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  3. Russischer Fuchs

Beiträge von Russischer Fuchs

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 28. Oktober 2026 um 13:09
    Zitat von DKKW

    Hallo Russischer Fuchs

    bei Büchern auf japanisch ist bei mir Schluß. Mein Vokabular besteht vielleich aus fünf Worten und mit der Schrift ist es ganz aus. Ich gucke aber regelmässig das englischsprachige japanische Fernsehen nhkworld. In meinem Wochenenddomizil über Satellit, ansonsten via Internet. Da kam irgendwann mal ein Beitrag über Tsuruga und die Fährverbindung nach Wladiwostock. Möglicherweise im "Railway Journal" Ich weiß es nicht mehr.

    Viele Grüße
    DKKW

    Ich verstehe überhaupt keine Fremdsprachen.

    Ich nutze für Webseiten automatische Übersetzungsdienste.

    Für PDF-Dateien verwende ich kostenlose Übersetzungsdienste.

    Für gedruckte Materialien transkribiere ich die wichtigsten Seiten mit Google Drive, bevor ich kostenlose Übersetzungsdienste nutze.


    Die von mir vorgestellten Bücher enthalten Schiffslisten (Schiffsbewegungen).

    Die von Japan Post gelieferte Erklärung zu den Beziehungen zwischen Wladiwostok und Japan ist sehr detailliert.


    Titel: Wladiwostok-Route und Post (Teil 2): Schwerpunkt Japanisches Meer

    Oktober 1876 – September 1910

    Autor: Ichiro Tateyama, Erschienen 2024, 88 Seiten


    Titel: Wladiwostok-Route und Post (Teil 1): Schwerpunkt Nagasaki-Route

    1875 – 1909

    Autor: Ichiro Tateyama, Erschienen 2025, 139 Seiten

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 27. Oktober 2026 um 14:13
    Zitat von DKKW

    Hallo zusammen,

    diesmal hat es kein Vierteljahr bis zu meinem nächsten Zensurpostbeleg gedauert. OK, der Brief ist keine Schönheit zeigt aber einen interessanten Laufweg.

    Der Brief wurde am 17.10.1915 (jul. Kalender in Nikolaevsk an der Amurmündung in den Tatarischen Sund abgeschickt und war nach Nagasaki adressiert. Zensiert wurde er aber nicht in der nahe gelegenen Hauptstadt des Gouvernements Amur, Chabarowsk, sondern im doch recht weit entfernten Irkutsk. Auf der Rückseite des Briefes finden wir einen Poststempel von Chabarowsk vom 30.1.15 (jul. Kalender). Auf der neutralen Verschlussbanderole auf der Rückseite ist der recht häufige Doppelkreisstempel "Geöffnet Militärzensur Nr. 5" aus Irkutsk abgeschlagen (Speeckaert Type 2).

    Anschließend ging es dann wohl mit der transibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok und von dort aus per Schiff nach Japan. Ankunftstempel "Nagasaki 15.11.15" (greg. Kalender).

    Viele Grüße
    DKKW

    Vor einigen Jahren wurde ein Buch in japanischer Sprache über den Postverkehr zwischen Japan und Wladiwostok veröffentlicht.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 27. Oktober 2026 um 13:23
    Zitat von DKKW

    Moin Russischer Fuchs

    vielen Dank für die Übersetzung des japanischen Stempels. Nikko liegt übrigens im Landesinneren in der Präfektur Tochigi, siehe auch Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Nikk%C5%8D

    Solche Absenderorte sind eher ungewöhnlich. Meist stammt die Post nach Europa aus den Wirtschaftszentren Tokio, Yokohama oder Osaka um nur einige zu nennen.

    Viele Grüße
    DKKW

    Ich bin Japanerin, sammle aber keine japanischen Briefmarken.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 27. Oktober 2026 um 12:46
    Zitat von DKKW

    Hallo zusammen,

    endlich kann ich in diesem thread mal wieder einen "richtigen" Neuzugang präsentieren. Es handelt sich um die erste Zensurpostsendung aus Japan nach Russland in meiner Sammlung.

    Die eingeschriebene Postkarte, mit je einer 4sen und 10sen Marke der Freimarkenausgabe 1913 frankiert, lief 1916 vermutlich von Tokio via Wladiwostok nach Petrograd. Die Marken wurden mit einem für mich unleserlichen japanischen Stempel entwertet, außerdem ist der internationale japanische Stempel "Tokio Japan 28.10.16" abgeschlagen. Die Karte kam am 23.10. in Petrograd an (jul. Kalender). Warum an der Stelle der Jahreszahl eine "163." steht, keine Ahnung. Vermutlich eine Fehleinstellung.

