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AD - Staaten - Dänemark

  • bayern klassisch
  • 13. August 2008 um 18:57
  • Michael D
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    • 19. September 2010 um 18:09
    • #341

    Hallo DKKW & Nordlicht,

    vielen Dank für eure Kommentare.
    Ich fand es erstaunlich, einen anscheinend dänisch-sprachigen UND einen holsteinischen Bahnpoststempel auf der Rückseite vorzufinden.
    War das ein Ausdruck der gewollten Unterscheidung bzw. distanzierung von Seiten der holsteinischen Behörden ?

    Die Zugverbindung über die Berliner Strecke war tatsächlich erstaunlich schnell: am 13.8. in Flensburg aufgegeben und am 14.8. abends zwischen 10 und 11 Uhr zugestellt!
    Ich vermute, dass die direkt nach Süden führenden Verbindungen schlechter an die ins preußische Rheinland führenden Strecken angebunden bzw. aufeinander abgestimmt waren, so dass sich hier der Umweg lohnte.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • DKKW
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    • 19. September 2010 um 18:43
    • #342

    Hallo Michael,

    nun, wie üblich bei Schleswig-Holstein ist die Angelegenheit etwas komplizierter. Natürlich sind diese beiden Stempel Ausdruck des Nationalitätenkonflikts, der wie der ganze unselige Nationalismus Europa für fast 150 Jahre in seinen Krallen hielt.

    Holstein konnte sich hier nicht abgrenzen, denn der Herzog der Holsteiner waren ebenso der dänische König wie er gleichzeitig Herzog der Schleswiger war. Das holsteiner Postwesen unterstand also auch der dänischen Post, da gab es keine Abgrenzung.

    Aber Nationalismus gab es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Dänemark. Und nationalistische Kreise in der dänischen Regierung hätten gar zu gern das freie Herzogtum Schleswig (das weder Teil des dänischen Königreiches noch des Deutschen Bundes war) dem Königreich einverleibt. Deshalb versuchte man Schleswig zu danisieren.

    Deshalb ist der Schleswiger Bahnpoststempel mit einer dänischen Inschrift versehen.

    In Holstein hingegen lebten kaum Menschen dänischer Kultur, ausserdem war das Herzogtum Holstein Teil des Deutschen Bundes, hier waren die Stempel mit deutschen Inschriften versehen.

    Beide Seiten (also deutsche und dänische Nationalisten) standen sich unversöhnlich gegenüber und die Menschen blieben, wie so häufig wen Ideologien im Spiel sind, auf der Strecke. Statt einem friedlichen Nebeneinander wollten die Deutschnationalen ganz Schleswig deutsch und die so genannten "Eiderdänen" ganz Slesvig dansk.

    Blödsinn so etwas und ich hoffe, wir Schleswig-Holsteiner haben seitdem dazugelernt, egal ob deutschsprachig oder dansksindet.

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (19. September 2010 um 18:44)

  • Michael D
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    • 19. September 2010 um 21:49
    • #343

    Hallo DKKW,

    danke für die ausführlichen Erläuterungen. :)
    Auch wenn wir heute so etwas hoffentlich nicht mehr erleben, veranschaulichen solche kleinen Details historische Begenbenheiten bzw. Befindlichkeiten und machen das eine oder andere im Nachhinein verständlicher.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • DKKW
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    • 20. September 2010 um 13:05
    • #344

    Hallo zusammen,

    ich komme nochmals auf den Brief aus Gotha via Hamburg nach Kopenhagen aus dem Jahr 1832 zurück.
    Im DPHS Forum habe ich folgende ergänzende Informationen erhalten:
    Es gab wohl Listen über Personen, die Portofreiheit genossen.
    Der Empfänger, Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen-Philipstal-Barchfeld war seit 1812 Ritter des Elefantenordens, wurde 1818 Regimentschef im Range eines Generalmajors und 1823 Kommandeur der berittenen Leibgarde. Schließlich 1831 bekam er eine Position die ich mit Diensthabender Chef des Landkadettenkorps übersetzen würde (ohne Obligo :D).
    Dies müsste nach Aussage von Morten absolut ausreichend für Portofreiheit gewesen sein, auch wenn er auf die Schnelle den Namen nicht in den ihm zur Verfügung stehenden Portofreiheitslisten gefunden hat.

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (20. September 2010 um 13:06)

  • DKKW
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    • 20. September 2010 um 22:44
    • #345

    Hallo zusammen,

    heute habe ich wieder einmal einen Brief mit dessen Hilfe sich die historischen Zusammenhänge seiner Zeit gut erklären lassen. Ich liebe solche Belege, aber damit kein falscher Eindruck entsteht, ich bin nicht Lehrer von Beruf.

