1. Dashboard
  2. zum Forum
    1. Unerledigte Themen
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Ratgeber
  5. Hilfe
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
  2. Forum
  3. Briefmarken
  4. Deutschland
  5. Altdeutschland

Badisches Eisenbahnamt in Würzburg

  • mikrokern
  • 26. Februar 2009 um 17:28
  • mikrokern
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    887
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    13. Juli 1962 (63)
    • 26. Februar 2009 um 17:28
    • #1

    Hallo,

    wer kann etwas zum Stempel "Gr. Bad. Eisenbahn-Amt Würzburg" sagen? Auf dem gezeigten Brief vom 31.10.1875 ist er als blauer Nebenstempel neben dem bayerischen Einkreiser "Würzburg Bahnh." abgeschlagen, der Brief - frankiert mit einer MiNr 33- ging von Würzburg nach Rheinbischofsheim in Baden.
    Kann mir das nur so erklären, dass eine Aussenstelle der badischen Post am Würzburger Bahnhof existierte, die nach Baden gehende (Bahn-)Post von Bayern übernahm und das mit diesem Stempelabschlag auf dem Brief dokumentierte.
    Ist das korrekt? Habe diesen Stempel sonst noch nie gesehen.
    Gab es ähnliches auch für andere Länder, vielleicht auch in anderen Städten?

    Bilder

    • 33.jpg
      • 996,85 kB
      • 1.957 × 1.001
      • 319

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Februar 2009 um 18:02
    • #2

    Hallo mikrokern,

    zuerst einmal Glückwunsch zu diesem feinen Brief.

    Ich kenne eine Niederlassung der Badischen Fahrpost in Strasbourg und den Baseler Badischen Bahnhof. Dass Baden auch in Würzburg eine Station betrieb, hat mir, glaube ich, der gute Luitpold mal erklärt. Sicher bin ich mir aber nicht.

    Er kann dir als Würzburg - Experte sicher näheres darüber erzählen.

    Falls wider Erwarten nicht, kann ich einen badischen Postgeschichtsexperten einschalten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 26. Februar 2009 um 18:41
    • #3
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    kann ich einen badischen Postgeschichtsexperten einschalten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch


    Oh, prima, dann bin ich mal gespannt. :D Denn der Basel Bad. Bahnhof hat eine sehr interessante Geschichte. :jaok: Zu Würzburg ist nicht viel zu sagen, kommt gleich.
    ;)
    Luitpold

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 26. Februar 2009 um 18:49
    • #4

    Hallo mikrokern,

    wie immer komme ich zu spät. bayern klassisch muss wohl ständig "auf Sendung sein". Wie macht er das nur ?(

    Irgendwo im Forum hatte ich dazu schon etwas geschrieben. Das besondere an der Bad. Eisenbahn war, dass der Betrieb vom Bad. Eisenbahnamt auf bayrischen Gebiet (ca. 25 Km) vorgenommen wurde. Dazu gab es einen Staatsvertrag, der irgendwo im Staatsarchiv in Stuttgart liegen mag. In Würzburg gab es nur eine Güterhalle (Lokomotiv- und Wagenremise, Dienstwohngebäude), kein Postamt, wie z.B. in Basel Bad. Bahnhof - dazu kann sicherlich ein Baden-Sammler mehr sagen. Dennoch erfolgte wohl dort auch der Postaustausch. Aus dem Buch “Dampflokomotiven in Würzburg” von W. Bleiweis noch der Hinweis: “ .. die Strecke ((Heidelberg - Lauda-Königshofen - Würzburg)) durfte nur von badischen Fahrzeugen befahren werden”. Die Briefe wurden nicht extra mit einem von Dir gezeigten Stempel abgestempelt. Sondern man führte die bekannten Bahnpoststempel ” Bad.-Bahnpost z.B. Heidelberg-Würzburg in den Postwägen mit. Als Nebenstempel noch erschwinglich, bringen sie je nachdem auf badischer Marke/Marke auf Brief 100 - 200 EUR und mehr. Sollte jedoch in der Gegenrichtung ein Brief mit einer Kreuzermarke aus Bayern mit diesen schönen Stempel verziert worden sein, dann muss man wohl noch eine Null anfügen - und nicht nur bayern klassisch hätte ihn dann gerne.
    Ich denke, dass Dein Brief eine Güterbenachrichtung war und der blaue Stempel der Absenderstempel ist, wie auch die Karte hier zeigt. Schöner Brief, der in meiner Sammlung sicherlich ein Schmuckstück wäre. Wenn Du ihn mal nicht mehr brauchen solltest, wovon ich allerdings nicht ausgehe, dann ...
    Die bad. Güterhalle dürfte bis Ende der bayrischen Staatsbahn und Übergang auf die Reichsbahn 1920 bestanden haben (hier noch ein Frachtbrief von 1903) - , wenn ich mich nicht irre - denn die Informationen hierzu sind spärlich und ich suche noch nach mehr Material.

