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Bayern: Briefe - ohne Francomarken - (geändert 30.01.10)

  • Luitpold
  • 13. September 2008 um 20:13
  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 27. November 2008 um 12:56
    • #161

    Hallo oisch,

    vielen Dank für Ihre Mitteilung.
    Wenn ich ihn einmal abgebe, sind Sie die erste Adresse.
    Sollte nochmals ein interessanter Neustadt an der Haardt Brief angeboten werden, halte ich mich zurück.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 28. November 2008 um 12:58
    • #162

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte zum Großherzogtum Würzburg folgenden Brief zeigen:

    Frankobrief von Schweinfurt (ab 11. September 1810 kam Schweinfurt zum Großherzogtum Würzburg) nach Mainz (Großherzogtum Hessen - im Thurn und Taxisschen Postbezirk) vom 28. Dezember 1812.
    Auf der Rückseite steht eine 3, eine durchstrichene 8 und 12.
    Ich gehe davon aus, daß 3 Kreuzer bis zur Grenze (Großherzogtum Würzburg), 8 Kreuzer für Thurn und Taxis und 1 Kreuzer Bestellgeld in Mainz, somit der Absender gesamt 12 Kreuzer (inkl. Bestellgeld) bezahlte.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (64)
    • 10. Dezember 2008 um 20:49
    • #163

    Hallo Alle

    Ich zeige hier ein Brief von Laufen nach Salzburg im Juli 1814. Der Brief war ein Kirchliche Dienstsache und war deswegen Portofrei. Salzburg war zwischen 1810 und 1816 ein Teil von Bayern und der Brief ist deswegen ein innenbayerischen Brief.
    Der Brief har ein Stempel R4. Laufen. Unter der Stempel befindet sich ein Strich und ein 10. Sind diese zwei Vermerke postalisch oder eher modern. Sieht für mich eher modern (Bleistift) aus, aber sicher bin ich nicht.
    Hoffentlich hat jemand ein Idee.

    Viele Grüsse
    Bayern-Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Dezember 2008 um 21:24
    • #164

    Hallo Nils,

    alles was du schreibst ist richtig, nur war es eine K. D. S., also eine Königliche Dienst Sache. Kirchliche Dienst Sachen gab es nicht. :oneien:

    Die 10 ist nicht postalischer Natur, denn, wie du richtig erkannt hast, es war ein innerbayerischer Dienstbrief, für den keine Gebühren anfielen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (10. Dezember 2008 um 21:25)

  • Bayern-Nils
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    • 10. Dezember 2008 um 21:45
    • #165

    Hallo Bayern Klassisch

    Danke für dein Antwort.
    Ich habe KS (Kirchensache) und KDS gemischt. Kirchensache war es wahrscheinlich auch, aber als königliche Dienstsache geschickt.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
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    • 13. Dezember 2008 um 07:10
    • #166

    Hallo Bayern-Nils,

    Briefe von Bayern in Orte, die vorübergehend bayerisch waren, sind immer interessant. Danke für das Zeigen Ihres Briefes von Laufen nach Salzburg.

    Ich möchte dazu eine kleine Auswahl von drei Briefen zeigen:

    Brief von Lindau nach Feldkirch vom 5.11.1809 als Königliche Dienst Sache, jedoch als Frankobrief mit 6 Kreuzer bar frankiert (war sicherlich eine Partei Sache).
    Königliche Dienst Sache von Erlangen nach Innsbruck vom 8.10.1811 und von Amberg nach Welsberg vom 26.8.1811.
    Feldkirch, Innsbruck und Welsberg waren von 1805 bis 1815 bayerisch.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    • 13. Dezember 2008 um 07:21
    • #167

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte einen Wertbrief (handschriftlich "mit 50 Gulden" vom Königlich Bayerischen Kreis - und Stadtgericht Amberg an das Königlich Bayerische Pfarramt in Pleystein vom 20. November 1819 zeigen, der wahrscheinlich aus Termingründen nicht mit der Post, sondern direkt mit Boten befördert wurde.

