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Beiträge von sys1849

  • Bayern: 18 Kr. Auslands-Frankatur und andere

    • sys1849
    • 18. Januar 2009 um 14:05

    Hallo Luitpold,

    als Gegenstück zu deinem Brief mit Laufweg über Preußen und Belgien
    nach England hier ein Beleg, der über Frankreich nach Egland gelaufen ist:

    Brief von München nach London vom 10.Oktober 1858. Laufweg von München
    über Strasburg, Paris und Calais nach London.
    18 Kr. Franco gemäß Postvertrag vom 1 Juli 1858.

    Grüße,
    Wilfried/Sys1849

    Dateien

    BY7_England.jpg 111,35 kB – 560 Downloads
  • Bayern - 3 Kreuzer Michel Nr. 15

    • sys1849
    • 18. Januar 2009 um 13:53

    Hallo Mikrokern,

    vielleicht hat diese Tendenz mit dem sich steigernden Postaufkommen zu tun;
    ich kenne diese Ortsstempelentwertungen vor dem 9.3.1869 überwiegend
    von größeren Postämtern.

    Man ersparte sich ja doch einiges an Arbeit.

    Grüße,
    Wilfried/Sys1849

  • Falschstempel Augsburg

    • sys1849
    • 17. Januar 2009 um 22:46

    Hallo und guten Abend,

    im Thread über die 1 Kr. gelb Nr.8 hat uns Wissbergierg am 9. Januar
    eine 6 Kr. Wappen braun mit einem falschen 2 Kreisstempel von Augsburg gezeigt
    und sich gefragt, woran zu erkennen sei daß der Stempel falsch ist.

    Hier der Versuch einer Deutung:

    Sowohl im Ortsstempelkatalog von Herrn Sem als auch im Handbuch der bayerischen Stempel
    von Altmeister Winkler wird angegeben, daß der Zweikreis von Augsburg in der Spätverwendung
    ohne bzw. nur mit Teilen des Innenkreises abgeschlagen wurde.

    Ich habe nun meine Bestände auf diese Aussage hin durchsucht und folgende Stempelabschäge gefunden:

    1. Abschlag vom 5.September 1868 auf Auslandsbrief. Hier ist der Innenkreis noch fast vollständig sichtbar.

    2. Teilabschlag auf geprüfter 7 Kr. Wappen Nr. 25 vom 19. Oktober 1870. Hier ist vom Innenkreis nichts mehr sichtbar.

    3. Brief von Augsburg nach Leipzig vom 2. August 1870.
    Hier sind die Abschläge sehr sauber und deutlich und auch kein Innenkreis zu erkennen.

    Vergleicht man nun die Mi. Nr. 20 mit dem Falschstempel vom 9. Juli 1870 mit dem Brief nach Leipzig vom 2. August 1870,
    so fällt sofort der fast vollständig erhaltene Innenkreis bei der Stempelfälschung auf.
    Da der zeitliche Abstand zwischen beiden Abschlägen nur gut 3 Wochen beträgt, erscheint auch eine natürliche Abnutzung
    in diesem kurzen Zeitraum als eher unwahrscheinlich.

    Einen endgültigen Beweis würde natürlich ein Abschlag ohne Innenkreis aus der Zeit vor dem 9. Juli 1870 erbringen.
    Vielleicht können ja die Sammlerkollegen in Ihren Beständen nach entsprechenden Stempelabschlägen suchen;
    ich wäre sehr daran interessiert.

    Grüße,
    Wilfried/SYS1849

    Dateien

    Augsburg_1868.jpg 101,27 kB – 344 Downloads Augsburg_25.jpg 159,62 kB – 348 Downloads Augsburg_15.jpg 78,95 kB – 320 Downloads 9331_1.jpg 29,93 kB – 367 Downloads
  • 7 Kreuzer Frankaturen Bayern

    • sys1849
    • 15. Januar 2009 um 19:47

    Hallo und guten Abend,

    nachdem hier schon der Wunsch geäußert wurde, schöne Bayernstempel
    bzw. Sonderformen zu zeigen und mein Brief "zufällig" eine 7 Kr. Frankatur darstellt,
    so dürft dieser doch wunderbar in diesen Thread passen:

    Ein Chargé - Brief der 2. Gewichtsstufe von Siegenburg in Niederbayern
    ins 40km entfernte Landshut vom 8 April 1868.
    Die Entwertung der 7 Kr. Marke erfolgte durch den Aushilfs-Einzeiler
    von Siegenburg.

