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Preussen-Bayern

  • Bayern-Nils
  • 9. April 2009 um 20:22
  • Bayern-Nils
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    • 27. Juli 2009 um 10:32
    • #21

    Hallo bayern klassisch

    Danke fürs Zeigen. :)
    Bei Sem steht es dass Mustersendungen "jeweils für 2 Loth" 9 Kreuzer/3 Sgr franko ist. Dann dachte ich dass es 2 Loth inklusive war, aber so ist es also nicht. Es ist BIS 2 Loth wenn die 2. Brief richtig verstanden ist.

    Ich habe auch ein Sulzbach Brief. Meiner Brief ist von Kaiserslautern geschickt im Jahr 1851 und ist uber Homburg gelaufen. Der Brief ist mit Nummer 2 Platte 2 frankiert.

    Rückseitig sehe ich ein Stempel die ich nicht ganz einordnen kann. 1/3 ist vielleicht 1. März, aber was heisst N 2? Und wo ist der Brief abgestempelt?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Juli 2009 um 10:55
    • #22

    Hallo Nils,

    sehr schöner Brief - Glückwunsch! :)

    Wie ich bereits schrieb sind Briefe im 3 Kr. Bereich nicht häufig und sollten, zumal wenn sie so schön sind wie deiner, nicht verschmäht werden.

    Im Postverein war das Gewicht immer exklusive - damals innerbayerisch aber inklusive. Das hat viele Korrespondenten auf dem falschen Fuß erwischt.

    Der siegelseitige Stempel vom 1.3.1851 ist der "Distributionsstempel", also der Stempel, der die Auslieferung am Zielort anzeigte.

    N = Nachmittags, 1.3. = Datum und 2 = 2. Botenlauf an dem Tag.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 27. Juli 2009 um 11:16
    • #23

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank für deine Antwort.
    Diese inkl/ekskl unterschied ist jetzt notiert. :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Juli 2009 um 18:20
    • #24

    Hallo Nils,

    interessant sind auch die unterschiedlichen Leitwege der gegenseitigen Korrespondenz.
    Hier mal ein Blatt für den fortgeschrittenen Sammler, den man auch daran erkennt, dass ihm Siegelseiten nicht völlig abgehen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P.S. Der liebe Altsax schrieb mir noch folgendes dazu:

    Ihr Brief aus Krotoschin ist übrigens über drei sächsische Linien gelaufen, was sich leider nicht in Coursstempeln niederschlägt, weil zwischen der preußischen Bahnpostanstalt Görlitz-Kohlfurt und dem fahrenden Postamt Leipzig-Hof direkte Kartenschlüsse gewechselt wurden (und zum Beförderungszeitpunkt noch nicht alle Coursstempel existierten).

    Am Transport beteiligt waren nach Breslau-Berlin und Kohlfurt - Görlitz noch Görlitz - Dresden und Dresden - Leipzig.

    Dateien

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    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (28. Juli 2009 um 07:59)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Juli 2009 um 07:03
    • #25

    Liebe Sammlerfreunde,

    nun wieder etwas zu Preußen und Bayern, der historischen Haßliebe des 18. und 19. Jahrhunderts.

    Ich hoffe, die Seiten animieren vlt. den ein oder anderen, auch in dieser Richtung sammlerisch tätig zu werden - es ist fürwahr ein weites Feld ...
    (frei nach Theodor Fontane, einem Preußen)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch, keinem Preußen ... :D

    Dateien

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  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (64)
    • 28. Juli 2009 um 07:32
    • #26

    Hallo bayern klassisch,

    fürwahr beeindruckend, und auch was fürs Auge!!
    "Rh. Baiern" auf frankiertem Brief besitze ich nicht :(

    Welchen Sinn hatte denn der im Durchgangsort Kreuznach aufgedruckte Stempel "Rh. Baiern" in der Vormarkenzeit?

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Juli 2009 um 07:55
    • #27

    Hallo mikrokern,

    danke für dein Lob. :ups:

    Der Stempel entstammt einer Zeit, als es durch die Münchner Verträge gestattet war, im geschlossenen Transit durch andere deutsche Postgebiete zu versenden. Also aus der Pfalz über Rheinhessen (Thurn und Taxis) nach Preußen (Creuznach) bzw. über Preußen nach Belgien, die NL und GB.

    Daher gab es wohl interne Vereinbarungen zwischen diesen drei Postverwaltungen, mit ihnen gekennzeichnete Briefe gesondert abzurechnen.

    Um es ganz genau sagen zu können, müsste man die Abmachungen zwischen Taxis und Preußen ab 1833/34 kennen, die mir aber nicht bekannt sind (und auch Preußen- und Taxiskennern wissenmäßig abzugehen scheinen).

    Jedenfalls kenne ich nur einen Brief aus Taxis, frankiert mit einer 9 Kr. der dortigen Erstausgabe, der auch über Creuznach lief und den Rh. Baiern - Stempel bekam.

