Danke Bayern Klassisch
Stimmt mit der unterschiedliche Rötelfarben. Sagenhaft.
Viele Grüsse
Bayern-Nils
Danke Bayern Klassisch
Stimmt mit der unterschiedliche Rötelfarben. Sagenhaft.
Viele Grüsse
Bayern-Nils
Hallo Nils,
was ist sagenhaft?
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Bayern Klassisch.
Deine Augen muss sagenhaft sein, die sehen ja alles.
Viele Grüsse
Bayern-Nils
Hallo Nils,
ach so, ich dachte etwas mit dem Brief müsste sagenhaft sein - bei mir ist das doch nur Routine. Die bekommst du auch noch, ganz sicher.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Alle
Nach dem ich im anderen Threads zum Himmel gebracht bin, danke VorphilaBayern und Bayern Klassisch, denke ich dass die Erde auch ein Platz ist.
Ich habe hier ein Charge Brief der von Kitzingen nach Würzburg gelaufen ist. Und ohne Zweifel ist es ein Frankobrief. Aber ich bin nicht sicher warum. Siegelseitig ist ein "7" oder ein "f" geschrieben. Ich glaube dass es ein f ist, so dass der Brief portofrei gelaufen ist. Der Absender hat dann auch keine Chargegebühr bezahlt. Falls der Brief portofrei gelaufen ist; wer hat der Brief portofrei gemacht - der Magistrat in Kitzingen oder Zorn in Würzburg ( ich kann sein königliche Titel nicht Deuten)?
Falls der Brief nicht portofrei gelaufen ist, welche Portostufe könnte es sein?
Viele Grüsse
Bayern-Nils
Hallo Nils,
ich glaube, den Brief unlängst bei eBay gesehen zu haben ...
Schön, dass du ihn dir geschnappt hast! ![]()
Es ist ein frankierter Brief, der hinten 7 Kr. ausweist.
Er war nur 3 Meilen unterwegs, fiel also in die bis 6 Meilen - Zone.
Man hat daher gerechnet:
Bis 0,5 Loth - 3 Kr., bis 1 Loth - 4,5 Kr., bis 1,5 Loth 6 Kr. und wie bei deinem Brief über 1,5 bis 2 Loth 7,5 Kr., abgerundet auf 7 Kr.. Bei der Briefpost gab es keine Brüche.
Der Empfänger war übrigens der Rechtsanwalt Zorn, an den recht viele Briefe erhalten sind (nicht so viele wie an Dr. Götz in Landshut, an den Tausende liefen).
Die Chargégebühr von 4 Kr. musste immer der Absender bezahlen.
Liebe Grüsse und schön, wenn dir VorphilaBayern und meine Wenigkeit etwas Freude mit unseren Briefchen bereiten konnten ...
Hallo Bayern Klassisch
Besten Dank für dein Antwort. Portofrei oder nicht, der Brief sieht gut aus. Aber mit meine 1,8 Loth Brief biete ich euch nicht.
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Du sagst dass der Absender immer die Chargegebühr bezahlen musste, aber es steht anderswo im Thread dass bei portofreie hatte der Absender nichts bezahlt. Habe ich es missverstanden?
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
schau mal in den Thread der Postscheine - da hast du einen Postschein, der jüngst eingestellt wurde, auf dem R. S. als franko steht, aber die Chargegebühr zu zahlen war.
Portofrei heisst also nicht ohne qualifizierte Kosten.
Es gibt auch Dienst - Expressbriefe. Da war die Beförderung von Post zu Post kostenlos, aber wenn der Brief auf das flache Land lief, musste der Bote bezahlt werden; leider extrem selten.
Nur die königlichen Notare hatten ihre eigenen Postscheine, deren Ausfertigung kostenlos von der Post vorgenommen werden musste.
Leider habe ich noch nie einen solchen gesehen. Aber es muss viele Tausend davon gegeben haben ...
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Bayern Klassisch
Zitat:
Da, wie du sagst, hinten nichts notiert wurde, muss er portofrei gelaufen sein und auch für die Einschreibung wurde nichts bezahlt.
Dieser Zitat ist von der erste Brief in diesem Thread. Deswegen habe ich auch geglaubt dass wenn ein Brief portofrei war, musste der Absender auch kein Gebühr bezahlen. Aber ich sehe jetzt dass es ein unterschied zwischen portofreie Dienstsachen und "königliche Briefe" ist.
Der Tambacher Postschein von VorphilaBayern war sehr gut.
Ein wunderschöne Hobby - man lernt jeden Tag was neues
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Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
so ist es - ein Fürst hat nie etwas bezahlt; weder an Postporto, noch eine Chargégebühr noch eine Expreßgebühr - das durfte alles dies Staatskasse bezahlen. In gewisser Weise ist das ja noch heute so ...
