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Bayern Ortsbriefe in der Vormarkenzeit

  • VorphilaBayern
  • 31. Dezember 2008 um 20:02
  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 31. Dezember 2008 um 20:02
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Beleg zeigen:

    Unfrankierter Ortsbrief von München vom 8. September 1847.
    Der Empfänger bezahlte 2 Kreuzer Porto.
    Lt. Buch von "Konrad Schwarz - Entstehung und Entwicklung der Postgebühren vom 16. Jahrhundert bis 1918"
    "Bayern:
    Hier gab es für alle Postorte eine besondere Ortsbrieftaxe für frankierte Ortsbriefe bis 4 Loth, seit 1843:
    Bis 1 Loth excl. 1 Kr.
    1 bis 4 Loth 2 Kr."
    In den Verordnungs-und Anzeige-Blätter für die Königlich Bayerischen Verkehrsanstalten der Jahre 1842 und 1843 kann ich jedoch dazu nichts finden.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Dezember 2008 um 20:14
    • #2

    Lieber VorphilaBayern,

    ein Traumbrief - da kann man nur schwärmen. :P

    Ein Denkansatz, da es vor 1849 kein Reglement gab, in dem Ortsbriefe erwähnt wurden, könnte sein, dass man Ortsbriefe nicht als Objekt der Staatspostbeförderung ansah, sondern den 1 Kr. oder die 2 Kr. als reines Bestellgeld ansah, welches einer Festlegung im Reglement nicht bedurfte.

    Als der Zustellkreuzer 1844 ersatzlos abgeschaft wurde, hatte man eigentlich ein Vakuum bis 1849 geschaffen. Gerade in diese Zeit fällt dein Brief.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Januar 2009 um 11:23
    • #3

    Liebe Sammlerfreunde,

    allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2009!

    Dank VorphilaBayern kann ich einen Beleg zeigen, der etwas ganz besonderes ist: Ein Lokalbrief von Zwiesel nach Oberzwieselau an die bekannte Adresse Poschinger, zu der ich hier einen Link einstelle ().

    Er datiert vom 27.6.1849 und wurde mit 2 Kreuzern taxiert, für deren Höhe die ich keine Unterlagen besitze. Offenbar war es eine Lokaltaxe, die der Zwieseler Expeditor ansetzte. Ab dem 1.7.1849, als man ja in Bayern dachte, die Briefmarken einführen zu können, hätte er 3 Kr. je Loth gekostet, so nur 2 Kr. je halbes Loth!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 1. Januar 2009 um 11:43
    • #4

    Lieber bayern klassisch,

    ein außergewöhnliches Stück aus der Vormarkenzeit.

    Herzlichen Dank für das Zeigen und Beschreiben.


    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 11. Februar 2009 um 14:10
    • #5

    Hallo liebe Sammlerfreunde,

    sehe ich das richtig, dass es für innerbayerische 2-Kreuzer-Taxen in der Vormarkenzeit keine amtlichen Unterlagen gibt?
    (Die Tariftabelle des Generaltarifs von Bayern, der ja von 1810 - 1843/ 1849 Gültigkeit hatte, beginnt ja mit 3 Kreuzern. Ich habe nur die Tariftabelle für diese Zeit. Die eigentliche Verordnung, die diesem Tarif zugrunde lag, kenne ich leider nicht. Da müßte doch auch etwas zu dem Tarif für Ortsbriefe oder Nahbereichsbriefe gesagt sein?)

    Ich habe auch 2 Briefe in meiner Sammlung, die beide mit 2 Kreuzern taxiert sind:
    - ein Portobrief von 1842, der von Friedberg ins benachbarte Ausgburg lief
    und
    - ein Frankobrief, der im April 1843 von Oggersheim nach Mannheim/Baden ging.
    (Oggersheim/Ludwigshafen sind ja nur durch den Rhein getrennt.)
    Vielleicht sagt ein zwischen Bayern und Baden geschlossener Vertrag (den ich nicht kenne) etwas zu dieser Taxe?

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. Februar 2009 um 14:20
    • #6

    Hallo Bayern-Kreuzer,

    was ich nicht vorher wußte: Offenbar gab es einen Lokaltarif von Friedberg nach Augsburg (und umgekehrt) von nur 2 Kreuzern je 1/2 Loth. Tolles Stück. :P Zukünftig werde ich mal darauf achten, ob es noch mehr Briefe dieser Art gibt. VorphilaBayern könnte so etwas auch haben - er hat eh fast alles in dieser Art, da würde mich das nicht wundern ... ;)

    Der Postvertrag zwischen Baden und Bayern von 1811 (und auch der spätere vom 1.8.1843) kannte Nahbereichstaxen von 2 und 3 Kreuzern, wie hier gut zu sehen.

