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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Die Briefmarke, ein Auslaufmodell?

  • Newsbot
  • 10. Mai 2008 um 09:57
  • Newsbot
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    647
    • 10. Mai 2008 um 09:57
    • #1

    Die Krise des Massenhobbys Briefmarkensammeln ist das große Thema auf der „Internationalen Briefmarkenausstellung“ und der „Nationalen Postwertzeichen-Ausstellung" in Essen.

    Seit die Zahl der Sammler, die den vollen Preis für Marken zahlen, aber zur Freude der Post keine Beförderungsleistung in Anspruch nehmen, rückläufig ist, bockt der Goldesel der Post. Selbst für Dieter Hartig, Präsident des Bundes deutscher Philatelisten in Bonn, ist der Mitgliederschwund „Anlass zur Sorge". Von einst 70 000 Mitgliedern sind nur noch 55 000 übrig.


    weiterlesen >>

  • Saguarojo
    Gast
    • 11. Mai 2008 um 06:21
    • #2

    Das sind die Zeichen der Zeit. Ich befürchte, dass das erst der Anfang ist. Die Lebenshaltungskosten sind erheblich gestiegen und werden noch weiter anwachsen. Da tritt bei vielen das Sammeln von Briefmarken etwas ond ganz in den Hintergrund. Hinzu kommt, dass die meisten Jugendlichen andere Interessen haben. Allein der geringer gewordenen Beförderungsleistung der Post ist das nicht zuzuschreiben.

  • CHDDK
    Gast
    • 11. Mai 2008 um 10:33
    • #3

    ... wird von vielen beschworen, und das nicht erst seit gestern!
    Unbestreitbar gibt es einen Wandel in der Philatelie: "Alte Hasen" werden weniger, der Nachwuchs ist nicht gerade "im Anmarsch". Aber auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen gibt es Probleme mit dem Nachwuchs: Bei den Parteien, in der Montanindustrie, den Numismatikern... Jedes gesellschaftliche Phänomen erreicht irgendwann ihren ganz spezifischen Höhepunkt: In der Philatelie sehe ich diesen mitten im kalten Krieg der 1960er und 1970er Jahre. Beispielsweise propagierte die damalige DDR-Regierung das Sammeln von Postwertzeichen als eine von vielen Freizeitmöglichkeiten des "kleinen Mannes". Die Briefmarkenkunde war eine Art Volkssport, nicht nur im Osten.
    Jedem Höhepunkt folgt zwangsläufig eine "Phase des Abstiegs", bei der die Betroffenen eine Krisenstimmung diagnostizieren. Es ist gut, sich über seine Lage bewusst zu sein, Weltuntergangsprophezeiungen halte ich jedoch für völlig kontraproduktiv.
    Das abnehmende Interesse an unserem Hobby liegt, so denke ich, vor allem an unserem verstaubten Image. Aber nicht nur: Ein Überangebot an Freizeitgestaltung (in der postmodernen Dienstleistungsgesellschaft hat sich ja eine ganze "Freizeitindustrie" entwickelt) macht das Briefmarkensammeln zu einer Nische, und genau das bekommen wir jetzt zu spüren. Um nochmal auf das verstaubte Image zurückzukommen: Ein Image zu wandeln, ist nicht leicht, es braucht dazu vor allem "Überzeugungstäter". Was aber sollen die tun? Meiner Ansicht nach muss Philatelie dazu zunächst bunt und kreativ sein: Ein Kind vor einem Haufen bunter Marken mit Tieren, Eisenbahnen, Autos usw. wird sich in den meisten Fällen bestimmt nicht sofort davon abwenden, wenn es dabei ein bisschen angeleitet und animiert wird (Kinder sammlen ja auch wie verrückt irgendwelche Basketball- oder Pokemonkarten...) Und das Tolle ist: wir als Philatelisten können viel mehr dazu erzählen, als die Sammler von Abziehbildern: Der Globus zeigt die Länder, aus denen die vielen bunten Marken herkommen, das Kind kann sogar einen ersten Brief an die Oma schreiben, auf dem bspw. eine selbst ausgesuchte Briefmarke klebt, vielleicht gibt es schon gleichaltrige Tauschpartner... und und und...
    Erst später, wenn ein Kind über mehrere Jahre das Sammeln beibehalten hat, ist es sinnvoll, andere Möglichkeiten der Philatelie zu eröffnen: das Benutzen einer Pinzette und eines Kataloges, die Ordnung der Sammlung nach Ländern oder Motiven usw.
    Was Philatelieneulinge nicht gebrauchen können: Strenge Vorschriften im Ungang mit Marken sowie das Abschrecken durch teure und zunächst (aus der Perspektive des Anfängers) zumeist auch langweiligen Marken (jedes Kind würde nach der bunten Marke mit dem Vogelmotiv aus Nicaragua greifen, und nicht nach dem danebenliegenden Sachsendreier ;)). Der materielle Aspekt steht meines Erachtens zunächst völlig im Hintergrund; ich weiss, dass dieser Aspekt im Forum bereits sehr kontrovers diskutiert wurde. Aber: wie soll ein Kind von sechs bis zehn Jahren einen materiellen Wert begreifen, wenn es den Umgang mit Geld noch gar nicht erlernt hat (mit Umgang ist nicht nur das bloße Ausgeben gemeint). Erst viel später, vielleicht mit dem Erwachsenwerden, kommt auch die materielle Wertschätzung hinzu, welche die ideelle jedoch nie vollständig ersetzen sollte, denn dann verliert unser Hobby seine Farbe.
    Das ist doch das eigentlich Reizvolle an der Philatelie: Sie ist vielfältige Zeitgeschichte und ein Spiegel der Gesellschaft anhand von Originaldokumenten, zudem aber auch Zeugnis der Kommunikation zwischen Individuen. Welches andere Hobby, das zudem prinzipiell für jeden erschwinglich ist, bietet so etwas? Dieses Potential muss für die kommende Generation ausgeschöpft werden, Jugendarbeit ist unverzichtbar.
    Ich sammele seit 20 Jahren und möchte jetzt, mit 26, Verantwortung für die nächste Generation übernehmen: Nach meinem Studium werde ich aktiv versuchen, Kinder bei ihrer Sammelleidenschaft zu unterstützen. Ob in einer Schul-AG, einem Verein o.a. wird sich zeigen.
    Es gibt immer zwei Perspektiven auf das Wasserglas: entweder es ist halb leer oder halb voll. Wenn ich auf unser Glas schaue, sehe ich es halb voll.

