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Postablagestempel in Bayern

  • mikrokern
  • 18. April 2009 um 15:53
  • soaha
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    • 15. Juni 2009 um 13:00
    • #21

    Hallo Erdinger,

    manchmal denke ich was anderes und schreibe was anderes.
    Wollte die Heimat nicht verlegen,:ups:

    Aufjendefall interessante geschichte vom Steinbühler Frabrikanten "des Erfinders der Herstellung von synthesischen Ultramarinfarbe", auch Königsblau oder Lapisblau genannt, ich kenne die Herstellung von der echten Ultramarinfarbe von daher hat er sicherlich ein sehr gutes Geschäft gemacht. Wenn man bedenkt was das damals kostete. (um nicht heute zu erwähnen)
    Wohnte selber 14 jahre im Stadtteil Steinbühl.

    Bayern klassisch, sicherlich möchte ich den Beweis hier sehen. :D

    Hier der Steinbühler auf einer Nr.11

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    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • Erdinger
    aktives Mitglied
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    345
    • 15. Juni 2009 um 13:01
    • #22
    Zitat

    Wenn jemand einen Beweis hierfür sehen möchte, soll er es ruhig sagen.

    Hiermit sei es ruhig gesagt.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Juni 2009 um 16:45
    • #23

    Hallo soaha, lieber Erdinger,

    euer Wunsch sei mir Befehl:

    Voila, ein Brief aus Roth vom 25.6.1875. Der Absender, das Landgericht in Roth, gab den Brief bei der Filiale (!) der Postexpedition in Roth - Zentrum auf. Ab dem 1.3.1860 war die Postexpedition Roth an den dortigen Bahnhof verlegt worden und die Postablage wurde im Stadtzentrum von Roth eingerichtet. Daher hat der Brief zuerst den Postablage Stempel erhalten.

    Dann brachte man die gesammelte Poststücke (sehr viel wird es nicht gewesen sein) zur Postexpedition an den Bahnhof, wo sie aber nicht, wie man meinen könnte, einen "Roth Bahnhof" - Stempel bekommen hätten (den gab es nie), sondern den Stempel mit der Winkler Type 21, der von 1873 - 1875 nachgewiesen ist.

    Sicher kann man sich vorstellen, wie viele Briefe es aus Roth bei Nürnberg gibt, die beide Stempel tragen, wenn das Zeitfenster ca. 2 1/2 Jahre betrug ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P.S. Wer noch eine Granate einer Postablage ohne Postablage sehen möchte ...

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    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (15. Juni 2009 um 16:47)

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
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    • 15. Juni 2009 um 22:27
    • #24

    Hallo bayerklassisch,

    ja,ja,ja das ist ein Schmankerl hoch 3, solche Beweise wollen wir hier sehen :]
    Die Postablage in Grotesk und "ROTH" in Großbuchstaben, toller Beleg.
    Danke für.

    Aber die Frage ob wir hier noch eine Granate sehen wollen dürfte sich wohl erübrigen, Natürlich wollen wir. :ok:
    Wenn nicht hier wo dann.? :augenzwinkern:

    Grüße
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

    Einmal editiert, zuletzt von soaha (15. Juni 2009 um 22:27)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Juni 2009 um 06:26
    • #25

    Hallo soaha,

    du hast es natürlich sofort gesehen: POSTABLAGE in Grotesk, aber ROTH in Antiqua. Hat man auch nicht alle Tage ...

    Dann kommt heute abend mal ein Schmankerl, von dem nur eine einstellige Anzahl bekannt ist und das letzte Stück wird ein Beleg einer Postablage ohne Postablagenstempel sein. :jaok:

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Juni 2009 um 16:35
    • #26

    Liebe Sammlerfreunde,

    wie angedroht noch eine Oberrosine der bayerischen Postablagen aus 1872.

    Wer weiß, worum es sich hierbei handelt, sollte sich nicht zurück halten ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (63)
    • 16. Juni 2009 um 16:54
    • #27

    Hallo,

    wills mal versuchen.
    Im Oktober 1872 war der (reguläre) PA-Stempel von Trebgast (Expedition Neumarkt) - aus welchen Gründen auch immer - unbrauchbar, sodass ein Aushilfsstempel, nämlich der gezeigte Einzeiler "Trebgast", anstelle dieses PA-Stempels zum Einsatz kam.
    Für wie lange, entzieht sich meiner bescheidenen Kenntnis...

    Ein wirklicher Traumbeleg! Ist schon der normale PA-Stempel von Trebgast nicht gerade häufig, so dürfte der AH-Einzeiler nochmals einen Seltenheits-Quantensprung darstellen. :P

    Gruss

    µkern

    Einmal editiert, zuletzt von mikrokern (16. Juni 2009 um 17:08)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Juni 2009 um 17:29
    • #28

    Hallo mikrokern,

    besser kann man den Brief nicht beschreiben. Super! :)

    Es ist der einzig bekannte Aushilfsstempel von einer Postablage und daher für Aushilfs- und Postablagenstempelsammler das non-plus-ultra dieser Sammelgebiete.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 16. Juni 2009 um 17:38
    • #29

    Lieber bayern klassisch,

    das sind ja wunderschöne Briefe von Trebgast und Roth,
    die Sie hier zeigen.

