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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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  3. HornerJunge

Beiträge von HornerJunge

  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 17. November 2018 um 12:00
    Zitat von HornerJunge

    3. Wann wurde der Brief verschickt?

    Auch diese Frage lässt sich oft einfach, aber nicht immer beantworten.

    Das Datum und das Jahr sind manchmal Teil des Stempels, manchmal im Absender oder im Brief selbst erkennbar.

    Es gibt aber auch häufig die Fälle, dass leere Faltbriefhüllen oder Umschläge ohne Inhalt vorliegen, diese sind dann einfach nicht zu datieren. Alternativ kann der Nutzungszeitraum des Stempels herangezogen werden, wenn die richtige Literatur (z.B Feuser https://philabooks.com/pages/detail.a…9&Search=feuser) vorliegt.

    Jetzt wissen wir z.B. das der Beispielbrief am 31.08.1822 von Bremen nach London transportiert wurde und dort am 09.09.1822 ankam.

  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 17. November 2018 um 11:55
    Zitat von HornerJunge

    2. Wohin wurde der Brief gesandt?

    Auch das erkennt man meist auf einen Blick - der Empfänger-Ort steht schließlich auf der Vorderseite des Briefs.

    In diesem Beispiel London in England.

    Ist der Empfänger-Ort unleserlich, kann die Rückseite helfen. Auch in der Vorphilazeit wurden rückseitig oft Ankunftsstempel angebracht.

    Letzte Möglichkeit ist die Auswertung des Inhalts. Wenn man aber die Adresse schon nicht lesen kann, geht es mit Inhalt (wenn überhaupt vorhanden) meist gar nicht. In seltenen Fällen hilft auch die Kenntnis des Empfängers, hier das Bankhaus Huth in London. Dieses hätte auch ohne die Stadt zum richtigen Ergebnis geführt (https://en.wikipedia.org/wiki/Frederick_Huth_%26_Co)

    In meinem Beispiel hilft der rückseitige Stempel nur mit weiterem Fachwissen: FPO ("Foreign Post Office") gab es sicherlich nicht nur in London.

    Auch der 2. Punkt ist damit meist durchführbar.

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  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 17. November 2018 um 11:43
    Zitat von HornerJunge

    1. Wo wurde der Brief abgesandt?

    Wir fangen einfach an. Meist erkennt man bei Briefen aus dem 19. Jahrhundert den Absende-Ort an dem Poststempel. Ist dieser nicht vorhanden oder unleserlich, gibt der Inhalt manchmal Aufschluss.

    Entweder durch die damals schon übliche Zeile "Ort, Datum" oder durch die sehr häufig übliche Absenderangabe auf der Rückseite. Diese wurde meist im 90Grad-Winkel nach der Faltung auf den Brief platziert.

    Am Beispiel eines Briefes aus Bremen erkennt man beides.

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  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 17. November 2018 um 11:37

    Moin zusammen,

    vielen Dank für Eure vielfältigen und kompetenten Beiträge. Ich würde gerne zurückkommen auf die eigentliche Auswertung von Vorphila-Briefen und weniger auf die Übersetzung eingehen.

    Was ist so spannend an einem 150 oder 200 Jahre altem Brief?

    Aus meiner Sicht gibt es 6 Kriterien, die für jeden Brief ausgewertet werden können und die Postgeschichte seiner Zeit beschreibt:

    1. Wo wurde der Brief abgesandt?

    2. Wohin wurde der Brief gesandt?

    3. Wann wurde der Brief verschickt?

    4. Durch wen, also durch welche "Post-Organisation" wurde der Brief transportiert und auf welcher Route?

    5. Auf welche Art wurde er transportiert?

    6. Was hat es gekostet den Brief von A nach B zu befördern?

    Es geht mir an dieser Stelle weniger um den Inhalt, den Absender oder Empfänger, wobei diese natürlich auch sehr interessant sein können, sondern um die Post in dieser Zeit.

    Ich werde nachfolgend versuchen, auf die 6 Punkte einzugehen, die Probleme zu beschreiben und ein paar Beispiele zu geben.

    Ich freue mich auf Eure Meinungen und Beiträge.

