Ich glaube sie ist eine Geldüberweisung, aus dem Grunde Perevodi heisst soviel wie Übersetzen oder Überweisen.
Wer kann mir näheres dazu sagen. Allerdings spotbillig
.
mfG
Nigel
Ich glaube sie ist eine Geldüberweisung, aus dem Grunde Perevodi heisst soviel wie Übersetzen oder Überweisen.
Wer kann mir näheres dazu sagen. Allerdings spotbillig
.
mfG
Nigel
In der Tat eine postalische Geldanweisung über 20 Rub.
Von Wloclawsk (Gouvernement Warschau). Zielort kann ich nicht entziffern, liegt aber im Gouv. Kalisch. Das Jahr ist 1908.
Geldanweisungen sind nicht meine Spezialität, aber diese Kopierstift-Beschriftungen und die Kastenstempel sind auf fast allen zu finden.
Diese Stücke sind zwar nicht wirklich häufig, aber werden eher selten gesammelt.
Auf ebay würde so etwas ca. 15-20 Euro kosten.
Fand diesen Brief niedlich. Vorallem die Schrift weist draufhin, dass der Absender nicht sio sehr mit unserer Schriftart vertraut war.
mfG
Nigel
upgrades sind immer nett!
ZitatOriginal von doktorstamp
Vorallem die Schrift weist draufhin, dass der Absender nicht sio sehr mit unserer Schriftart vertraut war.
der kannte unsere schriftart aber noch erstaunlich gut kenn da ein paar die schreiben noch schlechter.
ZitatOriginal von doktorstamp
Fand diesen Brief niedlich. Vorallem die Schrift weist draufhin, dass der Absender nicht sio sehr mit unserer Schriftart vertraut war.mfG
Nigel
Da liegst Du glaube ich falsch. Polen schreiben in der selben lateinische Schrift wie wir.
Ich würde tippen das der Absender eine sehr alte Person war, die schon Probleme hatte die Finger unter Kontrolle zu halten.
Absendeort: Nowo-Alexandrija, Lublin Gub.
Also wiedermal Russiche Marken in Polen verwendet. Nicht schlecht oder?
mfG
Nigel
Na ja, wie schon mal versucht habe zu erklären.
Polen, genau wie Kurland und Livland sind kulturell Teil Mitteleuropas. Deshalb sind Belege aus diesen Gebieten in Mitteleuropa überproportional häufig anzutreffen. Die meisten Menschen in diesen Gegenden waren der russichen Sprache überhaupt nicht mächtig. In Polen wurde halt Polnisch gesprochen mit der primären Fremdsprache Deutsch. In Kurland und Livland wurde Deutsch gesprochen mit primären Fremdsprachen Russisch und Schwedisch.
Natürlich ist das nicht schlecht, aber es ist auch nichts besonderes.
Das ist genau so eine Sache mit den deutschen Ortsnamen in Kurland/Livland. Oft sehe ich Anbieter auf ebay, die Denken es wäre total cool, das Sie einen Beleg mit einem deutschen Ortsnamen in russischer Schrift als Abstempelung haben.
Das ist dann meist Majorenhof. Das Mallorca der Lettischen Riviera... Jeder blöde Tourist hat eine Karte aus Majorenhof verschickt. Majorenhof war eine der ersten Ortschaften im Kaiserreich Russland von der es Bildpostkarten gab.
Aber der Name klingt doch toll, oder...
Gegenbeispiel: Gnadenfeld in der Samara Region. Tolle Sache, den Stempel auf Beleg zu haben. Oder die Schweizersiedlungen im Ural Gebiet. Die sind bei schweizer Russlandsammlern total beliebt.
Manche Postorte sind auch noch interessant weil Zeitweise eigene Briefmarken dort verausgabt wurden und die Spezialsammler gerne ein Paar Kaiserreich-Belege als "Vorläufer" in ihrer Sammlung haben wollen.
Wenden und Batum sind solche Orte. Wobei Batum wirklich cool ist, weil die Posthoheit dort in philatelistischer Zeit zich mal gewechselt hat. Wenden hingegen halte ich für Blödsinn. Das hat was mit der Urzeit der Michelredaktion zu tun und ist nicht rational zu begründen.
Für die Zeit in der in Russland Nummernstempel verwendet wurden ist es anders. Da sind polnische Vierkreis-Nummernstempel wirklich besser als Punkt-Nummernstempel aus dem europäischen Teil Russlands.