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Mit geschwungenen Ziffern malt der Briefmarkensammler Timo Müller den zwölfstelligen Code 2705-2707-0312 fein säuberlich in sein Album. Früher sammelte er gezackte Bildchen, heute kann er sich über dieses altmodische Brauchtum nur noch wundern: Das Briefporto holt man sich per SMS aufs Handy. Oder man druckt es selbst am Computer aus. Echte Marken? Das war einmal!
Zugegeben, noch handelt es sich bei diesem Szenario um Zukunftsmusik. Noch sammelt der 20-jährige Jungphilatelist Müller echte Marken. Noch hält er nichts von Handyporto. Noch verspricht auch Postsprecher Erwin Nier, das Leben der Briefmarke sei nicht bedroht. Doch mit den neuen Angeboten «Internetmarke» und «Handyporto» setzt der gelbe Riese ganz klar auf das digitale Frankieren. Und Müller befürchtet: «Früher oder später wird es auch für Handycodes Sammler geben.»