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Bayern Kreuzer-Abschiedsausgabe 1875

  • mikrokern
  • 31. Oktober 2008 um 20:03
  • mikrokern
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    • 31. Oktober 2008 um 20:03
    • #1

    Hallo,

    und weil ich gerade dran bin, noch'n posting heute.

    Mich würden mal die näheren Umstände, die zur Ausgabe der MiNr 32-36 geführt haben, interessieren.
    Klar, Anschaffung eines neuen Wasserzeichen-Apparates (Wellenlinien) zeichnen diese Marken aus. Aber warum eine eigene Ausgabe, für alle 5 Werte am 5.7.1875?
    Zu dieser Zeit darf man wohl (wirklich???) philatelistische Beweggründe ausschliessen. Die Änderung des Wasserzeichens von Rauten zu Wellenlinien ist für heutige (Sammler-)Verhältnisse dramatisch, für die Zeit vor 140 Jahren - bei bildgleichen Marken - darf wohl von einer nicht signifikanten "Neuauflage" ausgegangen werden.
    Und dann noch so kurz vor (Kreuzer-) Toresschluss: war diese Auflage mit allen 5 Kreuzerwerten wirklich notwendig, nachdem längst bekannt war, dass ganze 7 Monate später die Kreuzer- von der Markwährung abgelöst werden würde? Schon seit 1874 gabs bereits Markmarken...
    Hätten da Drucke der häufiger benötigten 1 und 3 Kr-Werte nicht genügt (und das "nach Bedarf", also ohne offiziellen Ausgabetag)? Warum so viele neue Briefmarken, die dann ja auch massenhaft liegen -und der heutigen Sammlerwelt erhalten - blieben?
    Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass vielleicht doch aufkeimende philatelistische Interessen im Spiel gewsesen sein mögen.
    Wer kann etwas dazu sagen?
    Auch die - vielleicht von dieser Ausgabe losgelöste und generell zu betrachtende - Frage nach aufkommendem philatelistischen Interesse an Bayernemissionen würde mich interessieren:
    ab wann gibt es Trends zu "Taten" der bayerischen Postverwaltung, Sammlerbedürfnisse zu befriedigen, und damit der eigenen Kasse einen Gefallen zu tun?

    fragt
    µkern

    Gruss

    µkern

  • mikrokern
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    • 9. November 2008 um 11:06
    • #2

    Ja, hat denn niemand hierzu eine "educated opinion"?
    Meinungen/Kommentare/Spekulationen sind hochwillkommen!

    Bayern klassisch ist doch sonst eine sichere Bank für Antworten! ;)

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. November 2008 um 11:18
    • #3

    Hallo mikrokern,

    ich hatte den Thread wohl überlesen.

    ich schaue mal später in die Verordnungsblätter und Verfügungen, ob ich eine offizielle Angabe dazu finde. Beschwören würde ich es aber nicht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (63)
    • 13. November 2008 um 18:29
    • #4

    Hallo Bayern klassisch,

    und - hast Du etwas finden können, das mir weiterhilft?

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. November 2008 um 18:48
    • #5

    Hallo mikrokern,

    ich habe zwar alle Primärunterlagen Bayerns in der Kreuzerzeit, aber die Jahre 1874 und 75 sind leider nicht geordnet (weil der Drucker verrückt spielte, als sie von der DVD gelesen wurden).

    Daher könnte ich nur das wiederholen, was Peter Sem dazu schrieb.

    Meine persönliche Meinung: Man wollte die neue Wasserzeichenmaschine testen, denn neue Marken brauchte man nicht. Dass die Kreuzerwährung ihrem Ende entgegen sah, wusste man auch schon über ein Jahr vorher.

    Nach 1873 hat man nämlich in Bayern keine neuen Münzen mehr geschlagen, also ahnte oder wusste man sehr wohl, dass Dukaten, Gulden, Kreuzer und Heller bald Relikte der Vergangenheit werden würden.

    Das Papier war ja nicht sehr teuer (Seidenfadenpapier war wesentlich teurer als das simple mit Wasserzeichen jeder Art), so dass der Kostenaufwand gering blieb.

    Etwa die Hälfte der Restbestände hat man nach 1876 vernichtet - in Anbetracht dessen, dass es heute noch viel Material davon ungebraucht gibt, kann man sich vorstellen, welche Mengen das gewesen sein müssen.

    Ich werde mal nachfragen, ob jemand die VO zur Einführung hat und sie mir zumailen lassen. Dann sehen wir weiter.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (63)
    • 28. Dezember 2008 um 19:33
    • #6

    Hallo bayern klassisch,

    hast Du zwischenzeitlich hinsichtlich der Verordnungen etwas eruieren können?
    Die These des Wasserzeichentests halte ich - mit Verlaub - für etwas gewagt. Dafür hätte man sicherlich nicht eine derartig hohe Markenauflage - nicht nur eines, sondern von 5 Kreuzer-Werten herstellen müssen.
    Wie gut/schlecht die Anfertigung von Wasserzeichen-Markenbögen ging, wusste man seit einigen Jahre. Und um Rauten durch Wellenlinien zu ersetzen, bedurfte es keiner Millionenauflagen, die auch noch alle am gleichen Tag verausgabt wurden.

    ... meint mit besten Grüssen
    µkern

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Dezember 2008 um 20:08
    • #7

    Hallo mikrokern,

    leider hat meine Alternativquelle wegen der Mitarbeit an 2 Büchern derzeit keine Zeit für die Überprüfung der Angelegenheit.

    Bei mir ist leider nicht absehbar, wann ich die vierstellige Anzahl von Seiten geordnet haben werde (wären es durchpaginierte Seiten, wäre das ein simpler Job, so aber ...).

    Ein echter Bedarf dürfte es aber nicht gewesen sein, da sind wir uns einig.

    Ob die Gründe in den VO - Blättern genannt sind, halte ich für recht unwahrscheinlich.

    Was sicher aus den VO - Blättern zu eruieren sein wird, ist das Datum der Einführung. Ab dies tatsächlich der 5.7. war, ist sehr zu vermuten. Ob die Marken aber dann schon an den Schaltern waren, könnte fraglich sein.

    Jedenfalls sind mir keine Ersttagsstempel oder Belege bekannt.

    Sobald ich dazu komme, werde ich den Thread wieder "ausgraben". ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • BaD
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    • 28. Dezember 2008 um 20:23
    • #8

    Aus Senf Briefmarkenjournal 1916, welches ich gerade lese.

    Mit besten Grüßen BaD

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