    Aber irren ist menschlich meint
    Mit allerbesten Grüßen
    Luitpold

    Bilder

    • K1.jpg
      • 150,77 kB
      • 640 × 1.013
      • 210
    • K2.jpg
      • 98,34 kB
      • 640 × 587
      • 209
    • Dienstbrief.jpg
      • 34,88 kB
      • 640 × 305
      • 220
  • mikrokern
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    887
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    13. Juli 1962 (63)
    • 26. Februar 2009 um 19:06
    • #5

    Hallo Luitpold,

    vielen Dank für die Erläuterungen.
    M.E. ist es aber keine Güterbenachrichtigung, sondern die Antwort auf eine notarielle Vorladung (ursprünglich ausgestellt in Rheinbischofsheim, 26. 10. 1875).
    Absender war also das Gr. bad. Bahnamt Würzburg, und somit ist das wirklich ein Absenderstempel? Also nichts offizielles, das etwas mit der Postbeförderung zu tun gehabt hätte?
    Ganz klar ist mir der Vorgang nicht...
    Hier der Inhalt des Briefes.

    Bilder

    • 33_Inhalt.jpg
      • 987,27 kB
      • 1.039 × 1.721
      • 229

    Gruss

    µkern

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 26. Februar 2009 um 19:17
    • #6

    Liebe Sammlerfreunde,

    habe einen Beleg (Frachtbrief)
    in der umgekehrten Form.
    Frachtbrief der Großherzoglich
    Badischen Staats Eisenbahn
    Station Wertheim am Main,
    wo sich eine Königlich Bayerische
    Staatseisenbahnstation befand.
    Die bayerische Gebührenmarke
    wurde mit dem Stempel
    "GR.BAD.STAATSBAHNEN WERTHEIM"
    entwertet.
    Unten links befindet sich der Stempel:
    "K.Bay.Sts.-Eisenb. WERTHEIM".
    Rechts daneben der Stempel:
    "GEWOGEN WERTHEIM K.Bay.Sts.B."

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • A01.jpg
      • 414,11 kB
      • 725 × 1.021
      • 215
    • A02.jpg
      • 342,96 kB
      • 731 × 1.021
      • 211
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 26. Februar 2009 um 19:47
    • #7

    Hallo mikrokern,

    interessant zunächst, dass es kein Dienstbrief ist. Der Notar sandte diesen Vordruck (Vorladung von Personen zu welchen Anlass? - da kann evtl. bayern klassich mehr sagen - wer sonst ?() an das Bad. Bahnamt und unten steht die Bitte um Rücksendung mit dem Aktenvermerk des Bahnamtes. Das hat nichts mit der Post zu tun. Es wurde normal frankiert mit 3 Kr. Schade, wenn kein Bahnpoststempel rückseitig wäre. Dann ist eine Beförderung mit der Bahnpost nicht nachweisbar, aber sicherlich erfolgt.

    Gruß
    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Februar 2009 um 20:09
    • #8

    Hallo liebe Sammlerfreunde,

    der Inhalt von mikrokerns Traumbrief läßt nur einen Schluß zu:

    Es ging um die Vorladung des Conducteurs (Schaffners) Michael Baas, der auf dieser Strecke Dienst verrichtete, aus Würzburg stammte und dessen Ehefrau verstorben war.

    Wenn ein Conducteur dringend anzuschreiben war, hat man ihm das entsprechende Schreiben an den Dienstort geschickt und nicht an seine Privatadresse, weil man ja nicht wusste, wann er mal dort sein würde.

    Es war Tagfahrt (hat nichts mit der Bahn zu tun) anberaumt am 3. November 1875 um 14.00 Uhr in Bodenweier.

    Unser Conducteur wurde also vorgeladen.

    Die Schrift in dem Brief und auf der Adress - Seite ist identisch, stammt also von derselben Hand. Ich nehme an, dass der Brief mit der 3 Kr. Marke vorfrankiert, gewissermassen als eine Art Insinuationsrückschein, dem Conducteur zugestellt wurde, und man in Würzburg nur den blauen Absenderstempel abgeschlagen hat. Derartige Vorfrankaturen sind mir in mehreren Fällen bekannt.

    Da eine "Verlassenschaft", als das Antreten eines Erbes, in der Regel Privatsache war, wurden die anfallenden Kosten (Kopien, Scheingebühren, Franki oder Porti, Zustellgebühren usw. usw.) dem Erben später von seinem Erbe abgezogen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    887
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    13. Juli 1962 (63)
    • 26. Februar 2009 um 20:15
    • #9

    Super, vielen Dank für die gründliche Erklärung des Briefes, Luitpold und bk!

    Also hat sich der Eisenbahnamts-Stempel als mehr oder weniger privater Absenderstempel herausgestellt (hatte Luitpold ja so schon geschrieben) und hat nichts mit der Beförderung via bad. Bahnpost zu tun. Auch wieder schade!
    Stattdessen eine Nachlassgeschichte einer Schaffnerehefrau.
    Na ja, wer weiss, wozu's gut ist/war...