    Hallo mikrokern,
    es ist die Expedition Neuenmarkt (Oberfranken),
    nicht Neumarkt (Oberpfalz).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • mikrokern
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    • 16. Juni 2009 um 17:53
    • #30
    Zitat

    Original von VorphilaBayern
    Lieber bayern klassisch,

    das sind ja wunderschöne Briefe von Trebgast und Roth,
    die Sie hier zeigen.

    Hallo mikrokern,
    es ist die Expedition Neuenmarkt (Oberfranken),
    nicht Neumarkt (Oberpfalz).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    oops, hab das wohl vor lauter Begeisterung ob des tollen Briefes übersehen. :ups:
    Danke für den Hinweis!

    Gruss

    µkern

  • Kreuzerjäger
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    • 16. Juni 2009 um 17:58
    • #31

    Dann zeige ich auch noch einmal einen Postablagestempel. Leider nicht auf Brief. :(

    Postablage Himmelkron.

    Grüße von
    dreikreuzer

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  • mikrokern
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    • 17. Juni 2009 um 06:06
    • #32

    Hallo dreiKreuzer,

    Absicht oder Zufall? Dein PA-Stempel von Himmelkron passt perfekt zum Trebgast-Brief von bayern klassisch, da Himmelkron - so wie Trebgast - zur Expedition Neuenmarkt gehörte, und im Dez. 1875, als Trebgast selbst zur Expedition erhoben wurde, dieser zugeordnet wurde.
    Ein derartiger Beleg aus der Kreuzerzeit, also PA Himmelkron mit Stempel der Expedition Trebgast, dürfte in seiner Seltenheit dem Brief von bk nicht nachstehen...
    Jetzt fehlt erstmal noch ein schöner Beleg für den "normalen" PA Trebgast/Exp. Neuenmarkt...

    Gruss

    µkern

    Einmal editiert, zuletzt von mikrokern (17. Juni 2009 um 06:14)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. Juni 2009 um 16:50
    • #33

    Liebe Sammlerfreunde,

    weil mir mein altes Ausstellungsblatt gerade in die Hände fiel, will ich es mal zeigen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • oisch
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    • 17. Juni 2009 um 22:38
    • #34

    Hallo,

    auf Quadratausgaben habe ich mein Pulver bereits mit einer Postablage Eggolsheim auf einer 2-II-5 verschossen (siehe Seite 1 dieses Threads).

    Bei den Wappenausgaben kann ich allerdings noch 3 Eggolsheimer nachladen

    Hier noch ein Link auf einen bemerkenswerten Brief mit Postablagestempeln auf Quadratausgaben:


    Gruß oisch

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    Einmal editiert, zuletzt von oisch (17. Juni 2009 um 22:40)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Juni 2009 um 06:17
    • #35

    Hallo Oisch,

    danke für den Link zu der Dreifarbenfrankatur einer Postablage (noch dazu keiner häufigen!) nach den Niederlanden.

    In Anbetracht des allgemeinen Zustandes würde ich jedoch einen deiner beiden herrlichen Belege nicht dagegen tauschen wollen.

    Die sind beide außergewöhnlich schön und verführen zum schwelgen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch, der heute abend auch was zeigen wird ... wenngleich ohne Stempel

  • Erdinger
    aktives Mitglied
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    • 18. Juni 2009 um 08:20
    • #36

    oisch
    Donnerwetter, eine Postanweisung mit Ablagestempel - Hühnerzähne sind sicher leichter zu finden!

    Außer einem bereits in einem anderen Thread gezeigten Beleg aus Wartenberg könnte ich nur noch einen Beleg der Postablage Schwaig aus der Pfennigzeit offerieren - aber damit dehnen wir den Thread, bis die Nähte platzen ...

    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Juni 2009 um 09:23
    • #37

    Lieber Erdinger,

    wer einen Thread mit Postablagen dehnen kann, das kann kein schlechter Mensch sein (frei nach W. C. Fields).

    Ich bitte im Namen aller um Dehnung. :)

    PA waren schließlich in der Pfennigzeit genauso selten, wie in der Kreuzerzeit. Und es waren en Masse die gleichen Stempel.

    Also rein ins Forum mit den Rosinchen!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 18. Juni 2009 um 10:22
    • #38

    Nun gut, auf vielfachen Wunsch eines einzelnen!

    Die Eröffnung der Postablage Schwaig bei Erding wurde zum 1.1.1874 bekanntgegeben (lt. Winkler), Helbig setzt sie bereits für 1873 an - beide Angaben schließen sich nicht aus.

    Für lange Zeit - bis um die Jahrhundertwende, als die ersten Posthilfstellen eingerichtet wurden - blieb Schwaig die einzige Poststelle im Westen des Bezirksamts Erding, gerade nach der Umwandlung in eine Agentur zum 1.6.1883. Groß dürfte das Postaufkommen durch die Nähe zum dünn besiedelten Erdinger Moos nicht gewesen sein, aber der Ort lag günstig an der Straßenverbindung Erding-Freising, und so konnte man einen flächenmäßig relativ ausgedehnten Raum mit geringem Aufwand postalisch erschließen.