    Rechts oben steht:
    Dem Boten von Amberg bis Weiden 12 Kreuzer.
    von da bis Pleystein 3 Kreuzer. Gesamt: 15 Kreuzer.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. Dezember 2008 um 07:29
    • #168

    Lieber VorphilaBayern,

    der Brief nach Feldkirch von Lindau hätte eigentlich gar nichts kosten dürfen.

    Dass man dennoch 6 Kr. kassiert hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Eine frankierter KDS habe ich noch nie gesehen. Was es nicht alles von unserem wunderbaren Sammelgebiet gibt.

    Dagegen habe ich nur ein paar langweilige Briefe dieses Themenbereichs, die sich zu zeigen kaum lohnt.

    Tolles Stück und vielen Dank fürs zeigen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
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    • 13. Dezember 2008 um 08:08
    • #169

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für Ihre Kommentierung.

    Möchte noch ein Stück in die Gegenrichtung zeigen:

    Königliche Dienst Sache vom Königlich Bayerischen Pfarramt in Attersee an das Königlich Bayerische protestantische Decanat in München mit Aufgabestempel R.4.FRANKENMARKT.
    Attersee, bzw. Frankenmarkt waren von 1809 bis 1815 bayerisch.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    • 13. Dezember 2008 um 10:28
    • #170

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte noch einen Beleg zeigen:
    Postvorschuß (Nachnahme) Brief von Würzburg (Würzburger ZeitungsComtoir - Forderung von Inseratsgebühren) an das Innenministerium in Stuttgart vom 15. Februar 1812.
    Der Brief war im Großherzogtum Würzburg, in Bayern und in Württemberg portobefreit.
    Der Empfänger bezahlte die reinen Inseratsgebühren von 3 Gulden und 28 Kreuzer.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    • 21. Dezember 2008 um 08:35
    • #171

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief zeigen:
    Dienstbrief von Bayreuth (Fürstentum Bayreuth - Französische Reservierte Provinz Bayreuth) nach Ansbach (die Markgrafschaft Ansbach kam am 20.5.1806 zu Bayern) vom 10. Mai 1808.
    Innerhalb der "Französischen Reservierten Provinz Bayreuth" war der Brief portofrei. Im Königreich Bayern jedoch nicht. Der Empfänger bezahlte 44 Kreuzer Porto. Wahrscheinlich waren noch Akten dabei.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Dezember 2008 um 15:48
    • #172

    Lieber VorphilaBayern,

    man wird schwerlich etwas schöneres und höher taxiertes finden können zwischen diesen beiden Postgebieten. :P

    Gibt es Taxtabellen, aus denen das 44 Kr. Porto abgeleitet werden kann?

    Wo war die Landes- und Postgrenze zwischen diesen beiden Gebieten damals?
    Eventuell könnte man dann über die Anzahl der Meilen auf das sicherlich sehr hohe Gewicht hochrechnen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 21. Dezember 2008 um 19:54
    • #173

    Hallo Alle

    Ich habe hier ein Portobrief von Erlangen nach Burgfarrenbach. Die zwei Orte sind nicht weit von einander und Der Brief ist nicht schwer. Aber der Brief ist mit 10 Kreuzer Porto belegt. Ich kenne nicht die Taxsstufen von dieser Zeit, warum war der Brief so teuer?
    Also der Brief ist 12. Januar 1828 geschickt, aber schon 27. Dezember 1827 datiert.

    Der Brief ist an ein Patrimonialgericht geschrieben, Ist es unter 10 JDS geschrieben, also Juridische Dienstsache?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Dezember 2008 um 20:00
    • #174

    Hallo Nils,

    schönes Stück. Die unten links angegebene Versendungsart war

    jens. P. S., also jenseitige Partei - Sache.

    Damit exkulpierte sich der Absender, dass er nicht frankiert hatte und zeigte dem Empfänger, dass er das Porto zahlen sollte, denn dieser hatte zuvor bei ihm etwas angefragt. Diese 10 Kr. sind auch in dem Brief oben links nochmals notiert worden, weil man sie für die Abrechnung der Partei, also des Privaten, brauchte.

