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Grenzüberschreitende Briefe im Nahbereich

  • VorphilaBayern
  • 30. Dezember 2008 um 20:15
  • VorphilaBayern
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    1.546
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 30. Dezember 2008 um 20:15
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte mit zwei Briefen "Schweiz - Baden" beginnen.

    Neben sehr hohen Gebühren bei Porto - und Frankobriefen,
    die in einen anderen Thread gezeigt wurden,
    sind sicherlich niedrige Gebühren im grenzüberschreitenden
    Postverkehr interessant. Meistens haben diese Briefe nur einen
    Taxansatz, denn die Postritte gingen in der Regel bis zur jenseitigen
    Grenzpoststation und die Post bezog dafür auch das Porto und Franko
    bis zur jenseitigen Grenzpoststation.

    Unfrankierter Brief von Basel (Schweiz) nach Efringen,
    Post Lörrach (Baden) vom 18. Januar 1840.
    Der Empfänger mußte nur 2 Kreuzer Porto bezahlen.

    Unfrankierter Brief von Rheinfelden (Schweiz)
    nach Efringen bei Lörrach vom 10. Oktober 1850
    (Efringen bekam 1848 eine Postexpedition).
    Der Empfänger mußte nur 2 Kreuzer Porto bezahlen.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (30. Dezember 2008 um 20:16)

  • VorphilaBayern
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 30. Dezember 2008 um 21:14
    • #2

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte weitermachen mit:

    "Baden - Bayern"

    Unfrankierter Brief von Speyer (Bayern-Pfalz)
    nach Mannheim (Baden) vom 3. Oktober 1833.
    Der Empfänger bezahlte 3 Kreuzer Porto.

    Barfrankierter Brief von Eberbach Baden)
    nach Miltenberg (Bayern) vom 1. März 1847.
    Der Absender bezahlte bei der Briefaufgabe
    4 Kreuzer.
    Grundlage dieses Tarifes ist der Postvertrag
    zwischen Bayern und Baden vom 8. Juli 1843
    zum 1.8.1843.
    In Punkt 2. und 3. wurde folgendes geregelt:
    Die Briefposttaxe ... wird ohne Rücksicht auf
    die Landesgrenzen lediglich nach Maßgabe
    der direkten Entfernung vom Aufgabe- bis zum
    Bestimmungsort in einem einzigen, zwischen
    den beiden PA. Gleichheitlich zu teilenden Satze
    nach drei Rayons berechnet.
    Diese Rayons sind in der Art bestimmt, daß
    a. bei einer Entfernung bis einschließlich 6 Meilen 4 Kr.
    b. von mehr als 6 bis einschließlich 15 Meilen 8 Kr.
    c. über 15 Meilen 12 Kr.
    in rheinischer Münze erhoben und berechnet werden.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 30. Dezember 2008 um 22:05
    • #3

    Liebe Sammlerfreunde !

    Zu "Baden - Württemberg"
    möchte ich vorerst zwei Belege zeigen:

    Barfrankierter Brief von VAIHINGEN ENZ (Württemberg)
    nach PFORZHEIM (Baden) vom 7. November 1845.
    Der Absender bezahlte bei der Briefaufgabe 2 Kreuzer.

    Unfrankierter Nachnahmebrief von Freudenstadt (Württemberg)
    nach Rippoldsau (Baden) vom 14. Juni 1851.
    Der Empfänger bezahlte den Nachnahmebetrag von 12 Kreuzer
    und die Briefgebühr von 2 Kreuzer, also insgesamt 14 Kreuzer.
    Am 1. Mai 1851 trat Baden dem DÖPV bei.
    Württemberg folgte am 1. September 1851.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 30. Dezember 2008 um 22:43
    • #4

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte drei weitere Belege zu "BADEN - WÜRTTEMBERG" zeigen:

    Frankobrief von Altdorf (Württemberg),
    in Ravensburg aufgegeben nach
    Meersburg (Baden) vom 29.8.1846.
    Der Absender bezahlte 2 Kreuzer bei
    der Briefaufgabe.

    Frankobrief von Reutlingen (Württemberg)
    nach Meersburg (Baden) vom 27.8.1846.
    Der Absender bezahlte 1 Kreuzer für Württemberg
    und 1 Kreuzer für Baden, also 2 Kreuzer bei der Briefaufgabe.

