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  3. northstar

Beiträge von northstar

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 16. Mai 2020 um 10:21
    Zitat von 241264hsv-fan

    Den Zensurstempel auf dieser Karte aus ...? vom Juni 1915 nach Oberpalen kann ich leider nur teilweise lesen, da dieser etwas schwach abgeschlagen ist. Geprüft Militär- / zensur ....- / . Vielleicht kann northstar hier ergänzen und korrekt übersetzen (auch wegen der Abkürzung)?

    Hallo 211264hsv-fan,

    Aufgegeben wurde die Karte in Vammelsuu/ Ваммелсуу (seit 1948 Serovo), einem kleinen Ort auf der Karelischen Landenge nordöstlich von Kronstadt am Ufer des Finnischen Meerbusens.

    Der vollständige Text des Zensurstempels sollte heißen:

    Просмотрено военной цензурой […]* Кронштадтского Крепостн[ого] временн[ого] госпиталя.

    Geprüft durch die Militärzensur des [...]* Kronstädter provisorischen Festungshospitals

    *hier steht evtl. eine Nummer, die aber nicht erkennbar ist, weil an dieser Stelle der Tagesstempel zu festt abgeschlagen ist

  • Internationaler Versand

    • northstar
    • 15. April 2020 um 08:04

    Wenn Du die Sendungsnummer hast, kannst Du diese direkt auf der Site der Russischen Post unter Отследить auf der Startseite eingegeben oder dem Link folgen und nachschauen, wo sich die Sendung gerade befindet.

  • Komponist Emil Sjögren - Belege als historisches Dokument

    • northstar
    • 14. April 2020 um 18:56

    Zum Abschluss heute ein Brief vom Dezember 1911 von Frankfurt (Main) 1 nach Paris, Ankunftstempel PARIS – R.P. / ETRANGER, adressiert an Bertha Sjögren. Die Sjögrens reisten zwischen 1901 und 1914 fast jedes Jahr nach Paris. Absender des Briefes ist die Konzert- und Theaterdirektion Robert Knoblauch.

    Aus dem maschinengeschriebenen und von Herrn Knoblauch selbst unterzeichneten Brief kann man schließen, das Bertha wohl so eine Art Managerin für ihren Gatten gewesen ist und sich um PR und Organisation von Konzerten kümmerte.

  • Internationaler Versand

    • northstar
    • 14. April 2020 um 18:17

    Heute war ich bei meiner Zustellpostfiliale (St. Petersburg 25), um einen aus Moskau eingegangen Brief abzuholen. Bei der Gelegenheit habe ich dann bei der Annahme nachgefragt, ob noch Sendungen ins Ausland - konkret auch nach Deutschland - angenommen werden. Die Dame am Schalter anwortete, dass es keine Beschränkungen gäbe, nur Sendungen in die Mongolei und einige andere Länder (die sie auf Anhieb nicht erinnern konnte) würden derzeit nicht angenommen.

  • Briefmarken und Belege als Museums- oder Kunstobjekt

    • northstar
    • 10. April 2020 um 11:47

    Lenin war sowohl in der sowjetischen Kunst als auch im Alltagsdesign, darunter in der Gebrauchsgraphik, ein häufiges Motiv. Die sowjetische Post war auch nicht gerade sparsam mit der Herausgabe von Marken, Ganzsachen und Sonderstempeln zum Thema Lenin und das Sammeln von entsprechendem philatelistischem Material war verbreitet.

    Aus Anlass des 150. Geburtstags von Wladimir Iljitsch eröffnete Anfang März eine Ausstellung im DK Gromov (St. Petersburg).

    Da Museen, Galerien und Ausstellungsräume aufgrund der aktuellen Umstände geschlossen sind, ist es populär geworden, sich Ausstellungen online anzusehen. Deshalb heute ein paar Screenshots aus einem Bericht über diese Ausstellung (ganzes Video:

    Externer Inhalt youtu.be
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    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    ) und leider keine eigenen Photos.

  • Internationaler Versand

    • northstar
    • 10. April 2020 um 10:39
    Zitat von baphomet

    Ich habe heute noch von einem russischen Händler, von dem ich etwas bei ebay gekauft hatte, die Info bekommen, dass gerade einschreiben, aber auch normale Post seit Ende März kaum noch aus dem Land kommt.

