Bundesanleihe mit 3 %? Was ist das für ein Unsinn. Da bekommt man noch nicht mal die aktuelle Inflation ersetzt. Und die ist eh schön gerechnet. Na ja, der Großteil der Hiesigen hat eh keine Ahnung von fiskalischen Obliegenheiten. Deshalb konnte die Finanzindustrie den Hiesigen auch den Quatsch mit der sogenannten Riester Rente unterjubeln.
Beiträge von Mecklenburger Ochsenkopf
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Es ging um den zusätzlich angebrachten Stempel mit dem Kürzel "S.B.". Es wurde vermutet, das dieses "Soldatenbrief " heißen solle. Das habe ich lediglich richtig gestellt. Die Karte ist ja auch interessant, weil das jemand aus dem Reservelazarett Elmshorn geschrieben hatte. Vielleicht ein Angehöriger eines Seebataillons selber oder eben der dem neugebildeten Marinekorps ab Kriegsbeginn 1914 angehört hatte. Natürlich kann man sich die Belege einfach in das Album dengeln und gut ist. Das verstehe ich aber nicht unter dem Anlegen beispielsweise einer Heimatsammlung. Man kann Belegen so manches "Geheimnis " entlocken. Aber das soll jeder selber so machen, wie er das gerne möchte.
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Ja Danke für die Tips. Ich habe mir eine App zum komprimieren der Bilder heruntergeladen. Der Fehler war eine Dateigröße von fast 2 MB. Jetzt sind es irgendwas von Kilodingens.
Oben ist ein Beleg des Ostasiatischen Expeditionskorps zu sehen. Eingesetzt vom Sommer 1900 bis zum Waffenstillstand im Mai 1901 bezüglich des Boxeraufstandes in China. Es bestand insgesamt aus ca. 20 000 Freiwiliigen und Kommandierten des damaligen deutschen Heeres. Sehr schön ist da der entsprechende Stempelabdruck des See - Bataillons zu erkennen. Beide Seebataillone in Deutschland wurden nach China entsand. Des weiteren wurden aus dem rekrutierten Militärangehörigen Infanterieregimenter, Artillerieabteilungen, Kavallerieverbände, Etappenformationen aller Art sowie Depots gebildet und ausgerüstet. Man ist also in die "Vollen " gegangen bei Personal und Kosten. Galt es doch, international etwas "darzustellen ". Denn immerhin hatten auch die USA, Japan, Österreich- Ungarn, Italien, Rußland, Großbritannien und Frankreich militärische Kräfte dort im Einsatz. Ein schönes Sammelgebiet mit viel Geschichte so "nebenbei", allerdings sind die Belege dazu in der Regel sehr teuer.
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Zunächst einmal eine grundlegende Frage: Wieso kann ich keine Belege hochladen, obwohl der Dateityp jpg ist ? Jedesmal kommt eine Fehlermeldung, weil die Dateigröße zu groß sei.
Zur obigen Karte : Bei dem zusätzlich angebrachten Stempel handelt es sich um die Bezeichnung "See - Bataillon". Also Marineinfanterie. Der Gründungstag mit der entsprechenden Bezeichnung war der 13. März 1852. Davon hatte das Deutsche Reich bis 1914 3 Bataillone. Das 1. in Kiel ind das 2. in Wilhelmshaven. Das 3. Bataillon befand sich in China mit Garnision Kiautschou. Mit Beginn des 1. Weltkrieges wandelten sich die in Deutschland verbliebenen Bataillone in mehrere Regimenter um, inklusive an Land eingesetzte Infanterie und Küstenartillerie zur Verteidigung des Küstenvorfeldes und Hafenanlagen. Das Bataillon in China verblieb zunächst während des Krieges dort und ging auch dort verlustig bzw. die Reste in Gefangenschaft.
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Zur Thematik Prüfer habe ich mal eine Frage zur Dauer bei Einsendungen und eure Erfahrungen daraus. Ich speziell sendete Anfang November 2024 12 Marken ( Bezirksstempel ) zur Prüfung an den zuständigen Prüfer laut Michel. Ich hatte den Prüfer vorher kontaktiert und er führte aus, das ich ihm jederzeit Marken zusenden könne. Eine Nachfrage meinerseits etwa 4 Wochen später, ob meine Sendung angekommen sei, wurde bejaht. Mit der Info, das es wegen Krankheit aber erst im Januar 2025 weiter gehen würde. Genau am 30. 10. 2025 fragte ich per Mail nach dem Bearbeitungsstand. Eine Antwort blieb bisher aus.
