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Württemberg - Österreich

  • bayern klassisch
  • 11. November 2008 um 11:41
  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Dezember 2008 um 13:30
    • #41

    Lieber VorphilaBayern,

    ein wunderbares Briefepaar zeigst du uns da. Und das 3. Briefgewicht findet sich weiß Gott nicht an jeder Ecke.

    Die 12 Kr. kann ich auch nicht nachvollziehen - ich denke, man hat sich bei der Aufgabepost schlicht verrechnet.

    Ob es im Graz des Jahres 1845 schon naturblonde Azubienen gab, vermag ich jedoch nicht zu sagen ... :D

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
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    • 2. Dezember 2008 um 15:23
    • #42

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für die Kommentierung der beiden Frankobriefen.

    Hier noch einer,
    von SZUSZEK ? in Syrmien (Österreich) nach Plieningen (Württemberg) vom 14. Oktober 1845 als eingeschriebenen Frankobrief.
    Rückseite: 12/4/6 = 12 Kr.C.M. (für alle Entfernungen über 10 Meilen) 4 Kr.C.M. (Transitgebühr 1. Klasse) und 6 Kr.C.M. Einschreiben). Der Empfänger bezahlte somit 22 Kreuzer bei der Briefaufgabe.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 2. Dezember 2008 um 15:41
    • #43

    ........ und noch einen schwergewichtigeren Brief.
    Ebenfalls von SZUSZEK ? in Syrmien (Österreich) nach Plieningen (Württemberg) vom 14. Februar 1846 als eingeschriebenen Frankobrief.
    Rückseite: 36/16/6 = dreifache Gewichtsstufe (1 1/2 Loth bis 2 Loth);
    36 = 3 x 12 Kr.C.M.; 3 x 4 = 12Kr.C.M. (dreifache Transitgebühr = wiederum 4 Kr.C.M. zuviel gerechnet ?; dazu noch 6 Kr.C.M. (Einschreiben). Der Absender bezahlte somit 58 Kr.C.M. bei der Briefaufgabe.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • SitzendeUndMehr
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    • 2. Dezember 2008 um 15:45
    • #44

    Hallo,

    leider kann ich mit den Tariferklärungen (noch) nicht glänzen. Aber ich möchte doch wenigstens mal zwei erste Belege Württemberg-Österreich respektive Österreich-Württemberg beisteuern - und vielleicht gleich noch was über die Tarife lernen.

    Die Rückseite in der ersten Reihe gehört zu dem Brief links, die in der zweiten Reihe zu dem Brief in der Mitte...

    Viele Grüße,
    SitzendeUndMehr

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    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

    Einmal editiert, zuletzt von SitzendeUndMehr (2. Dezember 2008 um 15:46)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Dezember 2008 um 17:48
    • #45

    Lieber VorphilaBayern,

    ich möchte die erfreulich erstarkte Württemberg - Fraktion mit 2 Briefchen delektieren, die sogar mir als Bayern - Sammler große Freude bereitet haben (außer beim Kauf!).

    Der 1. aus Esslingen datiert vom 14.10.1851. Er wurde noch siegelseitig mit 9 Kr. bar frankiert und lief über Bayern nach Preußen. In Erfurt bekam er den Rahmenstempel "Aus Bayern", um den Leitweg zu dokumentieren und die interne Verrechnung der Transitvergütung für Bayern zu sichern.

    Einen Tag später hätten wir einen württembergischen Ersttagsbrief mit der 9 Kr. Marke vor uns ... so gefällt er mir aber auch ganz gut!

    Der zweite ist unfrankiert von Ulm am 19.11.1851 wieder über Bayern nach Erfurt geleitet worden. Württemberg taxierte zuerst mit 12 Kreuzern, die falsch waren, weil Preußen damals keine Poststation im Kreuzerbezirk hatte.

    Dann notierte man die 4 Silbergroschen in schwarz, was vom Prinzip her richtig war. Beim Öffnen des Postpakets in Erfurt wurde wieder der recht seltene "Aus Bayern" abgeschlagen und die Taxe auf 4 Sgr. festgesetzt, jetzt aber in der typisch preußischen blauen Tinte.

    Nur in der Frühphase des Postvereins kenne ich diese "mehrfach immer das gleiche aussagenden" Taxierungen. Ab 1853 kommt dies nicht mehr vor.

