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Flüchten in der Finanzkrise alle ins Briefmarken-Sammeln? An Auktionen werden mit den entwerteten Wertzeichen Millionenumsätze gemacht.
Wenn nächste Woche im Auktionshaus Rapp in Wil SG die diesjährige Briefmarkenversteigerung stattfindet, werden jeden Tag ein paar hundert fachkundige Philatelisten aus dem In- und Ausland im Saal sein. 15 Millionen Franken Umsatz liegen drin. Wer nicht zu den Insidern zählt und an sein vergilbtes Markenalbum aus Bubenzeiten denkt, wundert sich. Doch schnell wird klar: Es gibt zwei Briefmarken-Welten, eine kommerzielle Profiszene und das Vereinsleben der Liebhaber.
Bei der grossen Auktion geht es um Raritäten, vielfach aus dem 19. Jahrhundert, für die Sammler bereit sind, Geld auszugeben. Zum Beispiel um eine Basler Taube im Schätzwert von bis zu 100'000 Franken, eine Rayon I, die auf 100'000 bis 150'000 Franken geschätzt wird, einen der 50 Briefe, die mit Apollo 13 auf dem Mond waren, oder ganze Sammlungen.