Asche auf mein Haupt - kann schon mal vorkommen, - philev. aber jetzt was neues ![]()
Kutschen & Fuhrwerke
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Dieser Paketbestellwagen wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Zustellung von Paketen in größeren Städten wie z.B. in Wien, Graz, Prag oder Brünn eingesetzt. Laut seinerzeit geltender Vorschrift waren die Seiten "kaisergelb" lackiert, das Dach schwarz und das Gestell orangerot mit schwarzen Linien.
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So, Danke wieder einmal an alle, die hier unermüdlich (im Rahmen der Kriterien
) ihre Fundstücke zeigen...Ich war heute wieder auf Streifzug und konnte überraschenderweise ein kleines Goldschätzchen ergattern
- Liechtenstein Block 4 von 1946
- Ferner 2 Briefe/Belege mit der Marke Mi828 aus dem dt.Reich
- ein Block der Holländischen/Niederländischen Amphilex 2002 - Block 66 sowie eine schon gezeigte Bund-Marke
- und ein schöner Satz der Isle of men (dabei gilt die geschätzte Aufmerksamkeit nur der einzelnen Marke in der Mitte - die anderen 3 sind Pferdetrams auf Schienen und daher außerhalb meiner Kriterien... )
Gruß
phila4everPS Zähnetigger, von dem GB-Satz gibt es noch eine weitere Marke, da war "fliegenschissartig" eine weitere Kutsche von hinten zu sehen... - ist mir heute in einem GB-Album aufgefallen

PS2 briefmarken-forum.com - der geigte WIPA-Block ist mir neu und ich hätte Interesse - kannst du mir evtl per PN eine Quelle deines Vertrauens nennen - mein Händler hatte sie nicht von der WIPA mitgebracht...
PS3 Alfredolino: habe heute auch Schweizer Kutschen gesehen - schau mal bitte weiter, da gibt es gleich ganze Kleinbögen wenn ich mich nicht täusche...
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Das Markenbild zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem lebhaften Betrieb des Postamtes Wien 1 um 1905. Man sieht in den großen Hof von der Postgasse 10. Das Schild mit der Aufschrift "K.K. Central-Briefabgabe-Amt" ist über dem Zugangstor und der ovalen Oberlichte mit Ziergitter angebracht. Links steht ein Briefträger in Uniform. Der Uniformrock war aus dunkelgrauem Tuch, die Ärmel waren orangegelb aufgeschlagen, sämtliche Kanten orange passepoliert. Die schlichte Hose war ebenfalls dunkelgrau. Im Zentrum des Markenbildes sieht man einen vierrädrigen Wagen fahren. Solche einspännige Wagentypen verkehrten damals zusammen mit größeren, von zwei Pferden gezogenen Varianten in Mengen im Wiener Stadtgebiet.
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Diese Wagentype wurde in der Spätzeit der Monarchie gern für kleinere Briefmengen verwendet. Der geschlossene Wagenkasten schützte die Poststücke vor Witterungseinflüssen und war hinten versperrbar. Er trug ein Gepäcksgitter zur Erweiterung der Lademöglichkeit. Wagengestell und Räder waren orange, der Wagenkasten gelb gestrichen und schwarz gefasst. Das Posthoheitszeichen war am oberen Teil des Wagenkastens angebracht. Der Kutscher trägt die Postillionsuniform des Wiener Poststallamtes. Typisch war der schmalkrempige, fast operettenhaft geschwungene, steife Filzhut mit schmaler weiß-gelber Schnur, kleinem gelben Posthornabzeichen und einem Rossschweif.
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Ach - waren das schöne Zeiten - ohne Feinstaub -