    10 Kr. für einen Brief in der 1. Entfernungsstufe bedeuteten, dass der Brief über 2 bis 2,5 Loth schwer war, somit 10,5 Kr. gekostet hat, die hier auf 10 Kr. abgerundet wurden.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 21. Dezember 2008 um 20:10
    • #175

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank für deine schnelle Antwort.

    Zitat: "Damit exkulpierte sich der Absender"

    Kannst du es mit andere Wörter sagen? :)

    Der Brief wie es Jetzt ist wiegt vielleicht 10 Gramm, also es fehlt eine menge Gram um 2 Loth zu machen. Sollte es nicht falls Beilagen da waren eine Bemerkung darüber stehen? Irgend ein Vermerk? Die Rückseite ist ganz Lehr.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Dezember 2008 um 20:30
    • #176

    Hallo Nils,

    sorry für meine altbayerische Ausdrucksweise ... :)

    Der Absender wollte damit andeuten, dass das Porto vom Empfänger zu tragen ist, weil dieser die Sache ins Leben gerufen hatte.

    Das Landgericht Erlangen war also zuvor von dem Patrimonialgerich Burgfarrnbach irgend etwas zu tun beauftragt worden, was man mit diesem Brief dann auch getan hat.

    Daher notierte man jenseitige Parteisache, um zu zeigen, dass Burgfarrnbach der Auftraggeber zu diesem Brief war und Burgfarrnbach auch gefälligst dafür zahlen sollte.

    Es gab keine Vorschrift, wonach bei schweren Briefen der Grund der Beschwerung hätte angegeben werden müssen. Manchmal stehen Vermerke wie Anlage oder Beilage vorne links unten auf dem Brief, manchmal, wie hier, aber nicht.

    Bei Bayern kann man nur über das Wissen um die Postgebühren sagen, wie schwer ein Brief war. Ursprünglich war dein Brief also zwischen 35,1 und 43,8g schwer. Wenn er jetzt nur noch 10g wiegt, ahnst du, was alles fehlen muss.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 21. Dezember 2008 um 20:34
    • #177

    hallo bayern klassisch

    Alles jetzt verstanden :)

    Besten Dank

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
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    • 28. Dezember 2008 um 20:08
    • #178

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte zwei gebührenfreie Dienstbriefe "mit Unterbund,
    bzw. mit Unterband" zeigen.

    Dienstbrief von der "churfürstlichen Local Commission Herrenchiemsee"
    mit Aufgabestempel WASSERBURG.R.4. an die churfürstliche Landes
    Direction von Baiern in München vom 15. Juni 1804.
    Links unten Vermerk "Mit Unterband" (es waren Akten, Urkunden
    oder Schriftstücke, die noch zum Brief gehörten). Insgesamt konnte
    das gesamte Gewicht bis 16 Loth betragen, um noch mit der Briefpost
    befördert zu werden.

    Dienstbrief vom "königl. bayer. Kron Fiscalamt Salzburg" -
    Dieses Amt bestand in Burghausen.
    Aufgabestempel "R.4.BURGHAUSEN" nach München
    vom 30. März 1814. Handschriftlich "Mit Unterbund".

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Bayern-Nils
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    • 30. Dezember 2008 um 13:13
    • #179

    Hallo Alle

    Ich habe Heute nur eine kleine Frage.
    Es st ein Brief von Landgericht in Tirschenreuth an der Magistrat der Stadt Neustadt ad W/? in 1832 geschrieben.

    Ich nehme an dass es Neustadt an der Weinstrasse gemeint ist, oder ist Weinstrasse eine spätere Nahme für Neustadt an der Haardt?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Dezember 2008 um 14:37
    • #180

    Hallo Nils,

    ein schöner Brief, der nach Neustadt an der Waldnaab ("W/N") lief.

    Das in der Rheinpfalz liegende Neustadt an der Weinstraße hieß, wie du richtig vermutet hast, Neustadt an der Haardt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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