    Fassen wir zusammen: Für Bayern ein anachronistischer Stempel; für Taxis und Preußen aber als Herkunftsstempel für die internen Verrechnungen der Transitgebühren durchaus noch sinnvoll - und bis 1854 aus der Pfalz belegt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. Juli 2009 um 12:17
    • #28

    Liebe Sammlerfreunde,

    ich darf heute zwei Seiten folgen lassen, die zeigen, dass es an Material zwischen diesen beiden Postgebieten nicht mangelt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Dateien

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  • Magdeburger
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    • 29. Juli 2009 um 13:36
    • #29

    @Bayern Klassisch

    wunderschöne Belege, welche Du hier zeigst. Da sieht man ja richtig "alt" :( aus.

    @All

    damit mal wieder ein "Preusse" etwas einstellt, zwar nicht schön und selten, eine Ganzsache 3Sgr von Berlin nach Nürnberg von 1862 korrekt bezahlt.

    Als zweites ein Brief von Magdeburg nach Hof datiert vom 23.08.1822 (Habe zwar keine Posttarife hierfür, aber ab 01.01.1824 würden die vorderseitigen 18 (Kreuzer) passen.
    Die rückseitig vermerkten 4 (Kreuzer? = Botenlohn) kann ich leider nicht interpretieren.

    Gruss Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. Juli 2009 um 13:45
    • #30

    Hallo Ulf,

    kleine Korrektur: Hof war preußisches, sächsisches und bayerisches Grenzpostamt.
    Daher reichten die siegelseitig notierten 4 gute Groschen = 18 Kr. von Magdeburg bis Hof aus. Bayern erhielt hier gar nichts!

    Der 3 Sgr. Brief nach Nürnberg ist deshalb interessant, als der Empfänger in Nürnberg ein Postfach hatte - L 1385. Daher hätte solch ein Brief auch keinen Briefträgerstempel bekommen.

    Damit auch mal etwas kompliziertere Briefe hier Eingang finden, zeige ich mal eine Seite, für die es ein paar Jahre gedauert hat, bis ich sie wunschgemäß zusammen hatte ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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    IMG_0017.jpg 1 MB – 304 Downloads

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (29. Juli 2009 um 13:52)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Juli 2009 um 10:39
    • #31

    Hallo liebe Sammlerfreunde,

    wer wie ich feststellen muss, dass die meisten Drucksachen im eigenen Land verblieben sind, freut sich, wenn er dergleichen nach anderern Staaten zeigen kann. Viele gibt es ja nicht, obwohl dem doch so sein müsste ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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    IMG_0022.jpg 813,3 kB – 275 Downloads IMG_0023.jpg 878,61 kB – 279 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. August 2009 um 16:52
    • #32

    Damit auch die hier stetig steigende Zahl von Preußen - Sammlern zu ihrem Recht kommt, ihr postgeschichtliches Wissen einzubringen, zeige ich mal meine neueste Erwerbung von Bayern nach Preußen.

    Über eine fachkundige Beschreibung würde ich mich sehr freuen ... :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • regiduer
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    • 6. August 2009 um 18:53
    • #33

    Bin zwar kein Preussenkenner, aber postlagernde Briefe die nicht abgeholt wurden und an den Absender zurückgeschickt wurden sind wohl aus allen dt. Staaten bekannt

    mfg

  • Bayern-Nils
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    • 6. August 2009 um 21:09
    • #34

    Hallo bayern klassisch

    Ich habe hier Probleme den Text zu lesen. Ich glaube aber dass der Brief zwei mal nachgesandt ist. Ich sehe hier keine Retour Vermerke. Aber die Anschriften haben zwei verschiedenen Blaufarben. Ganz unten lese ich Creutzburg (in Thüringen?). Weiter komme ich hier leide nicht.

    Es ist ein schöner Brief, und eine superbe Marke.
    Glückwünsche.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • regiduer
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    • 6. August 2009 um 21:23
    • #35

    Nein, ein retoure Vermerk seh ich auch nicht,
    der blauer Vermerk " 5/6....... " entziffere ich als Eingangsvermerk mit Unterschrift des Beamten ( den am 2.6. wurde er erst aufgegeben und deshalb wohl kaum am 5.6. schon weitergesandt.)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. August 2009 um 21:35
    • #36

    Hallo Nils, hallo regiduer,

    ich sehe keine Rücksendung nach Bayern - der Brief hat hinten wenige Stempel aufzuweisen, aber keinen bayerischen. Ich sehe nur den blauen Tuschevermerk "5/6 nachzus.(enden), aber keinen Retourvermerk.

    Meines Erachtens sollte er nach Deutsch Eylau laufen, wurde dann aber nach Rixdorf bei Berlin nachgesandt, obwohl er poste restante gestellt war.