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Das Markenmotiv dieser Briefmarke zeigt einen römischen Reisewagen nach dem Relief auf dem bekannten römischen Grabstein in Maria Saal. Es nimmt damit Bezug auf eine Facette des Postwesens, das im Laufe der Geschichte auch durch die allgemeine technische Weiterentwicklung immer weiter perfektioniert wurde: die Beförderung von Personen und Postsendungen.
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Während wir heute mit dem Postbus fahren, fuhr man in der Antike mit Wagen oder ritt auf Pferden des Cursus Publicus, der römischen Staatspost. Doch damals musste man dafür eine staatliche Genehmigung haben, und es gab noch keine Fahrpläne, an die sich Reisende halten konnten. So ist der auf österreichischem Gebiet verlaufende Cursus Publicus nur ein Vorläufer unserer heutigen Post. Immerhin ist die österreichische Post damit aber fast 2000 Jahre alt. Der sehr schöne Wagen aus römischer Zeit, der auf dem vorliegenden Markenmotiv in Verbindung mit einer Reiseszene zu sehen ist, zeigt ein recht lebendiges Bild aus jener Zeit, in der in unserem Land über die ausgezeichneten römischen Straßen ein vielfältiger Verkehr von Poststation zu Poststation bestanden hat. Erst tausend Jahre nach dem Untergang des römischen Reiches entstand ab 1500 ein diesen Verhältnissen wieder vergleichbarer Postverkehr, der regelmäßige Postwagenverkehr setzte in Österreich um 1750 ein.
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Auf diesem echt gelaufenen Brief ist im Sonderstempel von HAMBURG
zum Jubiläum "150 Jahre Stadtverkehr" , eine Kutsche zu sehen.
Somit erfüllt der Beleg den Tatbestand "Kutschen-Motiv".


gruss vom tigo
P.S. : Der rote Schnipsel über der Express-Marke ist ein ScannerFussel
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Jetzt hast Du mich aber echt in's schleuder'n gebracht