    Ich frage mich nur, warum der Postbeamte nicht einfach den Halbkreisstempel
    nahm und diesen auch auf der Marke abschlug; er hätte auf jeden Fall weniger Arbeit gehabt...

    Grüße,
    Wilfried/Sys1849

    Dateien

    21_Siegenburg.jpg 77,8 kB – 372 Downloads
  • Geschnitten, gerissen oder angerissen - Beispiele aus Bayern

    • sys1849
    • 22. Dezember 2008 um 17:16

    Hallo und guten Abend,

    zu Rubrik "gerissen nicht geschüttelt" hier noch ein Beispiel von der Bayern
    Nr. 15 auf einem Brief von Neustadt/Saale nach Schweinfurt vom 3.April 1869:

    Der Postbeamte scheint den Markenbogen vor dem Trennen in der Längs-
    richtung vorgefaltet zu haben, um sich das Abreissen entlang der Faltung
    zu erleichtern. Dies ist an den leichten Verfärbungen insbesondere im oberen
    Markenrand zu sehen.

    Da man dies auf dem Scan des gesamten Briefes nur schlecht erkennt
    habe ich die Marke nochmal extra vergrößert und die Faltspuren mit Pfeilen
    gekennzeichnet.

    Grüße,
    Wilfried

    Dateien

    BY_15_ger.jpg 104,76 kB – 627 Downloads BY_15_ger_det.jpg 166,13 kB – 669 Downloads
  • Bayern Nr. 16

    • sys1849
    • 21. Dezember 2008 um 10:11

    Hallo und guten Morgen

    @bayern klassisch: Einen Brief mit 3 oder mehr Exemplaren der 6 Kr. blau
    hätte ich schon gerne (zumal einige in guter Qualität bekannt sind);
    da aber die meisten über Auktionen angeboten werden ist die Chance,
    sie einigermaßen günstig zu erwerben eher minimal.

    Grüße,
    Wilfried

  • Bayern Nr. 16

    • sys1849
    • 20. Dezember 2008 um 18:53

    Im Verwendungszeitraum der 6 Kr. blau gab es sehr viele 12 Kr. Tarife
    ins europäische Ausland die sich statt mit der üblichen 12 Kr. lila auch
    mit zwei Exemplaren der 6 Kr. blau darstellen ließen:

    1. Brief der 1. Gewichtsstufe von Kissingen über Strassburg nach Paris
    vom 19.Mai 1868. Tarif gemäß Postvertrag von 01.Juli 1858.

    2. Nicht ganz perfekter Brief von Augsburg nach Ninove bei Brüssel
    in Belgien vom 16 Juli 1867. Die Taxierung erfolgte gemäß dem Postvertrag
    vom 01.Juli 1863: 8 Kr. gingen an Bayern; 4 Kr. erhielt die belgische Post
    (auf dem Brief in rot links unten handschriftlich vermekt).

    Grüße
    Wilfried

    Dateien

    By16_FRA.jpg 63,96 kB – 284 Downloads By16_BE.jpg 70,65 kB – 270 Downloads
  • Bayern - 6 Kr. braun 4 II - Platte 1?

    • sys1849
    • 20. Dezember 2008 um 14:02

    Hallo Wissbegierig,

    die grünen Striche würde ich als nachträglich aufgemalt ansehen.
    Einen festen Bestellgeldvermerk wie im Thurn und Taxis Gebiet
    gab es in Bayern bei Briefen, die von einem Postamt per privatem
    Boten an den Empfänger zugestellt wurden. Die Empfänger lagen
    überwiegend abgelegen von den Postrouten.
    In München war dies nicht der Fall, hier wurde die Post von den
    Postboten direkt zugestellt und das kostete kein zusätzliches Bestellgeld.

    Deine Überlegung mit der Einsparung von 3 Kr. bei Aufgabe des Briefes
    in Ludwigshafen (gehörte ja damals zu Bayern) ist richtig; dieses Verfahren
    wurde häufig angewendet wenn an den Grenzen der altdeutschen Staaten
    zu Bayern zwei Orte dicht nebeneinander lagen:
    Die Kombinationen Ulm/Neu Ulm; Frankfurt/Aschaffenburg und auch
    Mannheim/Ludwighafen sind häufig belegt.

