.

    Als Postgeschichtler, der ich bin, kann ich nur versuchen anhand möglichst guter Qualität das dar zu stellen, was mir wichtig ist. Perfektion ist etwas anderes.

    Eine kurze Korrektur sei mir erlaubt: Es sind 5 Briefe mit dem nur einen Monat benutzten gM 114 bekannt und einer davon, eine 23 Kr. Frankatur nach England, trägt auch eine 18 Kr. gelb (18 + 3 + 1 + 1).
    Als Berater habe ich den Kauf dieses Briefes einem Sammlerfreund nahegelegt, denn der Auktionator hatte nur dem Sem - Preis für Briefe mit diesem Stempel von 500 Euro gewußt, nicht aber den "Background", den ich kannte.

    Sehr selten sind auch 12 Kr. rot Marken von Erlangen - es soll eine Handvoll geben, also nicht eben viel für eine solche Stadt. Wer also eine 12 Kr. rot findet mit dem offenen 114 macht wenig falsch, wenn er sie kauft, zumal der Stempel lt. Sem völlig zu Recht Massenware ist - nur halt nicht auf der Nr. 6!

    Der Markt wird also entscheiden, ob der Semsche Brief günstig oder teuer ausgerufen wurde - Ende nächster Woche wissen wir mehr, auch wenn ich nicht dorthin fahren kann.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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