Ich habe meine ganze Schweizsammlung auf den Kopf gestellt, um diese "Kleinbogen mit Kutschen" zu finden.....Fehlanzeige
Gibt's nicht....oder mir ist da etwas entgangen.Das Einzige was noch irgendwie mit Gespannen zu tun hat, ist ein "Pferdeschlitten" auf Pro Juventute-Marke. Das ist aber keine Kutsche und fällt somit wohl aus dem vorgegebenen Rahmen.
Wenn Du mir ein Bild dieser Kleinbogen präsentieren kannst, bitte zeigen. Sollte es sich um Marken der "UNO Genf" handeln, das ist nicht mein Sammelgebiet und deshalb kann ich auch davon nicht's zeigen. Da gibt's auch ein paar Kutschen.
Gruss
Afredolino -
Der Name Fiaker, der sowohl Gefährt als auch in Wien den Lenker des Gefährtes benennt, leitet sich vermutlich vom heiligen Fiacrius ab. Bevor der Fiaker in Wien der Kaiserzeit verkehrte, begnügte man sich beispielsweise mit den Tragsesseln (Portechaises), die seit 1689 offiziell vermietet werden durften. So gab es im Jahre 1782 bereits 100 Tragsessel zu mieten, die man von 6 Standplätzen aus ordern konnte. 1888 wurde dieser Dienst eingestellt, zu diesem Zeitpunkt verkehrten bereits 684 Fiaker.
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Als Alternative zum eher teuren Fiaker boten sich die "Zeiselwagen", ungefederte Bauernleiterwagen mit einer Plache als Regenschutz, an. Diese durften allerdings nicht in die Stadt selbst hineinfahren, sondern nur außer den Linien (Gürtel) oder Überland verkehren. Die Fiaker-Lizenz war nur Leuten vorbehalten, die schon einige Jahre als Fuhrwerker gefahren waren, die über ein bestimmtes Vermögen verfügten und einen einwandfreien Leumund nachweisen konnten. Weiters durften sie kein anderes Gewerbe betreiben und mussten vom Militärdienst befreit sein. Heute beleben noch rund 90 Fiaker das Alltagsbild von Wien.
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@Alfredolino:
Macht nix - ich hab den Bogen in einem Klbg-Album gefunden und leider nicht gleich mitgenommen (war mir zu teuer für ein Nebengebiet
)Sollte ich ihn nochmal sehen, werd ich ihn kaufen, nur um ihn dir zu zeigen
- nein - Spaß beiseite - zu 90% würde ich sagen da stand HELVETIA drauf, müßte ich jetzt schon arg geschielt haben - war dann doch schon spät und vor allem kalt (draußen!) ...briefmarken-forum.com: Deine Beiträge sind eine (weitere) Bereicherung hier - Danke - schöne Marken aus dem Nachbarland - ich hatte es schon erwähnt - ich warte auf den WIPA-Block für "lächerliche" 6000 Mi-EUR - wer den wohl als erster zeigt? (es gilt nach wie vor nur Besitz !)
tigo: danke - netter Stempel - aber eben ein Stempel
und damit außerhalb meiner Sammelleidenschaft - macht aber nix - (Hintergrund: Auf Marken gibt es schon unzählige Kutschenmotive - mit Stempel wird das absolut unübersichtlich in der Menge - soll aber nicht davon abhalten Fundstücke zu zeigen.... - ok - weiter viel Glück beim suchen 
Danke @all - weiter gehts...
Hier ein Stück aus den USA - netter Kleinbogen - gabs leider nur "am Stück"
bis demnächst
phila4ever -
Zitat
Original von phila4ever
briefmarken-forum.com: Deine Beiträge sind eine (weitere) Bereicherung hier - Danke - schöne Marken aus dem Nachbarland......
Danke für die Blumen! Dann lass uns mal weiter machen!
K.k. Postamt Jerusalem
Das Gebäude, in dem das Postamt von 1903 bis zu seiner Aufhebung am 1.10.1914 untergebracht war, liegt in der Altstadt Jerusalems gegenüber dem Jaffa-Tor. Das 1849 in der damals zum Osmanischen Reich gehörenden Stadt Jerusalem eingerichtete k.k. (Vize-) Konsulat unterhielt seine Postverbindung mit der Heimat durch die Dampfer des Österreichischen Lloyd, die den Hafen von Beirut anliefen. Als Lloyd seine Route nach Jaffa ausdehnte, wurde zwischen beiden Städten ein österreichischer Postdienst eingerichtet. Aufgrund einer Vereinbarung des k.k. Außenministeriums mit der Hohen Pforte wurde 1859 in Jerusalem das österreichische Postamt ins Leben gerufen.
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Den Transport der Sendungen auf der 70 km langen Strecke besorgten berittene Kawassen des Konsulates mit Packpferden, später mit Wagen. Da auch Wertsendungen dabei waren, kam es zu Raubüberfällen durch Beduinen, denen nicht nur Postkuriere sondern auch türkische Gendarmen zum Opfer fielen. Dies erklärt, weshalb das Porto sehr teuer war. Anfang der Siebzigerjahre des 19.Jhs kostete ein Brief nach Mitteleuropa ca. einen Goldfranken. Obwohl auch Frankreich, Russland und später auch das Deutsche Reich und Italien in Jerusalem Postbüros unterhielten, setzten Pilger und Einheimische das meiste Vertrauen in die österreichische Post. Nicht einmal ein türkisches Filialpostamt im israelitischen Viertel, das von einem Angehörigen der mosaischen Religion geleitet wurde, einen Stempel mit hebräischen Lettern verwendete und erhebliche Rabatte beim Wertzeichenverkauf einräumte, konnte sich halten. Das Ende für die österreichische Post in Palästina und im übrigen Osmanischen Reich kam wie für alle anderen fremden Posteinrichtungen abrupt, als die türkische Regierung den Ausbruch des 1.Weltkrieges zum Anlass nahm, um die Sonderrechte für Ausländer und alle auf ihrem Territorium fungierenden fremden Postanstalten aufzuheben.
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Hab noch eine Kutsche aus Grossbritannien gefunden....leider keine MiNr., mein Katalog ist nicht mehr sehr aktuell ( 1985 )