    Die meisten Nahbereichsbriefe, und meisten ist hier relativ, waren aber Portobriefe, von daher ist dein Stück doppelt selten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 11. Februar 2009 um 14:52
    • #7

    Hallo Bayern-Kreuzer,

    herzlichen Dank für das Zeigen dieser beiden
    außergewöhnlichen Briefe.

    Im Postvertrag zwischen Bayern und Baden vom 8. Juli 1843
    steht u.a. "Hiervon abweichend sind jedoch für den Verkehr
    der gegenseitigen unmittelbaren Auswechslungspunkte unter sich teils die bisher bestandenen moderierten Lokalportotaxen beibehalten, teils nur festgesetzt worden und zwar
    c. Zwischen Oggersheim und Mannheim 2 Kreuzer".
    Diese moderierte Lokalportotaxe zwischen Oggersheim und Mannheim
    bestand also schon vor dem Vertrag vom 8. Juli 1843.

    Zwischen Friedberg und Augsburg bestand sicherlich
    auch eine Lokalportotaxe. Ich kenne aber keine Verfügung.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 12. Februar 2009 um 09:47
    • #8

    Hallo bayern klassisch und VorphilaBayern,

    vielen herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten.

    beste Grüße
    bayern-kreuzer

  • zenne
    aktives Mitglied
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    • 12. Februar 2009 um 18:01
    • #9

    Entschuldigung, dass ich mich mit diesem Brief dazwischen drängle!!

    Passt nicht ganz zum Thema, aber Alt-Bayern ist es doch.

    Im Michel lese ich über Postablagestempel nur:

    Aufschlag: 20 bis 400 Euro

    Das ist eine Riesen-Spanne.

    Was wertet Postablage Haunstetten (siehe Brief). Man hat mir gesagt, er sei recht selten.

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  • VorphilaBayern
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    • 13. Februar 2009 um 05:05
    • #10

    Hallo zenne,

    Haunstetten hatte vom 1.7.1861 bis 31.3.1867
    eine Postablage. Diese wurde ab 1.4.1867 in eine
    Postexpedition umgewandelt. Die Postablage gehörte zur
    Postexpedition Göggingen.
    Bei diesem Brief hatte die Postexpedition Göggingen
    vergessen ihren Aufgabestempel abzuschlagen.
    Im Bayern Spezialkatalog Band I - Handbuch Kreuzerausgaben,
    8. Auflage von Peter Sem aus dem Jahr 2000 wird dieser Stempel
    auf Dienstbrief mit 90,- Euro bewertet.
    Die Bewertung bezieht sich jedoch auf einen klar lesbaren
    Abschlag. Dementsprechend gibt es hier Abschläge.
    Außerdem ist auf der Rückseite das Siegel
    großflächig ausgeschnitten.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. Februar 2009 um 06:17
    • #11

    Hallo zenne,

    was VorphilaBayern geschrieben hat ist sicher richtig und fundiert.

    Ich möchte nur, weil du den finanziellen Aspekt in den Vordergrund gestellt hast, noch etwas hinzufügen:

    Es gibt bei Bayerns Kreuzerzeit kein Gebiet, das sich preismäßig mehr von der Katalogvorlage abhebt, als seltene Mühlräder und Postablagen.

    Während der letzten Jahre sah ich Abweichungen von bis zu 1000% bei Stücken, die vom postgeschichtlichen Ansatz her als üblich bezeichnet werden müssen.

    Wenn man strikte Qualitätsmaßstäbe verinnerlicht hat, würde man deinen Brief mit 30 Euro Realwert taxieren. Ich würde mich aber auch nicht wundern, wenn er im Rahmen einer Auktion das 3 oder 5fache bringen würde, wobei Dienstbriefe wie deiner nicht so beliebt sind wie Markenbriefe mit Entwertungsstempeln. Wenn 2 (Heimat- und PA - Sammler) sich streiten, freut sich oft der Dritte (du).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • zenne
    aktives Mitglied
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    Männlich
    • 13. Februar 2009 um 15:37
    • #12

    VorphilaBayern und @bayern klassisch,

    Vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten!!