Die seltenste (und verbotene) Form der Einschreibung zeige ich mal anhand einer Parteisache aus Nürnberg vom 25.2.1835.
Das dortige Stadtgericht musste an den Freiherrn von Guttendorf in Weisendorf schreiben, so dass der Brief als Parteisache vom Empfänger zu zahlen war.
Wegen der behördlichen Vorschrift musste er aber eingeschrieben versandt werden. Diese Einschreibgebühr war aber dem Empfänger nicht zu belasten, denn dieser hatte die Verwaltungsvorschriften nicht gemacht.
Also ging man am 25.2. zur Hauptbriefpostexpedition (HBE) Nürnberg und verlangte die Absendung per Chargé, jedoch ohne die 4 Kr. hierfür zu zahlen.
Die HBE Nürnberg lehnte dies ab.
Nun ging es wohl hin und her (wegen 4 Kreuzern!!!) und erst am 3.3.1835 nahm man den Brief an und notierte im Auslagenstempel (!) 4 Kr. für die Einschreibung und darunter 4 Kr. Postporto.
Weil sich der Empfänger in Weisendorf seine Post von einem Boten von der Post in Emskirchen nach seinem Wohnort bringen ließ, kamen zu diesen 8 Kr. noch weitere 7 Kr. für den Expressen hinzu.
Dieser quittierte unten " - (florin) 15 x erhalten Erbar".
Hierzu gibt es auch eine Verordnung vom 8.7.1845, S. 92 (es gab schon zuvor welche, aber diese ist sehr ausführlich, darum will ich sie hier mal anführen):
"Vorschriftsgemäß müssen die Gebühren für Aufgabs- und Lieferscheine sofort bei der Aufgabe der betreffenden Brief- und Fahrpostsendungen entrichtet werden und dürfen, da die Ausstellung der Scheine lediglich auf Verlangen und im Interesse des Absenders geschieht, in keinem Falle dem Adressaten bei der Absendung in Auslage angerechnet werden. Die unterfertigte Stelle sieht sich veranlaßt, sämtliche Postanstalten auf diese Bestimmungen wiederholt aufmerksam zu machen und vor vorschriftswidrigen Auslagen, Nachnahme von Scheingebühren um so ernstlicher zu warnen, als jene durch die Rechungsrevision oder sonst zur diesseitigen Kenntnis gelangende Kontravention der Art mit dem 30fachen Betrage der widerrechtlich angerechneten Gebühr beahndet wird."
Derartige "Kontraventionen" kenne ich keine 10 Stück in 30 Jahren - man darf also jeden Brief dieser Art kaufen, wenn man einen sieht ...
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Nils,
dort steht" bis andie Grenze".
Orthographie war nicht die Stärke des Absenders.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Bayern Klassisch
Vielen Dank fürs Zeigen. ![]()
Die "kontraventionen" können wir dann wahrscheinlich öfters vor 1845 als nach 1845 finden.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
ja, das ist richtig - nach 1845 kenne ich keine mehr.
Vielleicht hat VorphilaBayern noch ein paar von denen ... zutrauen darf man es ihm allemal.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch und Bayern-Nils,
vielen Dank für Eure Beiträge und den sehr schönen und sehr seltenen Belegen.
Der Postschein ist nicht von Tambach, sondern von Thumbach (Kirchenthumbach - Oberpfalz).
Innerbayerische Briefe mit AUSLAGE Stempel habe ich nur zwei mit "Retour-Recepisse" und diese sind vor 1845, keine mit Einschreiben.
Liebe Grüße,
VorphilaBayern
Lieber VorphilaBayern,
ZitatInnerbayerische Briefe mit AUSLAGE Stempel habe ich nur zwei mit "Retour-Recepisse" und diese sind vor 1845, keine mit Einschreiben.
... und damit kommt du dem Weltbestand schon gefährlich nahe!!!
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Lieber bayern klassisch,
habe es mir fast schon gedacht,
denn ich habe sowas bisher noch nicht gesehen.
Liebe Grüße,
VorphilaBayern
Hallo Alle
Ich habe hier ein Brief wo ich die Taxen nicht ganz verstehen kann. Es ist ein Brief der von Immenstadt nach Elbingenalb in Lechtal, Österreich 1846 gelaufen ist. Also nach der Vertrag zwischen Österreich und Bayern in 1842.
Weil es ein Portobrief ist, sind alle Taxen vorne geschrieben. Hier hat der Brief 6 Kreuzer CM gekostet, gleich 7 1/2 bayerische Kreuzer mit rot geschrieben. Hoffentlich ist so weit alles richtig interpretiert.