Gruss
Afredolino -
Noch eine Kutsche.....von jenseits des "grossen Teiches"

US Parcel Post....leider habe ich dazu auch keine Literatur

Gruss
Afredolino -
Das Markenmotiv dieser ersten Sonderpostmarke aus der Reihe "Fahrzeuge aus der Wagenburg" zeigt einen Prunkrennschlitten, genauer den "Gala-Rennschlitten Nr. 1". Verwendet wurde dieser von Kaiserin Maria Theresia und ihren Töchtern im Zeitalter des Barock. Der Wagen wurde aus Lindenholz gefertigt und besaß eine Muschelform, die nicht nur reichlich verziert wurde, sondern auch echte Vergoldungen aufwies. Gefahren wurde der Schlitten, indem ein Kavalier am Wagen-Ende auf einer Pritsche über die im Wagen sitzenden Damen hinweg das Pferd zügelte. Auch das Pferd wurde mit einer bestickten Decke geschmückt und erzeugte durch die Schellen, die in mehreren Tonarten abgestimmt waren, eine Art Begleitmusik zum Fahren. Ein Höhepunkt waren die offiziellen Schlittentage zwischen Weihnachten und Aschermittwoch. Während dieser Zeit passierten die Schlitten die Straßen der Inneren Stadt mehrere Male, das Publikum konnte sowohl Wagen als auch Insassen ausgiebig bewundern.
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Ein aus dem Biedermeier stammender Wagen ist auf der zweiten Sonderpostmarke abgebildet: der Krönungslandauer. Diesen "Allwetterwagen" gab Kaiser Franz I. für die ungarische Krönung seiner vierten Gemahlin, Carolina Augusta, 1824 bei dem Wiener Wagenbauer Ulmann in Auftrag. Das Besondere an diesem Wagen ist, dass sein Dach, nicht wie damals üblich, aus festem Holz gebaut worden war, sondern aus Leder. Somit konnte das Dach je nach Wetter aufgeklappt oder geschlossen werden. Nicht nur außen, sondern auch innen war der Krönungslandauer ganz für seinen Verwendungszweck prunkvoll hergerichtet worden. Die Innenstaffierung stammte nur aus feinstem Samt und edelster Seide, das dunkelgrün lackierte Äußere war mit goldenen Eichenlaubbordüren verziert.
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Das Hauptstück der Wiener Wagenburg ist zugleich Motiv der dritten Sonderpostmarke dieser Serie: der Imperialwagen des Wiener Hofes. Im Volksmund wird er auch Kaiser- oder Krönungswagen genannt und sollte mit seinen außerordentlichen Dimensionen - 6,77 Meter Länge, 3,55 Meter Höhe und 4200 Kilogramm Gewicht - ein Schloss symbolisieren, in dem sein Besitzer durch die Menge gefahren wird. Außen besitzt der Wagen so genannte Tafelbilder, mit Darstellungen der Tugenden, die anlässlich der Krönung Josephs II. im Jahre 1763 gemalt wurden. Nach "spanischer Art" fehlte auf dem Wagen der Kutschbock, denn der Imperialwagen wurde vom Sattel des Imperialzuges (anfänglich sechs, später sogar acht Pferde) gelenkt. Da der Wagen für einen Transport zerlegt und wieder zusammengebaut werden musste, fand er auch nur bei den wichtigsten Haus-, Hof- und Staatsaktionen Verwendung.
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"100 Jahre Nationales Kutschenmuseum" - Mi Block 211 vom 23. Mai 2005 aus Portugal:
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Das Nationale Kutschenmuseum befindet sich in der ehemaligen königlichen Reithalle, die zum Palast von Belém gehörte. Sie wurde 1904 zum Museum umgebaut, dessen Ausstellungsflächen 1940 erweitert wurden. Das Museum besitzt eine der weltgrößten Sammlungen an königlichen Fuhrwerken, darunter Kutschen, Berlinen, Equipagen, Kaleschen, Kabrioletts, Sänften und Kinderwägen. Das Museum soll den Besuchern auch den technischen Fortschritt und auch die unterschiedlichen Vorlieben in Bezug auf Verziehrungen zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert deutlich machen.
"100 Jahre Nationales Kutschenmuseum" - Satz Mi 2915/2920 vom 23. Mai 2005 aus Portugal:
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Zitat
Original von phila4ever
[B
tigo: danke - netter Stempel - aber eben ein Stempel ...Hier noch Marken , du alter Meckersack