    Unfrankierter Brief von NECKARBISCHOFSHEIM (BADEN)
    nach BONFELD (WÜRTTEMBERG) vom 24. April 1838.
    Der Empfänger bezahlte 2 Kreuzer Porto.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (31. Dezember 2008 um 09:12)

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 31. Dezember 2008 um 08:46
    • #5

    Hallo VorphilaBayern

    Besten fürs Zeigen.

    :) :) :)

    Noch was neues gelernt

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Dezember 2008 um 12:11
    • #6

    Lieber VorphilaBayern,

    nur weil es mich interessiert: Wie wären denn die Progressionsstufen bei solchen Briefen, wie du sie hier zeigst, gewesen?

    Also bei einem Gesamtporto von z. B. 2 Kreuzern dann 3, 4, 5 oder 4, 6, 8 usw.?

    Vielleicht schlummern dann unter den schweren Briefen noch welche, die man wegen des dann untypisch hohen Portos gar nicht als Lokalbriefe bisher identifiziert hat?

    Als Beispiel aus der Markenzeit von Bayern nach Baden zeige ich mal zwei Stücke, von denen der 1. Brief einfach, der 2. Brief aber schon dreifach schwer war.

    Iin der Markenzeit war die Progression ja linear. Für die VMZ muss das aber noch lange nicht gegolten haben.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • VorphilaBayern
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 31. Dezember 2008 um 14:49
    • #7

    Lieber bayerrn klassisch,

    herzlichen Dank für das Zeigen dieser schönen Belege;

    Zu Ihrer Frage, als Beispiel:

    Bei Baden ist bei der Brieftaxe zum 1.4.1812 folgendes geregelt:

    unter 1/2 Loth - 1 bis 2 Meilen = 2Kr.
    über 2 bis 6 Meilen = 4 Kr.

    über 1/2 bis 1 Loth - 1 bis 2 Meilen = 3 Kr.
    über 2 bis 6 Meilen = 6 Kr.

    über 1 bis 1 1/2 Loth - 1 bis 2 Meilen = 5 Kr.
    über 2 bis 6 Meilen = 8 Kr.

    über 1 1/2 bis 2 Loth - 1 bis 2 Meilen = 6 Kr.
    über 2 bis 6 Meilen = 10 Kr.
    usw. bis 8 Loth


    Bei Württemberg ist bei der Brieftaxe zum 1.7.1814 folgendes geregelt:

    Bis 1/2 Loth - 1 bis 3 Meilen = 2 Kr.
    über 3 bis 6 Meilen = 3 Kr.

    Über 1/2 bis 1 Loth - 1 bis 3 Meilen = 3 Kr.
    über 3 bis 6 Meilen = 5 Kr.

    Über 1 bis 1 1/2 Loth - 1 bis 3 Meilen = 4 Kr.
    über 3 bis 6 Meilen = 6 Kr.

    Über 1 1/2 bis 2 Loth - 1 bis 3 Meilen = 5 Kr.
    über 3 bis 6 Meilen = 8 Kr.
    usw. bis 8 Loth


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    2 Mal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (31. Dezember 2008 um 14:56)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Dezember 2008 um 15:06
    • #8

    Lieber VorphilaBayern,

    wen sonst hätte man bei diesem speziellen Thema fragen und gleichzeitig wissen können, dass er erstklassige Informationen so prompt liefern würde?

    Vielen Dank für die ausführlichen Tarifangaben - ich halte meine Augen nun offener als zuvor. :)

    Es ist erstaunlich, dass wir in Bayern nicht einmal vor 1849 wissen, was ein Ortsbrief, egal von welchem Ort, gekostet hat, da die Primärliteratur sich einer solchen Versendungsart entsagte.

    Was schwere Ortsbriefe gekostet haben würden, weiß niemand. Da ist es tröstlich zu sehen, dass andere alle Versendungsmöglichkeiten erschöpfend kommuniziert haben.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 31. Dezember 2008 um 15:30
    • #9

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für Ihre Kommentierung.

    Werde mal im "Schwarz" nachlesen,
    wieviele Kreuzer Ortsbriefe in Bayern in der Vormarkenzeit
    gekostet haben und dann werde ich solch einen Ortsbrief,
    der als Portobrief gelaufen ist, einstellen.