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Februar 2009 um 20:36
    • #10

    Hallo mikrokern,

    bitte sei jetzt nicht enttäuscht - Luitpold macht dir sicher ein Angebot per PN für den enttäuschenden Inhalt. :D

    Man sollte das Stück aus dem Kontext der Zeit sehen. Wer hat schon einen Brief, der einem Bahnbeamten nicht nach Hause, sondern "in den Dienst" geschickt wurde?

    Die Tatsache, dass der Stempel übergeht, kann für einen erstklassigen Auktionslosbeschreiber den Pawlowschen Reflex auslösen. Aber wernn man einem geschätzten Forums- und ARGE - Mitglied etwas für die Sammlung vermachen kann, braucht man ja keinen Dritten zu bemühen ... ;) :)

    Also nicht traurig sein - es ist und bleibt ein Schmuckstück, so oder so ... :) :P

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 27. Februar 2009 um 08:38
    • #11

    Hallo VorphilaBayern,

    ein sehr schöner Frachtbrief und als "Altpapiersammler" nimmt man gerne auch mal außerhalb der Philatelie was mit.
    Nur wenn es interessiert zur Eisenbahnstrecke. Das Mainviereck wird ja nicht von einer Haupt-Eisenbahnlinie bedient. Deshalb musste über Kreuzwertheim (Bayern) nach Wertheim (Baden) die Fracht gebracht werden. Vermutlich gab es auch hier einen Staatsvertrag der der bayrischen Bahn die Benutzung ermöglichte. Wenn man auf die Lankarte schaut, sieht man den kleinen Schlenker nach Lauda-Königshofen und von dort dann bis Würzburg. Der Frachtbrief ist wohl fest in Deiner Hand? Sammelst Du diese gezielt oder so nur nebenbei.
    Vielen Dank für's Zeigen.

    PS Die Pulverfabrik produzierte im 2. WK leider auch mit Fremd-/Zwangsarbeitern für die Rüstung. Durch die Lage im engen Spessarttal konnten die Bombenangriffe aber diese Fabrik nicht zerstören. Heute existieren nur noch die Gebäude.

    Gerade gefunden:
    20.05.1926 Eine Explosion in einer Pulverfabrik in Haßloch (Bayern) zerstört den größten Teil des Gebäudes. Das Unglück fordert elf Todesopfer, der Schaden beläuft sich auf eine Million Reichsmark.

    Gruß
    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Februar 2009 um 09:01
    • #12

    Lieber Luitpold,

    hab vielen Dank für deine wie immer sehr informativen Hintergrundberichte, dank derer unsere Belege aus deiner Region erst wirklich interpretierbar werden. :)

    Wenn man bei der befreundeten ARGE Baden () etwas schnüffelt, kann man auch dort vieles für den Bayern - Sammler interessante erfahren. Und eine Stichwortsuche gibt es ja auch noch ... :jaok:

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 27. Februar 2009 um 11:41
    • #13

    Lieber bayern klassisch,

    wenn die ARGE BADEN auch einen wie Dich hätten, dann wären die Informationen top aktuell. Aber so ... :zZz:

    Dennoch, für das was vorgestellt wird, sollte man dankbar sein. Nicht jeder hat das Wissen eine Website aufzubauen und die Zeit sie zu betreuen. Unser Verein hat ein soches Mitglied bekommen.
    Er lebe hoch und bleibt uns möglichst lange erhalten ... wie Dich hier ;)

    Ach, wie bin ich wieder geschwätzig heute ...

    es grüßt höflich

    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Februar 2009 um 12:02
    • #14

    Lieber Luitpold,

    ich bin froh, dass die ARGE Baden diese wunderbaren Sachen eingestellt hat und sie jedem Interessierten damit kostenlos zur Verfügung stellt.

    Wenn es Fragen zu postgeschichtlichen Problemfällen gibt, bekomme ich dort auch von mehreren bedeutenden Forschern und Philatelisten stets prompte Hilfe.

    Dass nicht alles taufrisch ist, nehme ich gerne in Kauf. Wir sind ja auch nicht mehr so taufrisch. :D Von unseren Briefen ganz zu schweigen. :D :D

    Wenn wir im Netz aktueller vertreten sind, ist das ja auch schön. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 27. Februar 2009 um 13:46
    • #15
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Lieber Luitpold,

    ich bin froh, dass die ARGE Baden diese wunderbaren Sachen eingestellt hat und sie jedem Interessierten damit kostenlos zur Verfügung stellt.Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Nix anderes habe ich gemeint. Schreibe halt immer undeutlich.

    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Februar 2009 um 14:13
    • #16

    Hallo Luitpold,

    ist doch schon klar ... :)

    Wir müssen doch die Fahne der AD - Postgeschichtle hoch halten und mir ist ein guter Norddeutscher Postgeschichtler lieber, als ein dumpfer Süddeutscher, von den hier bekannten Forentrollen ganz zu schweigen ... :D

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

Registrierung

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
  3. Kontakt

Partnerprogramm / Affiliate Disclaimer

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links (Werbung). Nur auf diese Weise können wir dieses großartige Forum finanzieren, wir bitten um euer Verständnis!

Community-Software: WoltLab Suite™