    Dein gezeigter Brief wurde in Ludwigshafen aufgegeben und ging auch
    von dort direkt nach München.Falls auf der Rückseite keine weiteren Stempel
    abgeschlahgen sind, dürfte der Brief per Bahnpost versandt worden sein.

    Grüße
    Wilfried

  • Bayern 9 Kreuzer grün, welcher Typ?

    • sys1849
    • 20. Dezember 2008 um 13:46

    Hallo Schnulli,

    der gMR "281" ist eine Sondertype, die in Regensburg verwendet wurde.
    Zur Veranschaulichung zeige ich eine Drucksache (die habe ich schon mal
    an andere Stelle im Forum gezeigt) mit der 1 Kr. rosa, die im Dezember
    1853 mit diesem Stempel entwertet wurde.

    Von der Farbe her würde ich bei deiner Marke auf eine 5a tippen.

    Grüße
    Wilfried

    Dateien

    281spez.jpg 104 kB – 218 Downloads
  • Bayern Nr. 16

    • sys1849
    • 19. Dezember 2008 um 19:19

    Hallo und guten Abend,

    @bayern klassisch: zunächst Danke für die Korrektur des Kempten Briefes;
    das kommt davon, wenn man beim Einstellen des ersten Briefes
    geistig bereits beim 2 Brief ist...
    Danke auch für die wunderschöne Kombiation Mi. 16 + 14
    aus Bamberg mit dem sehr dekorativen Chargé Rautestempel.

    Wie in deinem Übersichtsartikel bereits angemerkt, war eine der
    wenigen Möglichkeiten, die 6 Kr. blau als Einzelfrankatur
    ins Ausland zu verwenden die, einen Brief in die Schweiz zu senden:

    Hier ein Brief vom 4 Dezember 1867 von Lindau nach Zürich; also
    aus der 1. bayerischen in die 1. schweizer Tarifzone. Beide Posten
    erhielten je 3 Kr., von denen der schweizer Anteil in blauer Farbe
    auf dem Brief links handschriftlich vermerkt wurde.

    Grüße,
    Wilfried

    P.S. Meines Wissens nach müßte auch eine 6 Kr. Frankatur im Nahbereich
    zwischen der Rheinpflaz und Frankreich mit der Mi. 16 möglich gewesen sein.

    Dateien

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  • Bayern Nr. 16

    • sys1849
    • 18. Dezember 2008 um 20:12

    Zu den von bayern klassisch angesprochenen Mischfrankaturen
    der 6 Kr. blau noch zwei Beispiele:

    1. 7 - Kreuzer Frankatur von 6 Kr. Wappen blau mit 1 Kr. gelb der Ziffernserie
    auf doppelt verwendetem Brief der 2. Gewichtsstufe vom Handelsgericht
    in Würzburg an das Landgericht in Karlstadt vom 7.Juli 1868.

    2. Eine Mischfrankatur mit dem nächsthöheren 3 Kr. Wert der Ziffernserie
    als 9 Kr. Gesamtfranko für einen Brief der 1. Gewichtsstufe im Postverein
    von Augsburg nach Prag vom 31.Juli 1867.

    Wilfried

    Dateien

    By16+8.jpg 92,55 kB – 362 Downloads By16+9.jpg 83,99 kB – 372 Downloads
  • Bayern Nr. 16

    • sys1849
    • 18. Dezember 2008 um 20:01

    Hallo und guten Abend,

    den ausführlichen und fundierten Anmerkungen von bayern klassisch
    zur Mi. Nr. 16 ist nichts hinzuzufügen, so daß ich das Gesamtbild
    des Verwendungsbereiches dieser Marke
    nur mit einigen Stücken aus der eigenen Sammlung abrunden kann:

    1. Innerbayerischer Brief der 2. Entfernungsstufe
    von Kempten nach Regensburg von 04.September 1867

    2. Verwendung der 6 Kr. blau im Postverein für Entferungen
    von 10 bis 20 Meilen von Würzburg nach Fulda
    vom 30.September 1867

    Grüße,
    Wilfried

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  • 9 Kreuzer Mi Nr. 11 Bayern

    • sys1849
    • 9. Dezember 2008 um 20:05

    .... und als Pendant für den schönen Italienbrief von VorphilaBayern
    hier noch ein ähnliches Exemplar mit 2 Stück der 9 Kr. braun.