    Der Ra3-Zensurstempel "D.Z Wladiwostok Nr. 6" Speeckaert Type Nr. 7 gehört zu den selteren Zensurstempeln. Aber ihr wisst ja, mich interessieren eher die Postrouten und Destinationen. Der seltene Zensurstempel ist eine erfreuliche Dreingabe.

    Viele Grüße
    DKKW

    Der Name der Poststelle auf dem Poststempel auf der Briefmarke lautet 日光(Nikko).

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 27. Oktober 2026 um 12:25
    Zitat von 241264hsv-fan

    Postkarte vom 28.6.1917 nach ???? Die Marke wurde entwertet mit einem Stempel "из действующей армии"? (von der aktiven Armee), Zensurstempel sind die Typen 3, 11 und 12 von Taschkent. Alle drei Stempel sind aus dem letzten Verwendungsmonat.

    Mein Reiseziel ist Taschkent.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 26. Oktober 2026 um 13:45
    Zitat von 241264hsv-fan

    Besten Dank. Maschhad-e Sar kannte ich nicht. Und bei Abkürzungen stehe ich sowieso häufig auf dem Schlauch.

    Es gab eine Schifffahrtsroute von Baku über Krasnowotsk nach Medidesser. Poststempel, die auf Schiffen dieser Route verwendet wurden, sind selten.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 26. Oktober 2026 um 12:41
    Zitat von 241264hsv-fan

    Danke sehr! Das Handbuch kenne ich nicht. Ist es gut und umfangreich? Von wann ist es?

    Was das „Handbuch zur Kriegsgefangenenkorrespondenz in Russland im Ersten Weltkrieg“ betrifft, so ist der Inhalt zwar leicht verständlich, aber nicht besonders umfangreich. Mir ist jedoch kein anderes Buch bekannt, das sich mit diesem Thema befasst. Da kein Erscheinungsjahr angegeben ist, lässt sich nicht sagen, wann es veröffentlicht wurde, doch in den Quellenangaben findet sich ein Verweis aus dem Jahr 2004. Außerdem habe ich, wenn ich mich recht erinnere, das Gefühl, dass seit dem Erwerb dieses Buches bereits mehr als zehn Jahre vergangen sind, sodass es vermutlich in dieser Zeit erschienen ist.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 25. Oktober 2026 um 22:43
    Zitat von Wachauer

    Liebe Sammlerfreunde,

    wie ich verfolgen konnte, wird hier mit sehr hohem Fachwissen das Thema der russischen Zensurstempel behandelt. Leider, bei aller Wertschätzung von meiner Seite, ist das ein Sammelgebiet, von dem ich als Heimatsammler völlig ahnungslos bin.

    So habe ich aber für meine Heimatsammlung(en) doch einige Belege von Kriegsgefangenen in russischer Kriegsgefangenschaft mit der Zeit erworben - stehe aber einer genaueren Beschreibung völlig ahnungslos gegenüber.

    Ich zeige nun hier eine Auswahl von drei Belegen und hoffe keine Fehlbitte getan zu haben, dass mir jemand von den hier aktiven Spezialisten mit einer genaueren Beschreibung unter die Arme greift.

    Kriegsgefangenenkarte von August Wolf vom 10.12.1916 aus

    Samarkand, Turkestan

    Alles anzeigen

    Was Informationen betrifft, die nicht im „POW CORRESPONDENCE IN RUSSIA WWⅠ HANDBOOK“ (
    Autor: Milon Ram) enthalten sind, kann ich kaum etwas beitragen; was jedoch die Postkarten mit der Aufschrift „Typk“ unten rechts betrifft, so weisen einige von ihnen ein weißeres und glatteres Papier auf als die dort vorgestellten Postkarten, und die Druckfarben sind an einigen Stellen blasser. (Ich habe den Eindruck, dass die weißen Exemplare wohl eher selten verwendet wurden.)

    Postsendungen aus den Lagern in Turkestan wurden zwar in Taschkent zensiert, es gab jedoch auch Fälle, in denen sie aufgrund von Zensurlücken erst in Samara oder Moskau zensiert wurden.

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • Russischer Fuchs
    • 25. Oktober 2026 um 15:05
    Zitat von 241264hsv-fan

    Aus Taschkent habe ich mal zwei Karten zu zeigen. Die Zensurstempel sind die Typen 4A und 5, welche beide recht häufig vorkommen. Oft sind sie dann aber nur sehr unsauber abgeschlagen. Rechts oben befindet sich jeweils noch ein Rahmenstempel "Taschkent No. 3". Weiß jemand, ob die auch der Zensur entstammen?

    Beide Karten liefen an die gleiche Adresse in Kroatien.

    Dies ist ein Kennzeichen, das in Kriegsgefangenenlagern verwendet wurde.

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