Hallo,
und weil ich gerade dran bin, noch'n posting heute.
Mich würden mal die näheren Umstände, die zur Ausgabe der MiNr 32-36 geführt haben, interessieren.
Klar, Anschaffung eines neuen Wasserzeichen-Apparates (Wellenlinien) zeichnen diese Marken aus. Aber warum eine eigene Ausgabe, für alle 5 Werte am 5.7.1875?
Zu dieser Zeit darf man wohl (wirklich???) philatelistische Beweggründe ausschliessen. Die Änderung des Wasserzeichens von Rauten zu Wellenlinien ist für heutige (Sammler-)Verhältnisse dramatisch, für die Zeit vor 140 Jahren - bei bildgleichen Marken - darf wohl von einer nicht signifikanten "Neuauflage" ausgegangen werden.
Und dann noch so kurz vor (Kreuzer-) Toresschluss: war diese Auflage mit allen 5 Kreuzerwerten wirklich notwendig, nachdem längst bekannt war, dass ganze 7 Monate später die Kreuzer- von der Markwährung abgelöst werden würde? Schon seit 1874 gabs bereits Markmarken...
Hätten da Drucke der häufiger benötigten 1 und 3 Kr-Werte nicht genügt (und das "nach Bedarf", also ohne offiziellen Ausgabetag)? Warum so viele neue Briefmarken, die dann ja auch massenhaft liegen -und der heutigen Sammlerwelt erhalten - blieben?
Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass vielleicht doch aufkeimende philatelistische Interessen im Spiel gewsesen sein mögen.
Wer kann etwas dazu sagen?
Auch die - vielleicht von dieser Ausgabe losgelöste und generell zu betrachtende - Frage nach aufkommendem philatelistischen Interesse an Bayernemissionen würde mich interessieren:
ab wann gibt es Trends zu "Taten" der bayerischen Postverwaltung, Sammlerbedürfnisse zu befriedigen, und damit der eigenen Kasse einen Gefallen zu tun?
fragt
µkern