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Feldpost in Bayern

  • Bayern-Nils
  • 4. Januar 2009 um 19:31
  • Bayern-Nils
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    • 4. Januar 2009 um 19:31
    • #1

    Hallo Alle

    Feldpost ist eine grosse Thema und ich finde es etwas unübersichtlich. Deswegen fange ich hier an um einige Sachen zu klären. Ein ist klar glaube ich - jeder Feldtpostbrief ist portofrei.

    Meine erste Frage ist: wie sind die Feldtpostbriefe gesendet, war es nur mit eigenen Post oder könnte es auch der normale Weg gehen?

    Hier ist ein Feldtpostbrief von Neustadt an der Haardt an den Patrimonalgericht in Vilsbiburg in Oktober 1814 geschrieben. Ich habe versucht den Inhalt zu deuten, aber es hat nicht so richtig geklappt. Der Stempel ist 47 mm lang.

    Höre gern Kommentare und Antworte.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Erdinger
    aktives Mitglied
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    345
    • 5. Januar 2009 um 11:47
    • #2

    Lieber Nils,

    das Schreiben ist an das im Landgericht Vilsbiburg gelegene Patrimonialgericht Altfraunhofen gerichtet. Der Oberst im 3. Chevauxlegers-Regiment Niedermayer teilt darin mit, dass der Soldat Andreas Schändl vom Russland-Feldzug "nicht bis jetzt wieder" zurückgekehrt ist. Ein philatelistisch wie menschlich ebenso interessantes wie berührendes Dokument.
    In den Amtsblättern der verschiedenen Landgerichte (in Erding z.B. ab 1832) waren noch nach Jahrzehnten Anzeigen zu finden, in denen nach dem Verbleib von Soldaten gefahndet wurde. Dass sie praktisch alle erfolglos waren (und vor allem dazu dienten, Verschollene für tot erklären zu können), versteht sich fast von selbst, angesichts des ungeheuren Verlusts, den die bayerische Armee erlitten hatte.

    Ein hilfreicher Link zu vielen Fragen (hier zu Bayern) der napoleonischen Kriege ist

    Um sich einen Begriff machen zu können, wie es den Überlebenden ging, die von diesem Feldzug zurückkamen, ein Auszug aus dem Tagebuch des Erdinger Apothekers Sigmund Lober vom 17. April 1813:
    "Einige von der bayerischen Armee aus Rußland zurückgekommene Soldaten gelangen hier an, welche wieder zu ihren Regimmentern mußten, sie waren mit Gesundheitspässen versehen, allein sie waren äußerst matt, gelbbraun von Aussehen, konten weder essen noch trinken, ja sechs Mann konten nicht einmal eine Maaß Bier trinken, ihre Ausdünstung war äußerst eckelhaft und zuwider, die mehrsten aller Zurückgekommenen starben und hatten gewöhnlich Nasen, Ohren, Zehen oder Finger erfroren, die meisten starben auch oder löschten bloß so aus, ihre Delicatesse in Rußland waren ganz rohe, ungekochte Erdäpfel oder Gras zu essen, bei Gestorbenen, die geöffnet wurden, soll man noch Bauschen von Gras in den Mägen gefunden haben."

    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • Bayern-Nils
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    • 5. Januar 2009 um 14:40
    • #3

    Hallo Erdinger

    Besten Dank für deine sehr ausführliche und gute Antwort. Habe in den Link nur schnell reingeguckt - sehr interesant.

    Ist der Brief überhaupt nach Vilsbiburg gelangt oder glaubst du dass der Brief direkt nach Fraunhofen gegangen ist?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Erdinger
    aktives Mitglied
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    345
    • 5. Januar 2009 um 16:07
    • #4

    Hallo Nils,

    meiner Einschätzung nach ist der Brief über Vilsbiburg gegangen, das verkehrstechnisch günstig an der Chaussee von Landshut nach Burghausen lag. Hier gab es schon eine Taxis'sche Posthalterei, die 1808 von der bayerischen Post übernommen wurde.
    Leider habe ich nur eine etwas unübersichtliche Karte des Isarkreises von 1837, die detailliert genug ist:

    [Blockierte Grafik: http://666kb.com/i/b5ain24kkwh5eo07c.jpg]

    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 5. Januar 2009 um 17:52
    • #5

    Hallo Nils,

    Erdinger hat Recht; dein schöner Brief ist todsicher über Vilsbiburg nach Fraunhofen gelaufen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 5. Januar 2009 um 19:41
    • #6

    Hallo Erdinger und bayern klassisch

    Beste Dank für die Antworte und Karte :)


    Eine Frage ist aber noch nicht geantwortet. Wer hat der Brief von damals französische Neustadt nach Altfraunhofen? Ich habe die Antwort in mein Litteratur gesucht, aber kann keine gute Antworten finden. Hoffentlich kann hier jemand helfen? :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 5. Januar 2009 um 20:08
    • #7

    Lieber Nils,

    da muss ich etwas weiter ausholen:

    Mitte Februar 1814(!) gab es keine Franzosen mehr in der Pfalz. Die Thurn und Taxische Postverwaltung hatte das Postwesen in der Rheinpfalz wieder komplett an sich genommen. Der Brief wurde in Neustadt an der Haard am 1.10.1814 geschrieben, hat also in strengem Sinne nichts mit Bayern zu tun.

