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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Beiträge von le_hansi

  • Russlands Wappenmarken: eine kaum bekannte Besonderheit

    • le_hansi
    • 27. Dezember 2021 um 16:21

    Hintergründe zum Vertauschen von Druckfolgen

    Ich komme erst jetzt dazu alle Beiträger zu diesem Thema zu lesen. Es sind ja nicht nur die Druckfolgen, sondern die Gesamtheit

    der Herstellung von Briefmarken in Russland bis in die 1930-Jahre hinein gleicht stellenweise einem Disaster (sehr zur Freude der

    Philatelisten). In der Petersburger Staatsdruckerei, welche ja bis zu Ende des 20.Jahrhunderts als eine der Modernsten in der da-

    maligen Druckerwelt galt, lag vieles im Argen.Auch wenn der Dorparter Leiter viel Wissen und Können aus Deutschland mitbrachte

    und die Kaiserliche Staatsdruckerei Wien Vorbild war, fehlte dem Unternehmen russischer Staatsdruckerei die Einbettung in das

    wirtschaftliche Gesamtgefüge. Wohl konnte Petersburg mit hervorragenden, galvanisch hergestellten Künstlerduplikaten glänzen,

    war aber vorwiegend von den Aufträgen des Militärs und autokratischer Behörden abhängig. Die Herstellung von Wertzeichen bzw.

    Wertpapieren spielten dabei eine eher untergeordnete Rolle, deren Erträge allerdings willkommen zur Deckung des ewig unterfinazierten Staatshaushaltes war. Ein geordneter Herstellungsprozess von Frankaturen war zwar befohlen und wurde auch kontrolliert, war aber den Abläufen z.B. einer Preussischen Staatsdruckerei nicht gleichzusetzen. Schon die Planung einer Gesamtauflage,

    welche zum Zeitpunkt der Essay-Vorlagen zu erfolgen hatte, war wegen der Unsicherheit von Materiallieferungen und Personalleistungen, nicht zu sichern. Je öfter Russland im Inland und Ausland in eine Katastrofe taumelte (z.B. Wirtschaftskrise zur Jahrhundertwende, Niederlage im Russisch-Japanische Krieg, die ständigen, weitgreifenden Aufstände wegen falsch durchgeführter Bauern-

    befreihung,die blutige Revolution von 1905 und letztlich die entsetzlichen Verluste Russlands im 1.Weltkrieg schlugen auch auf die russische Staatsbank und auf das Postwesen durch.Die ständigen Rekrutierungen des Fachpersonals haben sich schnell in einer zerfallenden Arbeitsorganisation und-moral bemerkbar gemacht. Die vertauschten Druckfolgen sind also letztlich ein kleiner Mangel in einem grossen Mangel dieser Zeit.

  • Russland Mi.Nr. 63 - 76 unter die Lupe

    • le_hansi
    • 10. November 2021 um 10:21

    Im Michel-Rußland-Spezial 2012 findet man zu Mi.Nr.63-76 diverse Hinweise auf Papier und Strukturen, sowie auf Lage des Wasserzeichen. Diese gehen auf das Fominsche Katalog-Handbuch Briefmarken Rußlands 1908 - 1923 zurück.Darin wird auf Seite 27 die Bogenwasserzeichen anhand von 3 Bogenskizzen (a, b, c ) erklärt.Viele Russlandsammler haben Ihre Sammlung danach ausgerichtet.Eine Überprüfung der Ausführungen habe ich Nirgends gefunden. Der Sammler wird nicht darauf aufmerksam gemacht, dass es sich nicht um eine Schalterbogen-Darstellung handelt,sondern um einen kombinierten Papier- Maschinenbogen- Darstellung mit eingezeichneten Bogenformaten und Wasserzeichenlagen. Da im Michel-Spezial 2012 u.a. dazu bei 63 I A bis 79 I A steht Bogenrand-Wasserzeichen "Verschlungene Linien" immer oben und unten, sollte dies nachvollziehbar sein. Der Nachfolzug ergibt aber die Möglichkeit, dass die verwendeten Papierbahnen (also keine Einzelbögen) mindestens 2 Wasserzeichenlagen und nicht nur eine, ergeben. Damit wird die Aussagen nach der Erstauflage fraglich.

    Begründet ist dies in der Papierrollenherstellung in der russischen Staats-Papiermühle: Der gemahlene Stofffilz wurde über ein rotierende, umlaufendes Langsieb aufgesprüht und über diverse mechanischen Walzen unter Zugabe verschiedener Hilfsstoffe mit den gewünschten Eigenschaften eines Wertpapieres versehen. Als Schutzmassnahmen wurden echte Wasserzeichen eingefügt. Dazu gab es in der einbahnigen Papierrolle zwei Varianten :

                 1,Variante   Das Wasserzeichen wurde links und rechts auf die Rändern des         Siebes aufgelötet.Es steht also paralell zur Papierlaufrichtung ( ! ).

