Beiträge von Briefmarkentor
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Hallo massi,
falls du Lust hast, schau dir doch mal die folgenden Links an:
http://www.kleine-briefmarkenecke.de/Belege/Belege-OPD-Schwerin/1946
http://www.kleine-briefmarkenecke.de/Belege/Belege-OPD-Schwerin/1947
http://www.kleine-briefmarkenecke.de/Belege/Belege-OPD-Schwerin/1948
Diese Darstellung ist zwar aufgrund der geringen Anzahl von Belegen nicht repräsentativ, zeigt aber schon, was gängiges (sprich häufiges) Material ist.
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zu img0612:
Portorichtige Mischfrankatur auf einem Brief im Fernverkehr über 20 bis 250 g aus der Sowjetischen Besatzungszone in den amerikanischen Sektor Berlins ab Feldberg nach Kreuzberg. Der Briefumschlag scheint doppelt verwendet zu sein (positiv), der Zustand insgesamt lässt aber zu wünschen übrig (negativ).
Allerdings ist der Absender aus philatelistischer Sicht für einige Sammler sicher interessant.
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Gibt es eine Übersicht darüber, welche Städte/Dörfer wann in welcher Zone lagen?
Findet man über Google, bzw. wenn man weiß, in welchem Bundesland eine Postanstalt liegt, weiß man es mit der Zeit so:
Ostdeutschland (Gebiet der späteren DDR): Sowjetische Besatzungszone
Nordwestdeutschland mit Ausnahme von Bremen: Britische Besatzungszone
Südwestdeutschland, Bayern, Bremen: Amerikanische Besatzungszone außer ein paar Gebieten im äußersten Südwesten, die waren Französische Besatzungszone
Berlin besaß einen Sonderstatus und war in Sektoren aufgeteilt.
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zu img0412:
Es scheint sich um einen in Mehrfachfrankatur um acht Pfennig überfrankierten Brief im Fernverkehr bis 20 g innerhalb der Amerikanischen Besatzungszone ab Regensburg nach Stuttgart zu handeln.
Wahrscheinlich treffen hier unterschiedlichen Ansichten bezüglich der Wertfindung aufeinander. Der Sammler von Farbvarianten freut sich, der Portostufensammler zieht wahrscheinlich eher folgenden Beleg vor:
Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Ortsverkehr über 20 bis 250 g ab Schwerin.
Werterhöhend könnte sich aber der Stempelabschlag auswirken.. Verwendet wurde ein Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten (Altstempel). Mein Beleg aus Schwerin zeigt einen Zweikreisstegstempel (Normstempel). Diese Stempelform war am gebräuchlicheren, hier mit aptierter Postgebietsleitzahl "3".
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zu img013:
Die Stadt Regensburg lag 1948 in der Amerikanischen Besatzungszone. Am 21. Juni 1948 wurde in dieser Besatzungszone die Reichsmark durch die Deutsche Mark abgelöst (Währungsreform). In der Zeit vom 21. Juni 1948 bis zum 23. Juni 1948 durften die gültigen Briefmarkenausgaben in Reichsmark (Gemeinschaftsausgaben) zu einem Zehntel ihres Nennwertes aufgebracht werden.
Es handelt sich also um eine portorichtige Mehrfachfrankatur (4,80 Reichsmark = 0,48 Deutsche Mark) auf einem Brief im Fernverkehr über 20 bis 250 g innerhalb der Amerikanischen Besatzungszone.
Da diese Möglichkeit der Frankatur nur drei Tage möglich war, kannst du dir sicher denken, dass der Preisansatz laut Michel nicht zu einem marktgerechten Preis führt. Auch die Portostufe rechtfertigt einen Aufpreis.