  • Besonderheiten der Französischen Zone

    • HornerJunge
    • 16. November 2018 um 01:08
    Zitat von kartenhai

    Leider habe ich keine Abbildung von den Proben gefunden, der Katalog kann nur bestellt werden und ist im Internet nicht einsehbar. Auch den Startpreis konnte ich nirgends finden. Die Marken befinden sich inmitten eines weißen Blocks, vermutlich aus Büttenpapier.

    Schaut mal unter diesem Link - er sollte auf die richtige Unterseite der Gert-Müller-Auktion verweisen. Dort sind einige bebilderte Auktionen zu den genannten Besonderheiten zu finden.

    https://www.gert-mueller-auktion.de/de/suche/4470/…O-1320/seite/1/

    Ich hoffe, der Link funktioniert.

  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 16. November 2018 um 01:02

    Übrigens:

    Wer sich mit der Entzifferung altdeutscher Handschriften beschäftigen möchte, dem kann ich folgendes Buch empfehlen:

    Deutsche Schreibschrift von Harald Süß

    ISBN: 978-3426667538

  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 14. November 2018 um 21:26

    Der Brief stammt aus 1820. Der Weg von Altingen nach Tübingen beträgt rund 13 KM.

    Leider finde ich den Stempel nicht im Feuser-Vorphilatelie-Katalog. Ich gehe aber davon aus, dass der Brief mit der Thurn & Taxischen Post befördert wurde.

    Leider kann ich den Text auch nicht lesen, aber es könnte auch ein Lieferschein / Paketbegleitbrief sein. Mir erscheinen die 4 Kreuzer sehr hoch für einen einfachen Brief über wenige Meilen.

    Vielleicht kann jemand den Inhalt genauer entziffern, um für weitere Aufklärung zu sorgen?

  • Vorphila Brief-Hülle aus 1693

    • HornerJunge
    • 14. November 2018 um 12:59

    Schon sehr gut, ich probiere mein Glück weiter...

  • Bitte um Unterstützung beim Entziffern/Lesen einer Briefvorderseite Altdeutschland Hannover Aschendorff/Aschendorf

    • HornerJunge
    • 13. November 2018 um 20:44

    Unten links heißt es " frey (=frei) Münster", das Porto wurde also vom Einlieferer bei seinem Postamt für die gesamte Strecke vom Aschendorf nach Münster vorbezahlt.

    Das Porto betrug wohl "1", daher die Taxierung auf dem Briuef neben dem Stempel.

  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 13. November 2018 um 10:48

    Schade, keine Postgeschichtler oder Vorphilatelisten im Forum unterwegs?

    :rolleyes:

  • Vorphila Brief-Hülle aus 1693

    • HornerJunge
    • 13. November 2018 um 10:46

    Hallo,

    anliegende Brief-Hülle ohne Inhalt habe ich vor Jahren einmal erstanden. Sie stammt aus dem Jahr 1693 (!) und sollte mit der Stadt Stade in Niedersachsen in Verbindung stehen. Ein Vorbesitzer hat den Vermerk "...gröningen" angebracht.

    Das Wort "Gröhningen" ist auch auf der Rückseite zu sehen. Handelt es sich um die Stadt in Sachsen-Anhalt?

    Wer kann den Text entziffern und übersetzten?

    Ich würde mich über eure Hilfe sehr freuen.

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  • Albumseiten gesucht: UNO-Flaggenalbum

    • HornerJunge
    • 13. November 2018 um 10:32

    Hi,

    ich habe tatsächlich ein sehr gut erhaltenes Philswiss-Album mit 49 Folien (gerade gezählt:)) abzugeben.

    Es waren mal mehrere Alben mit Österreich-FDC's, daher auch das Wappen, ich habe alle anderen für verschiedene Zweck ge- und verbraucht.

    Wenn Du Interesse hast, sende mir doch bitte eine PN.

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  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 11. November 2018 um 13:04

    Mein erster Brief ist ein Brief aus der Zeit der französischen Besetzung in Bremen nach Norden vom 23. Februar 1811.