Sind solche langen Zeiträume mittlerweile irgendwie normal ?
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Zu dieser Thematik insgesamt noch einige Anmerkungen aus dem Buch "Großes Lexikon der Philatelie " 1973, von Ullrich Häger.
Er schreibt, das POL-Lochungen in knapp 50 Orten vorgenommen worden. Die letzte Verwendung derartiger Marken sei im Jahre 1965 in Mühlheim/Ruhr erfolgt. Es gäbe zu den 50 Orten fast gleich viel Typen, da die Locheisen örtlich hergestellt worden sind. Deshalb kann an Hand der Typen in fast allen Fällen der Herstellungsort festgestellt werden. Weiterhin führt er aus, das es Gefälligkeitsentwertungen und Nachlochungen mit echten Geräten aus späterer Zeit gibt, so das ungebrauchte Marken mit POL-Lochung praktisch wertlos seien. Gesammelt werden möglichst Ganzbriefe , zumindest aber Briefstücke, die den vollen Briefstempel ausweisen.
Soweit die Verfahrensweise dazu aus dem Jahr 1973.
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Als Ergänzung vielleicht noch folgendes zur Entstehungsweise:
In eigener Entscheidung wurden die Marken mit den aus der Vorkriegszeit noch vorhandenen Stanzmaschinen einzeln gelocht oder streifenweise in Zick - Zack- Lagen gefaltet und dann eingelocht. In letzterem Falle erscheint jede zweite Marke mit spiegelverkehrter Lochung. Auch kopfstehende Lochungen kommen häufig vor ,doppelte Lochungen dagegen sind selten.
Quelle: Die Postdirektion Provinz Sachsen 1945/46 von Gerald Schmidt, Roßlau/Elbe 2004 Selbstverlag, 385 Seiten
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Nachtrag: Die Marke hat ebenfalls einen Kurzbefund vom gleichen Prüfer. Ja, diese Dinger sind sehr preisintensiv. Die Marken der obigen Serie laut Mi. Spezial 250 Euro und auf Brief 1000 Euro.
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Der Michelspezial 2023 auf Seite 65:
Lokalausgabe Meißen ,23. Juni 1945, Freimarken der Hitlerkopf-Ausgabe mit schrägem Bdr.- Aufdruck , Mi Nr. 27 (5 Pf ) und MI. Nr.29 (6 Pf ) Aufdruck gelb. Mich. Nr. 28 (5 Pf) und Mi. Nr. 30 (6 Pf) Aufdruck orangerot.
Auflagen : Mi. Nr 27, 29,30 = 100, Mi Nr, 28 = 200 Stück
Bei der 12 Pf da müsste der Audruck in der Regel waagerecht stehen, der Michel ergänzt aber, das auch schräge, senkrechte, doppelte, und kopfstehende Stempelungen vorkommen. Hier Aufschlag mindestens 100 %. Auf Grund der Vielfalt der verwendeten Stempel ist hier aber eine hinreichend sichere Echtheitsprüfung nicht möglich.
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Hier in Sachsen findet sowas in meinem erweiterten Wohnbereich bisher regelmäßig statt. Direkt in Dresden ( 2 mal jährlich ) oder wie am kommenden Sonntag in Pulsnitz bei Kamenz (ebenfalls 2 mal jährlich ). Anasichtskarten, Briefmarken, Münzen und weiteres. Da sitzen dann quasi die speziellen Sammler von Ansichtskarten vor ganzen Kartons und durchforsten diese wie von der Realität entrückt. Aber auch wir Philatelisten können da so manches Schnäppchen machen. Im vorigen Jahr in Pulsnitz kam ich mit einem zunächst Händler ins Gespräch, der etliche Kisten mit loser Ware, wie Ansichtskarten, Briefmarken und Alben im Angebot hatte. Dieser war aber gar kein Händler sondern ein Urlauber aus dem Bereich Magdeburg, der zufälligerweise von diesem Termin erfahren hatte und nun schnell quasi nebenbei seine zu Hause angesammelte Ware verticken wollte. Die Briefmarken stammten größtenteils von ehemaligen Sammlern und ehemaligen Betriebskollegen, die nunmehr verstorben waren. Er sollte eben im Auftrag der Hinterblieben das "Zeug " (wie er es formulierte) zu Geld machen. War viel Massenware dabei, aber auch einiges exklusives. So aus meinem Sammelgebiet SBZ der Satz Ost-Sachsen Postmeistertrennung Michel Nr. 42 bis 50 F Klotzsche , zwar mit Falz, aber geprüft. Gebraucht im Katalog mit 700 Euro gelistet. Dafür wollte er 45 Euro haben, ich konnte noch auf 20 Euro runter handeln. Ihm ging es wirklich darum, die Kartons so schnell wie möglich leer zu machen. Ein schönes Schnäppchen. Aber die meisten wirklichen Händler wissen dann schon was sie haben und lassen sich in der Regel auf keine großen Rabatte ein. Schauen wir also mal, was mich am kommenden Sonntag erwartet.
