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  6. Lokalausgaben

Warum gab es Lokalausgaben ?

  • Braunbear
  • 2. Dezember 2008 um 18:34
  • Braunbear
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    23. Juni 1982 (43)
    • 2. Dezember 2008 um 18:34
    • #1

    Nachdem hier wirklich tolle Marken im Thema: Lokalausgaben nach 1945 vorgestellt wurden, möchte ich hiermit mal eine Frage in den Raum werfen!
    Mich würde sehr interessieren:
    Wieso wurden diese Lokalausgaben von nur einigen Städten nach dem Krieg neben den Besatzungsausgaben herausgebracht? Mussten diese Städte bestimmte Bedingungen erfüllen um eigene Marken herauszubringen oder war es egal ob eine Stadt damals eigene Briefmarken nach dem Krieg druckte?

    Ich kenne aus meiner Stadt Handstempelaufdrucke auf den Besatzungsmarken und davon wurde ein ganzer Satz gedruckt. Kann man diese Marken auch zu den Lokalausgaben zuordnen?

    Ich hoffe jemand kann mich da aufklären!

    Grüße Brauni

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

    2 Mal editiert, zuletzt von Braunbear (2. Dezember 2008 um 18:35)

  • SitzendeUndMehr
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    • 2. Dezember 2008 um 18:43
    • #2

    Um mal eine einfache, kurze Antwort zu geben (die sicher noch ergänzt wird):

    1. Es gab Lokalausgaben aus Mangel an gesamtstaatlichen Postwertzeichen. Lokalausgaben kommen ja typischerweise in Krisenzeiten vor, wenn die Versorgung mit regulären Postwertzeichen noch nicht oder nicht mehr gesichert war.
    2. Es gab Lokalausgaben aus kommerziellen Interessen. Bei einigen der Lokalausgaben stand das sicher im Vordergrund, also die Ausgabe solcher Postwertzeichen, damit einzelne oder eine Stadt daran verdienen konnten.

    Bei dem Thema ist sicher wichtig, dass man sich auf die bedarfsgerechte und postalisch korrekte Verwendung fokussiert. Denn mit anderen Bereichen (postfrisch Aschaffenburg...) wird nur Geld gemacht.

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

  • Max und Moritz
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    • 2. Dezember 2008 um 19:32
    • #3

    Hallo Brauni,

    die Handstempelaufdrucke (korrekt: Bezirkshandstempel-Aufdrucke) haben mit den Lokalausgaben nichts zu tun. Sie gehören zum Sammelgebiet SBZ allgemeine Ausgaben.
    Einfach mal nur kurz aus dem Gedächtnis ohne jetzt groß Literatur zu wälzen:
    Im Jahre 1948 stand die Währungsreform im Raum (Abschaffung Reichsmark/Einführung D-Mark). Die Währungsreform im Westen war seinerzeit umstritten und sehr geheime Kommandosache, da eine alleinige Währungsreform im Westen die Teilung Deutschlands weiter zementiert hätte. Die SBZ wurde davon kalt erwischt. Im Westen war alles vorbereitet und sie wurde schnell durchgeführt. Der Osten mußte schnellstens mit einer eigenen Reform nachlegen, da dort ansonsten die absolut wertlose Reichsmark weiter gegolten hätte (Es bestand die Gefahr, daß der Osten von wertlosem Papiergeld aus dem Westen leergekauft worden wäre). Ganz unvorbereitet war der Osten nicht, wie man an den bereits am 3. Juli ausgegebenen Maschinenaufdrucken sieht. Aber für eine kurze Zeit mußten echte Provisorien her. Das sind die Bezirks-Handstempel-Aufdrucke. Die Marken der alliierten Besetzung (Reichsmark-Währung), die ja auch im Osten galten, waren reichlich vorhanden und wurden kurzerhand mit den im jeden Postamt vorhandenen Bezirkshandstempel von Hand überdruckt und so gegen "neue" Ostwährung verkauft. (Bei Geldscheinen war es ähnlich: Da wurden Aufkleber auf Reichsmark-Banknoten verwendet). Die kurze Gültigkeit von knapp 3 Wochen zeigt deutlich auf, daß es sich nur um Provisorien gehandelt hat.