    Möchte noch zwei Briefe "Baden - Württemberg" zeigen:

    Unfrankierter Brief von Tettnang (Württemberg)
    nach Meersburg (Baden) - (leider kein Datum).
    Der Empfänger zahlte 2 Kreuzer Porto (bis 1/2 Loth -
    Entfernung 1 bis 3 Meilen) und 1 Kreuzer Bestellgeld,
    also 3 Kreuzer.

    Unfrankierter Brief von Friedrichshafen (Württemberg)
    nach Heiligenberg (Baden) vom 13. September 1844.
    Der Empfänger zahlte 2 Kreuzer (für Württemberg
    bis zur Grenze - bis 1/2 Loth von 1 bis 3 Meilen)
    und 2 Kreuzer (für Baden von der Grenze
    bis Heiligenberg - neuer Brieftarif von 1841
    = bis 3/4 Loth bis 3 Meilen), also 4 Kreuzer.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 31. Dezember 2008 um 16:45
    • #10

    Lieber bayern klassisch,

    im "Schwarz" steht:

    Bayern:
    Hier gab es für alle Postorte eine besondere
    Ortsbrieftaxe für "frankierte" Ortsbriefe bis 4 Loth, seit 1843:
    bis 1 Loth excl. - 1 Kreuzer
    1 bis 4 Loth - 2 Kreuzer.

    Muß erst noch meinen "Ortsbrief von München mit 2 Kreuzer Porto" finden. Habe ihn verlegt.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Dezember 2008 um 17:10
    • #11

    Lieber VorphilaBayern,

    ich habe alle Regulative - dort steht in keinem, was ein Ortsbrief kosten soll.

    Vlt. hat man es auch den Beamten und Expeditoren überlassen, zu fordern, was schicklich ist. Es ist aber schon sehr verwunderlich, wie selten Ortsbriefe in der VMZ sind, und wie häufig sie in der Markenzeit werden.

    Ich kenne allein 10mal so viele Ortsbriefe mit schwarzen Einsern, wie vormarkenzeitliche überhaupt von 1808 - 1849!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch, der alle Ortsbriefe vor 49 Klasse findet ...

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 31. Dezember 2008 um 21:15
    • #12

    Liebe Sammlerfreunde,

    zu "Thurn und Taxis - Bayern" möchte ich einen Beleg zeigen:

    Unfrankierter Brief von Ostheim (Rhön - Sachsen-Weimar-Eisenach -
    Thurn und Taxissches Postgebiet) nach Nordheim (Rhön - Bayern)
    über Mellrichstadt.
    Für die zwei Meilen wurden 1/2 Silbergroschen angeschrieben, wieder
    gestrichen und zwei Kreuzer vermerkt, die der Empfänger bezahlte.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Januar 2009 um 08:48
    • #13

    edit!

    3 Mal editiert, zuletzt von bayern klassisch (1. Januar 2009 um 11:23)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 1. Januar 2009 um 10:59
    • #14

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte mich nun "WÜRTTEMBERG - THURN und TAXIS" zuwenden:

    Gleich zu einen besonderen Beleg,
    nämlich einen "REBUT-BRIEF (Retour-Brief).
    Postamtlich nicht zustellbare Briefe ohne erkenntliche Absendervermerke wurden zentralen "Rebut-Commissionen" zugeleitet. Sie hatten die Aufgabe, den Brief zu öffnen und aus dem Inhalt den Absender zu entnehmen. Der beauftragte Beamte notierte die Anschrift auf dem Brief.
    Wann dies in Württemberg eingeführt wurde, kann ich nicht sagen (in Bayern jedenfalls am 2. Oktober 1843 zum 1. Januar 1844).