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Hallo Jean Philippe,
der Michel Deutschland Spezial 2023 Band 2 schreibt unter "Deutsche Lokalausgaben ab 1945" ;
" Barfrankaturen und "Sächsische Schwärzungen" gehören nicht zu den Lokalausgaben, derartige Stücke werden hier nur noch erwähnt., Katalogisierungen und Bewertungen entfallen."
Erfasst sind die beiden Typen Schwarzenberg unter " Bundesland Sachsen" im Hauptgebiet "SBZ" mit der Anmerkung, das "Sächsische Schwärzungen " nicht als selbständige Lokalausgaben angesehen werden können. Sie wurden bisher fälschlicherweise als Lokalausgaben anerkannt, geprüft und gehandelt. Weiterhin wird darauf hingewiesen, das diese gebraucht oder postfrisch aktuell nicht prüfbar sind. Dazu wird aber keine weitere Begründung angegeben. Ich habe beide Typsätze bzw. Auflagen postfrisch ohne die Markwerte, die noch von Zierer und Findeisen geprüft worden sind. Jetzt weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Offensichtlich gibt es aktuell keinen zuständigen Prüfer ? Im Anhang in der Prüferliste ist ein Dr. Penning (nur auf Anfrage) als Prüfer für das Bundesland Sachsen und die "Sächsischen Schwärzungen " aufgeführt.
Weiterhin gehören die Ausgaben von Bad Gottleuba und Wurzen nicht zu den Lokalausgaben.
Bei Goldhahn im Katalog 2025 kann man beide Typsätze Schwarzenberg postfrisch ungeprüft inklusive Markwerte (25 Werte) für je 599 Euro erwerben. Wie fast alle Preise bei Goldhahn meiner Meinung nach auch hier zu teuer. Im Katalog sind die Bewertungen nur für Briefstücke und Briefe angegeben.
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Nicht bloß fehlende/mangelhafte Materialien waren an solchen Dingen schuld. Während eines Druckvorganges war es damals sehr wichtig, eine bestimmte, gleichbleibendeTemperatur in den Räumen einzuhalten. Mangelte es an Heizmaterialien bei kalten Tagen und es kam damit zu schwankenden Temperaturen in den Produktionsräumen, war dann die Folge davon, das die verwendeten Druckerfarben ihr Farbbild veränderten. Das freut den Sammler ob der verschiedenen Ab- und Unterarten in der Farbgestaltung. Die aktuell aufgerufenen Preise dazu dann aber schon nicht mehr. Hohe Preise wurden aber schon dazumal mehr oder weniger durch die Händler verlangt. Ich habe eine Händlerliste vom September 1948 als Drucksache in der Sammlung. Da notiert beispielsweise die allseits bekannte " Potschta" mit 395 DM. Bestimmte andere Werte für Ostsachsen erreichen dann die 1000 DM. Das war damals eine Menge Geld in der SBZ.
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Jean Philippe :
Nein, ich verwechsle nichts. Auch in den westlichen Zonen war die Zehnerfrankatur am 21. und 22.6.1948 für die Marken der Kontrollratsausgaben zulässig (Währungsreform am 21.6.1948). In Westberlin sogar noch sogenannte Mischfrankaturen ( Kontrollratsausgabe , sonstige Gemeinschaftsausgaben sowie die Marken der SBZ mit Bezirksstempelaufdruck) vom 24. 6. 1948 bis 31.7. 1948. Der 24. hier deshalb, weil in Westberlin erst am 24. 6. 1948 die neue Westmark ausgegeben wurde.