    Der Brief ging am 29.November 1866 von Ausgburg
    mit der schweizer Bahnpost über Chur nach Verona.

    Die 18 Kreuzer teilen sich wie folgt auf:
    6 Kr. für Bayern; 6 Kr. für die Schweiz
    und 6 Kr. für die italienische Post.
    Das Gesamte Weiterfranko wurde in Rot links vorne notiert.

    Grüße,
    Wilfried

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    By11 Verona_vs.jpg 99,86 kB – 504 Downloads BY 11 Verona_rs.jpg 88,82 kB – 470 Downloads
  • 9 Kreuzer Mi Nr. 11 Bayern

    • sys1849
    • 9. Dezember 2008 um 19:49

    Guten Abend,

    zu den vielen schönen Briefen der Mi. Nr. 11 möchte ich einen Beleg beisteuern
    der auch zeigt, welche Arbeitsauffassung die Post vor über 140 Jahren hatte:

    Ein Brief der 1. Gewichtsstufe geht am 22.September 1866 an einen Herrn Meyer
    in das Cafe in der Leipzigerstrasse 30 in Berlin.

    Dort ist der Adressat nicht anzutreffen und der Postbeamte notiert auf der Rückseite:
    "Adressat ist von der Leipziger Strasse Nr. 30 ohne Angabe der Wohnung verzogen."

    Man probiert es, wie die blauen Briefträgerstempel zeigen, noch zwei mal
    mit einem Zustellversuch am 24.9 um 7-8 Nachmittags und am 25.09. um 7-9 Vormittags,
    notiert noch auf die Rückseite "Polizeilich nicht bekannt"
    und sendet den Brief, versehen mit dem Stempel "In Berlin nicht zustellbar",
    schließlich nach Nürnberg zurück, wo er am 27.September wieder ankommt.

    Zusammen mit den vielen weiteren handschriftlichen Vermerken und Adressangaben
    erzählen solche alte Briefe Geschichten, wie sie in der automatisierten Welt von heute
    auf modernen Belegen wohl nicht mehr vorkommen.

    Grüße,
    Wilfried

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  • Bayern 12 Kr. rot Nr. 6

    • sys1849
    • 22. November 2008 um 18:19

    Hallo und guten Abend,

    nachdem ich heute nachmittag erstmal die Bietergefechte in Bamberg
    um die Bayern Superbriefe mit der Mi. Nr.1 verdauen musste,
    biete ich gerne auch meinen Beitrag zur Bayern 12 Kr. rot:

    Aus der frühen Phase des neuen Postvertrages Bayern - Frankreich
    hier ein Brief aus Pappenheim nach Paris vom 18.Oktober 1858.
    Der P.D wie gefordert in rot, der Grenzübergangsstempel jedoch in schwarz.
    Auch der Gewichtsvermerk fehlt.

    Als kleine Steigerung noch eine Farbfrankatur der 12 Kr. mit der 1 Kr. rosa, Mi.Nr.3Ia:
    Brief vom 5 September 1858 von Au bei München über Preussen nach Lüttich in Belgien.
    13 Kreuzer - Frankatur nach dem Postvertrag vom 1.April 1852;
    9 Kr. Postvereinsanteil; 4 Kr. belgischer Anteil, der handschriftlich in 1 Sgr.
    Weiterfranko umgerchnet wurde.("wf1" in rot).

    Grüße,
    Wilfried

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    By6_Fra.jpg 90,57 kB – 449 Downloads ByFaF6.jpg 102,08 kB – 435 Downloads
  • Bayern 3 Kreuzer blau, welcher Typ?

    • sys1849
    • 13. Oktober 2008 um 19:43

    @ wissbegierig:

    Keine Regel ohne Ausnahmen:

    Kreuzerbriefe mit Bestellgeldvermerken gab es in Bayern schon;
    sie sind nur Ausnahmen und nicht so häufig:
    Zur Versorgung von einigen entlegenen Zustellorten ohne eigene Postexpedition
    wurden in der Zeit vor den Landbriefträgern (ca. 1860) auch Boten eingesetzt.
    Je nach Entfernung wurden 1kr (war üblich) bis 4kr berechnet
    und auch auf den Briefen vermerkt.