    Ich nehme an, dass für die Beförderung von Postsendungen ins/aus dem Ausland auch die Kapazitäten gewöhnlicher Passagiermaschinen und nicht nur reiner Frachtmaschinen genutzt werden, insbesondere wenn das Aufkommen nicht so hoch ist. Da gegenwärtig keine Passagierlinienflüge von der RF ins Ausland/in die RF aus dem Ausland durchgeführt werden, wird auch es auch mit der Beförderung von Post problematisch.

  • Komponist Emil Sjögren - Belege als historisches Dokument

    • northstar
    • 9. April 2020 um 11:33

    Heute eine weitere Drucksache (ohne entsprechenden Vermerk, aber die Frankatur von 5 Pf. und der Inhalt weisen auf die Versendungsform hin) aus dem März 1911 von Berlin W 10 nach Stockholm mit Weiterleitung nach Knivsta (Bleistiftvermerk "Knifsta"), wo die Sjögrens 1910 eine Villa erwarben, adressiert an „Herrn Emil Sjögren |Komponist u. Organist“. Absender ist die Geschäftsstelle des Musikpädagogischen Kongresses.

    Inhalt der Sendung ist eine Einladung zum Musikpädagogischen Kongress mit Angabe des Programms,

    Unterzeichner der Einladung: Komponist Gustav Kulenkampff (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Kulenkampff_(Komponist).

  • Internationaler Versand

    • northstar
    • 9. April 2020 um 11:04

    Ich habe spaßeshalber mal auf der Website der Russischen Post nachgeguckt - dort gibt es keine Hinweise auf Einschränkungen im internationalen Postverkehr (auch nicht mit Österreich). Die Frage aber ist, wie die Sendungen bei einer fast kompletten Einstellung des internationalen Land- und Luftverkehrs - und damit verbunden einer Unterbrechung der üblichen Beförderungswege - überhaupt transportiert werden kann.:/

  • Komponist Emil Sjögren - Belege als historisches Dokument

    • northstar
    • 7. April 2020 um 18:57

    Weiter geht es mit einer Drucksache aus dem Jahr 1908 von Dresden-Altstadt 1 nach Stockholm, adressiert an „Herrn Componist Emil Sjögren|Organist zu St. Johannes“. Sjögren war von der Einweihung 1890 bis zu seinem Lebensende 1918 Organist an dieser Kirche.

    Auf der Rückseite des Umschlags befindet sich ein etwas undeutlich abgeschlagener Transitstempel von KJØBENHAVN B. [Kopenhagen]. Vielleicht kann ja noch ein Dänemark-Spezialist etwas zu diesem Stempel sagen.

    Leider ist kein Inhalt mehr vorhanden und auch kein Absender auf dem Umschlag vermerkt.

  • Komponist Emil Sjögren - Belege als historisches Dokument

    • northstar
    • 6. April 2020 um 17:59

    Hallo zusammen,

    Als Beifang eines Konvoluts erhielt ich vor einiger Zeit vier mit Germania-Marken frankierte Belege aus der Korrespondenz des schwedischen Komponisten und Musikpädagogen Emil Sjögren (http://www.emilsjogren.se), drei davon mit Inhalt. Die Belege sind sehr schöne Zeitdokumente und illustrieren einen Ausschnitt aus Verbindungen und Tätigkeit von Sjögren und seiner Frau Bertha innerhalb der Musikwelt.

    Die Briefe stelle ich hier chronologisch vor:

    Ich beginne mit einem Brief aus dem Jahr 1907 von Berlin W 35 nach Kopenhagen, adressiert an „Herr Emil Sjögren |Tonkünstler“; Absender ist die Musikalienhandlung Otto Jonasson-Eckermann & Co.


    Das inliegende Schreiben ist in schwedischer Sprache verfasst und von Erhard Heymann unterzeichnet; u.a. wird darin Adolf Wiklund (https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Wiklund) erwähnt, der zu jener Zeit Repetitor an der Königlichen Oper in Berlin war.

