Ich habe mich 2022 und 2023 in Ulm ausführlich sehr freundlich mit der zuständigen Redakteurin für den Bereich "Kryptomarken" unterhalten. Ich habe sie auch darauf hingewiesen, dass im Michel-Katalog vergleichsweise z.B. nicht immer konsequent gehandelt wird ( bezüglich den österreichischen und den kroatischen Ausgaben z.B. ). Tatsächlich ist auch die gesamte Michel-Redaktion mit diesem komplexen Thema etwas überfordert. Nur 6 Tage vor Erscheinen der deutschen Krypto-Briefmarke Gold-Edition hatte diese Redakteurin auch noch keinerlei konkrete Informationen, z.B. zu der Vermutung einer Marke mit Goldüberzug. Da paketda.de schon vorher verschiedene Vermutungen angestellt hatte, war auch dort keine konkrete Information angekommen. Paketda hatte i.ü. die Bestellnummer der Gold-Edition herausgefunden. Daraufhin wurde im online shop der Deutschen Post diese Bestellnummer gecancelt. Diese ganze "miese" Informationspolitik beweist einmal mehr, dass es hier nur noch auf " Sensationslust" und Anheizen der Spekulation hinauslief.
Beiträge von Holo-Gert
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Hallo, ein paar grundsätzliche Bemerkungen.
Die crypto stamp 1.0 Einhorn der AT Post hat direkt etwas mit Kryptowährung zu tun. Auf jeder Marke liegt ein Guthaben von 0,0046 Ether. Das waren damals die "Gaskosten", d.h. die Kosten um eine Marke von der wallet einer Person in die wallet einer anderen Person zu transferieren.
Katastrophal die deutsche Ausgabe Brandenburger Tor Kryptomarke Gold-Edition. Ich habe sie sehr frühzeitig korrekt schriftlich in Weiden bestellt. Vorgestern bekam ich ein Schreiben, dass sie ausverkauft sei und ich nicht beliefert werden könnte. Ich weiß aber von einem Sammler, der sie telefonisch bestellt hatte und der sie bekam. Angeblich war sie aber nur im online shop erhältlich. Ich war seit 8 Uhr damals im shop angemeldet. Ab 8.34 Uhr konnte man den Folder bestellen. Mir gelang es ca 15 mal einen Folder in den Warenkorb zu legen, ich kam aber immer nur bis zur Zahlung, dann scheiterte das Vorhaben. Also ging ich leer aus.
Übel ist aber, was sich jetzt auf kleinanzeigen abspielt. Da ebay den Begriff "krypto" ja aus rechtlichen Gründen untersagt hat, spielt sich das ganze Gezocke und das Spekulantentum auf kleinanzeigen ab. Hier werden angeblch Folder für 2400 € bis 5100 € verkauft. Als ich drei Verkäufer sachlich angeschrieben habe, wurde ich beleidigt ( Hochstapler, schräger Vogel, Depp, ... ).
Jetzt ist abzuwarten, wie Michel reagiert. Ich befürchte aber auch da, dass sie "einknicken" werden. Rein sachlich gesehen müsste m.E. das Markenheftchen ( sprich: der Folder ) mit ca 35 € bewertet werden: 20 € die selbstklebende Kryptomarke, 3,20 € die nassklebende Marke und einige € eben das Heftchen. Seit fast 2 Jahren haben alle deutsche Marken einen Matrixcode. Bei keiner dieser Marken sind die daraus abzulesenden Nr. 1 bis Nr. 100 besonders bewertet. Warum also sollte das bei dieser Kryptobriefmarke anders sein? Dass die beiden Marken im Folder die selbe Nummer haben, was soll's? Der Sinn einer Kryptomarke wäre doch eigentlich sowieso, sie in eine wallet einzulesen. Das passiert aber nicht, sonst würden die 2 Marken ja jeweils ein Eigenleben führen und die Gleichartigkeit der Nummern wäre völlig für die Katz!
Na ja, jetzt hat sich auch die Deutsche Post AG den Totengräbern der Philatelie angeschlossen!