Dann kommt die erste Frage: Ganz unten ist es mit Bleistift 11 1/2 geschrieben. Ist es hier 4 Kreuzer für der Lechtaler Bote mitgerechnet? Und Falls warum Kreuzer? Ich habe versucht es zu verstehen aber mir fehlt die Unterlagen.
Zweite Frage: Sollte es hier eigentlich ein BOC Stempel sein, oder war es nach Lechtal nicht nötig?
Hoffentlich hat jemand die Antworten. ![]()
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
zuerst: ein wunderbarer Brief; wer den als Postgeschichtler nicht kauft, gehört erschlagen. ![]()
Versuch der Interpretation von mir:
Portobrief mit 4 Kr. bezahlter Chargégebühr vom Absender. Nach der Entfernung und dem einfachen Gewicht bis 1/2 Loth kostete er 6 Kr. CM in Österreich.
Von Reutte aus, welches die letzte Post vor Elbingenalp war, lief er per Privat - Boten zum Empfänger. Dieser Privatbote rechnete nicht in Kreuzern CM von Österreich, sondern in bayerischen = rheinischen Kreuzern (offenbar weil dieser Empfänger immer in rheinischen Kreuzern zu zahlen pflegte).
Daher hat man in Reutte die 6 Kr. CM in 7 1/4 Kr. rheinisch reduziert. Hierbei spielte das von Bayern vorgeschriebene postalische Reduktionsverhältnis von 6 Kr. CM = 8 Kr. rheinisch keine Rolle, denn wir haben ab Reutte keinen postalisch fixierten Brief mehr vorliegen, sondern "nur" einen Brief, der dem Boten von der Reutter Post "verkauft" wurde. Hierfür war aber das tatsächliche Reduktionsverhältnis der beiden Währungen zueinander angesetzt worden, und dies entsprach zwischen 7 1/4 und 7 1/2 Kr. rheinisch.
Der Bote notierte immer mit Bleistift seine Forderung vorne, hier also 11 1/2 Kr. rheinisch, womit er 4 1/4 Kr. für seinen Gang von Reutte nach Elbingenalp bekam. In Anbetracht der Tatsache, dass er hierfür einfach 25 km zu laufen hatte, und im Dezember die Witterungsverhältnisse sicher nicht zum totlachen waren, halte ich das für einen sehr günstigen Betrag.
Hätte man ihn, den Vergleich zu ziehen sei mir erlaubt, mit einem Expressen von Reutte nach dorthin laufen lassen, wären wohl um die 2 - 3 Gulden rheinisch angefallen. Da traf es sich gut, dass es jemanden gab, der bei eingehender Post sowieso diese Route abgelaufen ist. Morgens los und Abends wieder in Reutte, das war nur bei Traumwetter möglich, ansonsten war übernachten angesagt ...
Traumstück
das in jede Bayern - Österreich - Sammlung bestens passen würde, die ich kenne. Und ich kenne einige ... ![]()
Liebe Grüsse von bayern klassisch, der sich überlegt nach Norwegen auszuwandern, wenn man dort solche Briefe bekommt ...
Hallo bayern klassisch
Besten Dank für dein sehr ausführliche Antwort. ![]()
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Wenn ich der Brief genauer anschaue, sehe ich dass 7 1/4 über 6 geschrieben ist. Ich habe es früher umgekehrt gesehen. Der Postbeamter in Immenstadt hat 6 CM geschrieben, der Postbeamter in Reutte hat es in Kreuzer reduziert bei Weiterverkauf.
Nur eine Frage ist nicht beantwortet, warum hatte der Brief kein BOC Stempel? Reutte war doch ein Österreichischer Postamt, aber vielleicht mit Verordnungsausnahmen?
Ja, bayern klassisch, komm gern nach Norwegen. Aber die schönste Briefe findest du hier nicht. Die sind immer noch in Deutschland.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
deine Frage ist leicht zu beantworten: Man hat ihn vergessen!
Jede bayerische Poststelle hatte einen BOC - Stempel. Aber man hat diese manchmal vergessen.
Schau, auf deinem keinen Briefchen war ja gerade noch Platz für die Anschrift, den Aufgabestempel (Gott-sei-Dank nur ein kleiner Fingerhut, den er noch ein zweites mal abgeschlagen hat!), den Chargéstempel und die Rekonummer. Da hat er das mit dem BOC eben gelassen.
Sei froh, denn mit BOC - Stempel würde der Brief sicher mehr gekostet haben. Aber so kann man diese Vertragsperiode auch gut belegen und noch einen Verstoß gegen die Vorschriften zeigen. ![]()
Wenn ich mir so ansehe, was du alles im Hohen Norden von Bayern hast, bin ich mir mit den schönsten Briefen in Deutschland nicht mehr so sicher. ![]()
Tolle Sachen hast du da - und was habe ich von Norwegen? ![]()
Liebe Grüsse von bayern klassisch