tigo
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Und hier noch eine Schweizer Ganzsache mit "Kutschen-Zusatz".
Jetzt kann auch phila4ever nichts mehr dagegen sagen.


gruss vom tigo
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tigo - Danke für die GA - das hatten wir hier noch gar nicht

Übrigens: Meckern können nur Ziegen

...ich versuche nur das hier halbwegs zu "moderieren" und den Thread innerhalb der (von mir) festgelegten Kriterien zu halten (mir ist leider schon mal einer aus dem Ruder gelaufen - das wollte ich diesmal von Anfang an vermeiden) - der Übersicht wegen und weil meine Intension ursprünglich die war, meine wachsende Sammlung hier zu dokumentieren - das es jetzt darauf hinaus lief, das jeder seine Fundstücke zeigt, war zuerst nicht geplant - ABER man ist ja flexibel und stellt sich um - die ursprünglichen Kriterien dagegen bleiben bestehen - irgendwo müssen wir ja eine Grenze ziehen...

Also - nichts krumm nehmen, wir sind ja hier um uns gegenseitig unser Hobby zu versüßen - oder ?
Nix für ungut - weiterhin viele Kutschenfunde wünscht euch
phila4ever

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Ich ahne schon, dass ich hier auch gleich die rote Karte erhalte ;), aber zeigen möchte ich ihn trotzdem. Einen Freistempler mit einem schönen Gespann vom Kreis Herzogtum Lauenburg, der für die alte Salzstrasse wirbt.
(Eventuell für @ tigo interessant?)
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100 Jahre Weltpostverein
Am 9. Oktober 1874 wurde in Bern von 22 europäischen Staaten, darunter auch Österreich, der "Allgemeine Postverein" gegründet. Die vertragsschließenden Länder bildeten ein einheitliches Postgebiet. Die Verträge beschränkten sich vorerst auf die Regelung des internationalen Austausches von Briefpostsendungen. Vier Jahre später wurde in Paris der Name in "Weltpostverein" geändert und beschlossen, einander alle fünf Jahre zu Kongressen zu treffen, um den Weltpostvertrag dem jeweiligen Entwicklungsstand auf technischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet anzupassen.
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In diesen 100 Jahren hat der Weltpostverein bewiesen, dass eine direkte internationale Zusammenarbeit auf Sachgebieten trotz Kriegen und zahlreichen Konflikten möglich und auch Segen bringend für die ganze Menschheit war. Das Markenbild aus Anlass des Jubiläums zeigt einen österreichischen Landbriefträger aus der Zeit vor hundert Jahren. Dieser Dienst war 1873 eingeführt worden. Die Landbriefträger trugen zu dieser Zeit noch keine Uniformen, sondern erhielten eine Mütze aus "mohrengrauem" Tuch, ein Dienstschild, einen eisenbeschlagenen Stock und eine verschließbare Ledertasche. Bei genauem Hinsehen kann man deutlich über den Schultern eine Rückentrage bemerken. Dem Transportauto der Gegenwart entspricht der zweirädrige "Carriolwagen", den ein Pferd in der Gabeldeichsel zieht.
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