    Ich habe nicht mehr als diese beiden frühen württembergischen Postvereinsbriefe gesehen, die den seltenen Stempel "Aus Bayern" tragen.

    Gerne wüsste ich, ob es einen (oder mehrere) mit Marken frankierte Stücke gibt ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • VorphilaBayern
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    • 2. Dezember 2008 um 18:54
    • #46

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für das Zeigen dieser wunderschönen und sehr seltenen Raritäten und ihren wie immer sehr ausführlichen Beschreibungen.

    Ich selbst habe keinen Beleg mit diesem Stempel
    und habe bisher auch noch keinen gesehen.

    Evtl. haben die "Württemberg - Sammler" Belegstücke,
    die sie hier gerne zeigen könnten.

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

  • SitzendeUndMehr
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    • 2. Dezember 2008 um 18:59
    • #47

    Dito - nicht gesehen, nicht in meinem Besitz.
    Allerdings hatte ich mich bisher auch vor allem auf "Württemberg intern" fokussiert...

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
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  • VorphilaBayern
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    • 9. Dezember 2008 um 17:45
    • #48

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte einen Brief zeigen:
    Brief vom Schloß Liechtenstein bei Wien (näheres siehe Links zum Stammsitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein)


    mit Aufgabestempel "WIEN" über Regensburg und Nürnberg nach Württemberg vom 2. Juli 1828. Der Absender hatte Portofreiheit in Österreich, nicht jedoch in Bayern und Württemberg. Der Empfänger mußte das Porto von 14 Kreuzer bezahlen.
    Das Wappen des Absenders kann ich nicht zuordnen.

    Herzlichen Dank an Sammlerfreund bayern klassisch, der mich bei ebay auf diesen Brief aufmerksam machte. Ich hätte ihn übersehen.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Bayern-Nils
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    • 17. Dezember 2008 um 20:43
    • #49

    Hallo Alle

    Ich zeige hier ein Brief der von Gyöngyös in österreichischer Ungern als Chargebrief eingeliefert ist und dann nach Assumstadt in Württemberg landete. Der Brief hat ein Leitungsvermerk über Wien, München und Stuttgart.
    Die taxen liegt so: mit Tinte geschrieben 12 CM für Österreich und 4 CM für Bayern. Die taxen sind in Kreuzer reduziert und mit Rötel geschrieben 13 Kreuzer (=12CM) + 7 Kreuzer (=6CM) ist gleich die 20 Kreuzer geschrieben oben rechts.
    Es gibt kein Botenlohn.

    Einige Fragen: Gibt es hier 3 Chargekreuzen (1 schwarz 2 rote) oder ist der eine ein Überstrichene 11.
    Unten bei der 4 ist es ein 0 (?) überstrichen?
    Rückseitig gibt es 6/12 mit Tinte geschrieben. Warum?

    Antworten würde mich freuen.

    Viele Grüsse
    Bayern-Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. Dezember 2008 um 21:07
    • #50

    Hallo Nils,

    bis auf den etwas schwach abgeschlagenen Aufgabestempel ein prima Stück!

    Meine Interpretation: Soweit alles wie du es beschrieben hast. Siegelseitig hat Österreich das angeschrieben, was sie bei der Aufgabe kassiert haben, bzw. was sie später vergütet bekamen:

    6 Kr. CM für die Einschreibung (vorne oben rechts: E. R. = Erga Recepisse, also gegen Postschein = Einschreiben) wurden sofort bezahlt und 12 Kr. CM an Postporto später vergütet.

    Ich sehe 2 Chargékreuze und eine gestrichene Taxe. 2 waren ja auch genug. ;)

    Vorderseitig hat man rechts unter dem Bruch sich verrechnet und musste es auch nach Übermalung streichen. Dafür hat man mit der Feder etwas fester die 4 vermerkt.

    Manchmal hat man das Gefühl, dass für einige der Postbediensteten jeder Brief ein Problem war - und so schööön sehen sie dann halt aus.

    Mich als Postgeschichtler freut es, denn es macht die Gedankengänge der Beteiligten ersichtlich.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
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    • 17. Dezember 2008 um 22:06
    • #51

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte zwei Belege zeigen:
    Teilfrankobrief von Olmütz (Österreich) nach Obertürkheim (Württemberg) vom 4.7.1829 mit Leitvermerk über Wien, - Linz, -Ulm und Stuttgart..
    Rückseite Vermerk 14 / 4 = 14 Kr.C.M. und 4 Kr.C.M. (Einschreiben).
    Vorderseite Portovermerk 12 Kreuzer, dazu kam noch die Bestellgebühr von 1 Kreuzer. Der Empfänger bezahlte somit 13 Kreuzer Porto.