    In diesem Sinne viele Grüße von
    Harald

  • Daniel
    aktives Mitglied
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    2. Dezember 1968 (57)
    • 11. Mai 2008 um 10:50
    • #4

    Hallo zusammen,

    dass die Mitgliederzahlen in einem Verband rückläufig sind, ist kein Wunder. Im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierung ist allgemein eine Abkehr von traditionellen Verbänden zu verzeichen. Man möge sich nur die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften ansehen. Also würde ich zur Zeit von den sinkenden Mitgliederzahlen in einem Verband nicht auf das sinkende Interesse an einem Thema schließen.

    Dann denke ich, dass das Sammeln von Briefmarken nicht sehr trendig ist: es bewegt sich nichts (wie z. Bsp. auf Computerbildschirmen) und es ist nicht gesund und aktiv (wie Inliner, Joggen usw.). Es gilt eben ein wenig als dröge, Briefmarken zu sammeln. Und wer will das heute schon sein.
    Ich kann da nur sagen: was man selbst aus einem schnöden Michel-Katalog über Geschichte lernt, ist schon erstaunlich.

    Und als letztes: vor kurzem hab ich einem Freund erzählt, dass ich wieder angefangen habe, Briefmarken zu sammeln. Und was war seine Antwort? "Echt, das ist doch nur was für Kinder/Jugendliche oder Opas" Da sieht man mal, was die Leute so denken.

    Bei mir war es auch so, dass ich gesammelt habe, bis ich so 15/16 war, und jetzt vor kurzem mit Mitte/Ende 30 hab ich wieder angefangen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, wie oft ich mir in letzter Zeit schon in den Hintern gebissen habe, dass ich damals meine ganze Sammlung verkauft habe. Da waren sogar ein paar Helgoland-Marken dabei, soweit ich mich erinnern kann!

    Die Briefmarke, ein Auslaufmodell?

