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  5. Schiffspost

Schiffspost 1865 von GB na. USA

  • asmodeus
  • 21. April 2006 um 19:11
  • asmodeus
    Moderator
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    • 21. April 2006 um 19:11
    • #1

    Hier ein interessanter Schiffspostbrief von GB in die USA.

    Der erste Anglo- Amerikanische Postvertrag trat am 13. Februar 1849 (datiert ist er vom 15. 12. 1849) in Kraft.
    Das Briefporto betrug 1 Shilling für die erste Gewichtsstufe ( 1/2 Unze- ca. 14 gr.) bis zum Bestimmungsort. Es wurde in US- Cents umgerechnet und dann zwischen den beiden Ländern und dem Seeweg aufgeteilt.
    Den Anteil für den Seeweg erhielt diejenige Postverwaltung, bei der das Schiff unter Vertrag stand. Die Schiffseigner erhielten Pauschalsummen. Der postalische Verrechnungskurs wurde, da der Währungskurs ungefähr 1:2 betrug, auch auf 1:2 festgelegt. 1 Penny (d) entsprach 2 Cent (c); das Porto von 1 Shilling also 24 Cents.
    Je nach Land der Bezahlung und Postvertragsschiff (UK oder USA) ergaben sich vier Möglichkeiten für das Porto: 3 c und 19 c für das UK; 5 c und 21 c für die USA.

    Bei diesem Brief kann man es gut ablesen.

    Der Absender in UK. Der Brief wurde durch ein britisches Schiff transportiert. Besonders im roten Stempel kann man es erkennen: BOSTON BR. PKT 24 CENTS

    Verrechnungsstempel 5 Cents ist auch abgeschlagen. Das ist die Gebühr die UK an USA zahlen muß. 19 Cents fallen an UK.

    Dieser Brief ist mit dem Cunardschiff CUBA transportiert worden.

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    • schiffspost.jpg
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  • doktorstamp
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    30. September 1955 (70)
    • 21. April 2006 um 19:20
    • #2

    Vorab ein schöner Beleg.

    Diese 1/- Portostufe mussten auch Offiziere im Felddienst entrichten. Die Mannschaften dagegen besassen im allgemein eine Portofreiheit. Diese musste unten links am Brief bestätigt, und zwar vom Adjutanten, dem Kommandanten oder vom Befehlshaber. Es hängt von der Größe der Einheit ab.

    Zu jener Zeit waren aber auch andere Vereinbarungen im Kraft.

    Und wo es keine gab müsste meist der Empfänger blechen.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • asmodeus
    Moderator
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    • 25. April 2006 um 21:41
    • #3
    Zitat

    Und wo es keine gab müsste meist der Empfänger blechen.

    Die 24 Cs. und die Aufteilung des Portos blieben gleich. Nur wurden die Stempel in schwarz abgestempelt und das war das Zeichen, das die Briefe nicht vorausbezahlt wurden.

  • Gagrakacka
    Gast
    • 31. August 2006 um 15:27
    • #4

    doktorstamp:

    Portofreiheit für Mannschaftsgerade: M.W. mussten die den sog. "Soldier's Penny" bezahlen. Zumindest bis ca. 1850.

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    7.598
    • 30. September 2022 um 18:38
    • #5

    asmodeus

    Ist der erste anglo-amerikanische Postvertrag wirklich rückwirkend in Kraft getreten oder ist er nicht eher auf den 15.12.1848 datiert ?

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • asmodeus
    Moderator
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    • 4. Oktober 2022 um 07:47
    • #6

    Defenitiv 1849 und leider kann ich die Rückseite nicht mehr zeigen. Dieser Brief stammte aus einer Sammlung "Briefverkehr GB- USA" und die habe ich nun vor ein paar Jahren abgeben.

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