    Bayern bekam erst zum Mai 1816 die Pfalz postalisch eingegliedert.

    Also hat hier die Taxispost den Brief über Frankfurt nach Aschaffenburg und die bayerische Post ab dort über Würzburg, München und Landshut den Transport bis zum Empfänger besorgt.

    Als Militariabrief blieb er portofrei.

    Französische Briefe aus 1813 sähen ganz anders aus.

    Ich habe mal zwei meiner wenigen Feldpostbriefe angehängt:

    Der 1. hat den Stempel der 12. Grand Armée (Erdinger hat dir dazu ja etwas geschrieben) und wurde am 23.4.1806 von einem französischen Soldaten in Plattling geschrieben. Für 9 Decimes wurde er in Frankreich zugestellt.

    Der 2. vom königlich bairischen 1. Cheveauxlegers Regiment mit dem Namen Kaiser Franz von Österreich wurde an das königliche Leib Garde Hatschier Commando in München als KDS (Königliche - Dienst - Sache) ebenfalls 1814 versandt. Diese Stempel gab es von 1813 - 1818, immer in schwarz.

    Häufig sind sie nicht gerade!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 6. Januar 2009 um 07:31
    • #8

    Lieber bayern klassisch

    Hier habe ich etwas missverstanden, glaube ich. Im Wikipedia steht es dass Pfalz noch bis 1816 ein teil von französischen Territorium war und erst anfang 1816 ein Teil von Bayern bleib. Daher habe ich den schluss gemacht dass die franzosen den Post gebracht hatten. Das war aber falsch, und dass habe ich auch gewusst eigentlich, aber nich vonn wenn.

    Zitat:
    "also in strengem Sinne nichts mit Bayern zu tun".
    Das muss sehr streng sein. So lange es KB Feldpostamt gestempelt ist, ist es für mich bayerisch. :)

    Danke fürs Zeigen deine schöne Briefe. Ich habe noch einige Fragen, aber jetzt muss arbeiten.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Januar 2009 um 08:02
    • #9

    Lieber Nils,

    1813 hat sich Bayern ja von Napoleon abgewandt, um sich der Allianz von Österreich und Preußen mit Rußland zuzuwenden.

    Ob die Rheinpfalz staatsrechtlich 1814 noch zu Frankreich gehörte, vermag ich nicht zu sagen - ich denke, dass es auch postalisch nicht sonderlich interessant ist, da die Armeen dieser Zeit durch die normative Kraft des Faktischen bestimmten, wem das Land gehörte.

    Diese Zeit nennt der Pfalzsammler die überrheinische Zeit, und gemeint ist von Februar 1814 bis 30.4.1816. Belege aus dieser kurzen Epoche sind besonders gesucht und werden entsprechend bezahlt.

    Postalisch war das hoch interessant, aber auch sehr komplex und verwirrend.

    Sicher sammelt man derlei Briefe (auch) unter dem Aspekt der bayerischen Stempeln und der bayerischen Feldpost.
    Das mache ich ja auch. ;)

    Aber territorial war es (noch) nicht bayrisch, denn die Pfalz wurde gegen Salzburg auf dem Wiener Kongress erst 1815/16 getauscht.
    Ab 1.5.1816 war die Pfalz dann auch staatsrechtlich bayerisch, und die Übernahme der Post fand sukzessive ab Anfang Mai 1816 bis in den Sommer hinein statt (Vereidigung auf den bayerischen König, Entfernung der Insignien der Taxis - Post an den Postlokalen und Anbringung von weiß - blauen Emblemen, Änderung der Dienstkleidung in die bayerische, Anschaffung von Stempeln und Zubehör, Vordrucke, Übernahme der Amtsgeschäfte, Einarbeitung eigenen Personals, Kenntnisnahme der Postkurse und Postenläufe usw. usw. - das dauerte seine Zeit).