    Als Beispiel hier zwei Briefe von Sonthofen über Füssen und Reutte
    nach Häselgehr(Tirol ) im Lechtal.
    Bestellgeldvermerk 2(kr.) mit Bleistift.

    Häselgehr erhielt erst 1861 eine eigene Postexpedition.

    Beste Grüße,
    Wilfried

    Dateien

    Häselgehr.jpg 69 kB – 346 Downloads
  • Bayern Farbbestimmung 18Kr. Lila Wappenausgabe geschnitten

    • sys1849
    • 7. Oktober 2008 um 20:26

    Hallo mr920,

    unterschätze nicht die Instabilität der alten Farben und die Dauer der Einwirkung von Fremdeinflüssen!
    Auf dem Gebiet der Druckfarben befand man sich ja zu der Zeit noch ziemlich am Anfang
    und nicht jeder Farbton hatte das gewünschte Standverhalten.
    Das sieht man ja auch z.B. bei den vielen schwankenden Grüntönen.

    Nach meinen Beobachtungen sind auch gerade die losen Marken wesentlich häufiger mit grauen Farbnuancen zu finden,
    während die Marken auf Brief sehr oft eine geradezu erstaunliche Farbfrische aufweisen.
    Da dürfte ein stabilisierender, puffernder Einfluss der Briefpapiers gegenüber chemischer Beeinflussung eine Rolle spielen.

    Dateien

    BY_18_Bf.jpg 80,74 kB – 242 Downloads
  • Bayern Farbbestimmung 18Kr. Lila Wappenausgabe geschnitten

    • sys1849
    • 7. Oktober 2008 um 19:29

    Guten Abend mr920,

    mit der 12 Kr. lila geschnitten hast du dir aber eine Marke ausgesucht, die von den Farbnuancen her absolut unproblematisch ist.

    Wie der Scan unten zeigt ist die Marke ursprünglich (ganz links) in einem mehr oder minder intensiven violett gedruckt worden.
    Alle schwächeren Farbtöne bis hin zum reinen Hellgrau (ganz rechts) stellen nur ein mehr oder minder intensives Verblassen der Originalfarbe unter Einfluss von Zeit, Licht, Witterung oder Chemie dar.

    Man kann dies häufig auch an der Struktur und Farbe des Markenpapieres nachvollziehen.

    Beste Grüße,
    Wilfried

    Dateien

    BY_18_2.jpg 73,93 kB – 266 Downloads
  • DR Michel 28 Stempel echt oder ?

    • sys1849
    • 26. September 2008 um 06:59

    Guten Morgen Asmodeus,

    falls du das Kreuzthal im Allgäu bei Kempten meinst;
    dort waren zu der Zeit nur bayerische Marken gültig.

    Außerdem weist der Stempel auf der gezeigten Mi. 28
    typische Merkmale preußischer Kastenstempel auf.

    Viele Grüße,
    Wilfried

  • DR Michel 28 Stempel echt oder ?

    • sys1849
    • 25. September 2008 um 19:25

    Hallo und guten Abend Dirk,

    bei den Brustschildmarken des deutschen Reiches gab es zwei regional unterschiedliche Währungssysteme:

    Im Norden Thalerwährung = Wertangabe Groschen auf den Marken

    Im Süden Guldenwährung = Wertangabe Kreuzer auf den Marken

    Nach meinem Wissen ist der Ort Creuzthal auf deinem Stempel das heutige
    Kreuztal im südlichen Siegerland / Nordrhein Westfalen.

    Dort müßte aber die Thalerwährung gültig gewesen sein, so daß eine Verwendung einer Kreuzermarke
    eigentlich nicht statthaft war und eine große Ausnahme wäre.

    Da eine gestempelte Mi. Nr. 28 auch deutlich teurer als eine ungebrauchte Marke ist
    liegt der Verdacht nahe, daß ein ungebrauchtes Exemplar
    durch nachträgliche Entwertung auffrisiert worden ist.
    Ob der Stempel selbst gefälscht worden ist kann ich auf dem Scan nicht erkennen,
    zumindest die Null der 30 erscheint für einen Stempel etwas zu stark verwaschen.

    Beste Grüße,
    Wilfried

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