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Nachtrag : UI, ich habe gerade mal genauer das Datum des Stempels angeschaut, es ist doch der 23.6.48. Das ändert aber wohl nichts daran, das hier der Absender "vorausschauend " bereits eine Zehnerfrankatur angewendet hatte, um halt sicher zu gehen, das der Brief so oder so befördert werden wird. Gerade mal ein Tag Unterschied bis zum Inkrafttreten der neuen Weisungslage. Der damalige Zeitabschnitt war eben auf Grund der politschen Lage äußerst verwirrend. Das sieht man sehr gut auch an den Teilgebieten der Stempelung bei Barfreimachungen oder der Zensurpost. Da haben nicht nur Privatpersonen ihre postalischen Belege entsprechend " ausstaffiert", sondern eben auch die Postämter selber. Gerade wenn beispielsweise die Post aus der SBZ über die amerikanische oder britische Zone nach Österreich ging. Hier waren die Festlegungen des Gesetzes Nr. 76 des Alliierten Kontrollrates ( Postwesen) einzuhalten. Damit eben die Behörden anderer Besatzungszonen gerade für die Post aus der SBZ bei Beanstandungen deren Weiterbeförderung nicht verweigern. Das erklärt mit Sicherheit auch viele Belege mit "überfrankiertem " Porto, deren Absender vielleicht nicht sicher waren, welche Gebühr nun bei Fernbriefen in andere Landesteile genau fällig wäre.
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Lasse dir keinen Unsinn erzählen. Das Teil ist eine astreine sogenannte Zehnerfrankatur, also ein Beleg aus einer doch bewegten Zeit.
Vom 24.06.- 31.7. 1948 konnten wegen der Währungsreform in den Westzonen auch alle unüberdruckten kursierenden Wertzeichen zu einem zehntel des Nennwertes zur Frankatur in der SBZ verwendet werden. Das Porto betrug seit dem 15.9.1947 für Fernbriefe bis 20g 24 Pfennig. Die Abstempelung trägt als Datum den 26.6.48.
Also mit insgesamt 256 Pfennig bei einer Zehnerfrankatur ist hier nix groß " überfrankiert ", wie weiter oben geschrieben worden ist.
Laut Michel Deutschland - Spezial, Band 2, rechtfertigt das einen Mindestaufschlag von 15 Euro für Bedarfsbriefe.
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Hallo.
Also ich habe im späten zarten Alter von 61 Jahren nunmehr wieder mit dem Sammeln von Briefmarken angefangen. Und wie das so ist, sind die Ganzsachen und Bedarfsbriefe noch dazugekommen. Meine Briefmarken zum Thema ( SBZ ) sind in einem Einsteckalbum untergebracht. Nach meiner Meinung bei diesem Sammelgebiet der ganzen Varianten,Größen und Abarten usw.die beste Lösung, da man hier sehr leicht bei Zuwachs umsortieren kann.
Bei den Ganzsachen und sonstigen Belegen benutze ich das System der Firma " Optima" mit Ringbinder und einzelnen Seiten. Die einzelnen Seiten gibt es in verschiedenen Ausführungen, je nach Größe der unterzubringenden Sachen. Standard sind dann entweder bei Übergröße ein Beleg pro Seite oder in einzelnen Fächern 2 Belege pro Seite. Die Seiten gibt es als Klarseite oder in schwarz mit beidseitig zu befüllenden Fächern. Bei " Goldhahn " kosten die Ringbinder ( mit Schutzkassette) 29,90 Euro, je 10 Stück der Seiten 8,90 Euro. Bei einem Fassungsvermögen von maximal 60 Seiten pro Ringbinder betragen die Kosten rund 83 Euro zuzüglich Porto. Bei normalen Belegen bekommst du also 120 Stück untergebracht. Weniger natürlich bei einem großen Beleg, für den eine einzelne Seite notwendig ist.
Die Qualität der Ringbinder und Seiten ist exellent. Wie oben erwähnt ist jeder Ringbinder noch in einer Schutzkassette untergebracht, so das die Dinger mehr als stabil aufrecht in einem Regal stehen. Ich bin der Meinung, das man zum Unterbringen seiner Sammlung ruhig auch einmal etwas "tiefer " in die berühmte Tasche greifen sollte. Mein teuerster Beleg beläuft sich bisher auf 170 Euro, da möchte ich aber auch eine sichere Unterbringung meiner Schätze gewährleisten. Des weiteren wird durch Optima darauf hingewiesen, das alle Seiten natürlich ohne Weichmacher seien.
Leuchturm bietet auch verschiedene Hersteller an, das System an sich ist aber immer das gleiche. Wobei Leuchtturm aber nach meiner Meinung ziemlich teuer ist. Goldhahn gibt an, ständig günstig größere Posten anzukaufen und so auch entsprechende günstige Preise generieren zu können. Das soll nun keine Werbung darstellen, wo letztendlich jeder kauft bleibt ihm überlassen. Aber ich hoffe, ich konnte dir ein wenig die Unklarheit nehmen. Das ging mir anfangs ebenso.