    So, jetzt können deine Fragen kommen, wenn ich sie denn beantworten kann. ?(

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    In einer Heimatsammlung Rheinpfalz wäre ein solcher Brief also prima zu zeigen, in einer Ausstellungssammlung "Die bayerische Pfalz", und nur darauf bezog sich mein Satz, wäre er fehl am Platze.

  • VorphilaBayern
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    • 6. Januar 2009 um 12:42
    • #10

    Hallo Bayern-Nils und bayern klassisch,

    sehr schöne Briefe sind das, was sie hier zeigen.
    Herzlichen Dank dafür.

    Möchte dazu einen Vorweis für eine Anforderung
    bei der Gemeinde Marktschorgast bei Bayreuth
    von 8 Wagen und 32 Ochsen für die Fronleistung
    bei der bayerischen Armee zeigen.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Bayern-Nils
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    • 6. Januar 2009 um 15:49
    • #11

    Hallo VorphilaBayern

    Danke fürs Zeigen diese geschichtlich interessante Stück Papier. :)


    Hallo Alle

    Ich habe auch ein "französischer" Brief. Weil ich nicht die Sprache kann, muss ich um etwas Hilfe bitten. So viel habe ich verstanden, dass der Brief in München 1801 geschrieben ist und dass er nach Paris gegangen ist. Der Brief hat ein Armee du Rhin Stempel, aber welcher weiss ich nicht.

    Warum ist mein Brief offensichtlich portofrei gelaufen, und der von bayern klassisch mit 9 Decimes bezahlt? Interessant zu wissen wäre warum es bei die beiden KB Feldpostamt-Briefe "KDS" geschrieben ist wenn die Briefe so wie so portofrei waren - das hat wohl der Stempel gezeigt? Und was ist es unten links geschrieben geworden wenn die Briefe rein privat waren (diese Frage war vielleicht die Antwort auf die vorletzte Frage)?

    Weil ich leider nicht mehr Briefe in dieser Art habe hoffe ich dass jemand anderen seine Briefe hier zeigen.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Januar 2009 um 17:09
    • #12

    Lieber Nils,

    und schon wieder hast du eine Rosine ausgepackt ...

    Dein Brief ist vorderseitig mit 6 Decimes taxiert worden, er war also nicht portofrei. Siegelseitig ist für die Landbestellung noch eine Decime bezahlt worden, so dass er total 7 Decimes beim Empfänger gekostet hat.

    Schönes Stück, aber zu dem Stempel kann ich auf die schnelle nur wenig sagen. Diese Briefe kosten so um die 200 bis 350 Euro, je nach Schönheit und Seltenheit der Arméestempel.

    Nun etwas zu K.B. FELDPOSTAMT:

    Die bayerische Armee wurde ja, nachdem man Napoleon 1813 besiegt hatte, aus Frankreich zurück gezogen und zur Absicherung der alten Grenzen 1813714 in der Pfalz stationiert. Fast alle Briefe, die ich mit diesem Stempel kenne, waren Dienstbriefe, also K.D.S.. Wenn eine Behörde, welcher Art auch immer, einen reinen Dienstbrief schrieb, so hatte sie auch wahrheitsgemäß dieses auf der Vorderseite unten links zu vermerken.

    Die Post des Hauses Thurn und Taxis hing in der Luft und war, weil der Fürst in Regensburg über keine militärische Hausmacht verfügte, dem freien Spiel der Kräfte ausgesetzt. Nur mit diplomatischem Geschick konnte er sich durch diese schwierigen Zeiten hindurch manövrieren. Taxis war darüber hinaus jedem dankbar, der die Franzosen bekämpft und letztlich besiegt hatte, stand es doch historisch als Reichspost immer auf Seiten des Kaisers und damit Österreichs als permanentem Kriegsgegner und Feind Frankreichs.

    Dass man die Rheinbundstaaten Baden, Württemberg und Bayern "gedreht" hatte, war also für Taxis schon einmal ein großer Erfolg, denn unter Napoleon hätte man die Tür von draußen zu machen können ...

    Ob Taxis für die Vermittlung dieser Dienstbriefe etwas bekam, kann ich nicht sagen, da mir keine Akten aus dieser schwierigen Periode vorliegen.

    Private Briefe dieser Epoche von bayerischen Armee - Angehörigen in die Heimat rechts des Rheins kenne ich nur einen, den ich mal vor 25 Jahren sehen konnte. Er war aber wie jeder normale Brief behandelt worden und als solcher für die verschiedenen Streckenabschnitte taxiert worden. Er war überdies nur über den Inhalt zu erkennen.