    Die Transkription und Übersetzung des Briefes ist etwas für kommende lange Winterabende (oder jemanden, dem Schwedisch geläufiger ist als mir und deshalb schneller ist ;) ).

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 24. März 2020 um 07:39

    Hallo 241264hsv-fan,

    die Anschrift lautet:

    Черезъ Баку въ Мешедессеръ

    Персiя К-ра Н-въ

    Г.С. Лиaнозова Петру

    Ефимовичу Шерстневу

    Über Baku nach Maschhad-e Sar [seit 1927 Bābolsar]

    Persien Kontor N-w [Abk. konnte ich auf Anhieb nicht enträtseln]

    von G.S. Lianosow an Pjotr

    Jefimowitsch Scherstnjew

    Bei G.S. Lianosow könnte es sich um den Sohn des Kaufmanns Stepan Georgiewitsch Lianosow handeln (https://ru.wikipedia.org/wiki/Лианозов,_Степан_Мартынович).

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 26. Februar 2020 um 10:41
    Zitat von anhei64

    Dieser Stempel liest sich wörtlich wie folgt - "Geprüft Zensur bei Wjatka Gouvernement Kollege Plenbeschentschew".

    Hallo anhei64,

    hier muss leider ich eine kleine Korrektur anbringen: der "Kollege" ist ein "Kollegium" (коллегия, hier im Genitiv) und das Wort пленбеженцев ist ein Akronym für пленных и беженцев. Es handelt sich also um ein "Kollegium für Kriegsgefangene und Flüchtlinge".

    Außerdem bin ich auf folgenden Thread gestoßen, in dem dieser Stempel kontrovers diskutiert wird: https://forumuuu.com/showthread.php?t=454912

    Unter anderem wirft sich die Frage auf, ob dieser Stempel auf Sendungen vor dem Oktober 1918 zeitgerecht sein kann, da der Text in der neuen Orthographie abgefasst ist, z.B. wurde das Wort просмотрено zuvor mit dem Buchstaben „ѣ“ anstelle des "e" geschrieben.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 16. Januar 2020 um 22:14
    Zitat von 241264hsv-fan

    M.W.D. -- Archangelsker Polizeimeister sowie Tschik. Wofür M.W.D. und Tschik stehen kann ich nicht sagen. 

    M.W.D. = Министерство внутренних дел (Innenministerium)

    Tschik könnte eine Abkürzung für Чиновник sein. Dafür spricht, dass eine Unterschrift folgt, dagegen, dass ich diese nicht in Nachschlagewerken und über Yandex finden konnte, diese auch in neuer Zeit nicht untergekommen ist und die Form ihrer Bildung ungewöhnlich ist.

    Der Stempel

    Дос ______18/II  

    согласно надписи на повестке [gemäß Aufsschrift auf der Ladung]

    Чик Unterschrift

    könnte evtl, eine Gefängniszensur sein.

    Gibt es Text auf der Rückseite?


  • Ist das überhaupt möglich? AM-Post vom 21.2.1945? Mi 7 EF von Rüsselsheim nach Wiesbaden mit Originalschreiben.

    • northstar
    • 2. Januar 2020 um 18:44


    Hallo frimer 14,

    Tag und Monat von Stempel und Nachricht passen zusammen. Ich habe ein wenig Kontraste etc. hin und her geschoben, aber ich kann nur die 22.2. eindeutig erkennen, leider nicht das Jahr...

    Aus dem Textfragment kann ich auch nichts schließen.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 14. November 2019 um 14:24

    Hallo 241264hsv-fan,

    zu den Briefen aus Kischinjow:

    rein von der Logik her würde ich dazu tendieren, dass es sich um das Siegel des Zensors handelt.

    - beide Briefe sind an gleicher Stelle aufgeschnitten und gleichartig durch die Siegel wieder verschlossen. Dies sind zwar nur zwei Briefe, aber eine Systematik lässt sich erkennen ;)

    - die Schriften der Absender sind nicht nur unterschiedlich, sondern der eine Brief trägt auch rechts unten auf der Vorderseite die Absenderangabe; und hier stimmen die Initialen des Absenders I. Schneider (И.Ш.) überhaupt nicht mit denen auf dem Siegel überein.