    Er ist gestempelt mit einem 3-zeiligen Stempel "R4 BREMEN 23 FEB 1811" des Bergischen Oberpostamts in Bremen, der ab 1811 vom französischen Oberpostamt weiterverwendet wurde (Knauer/Salm Nr. 58).

    Der Brief ist mehrfach taxiert: Oben links mit "1/4" (?) sowie mit "4" (durchgestrichen), 5 und 40.

    Der Brief ist in deutsch geschrieben, leider kann ich ihn nicht lesen.

    Wie wurde der Brief wohl transportiert? Was bedeuten die Taxen?

    Ich freue mich aus Diskussionsbeiträge.

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  • Auswertung von altdeutschen Vorphilabriefen

    • HornerJunge
    • 11. November 2018 um 12:52

    Halli Hallo,

    ich würde gerne die postgeschichtliche Abteilung Vorphilatelie im Forum beleben und diesen Threat eröffnen, um zusammen einzelne Vorphila-Briefe auszuwerten und zu diskutieren.

    In dieser Betrachtung würde ich Belege mit Stempeln sehen in der Zeit von Ende des 18. Jahrhunderts bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts. Es können sowohl Briefe innerhalb eines Postgebiets sein als auch Belege über Staats- oder Ländergrenzen / Transitpost.

    Dabei sollte auf folgende Fragen eingegangen werden: Auf welchem Weg ist der Brief gelaufen? Welche Postämter waren beteiligt? Welche/r Stempel wurden verwendet? Welche Taxierungen wurden vorgenommen und warum? Welche (Post-)Verträge lagen zugrunde? etc.

    Als Beispiel hänge ich dem Threat zwei Bilder an:

    Ein Brief aus Bremen nach Bordeaux aus 1814 mit einem seltenen Stempel sowie dem passenden Attest der Verbandsprüfers James van der Linden (leider nicht in meinem Besitz, Kopie aus dem Netz).

    In dieser Form stelle ich mir auch die Ergebnisse dieses Threats vor.

    Im zweiten Beitrag fange ich mal mit einem Beleg an.

    Ich freue mich über spannende Diskussion mit Gleichgesinnten:)

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  • Top 10 der wertvollsten modernen Briefmarken

    • HornerJunge
    • 10. November 2018 um 18:15
    Zitat von narnia2009

    zu doof dass es nahezu unmöglich ist eine Top-10 der billigsten Marken zusammenzutragen (dass hätte ich einige...) :P

    Ich finde den Kommentar super, angemessen und insbesondere lustig. Ein wenig mehr Spaß würde dem Forum guttun!

  • Briefmarken und Belege als Museums- oder Kunstobjekt

    • HornerJunge
    • 5. November 2018 um 18:09

    Sehr schöner Bericht - so wird aus Massenware Kunst - ich würde mir so ein Bild auch gerne ins Büro hängen.

  • Stempel BERLIN

    • HornerJunge
    • 4. November 2018 um 20:52

    Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Berlin-Marken später auch in Westdeutschen Postämtern verkauft wurden? Oder sehr viele auch über die Versandstelle für Sammlermarken?

  • Briefporto wird deutlich teurer!

    • HornerJunge
    • 4. November 2018 um 12:54

    Ja, alles klar.

    Meine Oma hat immer gesagt: "Du hast Recht und ich hab meine Ruhe."

  • Stempel BERLIN

    • HornerJunge
    • 4. November 2018 um 12:43

    Ich denke, dass Berlin-Marken mit Berlin-Stempeln nicht selten, sondern eher gesucht sind. Viele Sammler bevorzugen lesbare Berlin-Stempel.

  • Briefporto wird deutlich teurer!

    • HornerJunge
    • 4. November 2018 um 12:29

    Klar, aber in 2012 betrug das Porto 55 Cent und kleine Rechnung war schon richtig.

    Andersherum wäre es wohl genauso korrekt einen anderen Betrachtungszeitraum zu wählen, zB. 2002 mit 56 Cent zu 2019 mit voraussichtlich 80 Cent, also mehr als 40% in 17 Jahren. Hört sich aus Sicht der Post besser an.;)

    Dieser Threat entwickelt sich zum Zentrum der Spitzfindigkeiten 8)

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