    Dort konnt er aber auch nicht an den Mann gebracht worden, so dass er nach Osterrode am Harz weiter geleitet wurde. Doch auch im Kgr. Hannover konnte er nicht ausgeliefert werden, so dass er final nach Creuzburg in Preußen (Thüringen) gesandt wurde, wo er seinen Empfänger offenbar fand.

    Das wäre meine Interpretation. Aber die muss ja nicht stimmen. ;)

    Was kostete der Sonderdienst poste restante in Preußen?

    Welche Verordnung erlaubte die Weiterleitung von poste restante Briefen, da sie doch 3 Monate ausgesteckt werden sollten?

    War die Weitersendung von p. r. Briefen immer in Preußen kostenlos?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
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    • 7. August 2009 um 08:44
    • #37

    @Bayern Klassisch

    die Schrift hätte ich nicht entziffern können und somit muss die Deine Erklärung zum Laufweg hinnehmen, gehe aber davon aus, dass er korrekt ist.

    Ich habe erstmal im Katalog nachgeschaute, von wann der Brief sein könnte. Frühstens aus dem Jahre 1863?, wenn das Ausgabedatum stimmt. Bis zum 30.06.1863 gab es in Preussen immer noch Bestellgeld (1/2 Sgr in diesem Falle) im Ortzustellbezirk, welches bei Deinem Brief vom Empfänger zu zahlen wäre, vorausgesetzt der Brief stammt aus dem Jahr 1863. Dieses Bestellgeld konnte "gespart" werden, wenn der Empfänger es selbst abholte.

    Für Ortsbriefe galt auch ein ermäßigtes Porto von 1/2 Sgr (ab Januar 1859 gültig), wenn der Empfänger dies bei seinem Postamt mittels einer Erklärung hinterlegte. Wie dies im einzelnen geregelt war, wird wahrscheinlich "vor Ort" einzel geregelt sein.

    Vielleicht wußte der Absender von dieser Bestellgeldregelung (Voraussetzung wäre wieder 1863!!) und versendete daher postlagernd.

    Ab 01.07.1863 wäre dieser Brief bestellgeldfrei, da er frankiert war.

    Jetzt mal rein spekulativ:

    Vielleicht war der "Empfänger" dort bekannt und der Brief wurde schnell weiterversandt. Eventuell läßt sich über den Empfänger eine Antwort finden?

    Ende des Gedanken!

    Soweit ich sehe, war die Weitersendung gewöhnlicher Briefe innerhalb Preussen "kostenfrei" - zumindestens aus der Zeit Deines Briefes.

    Zu den restlichen Fragen habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Auch habe ich noch nicht nachgeschaut, wie der Weiterversandt in DÖPV war.

    Zu postlagernd habe ich nur dies gefunden:
    Die Empfänger wurden auf Listen geschrieben und diese wurden für drei Monate öffentlich ausgehangen.

    Ich hoffe erstmal gehoffen zu haben, viel ist es ja nicht.

    Beste Sammlergrüsse

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

    3 Mal editiert, zuletzt von Magdeburger (7. August 2009 um 12:36)

  • Michael D
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    • 7. August 2009 um 12:52
    • #38

    Hallo bayern klassisch,

    interessante Fragen wirfst Du da auf :rolleyes:

    die blaue Schrift 5/6 nachzus. liefert meiner Meinung nach den Hinweis, dass der Empfänger - auch aus Fürth stammend und evtl. auf einer Geschäftsreise durch Preußen - seine Weiterreise schon im Postamt hinterlassen hat und deshalb der Brief direkt bei Eingang am 5/6, ohne 3-monatige Wartezeit, weitergeleitet wurde.

    Nach meiner Kenntnis waren Nachsendebriefe sowohl innerpreußisch als auch im DÖPV mit der Brief-Taxe für die Nachsendestrecke zu belasten. Da hier mit 9 Kr. aber schon der Höchstsatz frankiert war, erfolgte die Weitersendung ohne zusätzliche Taxierung.

    Kannst Du noch die Rückseite zeigen ?
    Nur die beiden Stempel von Fürther Kreuzung verraten da zuwenig.

    Viele Grüße
    Michael D

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (7. August 2009 um 12:55)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. August 2009 um 13:24
    • #39

    Hallo,

    hier die Siegelseite - für mich leider ohne Wert; vlt. für einen Preußenkenner wertvoller?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Dateien

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    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (7. August 2009 um 13:30)

  • Magdeburger
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    5. Februar 1961 (65)
    • 7. August 2009 um 14:53
    • #40

    @Bayern Klassisch

    Michael D. hat recht - Das Weitersenden kostete das normale Briefporto für die neue Strecke sowohl in Preussen als auch in DÖPV. Nur habe ich nichts gefunden, ob das schon bezahlte "Porto" angerechnet wurde.


    (Meines Erachtens, wäre das Nachsenden nach heutigem Verständnis eine "neue Dienstleistung")

    Ich bin total ?( Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

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