    Der Brief datiert vom 3. Oktober 1864. Eigentlich war der deutsch-dänische Krieg gelaufen, preußische und österreichische Truppen hatten ganz Jütland sowie die Insel Alsen besetzt. Es herrschte Waffenstillstand und in Wien hatten die Diplomaten die Niederlage der Dänen bereits in Paragraphen gegossen. Unterschrieben wurde der endgültige Friedensvertrag allerdings erst am 30.10.1864.

    Der Brief ist Geschäftskorrespondenz, man möchte meinen, die einfachen Bürger betrachteten zu der Zeit immer noch Krieg als Zeitvertreib der Monarchen. Kein Grund wegen solcher Ereignisse seine Geschäftsbeziehungen aufzugeben.
    Die direkte Fährverbindung Kopenhagen - Stettin war natürlich eingestellt. Die direkte Postverbindung wurde erst im Juni 1865 wieder aufgenommen. Lübeck war aber im 1864er Krieg neutral geblieben und so wurde aller Postverkehr über die Hansestadt an der Ostsee abgewickelt.
    Die blaue 3 sind sicherlich 3 Silbergroschen, die roten 22 (Skilling)entsprechen dem dänischen Porto für Post vom 3. deutschen in den 2. dänischen Rayon. In Friedenszeiten mit direkter Dampferverbindung lag Stettin im 2. deutschen Rayon von Lübeck aus betrachtet aber im 3. deutschen Rayon. So interpretiere ich jedenfalls Route und Taxe.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • senziger
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    • 10. Oktober 2010 um 17:14
    • #346

    Hallo,

    hier ein Brief den ich gestern auf der Berliner Messe für wenig Geld kaufen konnte.

    Ein Portobrief nach Stockholm, geschrieben am 25.11.1861 in London, forwarded nach Hamburg und dort dem Dänischen Postamt übergeben.

    Der Empfänger in Stockholm hatte 45 Öre zu bezahlen.

    Warum kam der Brief nicht auf das Schwedische Postamt?

    Gruß

    senziger

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Oktober 2010 um 17:18
    • #347

    Hallo senziger,

    war die Winterversendung nach Schweden und Norwegen nicht immer über Dänemark zu leiten?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • senziger
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    • 10. Oktober 2010 um 17:22
    • #348

    Hallo bayern klassisch,

    danke für die schnelle Antwort, das mit den Wintersendungen war mir unbekannt.

    Gruß

    senziger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Oktober 2010 um 17:28
    • #349

    Hallo senziger,

    wenn die Ostsee zugefroren war oder dies zu tun drohte (Nov. bis März), leitete man über das dänische Festland.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch, wo nicht einmal der Bodensee mehr zufriert ... :D

  • DKKW
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    • 10. Oktober 2010 um 18:36
    • #350

    Hallo bayern klassisch und senziger,

    @ bayern klassisch
    Der Postverkehr über die Ostsee wurde wegen Eisgang jedes Jahr im Laufe des Novembers bis zum Frühjahr eingestellt. Damit bin ich einverstanden, das kann man auch in den einschlägigen Vorschriften nachlesen. Aber das schwedischen Postamt hat den Postbetrieb trotzdem aufrecht erhalten und die Post im geschlossenen Transit durch Dänemark nach Schweden gebracht. Deshalb kostete der Brief auch "nur" 45 Öre, so wie ein Sommerbrief. Ich vermute dass ein Brief, der unfrankiert mit der dänischen Post nach Schweden gelaufen wäre deutlich teurer gewesen wäre die hier angegebenen 45 Öre.
    senziger
    Sind auf der Briefrückseite keine weiteren Vermerke? Es ist in Hamburg ja nicht soo selten vorgekommen, das Postsendungen beim falschen Postamt landeten und dann dem zuständigen Postamt übergeben wurden.

    Darüber hinaus: Auch dieser Brief stammt wieder aus der Kroplien-Korrespondenz.

    Viele Grüße
    DKKW

  • senziger
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    • 10. Oktober 2010 um 18:50
    • #351

    Hallo DKKW,

    siegelseitg ist nichts außer ein Siegelrest, sonst hätte ich es gezeigt. Der Brief ist komplett mit Inhalt, es fehlt nichts.