    2. Variante Das Wasserzeichen wurde über eine 90 ° quer zur Maschinenrichtung arbeitende Vorlaufwalze (Egoutteur) in den feuchten Papierfilz

    gepresst. Es steht also nicht paralell, sondern um 90° gedreht zur Papierlaufrichtung.

    Somit ist die Fominsche Darstellung in Skizze a, Seite 27, um eine weitere zu erweitern. Die Erklärungen zum Papier, Seite 13, sind dahingegen zu berichtigen, dass die sogenannte Papierstruktur nicht durch Abdruck im Sieb entsteht, sondern u.a. im Verhalten der Papierfasern. Das Wasserzeichen ist im allgemeinen klar und scharf im Bogen abgebildet, kann aber auch unscharf und an den Rändern ausgefranzt sein. Letzteres ist nicht unbedingt ein Merkmal einer Nachauflage, sondern dem ständigem Abrieb während des Papierherstellungsprozesses auf dem Sieb zu zuschreiben. Fomin belegt die genannten Skizzen mit den Massen ,54 cm und 34cm. Er lässt uns aber im Unklaren, ob diese für die Bögen in der Bogen-Einlage der Tiegelpresse oder für die Rollen-breite in der Papiermaschine gelten. Nimmt man an, dass die Rollenbreite 54 cm sei, so wäre diese Breite für eine Rollenbahnbreite aus wirtschaftlichen Gründen zu gering gewesen. Tatsächlich wurden schon zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wesentlich breitere Rollen gefahren. Wenn dies so gewesen ist, ergeben sich weitere Ausschnittszuord-nungen bei mehrbahniger Herstellung durch Schmal- und Breitband. Dies würde weitere weitere Zuschnittsmöglich-keiten für die Druckbögen der Mi.Nr. 63 I a - 79 I A bedeuten.


    gewesen ist, dann ergäben sich aus der

  • 1000 Rubel Marke - Ganzsache oder Marke?

    • le_hansi
    • 20. Oktober 2021 um 09:39

    Ein Hinweis zu Russland Mi.Nr. 156y, 100 Rubel :

    In keinem mir bekannten Katalog oder Fachbuch ist ein weiterer Fehler beschrieben: 

    Das Durchschlagen der Farbe : Man spricht von Durchschlagen, wenn die Bestandteile

    der Farbe zu tief in das Papier eindringen und dadurch den Druck auf der Rückseite an-

    gefärbt sichtbar machen.Diese Erscheinung wird sich vorwiegend bei der Verwendung 

    von Farben einstellen, deren Trocknung zum grössten Teil durch Apsorption (Wegschlagen)

    geschieht.

    Quelle:  Drucker ABC, I.Teil: Farbe, Seite 130 ua, Ausgabe 1952

    Auf Auktionen werden Marken Russlands oft falsch mit Abklatsch beschrieben.  Bei genaue-

    ren hinsehen entdeckt man das der Abklatsch gar keine Farbe einer anderen Marke ist,

    sondern ein "seitenverkehrtes Durchscheinen des vorderen Druckbildes". Besonders 

    schwierig ist dieser Fehler bei den orangenen Farbtönen zu erkennen, während dies bei

    dem Stahlstichschwarz relativ einfach erkennbar ist. Aber nicht nur bei Stahlstichdruck,

     sondern beim Hochdruck in Verbindung mit Prägedruck ist dieser Fehler bei Russlands-

    Marken häufig. Da sich der Fehler oft erst einige Tage nach dem Druck zeigt, wird eben-

    sooft von der Nachkontrolle, falls überhaupt eine statt fand, übersehen.

  • Russland und Sowjetunion Fiskalmarken

    • le_hansi
    • 1. Oktober 2021 um 09:38
    Zitat von xheine

    Fiskalisch paßt hier rein?

    Ich habe drei Fragen zu einem russ. Dokument mit Fiskalmarken:

    1. Um was für ein Dokument handelt es sich? Ausweis, Bescheinigung über Herkunft?

    2. Welchen Beruf hat der junge Mann?

    3. Was ist das für ein kyrillischer Buchstabe? Bisher habe ich mir eingebildet wenigstens des russ. Alphabet zu kennen. Ist das ein Zeichen ähnlich wie dem Weich- bzw. Hart heitszeichen, das man nicht mitspricht?

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