    Ich komme nun zum Brief:
    Unfrankierter Brief von Tübingen (Württemberg) nach Rangendingen
    (Fürstentum Hohenzollern-Hechingen im Thurn und Taxisschen
    Postbezirk) vom 20. Juni 1849.
    Die empfangende Behörde nahm den Brief jedoch unfrankiert nicht an
    (handschriftlich "geht unfrankiert retour") und der Brief ging somit nach
    Tübingen ins dortige Postamt zurück.
    Er wurde dort geöffnet und der Absender auf der Briefrückseite
    vermerkt. Mit dem Lacksiegel des königlich württembergischen
    Postamts Tübingen wurde der Brief wieder verschlossen und ging an
    den Absender gegen Bezahlung von 5 Kreuzer (incl. Bestellgeld) zurück.
    Der Absender faltete den Brief und sandte ihn am 4. Juli 1849 erneut
    (diesmal mit 2 Kreuzer barfrankiert) nach Rangendingen.
    Die empfangende Behörde mußte noch 1 Kreuzer Bestellgeld berappen,
    nahm ihn diesmal gnädigerweise trotzdem an, obwohl Sendungen an
    Behörden voll frankiert (incl. Bestellgeld) sein mußten.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (1. Januar 2009 um 11:02)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    1.546
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 1. Januar 2009 um 15:36
    • #15

    Liebe Sammlerfreunde,

    zu "Thurn und Taxis - Württemberg"
    möchte ich weitere zwei Briefe zeigen:

    Unfrankierter Brief von Wimpfen (Großherzogtum Hessen -
    im Thurn und Taxisschen Postbezirk) nach Stockheim
    bei Brackenheim (Württemberg) vom 19. Mai 1843.
    Links oben Gewichtsvermerk 3/4 Loth.
    Habe leider keine Brieftaxen vom Großherzogtum Hessen.
    Die Entfernung zwischen beiden Orten waren 3 Meilen
    und das Porto war 4 Kreuzer. Wahrscheinlich war es die
    zweite Gewichtsstufe. Dazu kamen 1 Kreuzer Bestellgeld
    und der Empfänger bezahlte 5 Kreuzer.

    Unfrankierter Brief von Hechingen (Fürstentum Hohenzollern-
    Hechingen - im Thurn und Taxisschen Postbezirk) nach
    Dotternhausen (Württemberg) vom 19. August 1846.
    Der Empfänger bezahlte für die 3 Meilen von Hechingen nach
    Dotternhausen 2 Kreuzer Porto. (Habe leider keine Brieftaxen
    vom Fürstentum Hohenzollern-Hechingen).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (1. Januar 2009 um 15:38)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 1. Januar 2009 um 16:46
    • #16

    Liebe Sammlerfreunde,

    zu "Württemberg-Thurn und Taxis" möchte ich noch zwei Briefe zeigen:

    Barfrankierter Brief von Reutlingen (Württemberg) nach Gammertingen
    (Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen - im Thurn und Taxisschen
    Postbezirk) vom 23. September 1828.
    Der Absender bezahlte 3 Kreuzer (lt. Briefposttarif vom 1.7.1814)
    = 4 Meilen bis zur Grenze. Dazu kamen noch 1 Kreuzer
    (für Hohenzollern-Sigmaringen) von der Grenze bis Gammertingen
    (gehe davon aus, habe aber keine Briefposttaxe von Hohenzollern-
    Sigmaringen). Der Absender bezahlte somit 4 Kreuzer.
    Bei der empfangende Behörde wurden noch 1 Kreuzer Bestellgeld
    kassiert. An Behörden mußte eigentlich die gesamte Gebühr,
    einschließlich Bestellgeld, bei der Aufgabe frankiert werden.

    Unfrankierter Brief von Zwiefalten (Württemberg) nach Hettingen bei
    Gammertingen (Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen - im Thurn und
    Taxisschen Postbezirk) vom 14. August 1840.
    Für die 3 Meilen bis zur Grenze waren lt. Württ. Brieftaxe vom 1.7.1814
    zwei Kreuzer fällig, die angeschrieben wurden. Dazu kamen noch ein
    Kreuzer für Hohenzollern-Sigmaringen) von der Grenze bis
    Gammertingen (gehe davon aus, habe aber keine Briefposttaxe von
    Hohenzollern-Sigmaringen). Dazu kam noch 1 Kreuzer Bestellgeld von
    Gammertingen nach Hettingen.
    Der Empfänger bezahlte somit 4 Kreuzer.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. Januar 2009 um 16:55
    • #17

    Lieber VorphilaBayern,

    das sind ja außergewöhnliche Briefe im Dutzend! Ganz herzlichen Dank für das zeigen und die fachlich wie immer hochstehende Beschreibung.

