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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Ganzsachen Sachsen

  • Trechus
  • 28. März 2009 um 15:51
  • Trechus
    neues Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    6. Januar 1946 (80)
    • 28. März 2009 um 15:51
    • #1

    ---------------------------------------------------------------------------
    Ich bin kein Briefmarkensammler, muß aber alte und neue Sammlungen aus einem Erbe 'an den Mann' bringen.

    Mein Vater hatte bei allen Marken die (vermutlich) Michel-Nr. daruntergeschrieben sowie zusätzliche kryptische Zeichen:

    - bei der hellen Ganzsache z.B. 2 I !!!!
    - bei der dunklen 9 x

    Woanders tauchen dann auch xx und xxx auf - sind das bei Philatelisten übliche Zeichen oder persönliche, jetzt also verschollene, Markierungen.

    Was ist so etwas wert? Kann man hier im Forum Interessenten dafür finden?

    Bilder

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      • 1.736 × 2.391
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  • Totalo-Flauti
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    • 28. März 2009 um 18:07
    • #2

    Hallo Trechus,

    bei dem Brief mit der 2I handelt es sich um eine Rarität. Es ist die zweite sächsische Marke in der ersten Auflage. Als Stadtpostbrief aus Chemnitz handelt es sich um eine, selbst im wichtigsten Katalog Michel aufgeführte, besondere Frankatur. Lt. Katalog wertet die Marke auf Beleg in der billigsten Variante 700,- EUR und als Stadtpostbrief aus Chemnitz 1.500,- EUR. Diesen Brief sollte ein anerkannter Prüfer (Sachsen Thilo Rismondo kuckst Du auch hier: ) vor dem Verkauf auf jeden Fall prüfen. Das wäre auch etwas für ein Auktionshaus (kuckst Du hier: ).
    Bei dem zweiten Belge kann ich jetzt so nichts besonderes entdecken. Es könnte sich hier um eine besondere Papierart der Marke handeln. Das sollte dann aber auch wieder geprüft werden. Sie ist ganz gut geschnitten (links unten und komplett unten etwas knapp aber durchaus akzeptabel). Es handelt sich hier um eine Frankatur die häufig in Sachsen zu finden ist (kann man als Standard bezeichnen). Interessant könnte der Beleg für einen Heimatsammler aus Döbeln handeln. Der Zweikreisstempel Döbeln wertet laut Katalog mit 20,- EUR. Der Nummernstempel "35" auf Marke wertet mit 10,- EUR. Die einfache Marke auf Brief wertet mit 12,- EUR
    Es handelt sich bei den genannten Preisen um Katalogpreise. Diese sind in der Regel nicht zu erzielen. Das Prüfen kostet ebenfalls eine Gebühr. Eventuell ist ein Auktionshaus an dem Posten interessiert und kann entsprechend beratend wirken. Aber immer aufgepasst.

    Gruss Totalo-Flauti

  • Trechus
    neues Mitglied
    Beiträge
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    Geburtstag
    6. Januar 1946 (80)
    • 29. März 2009 um 16:01
    • #3

    Erst mal vielen Dank an Totalo-Flauti, daß er sich so eingehend geäußert hat - endlich mal eine gute Nachricht.

    An der Echtheit habe ich eigentlich keinen Zweifel. Was kostet denn so eine Prüfung?

    Wenn der durchschnittliche Erlös 10% (?) vom Katalogwert beträgt, bleibt da noch was übrig?

    Daß die !!! ein Hinweis auf bessere Stücke sein könnten, habe ich mir schon gedacht; gibt es noch eine Idee zu den anderen Zeichen?

    Ich habe sie zum Teil auch bei ebay und anderswo gesehen.