    Beim zweiten Brief (vom 20. Juli 1829) ist alles genauso, außer, daß der Empfänger 18 Kreuzer Porto zahlen mußte, zuzüglich 2 Kreuzer Landbestellgeld, also 20 Kreuzer.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    • 25. Dezember 2009 um 08:03
    • #52

    Liebe Sammlerfreunde,

    folgenden Brief möchte ich zeigen:
    Barfrankierter Brief von Stuttgart nach
    Steyr (Österreich) vom 9. Oktober 1851.
    Der Absender bezahlte 9 Kr bei der Briefaufgabe
    (bis 1 Loth über 20 Meilen).
    Am 13. Oktober erhielt der Empfänger den Brief.
    Württemberg trat erst am 1. September 1851
    dem Deutsch-Österreichischen-Postverein (DÖPV)
    bei, verausgabte aber erst am 15. Oktober 1851
    Briefmarken. In diesen 6 Wochen mußte daher
    bei Frankobriefen auf die Barfrankierung zurück-
    gegriffen werden. In den DÖPV sind Belege aus
    dieser Zeit keine Massenware.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    • 25. Dezember 2009 um 13:16
    • #53

    Hallo,

    hier ein Brief von Ulm nach Linz aus dem Jahr 1842.
    Erklären kann ich das Porto leider nicht :(

    Viele Grüße,
    SitzendeUndMehr

    P.S.: Ich freue mich auch darüber, wenn jemand die beiden Belege weiter oben, die ich in 2008 mal eingestellt hatte (Seite 3 in diesem Thread) erläutern könnte. Danke!

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  • SitzendeUndMehr
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    • 25. Dezember 2009 um 13:19
    • #54

    Und dann gleich noch ein zweiter Brief von Ravensburg nach Liesing aus dem Jahr 1843.
    Auch hier bin ich zugegeben noch ahnungslos bezüglich des Portos...

    Viele Grüße,
    SitzendeUndMehr

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  • SitzendeUndMehr
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    • 31. Dezember 2009 um 11:28
    • #55

    Und nun was für die mit wirklich scharfen Augen und viel Erfahrung ;)
    Brief vom 28.01.1846 von Kirchheim/Teck nach Wien. Vorne mit Franko-Vermerk und Kreuz, aber evtl. auch einem Tax-Vermerk oben rechts (5...).
    Rückseitig die nur schwer lesbaren Taxierungen. Ich habe den Scan bereits mit hohem Kontrast gemacht, dennoch nur schwer zu erkennen. Links scheint es 10/11 zu sein, rechts eine durchgestrichene 1 und weiter rechts 12/4.

    Kann mir hier jemand weiterhelfen?

    Viele Grüße,
    SitzendeUndMehr

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  • Bayern-Nils
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    • 16. Januar 2010 um 12:03
    • #56

    Hallo Freunde

    Ich habe noch ein Brief wo ich gern Antworte von der Experten brauche :)

    Es ist ein Brief der von Wien nach Neresheim in 1828 geschickt ist. Es gibt kein Stempel auf den Brief aber ich glaube schon dass der Brief postalisch gelaufen ist. Die Taxierungen sind ja postalisch obwohl etwas fehlerhaft(?).

    Oben rechts ist es Ex Offo geschrieben, also sollte der Brief in Österreich Portofrei laufen. Unten links ist es "franko latto" erst geschrieben, dann ist latto gestrichen und stattdessen "borto" geschrieben. Ich komme mit dieser Wörter nicht weiter. Aber es sieht aus als der Brief nicht Portofrei war, wenn wir die Taxen sehe.

    Auf jeden fall ist der Brief mit 12 Kreuzer CM taxiert für Österreich, die gleich 13 Kreuzer Rheinisch ist, pluss 6 Kreuzer für die Transit durch Bayern. Hier sollte es wohl 7 Kreuzer sein. Für Württemberg ist es keine Taxen notiert. Wahrscheinlich ist der Brief mit bayerische Post den ganzen weg gelaufen, daher wahr es in Neresheim nur der nicht angeführte Botenlohn fällig. So insgesamt hat der Empfänger 19 Kreuzer Porto + Botenlohn bezahlt.