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Wenn du mit dem sammeln von Belegen erst anfängst, dann hier ein paar subjektive Ratschläge:
- vergiss den Katalog von Michel
- Kauf dir das Buch "Deutsches Reich - Postgebührenkatalog 1923 bis 1945 - Die Gebühren und Bestimmungen der Deutschen Reichspost im Post- und Telegraphenbetrieb vom 1.12.1923 bis zum 8.5.1945" von Rainer E. Lütgens.*
- Wenn dir ein Beleg gefällt, kaufe ihn. Du wirst über die Jahre immer mal wieder zu hohe Preise bezahlen, oft aber auch sehr niedrige. Das gleicht sich wieder aus. Generell sind die Preise seit Jahren überall rückläufig, auch für viele seltenere Stücke. Ein Kauf in der Hoffnung, bei einem späterer Verkauf einen Gewinn zu erzielen ist naiv. Auch das ständige notieren und nachrechnen, was man an Werten zusammengetragen hat, ergibt keinen Sinn. Unser Mehrwert ist doch das Sammelobjekt als solches, an dem wir uns erfreuen.
* In dem Buch werden auf 236 Seiten die Versendungsformen im Inlandsverkehr auch durch Abbildung entsprechender Belege vorgestellt. Preisangaben oder Bewertungen findet man nicht. Nach dem lesen dieses Buches stellt man jedoch rasch fest, wie sehr auch der Michel Spezial inhaltlich nur an der Oberflächen kratzt.
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Die teuerste Marke zählt dann als Briefbewertung, der Rest kommt als gestempelt hinzu.
Diese Aussage im Michel ist zu allgemein und kann so nicht unwidersprochen stehen gelassen werden.
Es gibt Versendungsformen, welche selten sind und eine Mehrfach- oder Mischfrankaturen erfordern. Man muss einen Beleg immer in seiner Gesamtheit sehen und nicht auf die verwendeten Gebührenzettel reduzieren.
Du sagst, du sammelst Belege bis 1945. Hättest du einen Inlandsbrief im Fernverkehr über 20 bis 250 g aus dem Mai 1945 mit Mehrfachfranktur der Dauerserie Adolf Hitler zu 2 x 12 Pfennig, würdest du diese wirklich nach dem Berechnungsschema laut Michel verkaufen? Was wäre dann der Wert laut Katalog, fünf Micheleuro?
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Hallo Massi,
meine persönliche Meinung, vergiss die Bewertung von Michel. Aus persönlicher Erfahrung kann man den Stellenwert eines Beleges erst nach jahrelanger (Jahrzehnte langer) Erfahrung bewerten und für sich selbst einen Wert ableiten, den man selbst dafür zahlen würde. Ein anderer Sammler wird aber schon eine ganz andere Preisvorstellung haben.Abgesehen von den Postwertzeichen können folgenden Merkmale zu ganz unterschiedlichen Preise führen:
- verwendetes Stempelgeräte
- Aufgabeort (Besatzungszone)
- Bestimmungsort (Besatzungszone)
- Adressat / Empfänger
All dies kann ein so allgemeiner Katalog nicht abbilden.
Um einmal ein Beispiel zu geben. Wenn deine Drucksache mit dem Postwertzeichen in der einfachen Farbe einen Stempelabschlag eines Kreisstempels aus der OPD Schwerin haben würde und der Brief in die französische Besatzungszone gehen würde, würde ich persönlich mich schämen, dir dafür nur 12 € zu zahlen. -
Dieses gebrauchte senkrechte Paar stammt von den Feldern 25 und 35.
Das Feldmerkmal auf dem Feld 25 kommt auf allen Bögen vor.
Auch das Feldmerkmal auf dem Feld 35 kommt auf allen Bögen vor.
Verwendet wurde das senkrechte Paar als portorichtige Mehrfachfrankatur auf einem Brief im Fernverkehr bis 20 g vom 25. Oktober 1945 in die Amerikanische Besatzungszone ab Schwerin nach München.