    Da bin ich in meiner Meinung etwas gespalten. Zwei Strömungen gibt es nach meiner Ansicht:

    1. Auf Briefen gibt es immer weniger Marken. Die Poststelle in meiner Firma hebt mir immer die Briefmarken auf. Bei ca. 100-200 Briefen am Tag sind es aber nicht mehr als 5 Marken pro Tag. Sonst nur Freistempler.

    2. Durch den Boom des Internets gibt es eine starke Umsatzverlagerung. Klassische Einkaufsmöglichkeiten in den Innenstädten werden immer mehr vom Einkauf im Internet verdrängt. Und dadurch werden die Waren immer mehr verschickt, wo die Leute früher die Ware im Laden selbst geholt haben.

    Wohin da die Reise geht, das weiß ich auch nicht, aber ich bin gespannt.


    Grüße
    Daniel

    Meine Fehllisten: http://www.daniel-kupfer.de/briefmarken.html

    Einmal editiert, zuletzt von Daniel (11. Mai 2008 um 11:00)

  • concordus
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    4. Mai 1962 (63)
    • 13. Mai 2008 um 16:56
    • #5

    [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/58/1207769771.gif]Hi Daniel & CHDDK

    Sehr gute Gedanken zum Thema Philatelie und Ihre Zukunft. Ehrlich geschrieben und scharf überlegt.
    Ich mache mir auch immer wieder Überlegungen wie man junge Menschen für die Philatelie begeistern könnte. Die Aérophilatelie ist sehr faszinierend und interessant, weil ja die Aviatik auch eine Rolle spielt. Die Concorde Philatelie zum Beispiel ist farbig und auffallend, was die Gestaltung der Belege anbelangt. Interessiert niemand......Du kannst machen was Du willst, es interessiert die jungen Menschen einfach nicht.
    Ich habe am Tag der Aérophilatelie ausgestellt. Es kamen leider fast keine fremden Leute. Also nur Aérophilatelisten.

    90% introvertierte [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/58/1207769887.gif] Typen mit soviel Lebensfreude wie Fluglärmgegner oder Betreibungsbeamte. War wirklich ein Trauerspiel......Wie soll man junge Menschen von einer Faszination überzeugen, wenn man das Lachen und die Lebensfreude verlernt hat ?

    Hart aber wahr, die beiden Postings treffen leider den Nagel auf den Kopf.
    Ich gebe der Philatelie nicht viel Hoffnung. Oder wie es so schön bei Euch in Deutschland heisst „locker durch die Hose atmen“, denn das Licht am Ende des Tunnels kann ja auch das Licht eines Schnellzuges sein.

    Mit fliegerischen Grüssen Thomas :concorde:

    [Blockierte Grafik: http://concorde.philadb.com/concordebanner.jpg]

    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
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    • 13. Mai 2008 um 17:21
    • #6

    Hi @ll!

    Zu dem Thema möchte ich mich auch noch äußern:

    Stichpunkt Jugendliche: Bei der von mir durchgeführten Umfrage kam das philaforumbekannte Zitat "Briefmarken machen keinen Trampelschaden" heraus.

    --> ergo: Jugendliche sammeln die Pokemonkarten usw. nicht nur wegen den Bildern sondern auch wegen dem Spielen (mit den Karten kann man gegeneinander spielen)

    Darüber hinaus würde ich dem Rückgang Mitgliederzahlen vom BPP nicht so viel Aussagekraft zugestehen... ich möchte nänmlich nicht wissen, wieviele Personen durch die Bleisulfidgeschichte aus dem BPP ausgetreten sind... das dürften so einige sein.

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

    [Blockierte Grafik: http://www.philadb.com/animal-behavio…nstampcount.png]

    [Blockierte Grafik: http://www.philadb.com/banner/banner300x20.gif]
    [Blockierte Grafik: http://animal-behaviour.philadb.com/werbung/werbung.gif]

  • wolleauslauf
    Gast
    • 13. Mai 2008 um 17:23
    • #7

    Hallo Thomas,

    die Lichter am Ende des Tunnels müssen nicht immer vom Zug kommen.
    Das könnten ja auch die "Angstaugen" der Schafe sein, die in diesem Tunnel sich aufhalten.
    Ich tippe eher auf Landelichter einer Maschine mit Luftpostbelegen für Sammler :D

    Zum Thema der Vorredner ist nicht mehr viel hinzuzufügen.
    Traurig aber wahr, wir geben aber trotzdem nicht auf, oder ? :bier:

    Sammlergrüße von Wolle

  • Bernd HL
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    • 13. Mai 2008 um 20:26
    • #8

    @ concordus

    Sag mal, was sind denn "Betreibungsbeamte"? Den Ausdruck habe ich ja noch nie gehört.