    Gruß

    senziger

  • DKKW
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    • 10. Oktober 2010 um 20:40
    • #352

    Hallo senziger,

    ich habe mal die Postverträge zwischen Dänemark und Schweden auf der Altbriefsammler-homepage durchgesehen. Sieht so aus, als wenn ich mit meiner Vermutung falschlag, dass die Briefe durch Dänemark im geschlossenen Transit liefen. Wenn ich die schwedischen Texte richtig verstanden habe (ich kann zwar etwas dänisch, aber kein schwedisch) dann wurden die Briefe mit Portoteilung durch DK geleitet. Es gab aber Sammelkartierung, vermutlich sieht man deshalb nichts auf dem Brief. Danach wäre es eigentlich egal gewesen ob der Brief im dänischen oder schwedischen Postamt abgegeben wurde, der Postweg und das Porto war gleich.
    Ganz viele Vermutungen, aber vielleicht liest ja einer der dänischen Teilnehmer diese Beiträge und kann helfen.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 11. Oktober 2010 um 22:50
    • #353

    Hallo senziger,

    habe heute im Klub das scan einem Kollegen gezeigt, der im Gegensatz zu mir eine bedeutende Hamburg-Sammlung sein eigen nennt.
    Er hat so einen Brief vom dänischen Postamt nach Schweden ohne Postamtwechsel auch noch nicht gesehen. Ein Winterporto gab es seiner Meinung nicht (im Gegensatz zu DK-Norwegen, wo Post im Winter via Schweden statt mit dem Dampfer zu höherem Porto befördert wurde).

    Es soll übrigens neben dem angekündigten Buch zur schwedischen Post in Norddeutschland von Diederichs, dass demnächst erscheinen wird noch ein Buch zum schwedischen Postamt in Hamburg von einem anderen Autor in Vorbereitung sein.

    Ich würde, Deine Erlaubnis vorausgesetzt, diesen Brief gerne bei DPHS einstellen in der Hoffnung, dass ein dänischer Vorphilasammler eine gute Erklärung für den Brief hat. Da wir beide eine Verfälschung des Briefes ausschließen, hast Du, denken wir, mit diesem Brief einen absoluten Glücksgriff getan.

    Viele Grüße
    DKKW

  • senziger
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    • 12. Oktober 2010 um 18:01
    • #354

    Hallo DKKW,

    vielen Dank für deine Bemühungen, du kannst den Brief gerne zeigen. Ich habe ihn noch einmal auseinandergefaltet gescant, so dass man alles sieht. Wenn noch andere scans gewünscht sind sag einfach Bescheid.

    Wäre ja schön wenn es etwas Besonderes ist, aber bei einem Preis von 3€ konnte man ja so oder so nichts verkehrt machen.

    Gruß

    senziger

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  • DKKW
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    • 12. Oktober 2010 um 20:49
    • #355

    Hallo senziger,

    meine Anfrage ist im Forum der DPHS eingestellt ():


    Ich denke nach wie vor, man Dich zu Deinem Fund beglückwünschen. Mal sehen was die dänischen Freunde sagen. Ich hoffe auf eine Reaktion von E. Berger.

    Viele Grüße
    DKKW

  • senziger
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    • 22. Oktober 2010 um 19:40
    • #356

    Hallo,

    hier ein Franko-Brief vom dänischen Postamt vom 23.9.1855 .

    "An eine hochlöbliche köngl. ? ? ? bey Schleswig".

    Der Absender zahlte 2 ?Sgr, ?Sch.

    Gruß

    senziger

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  • Michael D
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    • 22. Oktober 2010 um 20:05
    • #357

    Hallo senziger,

    schon mal der Text:

    ... königl. Direction der Irrenanstalt ...

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • DKKW
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    • 22. Oktober 2010 um 20:42
    • #358

    Hallo senziger,

    der Interpretation der Empfängeradresse von Michael D ist nichts hinzuzufügen. Die Empfängeradresse "Irrenanstalt Schleswig" oder bey Schleswig ist häufig. Da ist wohl mal ein ganzes Archiv auf den Markt gekommen.

    Das Porto sind 2 Sch. Crt = 6 Sch. dänisch und damit das Inlandsporto für einen unfrankierten Brief.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 22. Oktober 2010 um 20:54
    • #359

    Hallo zusammen,

    hier etwas ähnliches. Ein (innerdänischer) Paketbegleitbrief aus Elmshorn in Holstein an "Die königliche Direktion der Irrenanstalt bei Schleswig" Hierbei ein Paket gemerkt IA
    Frei (Rötel) 9 (Sch. Crt.)

    Sogar mit Portoberechnung, die ich aber noch nicht aufdröseln kann.
    Antiquastempel Elmshorn 3.7. Uhrzeit nicht eingefügt. Leider nur Briefhülle ohne Hinweis auf das Verwendungsjahr. Rückseitig Siegel: "Elmshorner Armencollegium"

    Viele Grüße
    DKKW

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  • Magdeburger
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    5. Februar 1961 (65)
    • 23. Oktober 2010 um 07:05
    • #360

    Hallo DKKW

    ein wenig kann ich Dir vielleicht helfen. Das Paket wog 5 Pfund 4 Loth, der Brief 1 Loth.
    Allgemein wurden die Briefe kostenlos mitbefördert, es sein denn, er wog mehr als ein einfache schwerer Brief. Dafür wurde meist der Mindestfahrposttarif zu grunde gelegt.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

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