    Rückseitig gibt es keine Vermerke.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Januar 2010 um 14:20
    • #57

    Hallo Nis,

    wenn in Österreich der Absender den Ort angab, hat die dortige Aufgabepost manchmal auf das Anbringen des Aufgabestempels verzichtet. So war das hier auch.

    Der Absender notierte oben "Ex Offo offic. judi. Dienstsachen", also war der Inhalt der eines reinen Dienstbriefes in offiziellen justiziellen Dienstsachen.

    Daher musste er unten links schreiben "franco tutto Porto", also frei mit allen Gebüren. Dieser Vermerk der A - Post sollte zeigen, dass man alle Postgebühren seitens des Absenders bezahlt hatte.

    Das war aber nicht möglich, denn es bestand üblicherweise der Grenzfrankozwang, so dass man hätte diesen Satz interpretieren können, als ob man das bayerische Transitfranko und die württembergischen Inlandsgebühr auch bereits im voraus entrichtet hätte. Hat man aber nicht, weil man es nicht konnte.

    Daher wurde er bis zur öster. - bayerischen Grenze portofrei befördert, dann aber als Portobrief (nicht als Dienstbrief!) taxiert.

    12 Kr. rheinisch (Kreuzer CM gab es hier nicht) für Bayern und 6 Kr. für Württemberg ergaben 18 Kr. postalisch, zu denen ein Kreuzer für den Boten kam.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P.S. Das kleine Rötelkreuz in der Mitte war österreichisch, hatte aber nur als Zeichen für nicht anfallende Gebühren in Österreich Bedeutung.

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 16. Januar 2010 um 14:56
    • #58

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank für deine Antwort. :)

    Die hier erwähnte Lösung habe ich auch in meinem Kopf gehabt, wo der Brief den Laufweg Wien-Passau-Ulm-Neresheim hatte. Aber mit "totto" überstrichen war ich beinahe sicher, dass der Brief nicht Portofrei in Österreich gelaufen war.
    Ganz zur Seite habe ich den Grebnzfrankzwang gesetzt. :(
    Dann bekommt man eben die falsche Ergebnisse.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Nils
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    • 16. März 2010 um 19:45
    • #59

    Hallo Freunde

    Ich zeige hier einen Brief der in 1828 von Salzburg nach Ellwangen geschickt war. In Österreich war der Brief portofrei (ex offo unten links). Der Empfänger musste aber wie immer den Porto bezahlen. Hier 27 Kreuzer wovon 1 Kreuzer war Botenlohn, 10 Kreuzer für Württemberg und 16 Kreuzer für Bayern.
    Unten links ist auch "mit 1 Beilage" geschrieben, und wir sehen deswegen 1 1/2 Loth mit Stift notiert.
    Ich bin nicht sicher wie man mit 1 1/2 Loth zu 16+10 Kreuzer kommt. Mein Vorschlag zu Laufweg ist dass der Brief erst von Salzburg nach Kufstein lief. Von Kufstein nach Ulm durch Bayern passt es mit 16 Kreuzer in der 3. Gewichtsstufe BIS 1 1/2 Lot. Von Ulm nach Ellwangen passt es mit 10 Kreuzer in 4. Gewichtsstufe ÜBER 1 1/2 Loth.
    Sonst ist es ein roter Vermerk, sieht aus wie ein grosser 6. Ist wahrscheinlich ein Rotvermerk für "nicht anfallende Gebühren in Österreich" wie bk es oben schreibt.

    Sehe gern Kommentare und andere Lösungsvorschläge hier. :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (16. März 2010 um 20:18)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. März 2010 um 19:55
    • #60

    Hallo Nils,

    Zitat

    BIS 1 1/5 Lot.

    wie kommst du auf 1 1/5 Loth?

    Ich denke, dass alle 3 Postverwaltungen mit dem gleichen Loth rechneten (Wiener und Münchner) und das galt je halbes Loth inklusive.

    Vlt. kann uns der Württemberg - Experte VorphilaBayern zu den Gewichten noch mehr sagen.

    Portofrei in Österreich, 16 Kr. in Bayern und 10 Kr. in Württemberg plus 1 Kr. für den dortigen Boten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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