    Und andererseits: Wieso sollen Beamte keine Lebensfreude haben? Ich kenne einige Beamte, die Briefmarken sammeln und daran richtig Freude haben.

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • Mathias2007
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    • 13. Mai 2008 um 22:09
    • #9
    Zitat

    Original von Bernd HL
    Und andererseits: Wieso sollen Beamte keine Lebensfreude haben? Ich kenne einige Beamte, die Briefmarken sammeln und daran richtig Freude haben.

    Ich kenne einige Beamte, bei denen ist das Briefmarkensammeln die einzigste noch verbliebende Freude im Beamtenleben. Würde die nicht sammeln, wäre die längst reif für das Sanatorium.

    Suche: Belgisch-Kongo / Belgien 1945 - 2001 / Belgien Freimarken "Vögel"

  • wolleauslauf
    Gast
    • 13. Mai 2008 um 22:52
    • #10

    Hallo Forumsfreunde,

    bitte keinen neuen "Streitthread" über Berufsstände :D

    Über Beamte kann jeder denken wie er will, ebenso wie diese über uns Philatelisten ;)
    Es gibt immer und überall solche und solche. Eine öffentliche Berwertung steht mir nicht zu, eine persönliche Meinung schon.

    Briefmarken sammeln sollen ALLE ( da will ich Beamte garantiert nicht ausschließen, sonst hätte ich die Sammlung meines Vaters nicht geerbt und der hat zu dieser Zeit garantiert nicht während seines Dienstes gesammelt, sondern es sich sprichwörtlich vom Maul abgespart ! )

    Gute Nacht und Sammlergrüße von
    Wolle

    Einmal editiert, zuletzt von wolleauslauf (13. Mai 2008 um 22:53)

  • Richard Ebert
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    • 13. Mai 2008 um 23:03
    • #11

    Hallo Bernd,

    Betreibungsbeamte würde ich etwa mit Gerichtsvollzieher in der Schweiz umschreiben.

    -- aus dem Web --

    Wenn der Betreibungsbeamte zweimal klingelt

    Was tun, wenn man seine Schulden nicht bezahlen kann? Und was, wenn man selbst Schulden einfordern will? Wir fragen einen Betreibungsbeamten und geben ein Einmaleins des Geldeintreibens.

    Wer seine vertragliche Verpflichtung erfüllt, erwartet, dass der Vertragspartner dasselbe tut. Dementsprechend gross ist der Ärger, wenn fällige Rechnungen nicht bezahlt werden. Aber nicht immer ist die Betreibung der richtige Weg. «Beobachter»-Experte Michael Krampf gibt Rat, wie man trotzdem zu seinem Geld kommt..

    ---

    Schöne Grüsse, Richard

  • Philactica
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    • 13. Mai 2008 um 23:26
    • #12

    Hallo zusammen,

    Werden 'Betreibungsbeamte' nicht mal 'Vertreibungsbeamten' im Sinne Beruf zu hobby - egal welchen Amt man gerade in steht ?

    Erich

    'Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!' - JWvG :bier:
    Afrika, Motive und noch mehrr bei http://www.philactica.co.nz

  • concordus
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    • 14. Mai 2008 um 07:32
    • #13

    [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/58/1207769771.gif]Hi Bernd HL

    Betreibungsbeamte sind bei uns Leute die auf den Gemeinden arbeiten und sich mit Schuldner beschäftigen, die die Rechnungen nicht zahlen.
    Bekommt ein Gläubiger von seinem Schulder kein Geld, kann ich als Firma oder private Person bei der Gemeinde ein Gesuch einreichen für die Bezahlung des Schuldbetrages. Der Betreibungsbeamte versucht dann bei der betreffenden Person den Schuldbetrag einzutreiben.
    Zahlt diese Person nicht (zb. durch Rechtsvorschlag) wird der ganze Papierkrieg eingeleitet, der bis zur Betreibung des Schuldners führen kann.
    Bei uns in der Schweiz der einzige offiziellen Weg um Schulden einzufordern.

