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Paketkarte ? A - DR 1890

  • Latzi
  • 10. Oktober 2008 um 17:33
  • Latzi
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    • 10. Oktober 2008 um 17:33
    • #1

    Hallo,

    das anliegende Stück stellt mich vor viele Fragen, die teilweise in Österreich liegen, aber auch im Deutschen Reich. Deshalb in dieser Rubrik.

    Ich glaube, es handelt sich um eine Paketkarte mit Nachnahme von Iglau in Böhmen nach Hagenau im Elsass, wobei ich mich im letzten Teil ansatzweise auskenne.
    Der Weg wäre dann von Iglau über Furth im Wald (Bayern) auf der Eisenbahn Mühlacker-Straßburg nach Hagenau. Dort scheint das Paket im Hauptsteueramt gewesen zu sein.

    Meine Fragen:
    Der Werteindruck lautet auf Steuermarke. Was wurde mit der Steuer abgegolten? Oder ist es doch eine Ganzsache und das Porto ist gemeint? Nebenbei würde mich noch Katalognummer und ggfs. Handelswert interessieren, auch wenn mit den Elsass-Stempel unverkäuflich.
    Was bedeuten die Blaustift-Ziffern?
    Ist das "Steueramt" das "Zollamt"?

    Viele Fragen - habt Ihr Antworten?
    Danke sagt Lars

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    • Iglau pkt.jpg
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  • Latzi
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    • 19. Oktober 2008 um 21:15
    • #2

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier nicht zumindest teilweise Antworten möglich sind. Hier gibt's doch genug Leute aus der Alpenrepublik. Helft mir weiter! Danke sagt
    Lars

  • doktorstamp
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    • 19. Oktober 2008 um 21:54
    • #3

    Umgekehrt hatte ich mehr Ahnung.

    Was man aber entnehmen kann, die Ausführ war in Österreich verzollt.
    Der vorgeschlagene Leitweg stimme ich zu.

    Über die Währungsparität keine Ahnung, aber ich schätze 550 Pfg waren vom Empfänger eingezogen, die NN Gebühr betrug 75Pfg dies vermag aber falsch sein und möglich war das Paket auch in Hagenau nochmals vom Eingangszollamt versteuert.

    In Deutschland bei Inland NN war die NN Gebühr als Teil des Portos mit Marken im Vorraus zu entrichten, bei Auslands NN dagegen war die NN Gebühr in der zu zahlenden Summe angegeben. Kann mir gutvorstellen die Handhabung seitens der Österreichischen Post nicht anders war
    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • BaD
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    • 30. Oktober 2008 um 18:18
    • #4

    Hallo Latzi,

    die fast gleiche Frage habe ich im Sommer in einem anderen Forum gestellt.
    Keine Antwort! Unten meine Postbegleitadresse von 1890.

    Der Aufdruck 5 Kreuzer ist identisch mit der Stempelmarke zu 5 Kreuzer, die in der Form ab 1883 herausgegeben wurde. Es war eine Marke für eine Verwaltungsgebühr ( Urkunde u.s.w.). Nach meiner Meinung hat der Aufdruck mit dem Porto nichts zu tun. 1890 muss es in Österreich, genau wie in Deutschland noch bis nach 1900, möglich gewesen sein, ein Paket frei ( Absender bezahlt; franco) oder unfrei ( Empfänger bezahlt alles) zu versenden. Außer der Gebühr für die Paketbegleitadresse, denn auf deiner ist hinten vermerkt, das gegen eine Gebühr von 6 Kreuzern diese schon vorab vom Amt geholt werden kann. Warum 6 und nicht die 5 Kreuzer der Stempelmarke, keine Ahnung.
    Bei meiner ist bei franco 60 Kreuzer notiert , zuzüglich 2 Kreuzer Porto. Dies bedeutet, der Absender hat die 2 Pakete bezahlt.
    Bei Deiner sind diese Felder offen, die notierten Gebühren sind blau geschrieben. Dies bedeutet für mich, der Empfänger bezahlt alles. Natürlich außer den 6 Kreuzern für die Karte.

    Da dies ein Dresdner schreibt, ist alles nur eine Vermutung.

    Mit besten Grüssen Bernd

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    • Paketk. Österreich 1890.jpg
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  • BaD
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    • 30. Oktober 2008 um 18:45
    • #5

    Diese Urkunde zeigt, welche zentrale Stelle die Stempelmarken in Österreich anscheinend einnahmen.
    Entschuldigt die Abschweifung.

    Mit besten Grüssen BaD

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    • Urkunde.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (30. Oktober 2008 um 19:18)

  • Latzi
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    • 31. Oktober 2008 um 07:18
    • #6

    Danke - wußte doch, dass einer was zu sagen hat!