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Und hier ein weiteres Feld 28 zusammen mit dem Feld 38 in gebrauchter Erhaltung:
Das Feldmerkmal auf dem Feld 28 kommt auf allen Bögen vor.
Und auch das Feldmerkmal auf dem Feld 38 kommt auf allen Bögen vor.
Verwendet wurde das senkrechte Paar als portorichtige Mehrfachfrankatur auf einem Brief im Fernverkehr bis 20 g vom 7. November 1945 innerhalb der OPD Schwerin ab Friedland nach Neustrelitz.
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Gerne kannst du die Firma anschreiben. Hier die Beschreibungen der Falschstempel:
- Barth (RTH): Kreisstegstempel mit Bogen und oben ist falsch, erkennbar daran, dass sich die Sehnen und Bögen nicht berühren, zum Vergleich hier ein echter Stempelabschlag: OPD Schwerin - Übersicht der Stempelgeräte und Gebühr-bezahlt-Stempel
- Schwerin (SC): Zweikreisstegstmpel mit Unterscheidungsbuchstaben "so" ist ein Falschstempel; siehe hierzu auch "Mecklenburg-Vorpommern die Stempel der Postämter, Zweigpostämter und Poststellen 1945-1952" von Richter
- Wismar (MAR 1): Zweikreisstegstempel, wahrscheinlich nachverwendet; im Gültigkeitszeitraum der Marken wurden keine Stempelgeräte mit Postamtnummer verwendet. Mir selbst liegen entsprechendeStempelabschläge erst ab 1952 vor: http://www.kleine-briefmarkenecke.de/Stempelgeraete…-M/V-V-X/Wismar / siehe auch Beitrag #22, #23 und #41 in diesem Thema
PS: Suchen lässt sich leider nicht vermeiden. Aber ich arbeite daran.
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Hallo labarns,
blättere mal hier durch das Thema. Dort findest du die entsprechenden Informationen.
Glaubst du es bringt etwas, einen gewerblichen Händler anzuschreiben, der diese gängigen Fälschungen schon seit geraumer Zeit anbietet.

Auf Tauschtagen spreche ich regelmäßig mit Sammlern zu den Fälschungen in ihren Sammlungen. Sie hören auch immer interessier zu. Entfernt hat aber noch keiner diese Stücke.
Viele Grüße
Marko
PS: Mittelfristig wird man hier zum Thema Stempelabschläge der OPD Schwerin fündig: OPD Schwerin - Übersicht der Stempelgeräte und Gebühr-bezahlt-Stempel
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Auch bei diesen Angebot der Firma Drei Löwen GmbH aus Freiburg für 12,00 bzw. 13,00 Euro handelt es sich um einen Falschstempel:
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Die Firma Drei Löwen GmbH aus Freiburg bietet zur Zeit diesen Satz der
Mi.-Nr. 23/5 b mit bekannten Falschstempel für nur 48,00 Euro an.
Quelle: https://www.philasearch.com/de/i_9196_3136…=1591559273.541
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Hallo Labarnas,
diese Vermutung habe ich auch. Vielen Dank für deine Rückmeldung.
Hier ein gebrauchtes senkrechtes Paar der Felder 49 und 59.
Das Merkmal des Feldes 49 kommt auf allen Bögen vor.
Diese Merkmal auf dem Feld 59 kommt nur auf den A0-Bögen vor.
Die Marken wurden als portorichtige Mehrfachfrankatur auf einem Brief im Fernverkehr bis 20 g vom 6. November 1945 ab Bützow verwendet.
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Ja, das sollte Mirow sein.
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Hallo Ron,
ein Thema, welches du noch nicht angeschnitten hast, ist die thematische Philatelie. Oder habe ich es übersehen?
Vielleicht ließe sich mit Hilfe von SammlerBernd aus Potsdam ein entsprechendes Video verwirklichen. Ich glaube, er hat eine umfangreiche Sammlung und entsprechendes Wissen zu diesem Thema.
Viele Grüße
Marko