    ;) Habe natürlich nichts gegen Staatsbeamte, war selber mal Staatsbeamter. Habe eine zeitlang als Lokomotivführer bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gearbeitet.

    War natürlich nicht so ernst gemeint mit den Fluglärmgegner und den Betreibungsbeamten.


    Mit fliegerischen Grüssen Thomas :concorde:

    [Blockierte Grafik: http://concorde.philadb.com/concordebanner.jpg]

    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

    2 Mal editiert, zuletzt von concordus (14. Mai 2008 um 09:25)

  • Bernd HL
    Stamm Mitglied
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    • 14. Mai 2008 um 08:45
    • #14

    Danke Euch für die Aufklärung! Mir war aus hiesigem Amtsdeutsch der Begriff noch nicht untergekommen, daher die Frage.

    @ wolleauslauf

    Es war auch nicht meine Absicht, hier einen neuen "Streitthread" über Berufsstände zu eröffnen ;) Ich bin immer freundlich gegenüber allen Beamten und habe auch nichts gegen sie.

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • wolleauslauf
    Gast
    • 14. Mai 2008 um 12:01
    • #15

    Hallo Bernd,

    das hätte ich auch von Dir nicht erwartet. ;)

    Aber Du siehst wieder einmal wie die Schweizer und Österreicher an ihren alten Titeln hängen. ;)
    Frau Bäckermeisterpensionswitwenrentenempfängerin Guggenhofer ;)

    Thomas: In Deutschland sagt man so ungefähr wie : Gerichtsvollzieher :D
    Dieser Titel ist aber auch nicht schöner beschrieben, vor allen interessiert es einen säumigen Zahler wohl kaum wer kommt. Ein GV, oder ein Betreibungsbeamter :D

    Grüße in die Schweiz

    von Wolle

    Einmal editiert, zuletzt von wolleauslauf (14. Mai 2008 um 12:02)

  • Rabaul
    erfahrenes Mitglied
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    619
    • 14. Mai 2008 um 12:15
    • #16

    Als die Automatenmarken aufkamen hieß es schon: Völlige Automatisierung kommt - - Ende der herkömmlichen Briefmarke!
    Dann kam die elektronische Nachrichtenübermittlung per Computer: Ende des Briefversandes - Ende der Briefmarke.

    Über die roten Freistempler ärgerten sich schon die Sammler in den zwanziger Jahren; die "Gebühr bezahlt" - Eindrucke schafften auch seit den 50er Jahren keine Sammelfreude.

    Das Thema ist:"Die Briefmarke, ein Auslaufmodell?"

    Welche Postverwaltung könnte sich das leisten?
    Wir wären doch schon froh, wenn die unnötigen sperrigen Blocks und Kleinbogen verschwinden würden!!

    Mit den unerwünschten Ausgaben, die zudem in's Geld gehen, vermiest doch jede Postverwaltung den Sammlern die Freude!
    Wen will manche Postverwaltung noch als Sammler gewinnen, wenn dieser für die Neuheiten oftmals mehr anlegen muß, als sein Jahresurlaub in Spanien kostet ?

    Die "Rendite" kommt dann bei eBay mit unverkauften 1-Euro-Losen!!

    Aber zurück zum Thema, zur Briefmarke:
    Es gibt Postverwaltungen, die Marken eigens für Philatelisten auflegen, die nur an Sammlerschaltern verkauft und gestempelt werden und die nur einen "Bedarfsbrief" sehen, wenn ihn ein Sammler mit diesen Marken (& Blöcken) tapeziert hat.

    Sollte sich der Titel "Auslaufmodell" auf die schrumpfende Sammlerzahl beziehen, so gebe ich nicht nur dem Computer und TV die Schuld, sondern den Postverwaltungen selbst, die mit ungezügelter Ausgabepolitik alles kaputt machen.

    ...und letztlich: Wer so viele Marken kauft, daß er seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, riskiert einen Besuch des Deurwaarders (niederländisch), der dann die Auslaufmodelle mitnimmt.