    Eine Frage hätte ich noch: Nachdem Taxis und Württemberg bzw. Baden dem Postverein beigetreten waren, gab es da noch immer diese Vergünstigungen, die der Postvereinsvertrag ja nicht aus der Welt schaffen wollte?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    7. August 1955 (70)
    • 2. Januar 2009 um 07:26
    • #18

    Liebe bayern klassisch,

    vielen Dank für ihre Kommentierung.
    Nach dem Beitritt von Baden, Württemberg und Thurn und Taxis zum DÖPV galten im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Bayern und Baden, Württemberg und Thurn und Taxis die Tarife des DÖPV. Es wurde immer vermerkt, daß die bestehenden Verträge damit aufgehoben wurden. Zwischen Bayern und Baden, sowie Bayern und Württemberg denke ich, daß es keine Sonderregelungen gab. Zwischen Thurn und Taxis und den angrenzenden Staaten (außer Bayern) gab es aber zwischen festgelegten Orten eine ermäßigte Grenzbereichstaxe. Ob es auch Orte zwischen Bayern und Thurn und Taxis, oder Württemberg und Thurn und Taxis gab, kann ich nicht sagen. Habe darüber noch nichts gelesen, bzw. noch keinen Beleg gefunden.

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.546
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 2. Januar 2009 um 08:18
    • #19

    Kiebe Sammlerfreunde,

    komme nun zu "Bayern - Württemberg".

    Unfrankierter Brief von Dinkelsbühl (Bayern) nach
    Ellwangen (Württemberg) vom 29. September 1830.
    Für die 3 Meilen Entfernung galt der Briefposttarif vom 3.11.1810
    (bis 6 Meilen = 3 Kreuzer). In Ellwangen fielen noch 1 Kreuzer
    Bestellgeld an, somit zahlte der Empfänger 4 Kreuzer.

    Unfrankierter Brief von Dinkelsbühl (Bayern) nach Ellwangen (Württemberg) vom 10. Januar 1848.
    Für die 3 Meilen Entfernung galt der Briefposttarif vom 13.11.1842
    (bis 6 Meilen = 3 Kreuzer).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (2. Januar 2009 um 08:20)

  • VorphilaBayern
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 2. Januar 2009 um 15:20
    • #20

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte zwei weitere Briefe zeigen:

    Unfrankierter Einschreibebrief von Ellwangen (Württemberg)
    nach Dinkelsbühl (Bayern) vom 18. November 1827.
    Der Absender bezahlte die Einschreibegebühr von 4 Kreuzer
    bei der Briefaufgabe.
    Beim Empfänger wurden 6 Kreuzer Porto verlangt.
    Innen steht "mit 1 Beilage". Es müßte sich demnach um ein
    Gesamtgewicht von 2 bis 2 1/2 Loth handeln, denn lt. Württ.
    Briefposttarif vom 1.7.1814 waren bei einer Entfernung
    von 1 bis 3 Meilen bis 1/2 Loth 2 Kreuzer zu bezahlen.
    Bei einen Gewicht von 2 bis 2 1/2 Loth wurde die Gebühr
    verdreifacht, also 6 Kreuzer.

    Unfrankierter Brief von Dinkelsbühl (Bayern)
    nach Jagstheim (Württemberg)
    vom 7. Dezember 1829.
    Der Empfänger bezahlte 4 Kreuzer Porto.
    Lt. Briefposttaxe vom 3.11.1810 bis 6 Meilen
    = 3 Kreuzer (bis 1/2 Loth).
    Dieser Brief wog über 1/2 Loth bis 1 Loth.
    In der Verordnung vom 3.11.1810
    wurde folgendes geregelt:
    Bei der Progression in der 1. Entfernungsstufe
    blieben Bruchkreuzer außer Betracht.
    Berechnung: jedes 1/2 Loth mehr
    = einen halben Portosatz mehr =
    3 + 1 1/2 Kreuzer = 4 1/2 Kreuzer.
    In diesem Fall (1. Entfernungsstufe)
    wurde auf 4 Kreuzer abgerundet.
    Das Bestellgeld von 1 Kreuzer kam noch hinzu,
    wurde aber nicht immer angeschrieben.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    2 Mal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (3. Januar 2009 um 07:02)

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