  • Privatpost in NÜRNBERG vor 1900

    • northstar
    • 25. Oktober 2019 um 09:32

    Sehr amüsanter Thread (grins) mit vielen Aspekten

    Mein Mostrich hierzu:

    I. Landbezirk

    Leider kenne ich mich in der Geschichte Nürnbergs wenig aus, aber bei vielen größeren Städten gab es ländliche Territorien, die aus unterschiedlichen Gründen zum Besitz bzw. zum Verwaltungsgebiet der Stadt gehörten. D.h. das Stadtgebiet umfasste de iure mehr als nur die urbanisierten Bereiche. Könnte das hier nicht auch der Fall sein? https://www.nordbayern.de/region/nuernbe…GJheWVybi5kZQ==

    II. Fliegenschiss

    Die Philatelie ist vielfältig und umfasst sowohl die direkte Beschäftigung mit Objekten in Form von Postwertzeichen (incl. der Suche nach Fliegenschissen), als auch die Beschäftigung mit Objekten der postalischen Kommunikation unter postgeschichtlichen und anderen historischen Gesichtspunkten.

    Alles hat seine Daseinsberechtigung und ich zitiere hier mal den schon länger nicht mehr gesichteten Doktorstamp: Sammeln wie es einem Spaß macht!

    So, das war mein Wort zum Freitag. Allen noch viel Spaß mit Euren Sammelobjekten!

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 24. Oktober 2019 um 23:39
    Zitat von 241264hsv-fan

    Den Text zu übersetzen, um daraus Schlüsse zu ziehen, ist für mich unmöglich.

    Militärzensor - Debiarowitsch (?)

    Die Handschrift ist eine echte Herausforderung für einen echten Graphologen ;)

    Mit etwas Mühe habe ich einige Fragmente entziffern können, aber leider nichts ortsbezogenes gefunden (was dann wohl geschwärzt worden wäre) - nur personenbezogenes.

    Die Karte bietet zwei Anhaltspunkte: sie stammt aus Finnland (was aber nicht zwingend Rückschlüsse auf den Absendeort zulässt) und es gibt einen blauen Stempel der "Verwaltung des Divisionskontrolleurs der 116. Infanteriedivision". Per Yandex habe ich folgende Seite gefunden:  http://ria1914.info/index.php/116-я_пехотная_дивизия

    Leider ohne Daten zur Dislozierung.

    Der Name des Zensors sollte Downarowitsch (Довнаровичъ) sein.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 21. September 2019 um 13:08

    Das Impressum am linken Rand ist in Rumänisch. Auch die Sendungsart ist in Rumänisch angegeben: CARTA POSTALA.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • northstar
    • 18. September 2019 um 17:56
    Zitat von 241264hsv-fan

    Vorderseitg befindet sich in rot der Einschreibestempel, der aussieht, als handelte es sich um einen Rollenstempel. Weiß jemand, ob es sowas gab?

    Das sieht nach einem Stempel eines Annahmeautomaten für Einschreiben aus! In Natura habe ich so einen Stempel von St. Petersburg bisher nur in der Sammlung von Lev Ratner gesehen.

  • Anfängerfragen

    • northstar
    • 24. August 2019 um 09:54
    Zitat von Behappy

    Wenn ich mehrere Marken habe, dann tue ich in meine Alben erst Mal die

    1) heilen

    2) deutlich gestempelten (heißt, man sieht den Namen der Stadt?)

    ?

    3) Was ist mit mehreren Marken, die zwar abgestempelt sind, aber noch zusammenhängen- lässt man die zusammen?

    Hallo Bee,

    1) ja

    2) wichtig ist auch das Datum, weil man daran die zeitgerechte Verwendung der Marke erkennen kann

    3) auf keinen Fall trennen, auch keine Bogenränder - insbesondere mit Druckvermerken - abtrennen.

    Es gibt einige Marken sowohl vom Bogen als auch von der Rolle, waagerecht zusammenhängende Marken sind aus dem Bogen.

    Beim Zertrennen größerer Einheiten wird u.a. auch der über mehrere Marken gehende Stempel zertrennt, damit auch Ort und Datum der Abstempelung.

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