    Mit freundlichen Sammlergrüßen,
    Rabaul

    http://www.the-papuan-villager.de

    2 Mal editiert, zuletzt von Rabaul (14. Mai 2008 um 14:17)

  • concordus
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    • 14. Mai 2008 um 13:59
    • #17

    Zitat:
    Thomas: In Deutschland sagt man so ungefähr wie : Gerichtsvollzieher
    Dieser Titel ist aber auch nicht schöner beschrieben, vor allen interessiert es einen säumigen Zahler wohl kaum wer kommt. Ein GV, oder ein Betreibungsbeamter

    Da gebe ich Dir :jaok: voll und ganz recht.
    Die Euphorie dürfte sich im überblickbaren Rahmen abspielen, bei einer Visite eines Betreibungsbeamter.

    Also....für mich :( wäre das kein Job.

    Mit fliegerischen Grüssen Thomas :concorde:

    [Blockierte Grafik: http://concorde.philadb.com/concordebanner.jpg]

    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

  • wolleauslauf
    Gast
    • 14. Mai 2008 um 20:44
    • #18

    Hallo Thomas,

    der Job wäre auch nichts für mich, da muss man dazu geboren sein :D ;)

    Den "echten" Bescheißern", egal welchen Staates , oder Deliktes, sollte man fürchterlich auf die Finger klopfen.

    Ich könnte aber nie im Leben eiem Sammler seine Heiligtümer wegnehmen, weil der Staat sagt, daß diese einen "Geltwerten " Besitz anzeigen.

    ( Außer es wäre eine Sammlung im 5 stelligen Bereich und der Mann will sein Hartz IV Geld im Mercedes am Amt abholen )

    Ein Mann hat ein Leben lang gearbeitet, sich seine Sammlung erarbeitet, bzw. sich vom Maul abgespart und ist in Notlage . Schicksal !
    Schicksal muß man akzeptieren, ein Lebenswerk zu zerstören normalerweise : NEIN
    Wenn ja, ab welchem Wert. Was ist Hobby, was ist geltwerter Vorteil ???? Ich möchte nie Betreibungsbeamter ( GV ) sein . ;)

    Kann ein Betreibungsbeamter eine "normale" Sammlung im unteren Bereich schätzen ?
    Haben die alle wirklich absolute Ahnung einer auch geringerwertigen Sammlung ? Damit meine ich auch unsere GV`s. ! Nicht nur den "Katalogwert minus aktueller Marktabzüge lt. aktuellem Amtsblatt/Verordnung vom ??? :D

    ( Ist nur eine Deutsche Fragen in die Schweiz ;)
    Mir jedenfalls tuen nur die Leute leid, die es wirklich unschuldig betrifft !!


    Ich bleibe aber trotz aller kritisierten Punkte gerne ein Philatelist. ;)
    Hoffentlich nennt ihr das in der Schweiz nicht "Gezackten Papierschnipselverwerter " ? ;)
    :bier:

    Viele Sammlergrüße von Wolle

  • Carolina Pegleg
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    30. September 1967 (58)
    • 15. Mai 2008 um 03:38
    • #19
    Zitat

    Original von Rabaul
    Über die roten Freistempler ärgerten sich schon die Sammler in den zwanziger Jahren

    . .. und ich raufe mir die Haare aus, von denen eine Querschnittssammlung zusammenzubekommen.

    Aber zum Thema, um mal eine kleine kontroverse oder alternative Sichtweise ins Spiel zu bringen:

    Wenn die Racker lieber Pokemon-Karten sammeln als Briefmarken, dann lass sie doch. Man kann niemanden zu seinem Glueck zwingen. Ist es wirklich effektiv sein Produkt ausschliesslich da anzubieten, wo die Wahrscheinlichkeit der Akkzeptanz am aller niedrigsten ist? Hier, wo die Nachwuchsproblematik genau so besteht, hat es teils recht erfolgreiche Neuwerbungen bei Erwachsenen, zumal den in Amerika sehr aktiven Aelteren und Senioren (wie immer man das definiert) gegeben. Diese haben haeufig mit Briefmarken mal waehrend ihrer jungen Jahren zu tun gehabt, sind also dem Hobby nicht vollkommen fremd, haben freies Einkommen und irgendwie mehr Zeit als ein 16jaehriger. Neustarter (mit 50), denen ich begegnet bin, zeigen soviel Enthusiasmus, da koennen sich 12jaehrige vor verstecken. Ausserdem: Einmal erfolgreich gekoedert, die bleiben dabei.