    Gerne hätte ich auch einen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 6. Januar 2009 um 18:25
    • #13

    Lieber bayern klassisch

    Danke für dein ausführliche Antwort. :) :)

    Der 6 habe ich sofort auf den Bildschirm gesehen. Aber auf den Brief habe ich der 6 als ein Teil der Anschrift gesehen. Wo es auf die Rückseite ein Decime steht sehe ich nicht, heisst der Stempel 1 Decime?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. Januar 2009 um 06:13
    • #14

    Lieber Nils,

    ich bin mir nicht ganz sicher, aber es gab zumindest später 1D - Stempel, die eindeutig 1 Decime für den Briefträger bedeuteten.

    Dies scheint mir eine frühe Type dieses Stempels zu sein.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 7. Januar 2009 um 07:44
    • #15

    Guten morgen bayern klassisch

    Danke für deine Antwort.
    Dann bringe ich die Deutung von dem Stempel in meinem Text rein, mit der kleinste Frageszeichen hinter sich.

    Vielleicht zeigt hier jemand ein ähnliches Stempel von dieselber Zeit?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
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    • 30. Januar 2009 um 18:13
    • #16

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief mit Inhalt zeigen.
    Er ist vom 15. April 1817 und wurde
    in Weißenburg (Bayern oder Elsaß) geschrieben.
    Als Stempel ist der württ. Feldpoststempel
    "K.W.ARMEECORPS" abgeschlagen.
    Die Taxierungen von "6" und "4",
    also gesamt 10 Kreuzer könnte auf das bayerische
    Weißenburg hindeuten.
    Evtl. könnte jemand den Inhalt entschlüsseln.
    Vielleicht könnte dann der Abgangsort lokalisiert
    werden.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (30. Januar 2009 um 18:14)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Januar 2009 um 18:54
    • #17

    Lieber VorphilaBayern,

    ehe ich mich dem Inhalt widmen möchte (später), hätte ich Fragen zu den Taxen:

    Ich sehe eine 8 und eine 4, eine Rötel 10 oder 18 und eine schwarze 10 oben links. Eine 6 kann ich nicht erkennen.

    Wäre der Brief im Elsaß "Wissembourg" geschrieben worden, hätten wir andere Taxen und höhere Gebühren.

    Daher tendiere ich zu dem bayerischen Weißenburg.

    Der Brief stammt von 1811, nicht von 1817. Passt das besser?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 30. Januar 2009 um 19:14
    • #18

    Lieber bayern klassisch,

    in der Literatur ist erwähnt, daß der Stempel
    "K.W.ARMEECORPS" von 1815 bis 1818 von den
    württembergischen Besatzungstruppen in Frankreich
    in Verwendung war.
    Demnach müßte es 1817 sein.
    Nach den Literaturangaben müßte es dann
    trotzdem das Weißenburg im Elsaß sein.
    Ich habe außerdem den Empfangsort noch nicht
    genannt. Es ist Cannstatt bei Stuttgart.
    Ich denke, daß es schon eine "6" ist,
    denn das Häkchen auf der "6" (wirkt dann wie
    eine "8") hat die gleiche Farbe wie die "4".

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Januar 2009 um 19:34
    • #19

    Lieber VorphilaBayern,

    in Frankreich wurde er, wenn es das elsässische Weißenburg wäre, nicht taxiert. Er müsste über die bayerische Pfalz (ab Mai 1816) und Baden nach Württemberg gelaufen sein. Daher müsste er 3 Taxansätze haben.

    Ich habe derzeit keine Literatur bei der Hand, aber 10 Kr. von Frankreichs Grenze über 2 Länder nach Württemberg scheint mir viel zu wenig zu sein.

    Wäre es möglich, dass die Briefe der württembergischen Soldaten von der Feldpost gesammelt und erst später der gewöhnlichen Post übergegeben worden sind?

    Wenn ich den Brief "live" vor mir hätte, würde ich alles lesen können.

    Wenn wir uns sehen, einfach mal mitbringen. Gar kein Problem. Essen wäre gut ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    Männlich
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    29. April 1962 (63)
    • 19. Oktober 2009 um 16:56
    • #20

    Hallo Freunde

    Ich habe noch ein Brief bekommen wo ich viele Fragen habe. Es ist ein Feldpostbrief von "Königliche Baierische Comando in Mainz" nach Frankenthal in Pfalz.
    Ich habe gesucht, aber nichts gefunden. Wann gab es diese Bayerische Komando in Mainz? Im Netz habe ich nichts gefunden. Der Verkäufer hat 1815 behauptet, kann sein dass es richtig ist. Falls ist der Brief ins besetzte aber noch nicht bayerische Pfalz geschickt.
    Weil ich den Anschrift nicht so richtig deuten kann, komme ich damit nicht weiter.

    Hat jemand hier im Forum eine Ahnung?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

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