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 9. Mai 2009 um 20:57
    • #13

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief zeigen:
    Postvorschußbrief als Parteisache (P.S.)
    mit Vermerk "24 Kreuzer durch Postvorschuß
    erhoben" von Mellrichstadt nach Stockheim
    (Stockheim lag im Landbestellbezirk von
    Mellrichstadt) vom 18.4.1847.
    Das Porto, bzw. der Botenlohn für den
    Postboten wurde nicht vermerkt.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Mai 2009 um 20:53
    • #14

    Lieber VorphilaBayern,

    schöner Beleg, auch für einen Nicht - Fahrpostsammler wie mich.

    Wäre es möglich, dass das Porto hier der Zustellgebühr von 3 Kr. entsprach?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 11. Mai 2009 um 20:08
    • #15

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für Ihre Anmerkung.
    Die 3 Kr. Bestellungs-Gebühr
    könnten durchaus in den 24 Kr
    Postvorschuß enthalten sein.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 19. Juni 2009 um 14:02
    • #16

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief zeigen:

    Ortsbrief von Hersbruck vom 14. September 1848,
    der sicherlich dem Briefträger mit einen Kreuzer
    mitgegeben wurde. Er nahm ihn zur Postexpedition Hersbruck mit
    (Siegelseite Ankunftsstempel HERSBRUCK).
    Evtl. holte der Empfänger seine Post in der Expedition
    selbst ab, oder der Briefträger nahm ihn beim nächsten
    Bestellgang mit.

    L. Buch von "Konrad Schwarz - Entstehung und Entwicklung der Postgebühren vom 16. Jahrhundert bis 1918"
    "Bayern:
    Hier gab es für alle Postorte eine besondere Ortsbrieftaxe für frankierte Ortsbriefe bis 4 Loth, seit 1843:
    Bis 1 Loth excl. 1 Kr.
    1 bis 4 Loth 2 Kr."
    In den Verordnungs-und Anzeige-Blätter für die Königlich Bayerischen Verkehrsanstalten der Jahre 1842 und 1843 kann ich jedoch dazu nichts finden.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Juni 2009 um 15:22
    • #17

    Lieber VorphilaBayern,

    ich hatte dieses Schmankerl auch bei eBay gesehen, aber in Anbetracht deines Gebotes Zurückhaltung geübt. Und es hat sich gelohnt für uns beide. :)

    Die Nicht - Erwähnung der Gebühren von Ortsbriefen in allen Reglements vor 1849 beruht m. E. darauf, dass sie die Postverwaltung nichts angingen.

    Da ja der Expeditor einer Postanstalt auf seine Kosten arbeitete, was verschiedene Dientleistungen anging, so dürfte ihm auch freigestellt worden sein, für Briefe, die seine Leute auszutragen haben, die genehme Gebühr zu erheben.

    Ob dies 1 oder 2 Kr. waren, wird sich nicht final feststellen lassen.

    Hier hat man sicher Geld bezahlt, auch wenn es nicht notiert worden ist. Für wen hätte man es auch notieren sollen?

    Der austragende Postbote hatte nichts zu fordern, da bar frankiert. Der Expeditor hatte nichts zu schreiben, da nicht in der Briefkarte aufzuführen. Marken gab es nicht, so dass er auch nichts verkauft hatte. Und das Bestellgeld, kein Porto (!!), floß in seine eigene Tasche und die des Boten später.

    Feines Stück, das alles hat, was es braucht. Glückwünsche dazu. :P

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 19. Juni 2009 um 17:18
    • #18

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für Ihre
    Kommentierung meines
    Hersbrucker Ortsbriefes
    von 1848.

    Liebe Grüße von VorphilaBayern

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 8. April 2010 um 10:14
    • #19

    Liebe Sammlerfreunde,

    einen weiteren Ortsbrief möchte ich zeigen:
    Unfrankierter Ortsbrief von Landau in der Pfalz
    vom 6. September 1846. Der Empfänger
    bezahlte 2 Kreuzer Porto.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 8. April 2010 um 11:37
    • #20

    Lieber VorphilaBayern,

    ein ganz seltenes Stück :P und auch mein Freund W. Berger hatte in seiner hervorragenden Landau - Sammlung m. W. kein solches Stück nach 30 Jahren der Sammelei vorzuweisen. :(

    Kommt der Brief tatsächlich aus Landau, oder wurde er nur dort zur Post gegeben?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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