Hallo liebe Sammlerfreunde,
ich bin Mitglied hier im Helmstedter Briefmarkenverein. Die Struktur bei gut 30 Mitgliedern sieht derart aus, dass die alten Hasen bis auf wenige Ausnahmen dem eigentlichen Geschäft des Sammelns nicht mehr nachgehen. Vielmehr werden oder wurden bereits die eigenen Sammlungen veräußert. Ich würde meinen, dass vielleicht nur noch 10 Vereinsfreunde noch tatsächlich sammeln. Das aktive Sammlen findet immer weniger statt. Auch an den Rundsendungen nehmen nur noch 5 Mitglieder teil.
Unsrer Vereinsleben sieht derart aus, das wir uns jeden Sonntag regelmäßig treffen (harter Kern von 5 bis max.10 Leuten). Jeden Monat ausser Juli/August finden einmal im Monat die Mitgliederversammlungen statt. Abschließend gibt es 2 große Sitzungen mit Essen und bis jetzt 2 Großtauschtage. Die Organisation wurde bis jetzt eigentlich auch überwiegend vom Vereinsvorsitzenden geleistet. Natürlich gibt es noch die Funktionen des Kassen- und des Schriftwartes, die auch selbstverständlich von den entsprechenden Mitgliedern aktiv mit Leben ausgefüllt werden.
Unregelmäßig finden Vorträge (für meine Zeit als aktives Mitglied seit 2004) bis auf einen nur von Vereinsmitgliedern (dabei ein Großteil durch den Vereinsvorsitzenden) statt. Darunter waren auch etwa 25 % Vorträge mit nichtphilatelistischen Inhalts bei. Was mich insoweit auch gar nicht negativ berührte, da es durchaus auch interessante Facetten des privaten Lebens anderer Mitglieder darstellte.
Mich würde es einfach interessieren was so in anderen Vereinen gemacht wird. Mir geht es vor allem auch darum, wie man das Leben in einem Verein lebendiger machen kann. Denn die Attraktivität nimmt mit weniger Aktivität auch ab. Und es wird immer schlechter um die Werbung neuer Mitglieder bestellt sein.
Wenn ich die Webseiten von Briefmarkenvereinen durchforste finde ich eigentlich überwiegend nur geselliges Beisammensein. Ähnlich wie bei uns, was mir eigentlich am Ende doch etwas zu wenig ist.
Vieles läuft nebenher ab. Bei uns ist es ebend das wöchentliche Treffen am Sonntag, wo man seine Fragen stellen und auch die Antworten bekommt. Aber wie bringt man dass nach draussen? Wir haben vor zwei Jahren ein Mitglied aufgenommen der ursprünglich Ü-Eier sammelte. Wir sehen uns schon offen für jede Art von Sammelleidenschaft. Aber wir können das nicht nach draussen tragen. Ich kann nur sagen, das wir kein vor uns hinmuffelnder Verein sind. Die alle noch aktiv dabei sind, sind alle persönlich und philatelistisch gut drauf.
Ich würde mich freuen, wenn noch andere Forumsfreunde ihre Erfahrungen darstellen. Und über Tipps im Rahmen der örtlichen Vereinsarbeit würde ich mich allemal freuen.
Gruss Totalo-Flauti.