    Nur mal zum Nachdenken, ob man bei der Nachwuchsfoerderung wirklich immer vor dieselbe Wand laufen muss. Man kann dabei natuerlich das eine tun ohne das andere zu lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Carolina Pegleg (15. Mai 2008 um 04:45)

  • CHDDK
    Gast
    • 15. Mai 2008 um 15:46
    • #20

    Hallo Carolina Pegleg,

    Deine alternative Betrachtung des Nachwuchsproblems ist ein wertvoller Beitrag in dieser Diskussion und ich halte es natürlich für wichtig, die ältere Generation mit einzubeziehen, wenn es um Werbung für unser Hobby geht!
    Deine Einschätzung der Jüngsten unter dem Hinweis, dies sei die Gruppe, "wo die Wahrscheinlichkeit der Akzeptanz am aller niedrigsten ist", teile ich jedoch ganz und gar nicht. Das zu begründen, will ich versuchen: Kinder sind neugierig und offen für nahezu alles, was Ihnen Spass macht. Kinder sammeln irgendwann zwischen 3 und 12 garantiert einmal irgendwas: Lego, Spielkarten, Figuren, Puppen, Steine... warum nicht auch Briefmarken? Das ist doch zunächst (sic!) weniger eine Frage des Interesses, sondern vielmehr die Frage, auf welche Art und Weise ein Kind an ein Thema herangeführt wird. Wenn ich bspw. mit Kindern am Strand bin und dabei Geschichten über die Steine erzähle, die man dort so finden kann (Donnerkeile, versteinerte Abdrücke, Bernsteine usw.), dann werden die meisten Kinder bestimmt gespannt zuhören, vor allem, wenn sie so etwas dann auch noch finden und es mit nach Hause nehmen können (Erfolgserlebnis). Das soll bei Briefmarken, die ggf. aus fernen Ländern das Kind erreichen, nicht funktionieren? Bei einigen wird da bestimmt der Sammeltrieb aktiviert...
    Natürlich bin auch ich Realist und weiß, dass Briefmarken heutzutage nicht unbedingt das Erste sind, was Kindern bei einem völligen Überangebot an bunten Freizeitmöglichkeiten ins Auge springt. Deshalb müssen auch die Philatelisten, welche generell am Nachwuchs interessiert sein sollten, mal über ihren Tellerrand blicken. Dazu ein weiteres Beispiel: Die klassische Briefmarken-AG an der Schule ist heute sehr selten geworden. Viele Schüler sammeln aber trotzdem irgendwas, meistens jedoch keine Briefmarken. Darauf muss ich als Philatelist doch angemessen reagieren: natürlich macht es Sinn, sich nicht enttäuscht zurückzuziehen, sondern stattdessen anzubieten, eine Schul-AG "Sammeln" pädagogisch zu betreuen. Jeder Schüler kann mitmachen, egel was er/sie sammelt! Der verantwortliche Philatelist kann nun ganz gezielt und kreativ für die Briefmarkenkunde werben, ohne dabei die Interessen derjenigen Schüler/innen zu mißachten, die nicht auf das Thema Briefmarke anspringen. Jugendarbeit für Philatelisten heißt also auch: gelebter Respekt (nicht bloße Toleranz!) gegenüber denjenigen, welche ich mit meinen Hobby nicht (sofort) erreiche. Dazu muss ich mich als verantwortlicher Philatelist der oben genannten fiktiven Schul-AG "Sammeln" ggf. auch mit Pokemon-Karten auseinandersetzen, um von allen Schülern der AG verstanden und respektiert zu werden... Erst später, wenn man es evtl. geschafft hat, eine Handvoll Schüler über einen längeren Zeitraum für Briefmarken zu begeistern, macht es Sinn, andere Betreuungsformen in Betracht zu ziehen, z.B. indem die Jungphilatelisten auf eine überörtliche Gruppe aufmerksam gemacht werden.
    Gut, das waren jetzt vielleicht sehr viele und etwas ungeordnete Gedanken zum Thema Philatelienachwuchs. :rolleyes: Es fällt mir einfach schwer, pessimistisch auf die Jugend zu blicken, wenn auch vielleicht viele Umstände nicht mehr so sind, wie sie noch vor 20 oder 30 Jahren waren...

    Viele Grüße,
    Harald

    Einmal editiert, zuletzt von CHDDK (15. Mai 2008 um 16:00)

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