  • Minimarke
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    • 1. November 2008 um 17:34
    • #7

    BaD zeigt doch bitte auch die Rückseiten deiner Belege!
    Sonst ist eine Kommentierung nicht möglich!

  • BaD
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    • 1. November 2008 um 17:59
    • #8

    Entschuldigung

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  • Minimarke
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    • 1. November 2008 um 19:22
    • #9

    Da beide Karten vor dem 01-09-1890 gelaufen sind DÜRFEN keine Marken darauf sein, da dies erst nach dem 31-08-1890 eingeführt wurde.
    Bis dahin wurden die Gebühren bar entrichtet.
    Paketkarten bar bezahlt nach dem 01-09-1890 sind kleine Raritäten!

  • BaD
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    • 1. November 2008 um 19:29
    • #10

    Minimarke,

    Danke, dazu hatte ich nirgendwo etwas gefunden

    Mit besten Grüssen BaD

  • Minimarke
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    • 2. November 2008 um 16:29
    • #11

    Bad - Fragen bitte mit guten Scans von Vorder und Rückseite direkt an mich.
    Ausserdem bitte immer noch etwas Zeit beilegen, und nach 2 Wochen fragen!

    Gruss
    MINIMARKE

  • ramsess
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    • 13. März 2009 um 15:32
    • #12

    Hallo BaD,
    habe jetzt den "Hilfeschrei" gesehen. Hier die Erklärung.
    Seit1.1.1863 unterlagen in Österreich die Frachtbriefe einer Stempelgebühr (Steuer) von 5 Kreuzer. Erst mit 15.12.1871 erschienen Frachtbriefe mit dem Eindruck einer 5 kr-Stempelmarke. Vorher mussten die entsprechenden Stempelmarken geklebt werden.
    Der auf den Frachtbriefen angebrachte Hinweis "Preis 6 kr" umfassst die Stempelgebühr von 5 kr sowie die Gebühhr für das Formular in Höhe von 1 kr.
    Der gezeigte Frachtbrief war für 2 Pakete (3,4 kg und 3,7 kg) von Wien nach Krakau. Die Beförderungsgebühr war gewichts- und entfernungsabhängig.
    In diesem Fall bezahlte der Aufgeber je Paket 30 kr (bis 5 kg über 75 km; Tarif ab 1.11.1878). Daher sind unter "franco" 60 kr vermerkt. Hätte die Beförderung der Empfänger zu zahlen (unfrei aufgegeben) würde dieser Betrag, vermehrt um 6 kr für die unfreie Ausgabe, rechts unter "Porto" stehen. Die unter "Porto" stehenden 2 kr waren für die Avisogebühr und vom Empfänger zu zahlen. "Express" bedeutete die unmittelbare Verständigung des Empfängers vom Eintreffen der Pakete durch eigenen Boten. Dafür bezahlte der Absender 15 kr. (Entspricht der gleichen Gebühr in der Briefpost.)
    Alles klar ?
    Freundliche Grüße
    ramsess

  • BaD
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    • 13. März 2009 um 15:58
    • #13

    Hallo Ramses,

    Die Erläuterung ist super, jetzt ist alles klar.

    Vielen Dank!!!!!

    Mit besten Grüßen BaD

  • ramsess
    neues Mitglied
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    • 13. März 2009 um 16:50
    • #14

    Latzi
    Kurze Antwort.
    5 kr Steuer für jede Begleitadresse (Frachtbrief). 6 kr Preis wegen zusätzlichem 1 kr für Formular.
    Tarife für den Wechselverkehr mit Deutschland gültig ab 1.11.1878.
    Unfrei aufgegebn. Das Postamt Iglau vermerkte nur " Zone IV" (rechts unten).
    Bedeutet eine Entfernung von 375 -750 km (tatsächliche Distanz ca.560 km)
    Alle blauen Zahlen stammen vom Empfangspostamt.
    "550" ist das Gewicht (5.5 kg), "75" die vom Empfänger zu bezahlende Gebühr in PFENNIG.(60 für Beförderung, 10 als Nachnahmeprovision. 5 für Aviso).""1703" rückseitig ist die Abgabenummer des Empfangspostamtes.
    Alles klar ?
    Gruß
    ramsess

  • Latzi
    aktives Mitglied
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    20. Januar 1969 (57)
    • 13. März 2009 um 21:27
    • #15

    Super Antwort - das warten hat sich gelohnt - danke!

  • Wolffi 20. Januar 2026 um 11:26

    Hat das Thema aus dem Forum Briefmarken Allgemein nach Österreich bis 1944 verschoben.

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