    Herzliche Grüße

  • Totalo-Flauti
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.589
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    • 29. März 2009 um 19:07
    • #4

    Hallo Trechus,

    bei besseren Stücken, wie den mit der grünen 3 Pfennig Marke, sind schon mal viel mehr als 10 % drin. Die Katalogpreise verstehen sich als Preise für überdurchschnittliche Ware. Bei geschnittenen Marken bedeutet das zum Beispiel das die äußersten Randlinien der Marken nicht berührt wurden, was leider auf Grund des engen Druck's der Marken im Bogen häufig vorkommt.

    Die Kosten für eine Prüfung lassen sich bei dem Prüfer klären. Auf jeden Fall sollte vor dem Versenden der zu prüfenden Ware eine Kontaktaufnahme mit dem Prüfer erfolgen. Es gibt regelmäßig feste Sätze. Aber bei einem größeren Auftrag ist eventuell auch eine freie Preisgestaltung möglich.

    Wie gesagt, eventuell können auch die Auktionshäuser da entsprechend Rat geben. Die sind bei einer gehaltvollen Sammlung immer die bessere Wahl. Einige fahren durch die Republik und holen die Sammlung auch ab. Ich habe noch nie Eingeliefert und weiß nicht, wie so etwas abläuft. Auf jeden Fall sollte man den Verkauf nicht über's Knie brechen. Auch wenn man sich mehrere Meinungen einholt, macht man keinen Fehler. Große Auktionshäuser haben natürlich in der Regel einen größeren Kundenkreis. Auf der Seite vom BDB gibt es erst einmal einige Ratschläge für sogenannte Einlieferer.

    Die Wahl eines Auktionshauses ist dann so eine Sache. Da muss man einfach mal auf den einzelnen Seiten schauen, was so in den Online-Katalogen enthalten ist. Paßt der Inhalt der bereits durchgeführten Auktionen zu den Inhalten meiner einzuliefernden Sammlung? Wie sind die Ergebnisse? Naja, die Wahl ist wahrscheinlich auch eine subjektive. Auf jeden Fall würde ich zwei, drei Auktionshäuser kontaktieren.

    Zeigen Sie doch mal bitte Belege oder Marken mit den von Ihnen genannten Zeichen xx und xxx. Bei Sachsen sind mir diese Zeichen nicht bekannt. Es gibt noch Probedrucke (=P, sind mit einem geraden Strich entwertet) bzw. Essays (regelmäßig anderes Markenpapier wie die endgültigen Drucke) von Marken und natürlich gibt es auch Druckfehler auf den Marken. Desweiteren findet man bei Sachsen Markenrandsignaturen wie Striche oder kleine Winkel. Enthält die Sammlung eventuell schon Belege und Marken mit Prüfungen? Das sind Zeichen (Name und BPP) auf der Rückseite der Marken oder Belege. Dann sollte eine Klärung dieser Altsignaturen durchgeführt werden. Da kennen sich die Auktionshäuser aber aus.

    Gruss Totalo-Flauti

  • Trechus
    neues Mitglied
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    6. Januar 1946 (80)
    • 30. März 2009 um 13:35
    • #5

    Hallo Totali-Flauti

    Nochmal vielen Dak für die ausführliche Antwort.
    Ich glaube, damit sollte sich wirklich mal jemand befassen, der sich auskennt.

    Aber hier noch mal eine Seite (extra die mit Sachsen), auf der die Anmerkungen meines Vaters zu sehen sind.

    Vielleicht läßt sich ja was deuten.

    Bilder

    • Marken_3.jpg
      • 997,38 kB
      • 2.482 × 3.508
      • 346
  • Trechus
    neues Mitglied
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    6. Januar 1946 (80)
    • 7. April 2009 um 11:23
    • #6

    Nachdem keine weiteren Informationen mehr kommen, schließe ich das Thema.

    Wer Interesse an den Stücken hat, kann sich ja melden.

    Einmal editiert, zuletzt von Trechus (7. April 2009 um 11:24)

  • Wolffi 12. November 2021 um 15:04

    Hat das Thema aus dem Forum Identifizierung und Wertbestimmung von Briefmarken nach Altdeutschland verschoben.

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