Die Beschreibung des Loses ließ kein spektakuläres Ergebnis erwarten. Der kleinformatige Brief mit einer tadellosen und vollrandigen, aber keinesfalls als Einzelfrankatur seltenen preußischen Michel-Nr. 2, mit Nummern- und Aufgabestempel von Linnich nach Velbert gelaufen, hätte gut und gerne auch nur knapp über der Taxe von 150 Euro landen können. Tat er aber nicht, weil zwei Enthusiasten ihn unbedingt haben wollten. So schaukelte sich der Preis in Stufen hinauf auf 3200 Euro.
Russen und Chinesen treiben die Preise nach oben
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Stimmt ganz genau. Sogar in der Kakteenphilatelie ist das drastisch zu spüren, dass Russen und Chinesen z.B. bei ebay alles überbieten und Preise zahlen, die total utopisch sind.
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Woe kann man das als Ebay-Anbieter clever ausnutzen ?
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Hallo,
zunächst mal finde ich es toll von von Herrn Billion, dass er es schafft, Berichterstattung über die Philatelie in der überregionalen Presse zu plazieren. Natürlich müssen dafür auch besonders spektakuläre Meldungen, z. B. über außergewöhnlich hohe Auktionsergebnisse, als Aufmacher, als Eye Catcher, dienen.
Gleichwohl sind und bleiben solche Bieterduelle doch seltene Einzelfälle, zum Beispiel bei bestimmten Ortsstempeln und dergleichen, für die Heimatssammler irrational hohe Liebhaberpreise bezahlen. Was die zahlungskräftigen Chinesen und Russen angeht, so heißt es: "Im Sammlungsteil, der Domäne des Traditionshauses Edgar Mohrmann & Co., trieben chinesische und russische Händler die Preise für Kollektionen ihrer Gebiete in die Höhe. Bei Deutschland verbuchten vor allem Sammlungen der Deutschen Kolonien sehr starke Ergebnisse."
Also nochmal: Gefragt sind ausschließlich chinesische und russische/sowjetische Sammelgebiete. Da sollte man sich also nicht zu viel vormachen, wenn man gar kein solches Material besitzt. An Bund, Berlin und DDR postfrisch sind auch Chinesen und Russen nicht sonderlich interessiert.
Beste Sammlergrüße
philnum
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Ich kann den Hype zum Aufkauf der Marken (China) und dem regen Handel von Russischem Mat. derzeit absolut bestätigen.
Zu China: wir haben hier -> erst darüber diskutiert - die besagte Dame kam tatsächlich wieder zum Tauschabend und hat mir die Albumseite komplett weggekauft - ohne lange zu verhandeln über den Preis den ich ihr nannte - und so geht das stets weiter - Vereinsabend für Vereinsabend das gleiche Schauspiel - zeigen - Aufkaufen - zeigen - Aufkaufen... - egal ab einzelne Marken/Steckkarten oder ganze Sammlungen
Zu den Russischen Marken: Hier ist vor allem gute alte Ware gefragt, und - aber nicht unbedingt neu - die russischen Kleinbogen - die gehen weg wie warme Semmeln. Komplette Sammlungen erzielen derzeit Preise da bekomme ich feuchte Augen (In Nachlässen finden sich immer wieder gute Alben mit Substanz) - so nebenbei am Tauschabend wie gesagt - ich spreche noch nicht einmal von Auktionen...
Also - es tut sich was
Im übrigen munkeln viele schon (spaßeshalber) sich schon mal einige USA-Klassik-Alben/Slg zuzulegen - die könnten demnächst einen kleinen Aufschwung erleben...

Gruß
phila4ever