    [Blockierte Grafik: http://666kb.com/i/b9whdukn5jyifzdzp.jpg]

    Es gibt zwei Stempeltypen, den der älteren Form in kleiner Antiqua (diesen kenne ich bislang nur als Teilabschlag aus einem älteren Deider-Auktionskatalog), und den jüngeren, der hier auf einer hübschen Ganzsache nach Nürnberg aus dem Jahr 1882 abgeschlagen ist. Offensichtlich war in diesem Fall der Weg nach Freising kürzer/schneller, denn eigentlich war Schwaig der Expedition Erding unterstellt.

    Beide Typen als häufig zu bezeichnen wäre ein Verstoß gegen das achte Gebot.

    Liebe Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Juni 2009 um 15:55
    • #39

    Lieber Erdinger,

    danke fürs zeigen des Schmuckstücks!

    Letzter Beleg von mir - mal sehen, wer damit etwas anfangen kann, auch wenn das gute Stück etwas off topic sein dürfte ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 18. Juni 2009 um 17:07
    • #40

    Hallo Bayern Klassisch,

    wollte gerade meinen Beitrag leisten, da sehe ich Deine Frage. Deshalb kurz geschaut, dürfte es sich um eine Quittung einer Postablage handeln. Schade, kein Stempel? Den Ort kann ich leider nicht ganz herausfinden, aber Erdinger kann das ;)

    Also hier, mein Beitrag gehorsamst :D

    Auf Geheiß unseres hoch geschätzten “bayerischen Ober-Postgeschichtsdirektors” zeige ich hier eine einfache Briefhülle mit dem mir vorliegenden Postablagestempel “Randersacker“.

    Aus Sem - BAYERN - Spezialkatalog I - Mühlradstempel, Orte und Typen - S. 384:
    “Randersacker - Verteilung I 594 / II = 414
    Expedition ab 1.7.1855, aufgehoben am 1.2.1865 (414 nach Ronsberg)”

    Vermutlich ab diesem Datum Postablage, die bis 1.6.96 bestand. Dieses Datum wurde auch von Helbig übernommen, der den hier gezeigten Stempel - kleine Type - mit Verwendungszeit 76/84 angibt. Er wurde aber bereits von Beginn an benutzt, wie mein Brief zeigt. Den größeren Typ lt. Helbig, mit Verwendungszeit 1889, kenne ich nicht.

    Die Aufhebung der Postexpedition bzw. Rückstufung in eine Postablage zeigt, dass das Postaufkommen nicht gerade hoch war.

    Bitte schaut die abgebildete Ansichtspostkarte von Randersacker (einer Website über Randersacker entnommen) an.
    Links liegt im Hintergrund Randersacker, mittig der Main, rechts dampft eine Eisenbahn (von Heidingsfeld kommend).
    Der Brief vom kgl. Pfarramt Randersacker an das kgl. Landgericht Würzburg geschickt (daher auch kein Inhalt). Er wurde am 11.12.erst nachmittags aufgegeben. In Heidingsfeld, der für Randersacker zuständigen Postexpedition, wurde der Halbkreisstempel abgeschlagen. Die Zeitangabe im Ankunftstempel Zweikreis Würzburg röm. Ziffern zeigt, dass der Brief erst am Morgen des 12.12. in Würzburg ankam. Daher vermute ich, dass der Brief vom Landbriefträger erst auf seiner letzten Tour - per Fähre über den Main - nach Heidingsfeld zur Postexpedition gebracht wurde (und dort nach Abgang der letzten Briefpost ankam). Somit wurde der Brief erst am Morgen mit der ersten Bahn (das “Städtle” hatte doch tatsächlich einen repräsentativen Bahnhof (Normtyp Gattung III von 1860)) wieder über den Main (Eisenbahnbrücke Würzburg-Heidingsfeld) nach Würzburg Hauptbahnhof befördert.. Damals gab es noch nicht so viele Brücken über den Fluss wie heutzutage! Diese Brücken hatten auch strategische Bedeutung, wie dann im Krieg 1866 zu sehen war.

    Also wiederum ein Brief, der auch ohne Marke und Inhalt noch zu erzählen weiß. Deshalb sind “alte Briefe” immer wieder für eine Überraschung gut (wie schon Erdinger aufzuzeigen wusste).

    Ach ja, Randersacker war und ist eine sehr schöne Winzergemeinde am Main mit einer berühmten, zumindest sinnigen Weinlage: EWIG LEBEN *

    Und wer möchte das nicht wünschen, wenn die Gläser klingen?

    Auf Euer Wohl

    Luitpold

    PS
    Bestes Mineralwasser gibt’s übrigens auch z.B. aus Bad Brückenau - Quelle König Ludwig I.

    * nur für Weinliebhaber - keine Werbung - nur mal so zum Schauen!

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