    In der Anlage mal ein paar Pretiosen dieses Gebietes. Darunter auch Marken der ersten Kontrollratsserie und Sondermarken, die ja eigentlich laut telegraphischer Anweisung nicht überdruckt werden sollten. Alle Marken sind postfrisch und natürlich aktuell geprüft vom zuständigen Verbandsprüfer, Herrn Dr. Böheim, da das Gebiet von Fälschungen regelrecht verseucht ist. Vielleicht können einige Sammelfreunde mehr zeigen?? :)

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  • Zähnetigger
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    5. Juni 1958 (67)
    • 3. Dezember 2008 um 08:16
    • #4

    Hallo Braunbaer !
    Mit der Besetzung von Deutschland durch die alliierten Armeen,brach der Reichspostdienst vollständig zusammen oder wurde bzw unterbunden.Die Aufnahme des Postdienstes erfolgte daraufhin örtlich und gebietsweise provisorisch unterschiedlich.Die nun entstandenen 4 Besatzungszonen(USA-Frankreich-Sowjetunion-Großbritannien)liessen erst wieder am 24.10.1945 den Postverkehr untereinander zu.
    Briefmarken standen in der Zeit nach dem 8.5 1945 erst einmal nicht zur Verfügung - verständlich einmal durch den totalen Zusammenbruch und den Zerstörungen - Jetzt begann die Zeit der Lokalausgaben und der Nichtamtlichen Ausgaben/Privaterzeugnissen.
    Da mussten unter anderem erst einmal die Restbestände des Deutschen Reiches herhalten die in verschiedenen Varianten überdruckt wurden .
    Das ersteinmal fürs erste :)

    Philagrüsse von Zähnetigger

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    Mit 90% aller Menschen nicht übereinzustimmen,
    ist eines der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit - .

  • Braunbear
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    • 7. Dezember 2008 um 16:27
    • #5

    Danke für eure umfangreichen Ausführungen. Nun sehe ich etwas klarer was es mit den Lokalmarken auf sich hat. :ok:

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • Abarten-Hannes
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    • 28. August 2009 um 10:42
    • #6

    Das Thema kann man ja mal wieder hochhieven und ergänzen, wenn einem solche Dokumente in die Hände fallen:

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  • wolleauslauf
    Gast
    • 28. August 2009 um 11:02
    • #7

    Hallo Hannes,

    ich bin immer wieder begeistert über Deine "Schmuckstücke" :D

    Besitz Du ein Hochhaus, oder wohnst Du nur in einem Zimmer, um all diese schönen Stücke zu lagern ? :D ;) :)

    Freue mich auf Sonntag !!!

    Sammlergrüße von Wolle

  • Abarten-Hannes
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    • 28. August 2009 um 11:19
    • #8

    Lieber Wolle,
    schön, dass Dir meine "Schmuckstücke" gefallen! Mir auch! :D

    Ein Hochhaus bewohne ich nicht, aber dafür eines dieser Häuschen, die von innen größer sind als von außen.
    Allerdings haben sich Alben, Belege, Zeitschriften, Ausschnitte, Hüllen, Vor- und Unsortiertes dermaßen über alle Räume verteilt, zusammen mit all dem übrigen, philateliefernen Kram, dass mir meine Erben heute schon leid tun!

    Wie aber inzwischen allenthalben zu erfahren war, geht es bei anderen Sammlern ganz genauso zu...

    Bis Sonntag also!
    Schönen mittelfränkischen Gruß
    von Abarten-Hannes

  • Abarten-Hannes
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    30. März 1939 (86)
    • 29. August 2009 um 21:29
    • #9

    Zwar eine Lokalausgabe, aber genau genommen ein Privaterzeugnis.
    Aber es kann trotzdem das Auge erfreuen, selbst wenn (oder: gerade wenn) nicht alles glatt läuft:

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