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  3. Luitpold

Beiträge von Luitpold

  • 3 Kreuzer Mi Nr. 23 Bayern

    • Luitpold
    • 5. September 2010 um 15:00
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo Peter,

    er lief nach Oberhausen bei ZW.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    ... und wurde in Herxheim/Pfalz abgeschickt.
    Halbkreisstempel Nr. 11 b - nach Sem bewertet mit 60,- DM (Handbuch ist von 1993).

    Gruß
    Luitpold

  • Bayern - Das Ende der Nummernstempel

    • Luitpold
    • 4. September 2010 um 18:53

    Nach dem Spruch "Die Ersten werden die Letzten sein ..."

    zuerst letterpete

    Nachdem es auch schon vor dem 9.3. Ortsstempelentwertungen auf Fernbriefen gab (Drucksachen / Ortsbriefe wurden mit dem Ortsstempel entwertet*), wären nur die März '69-Briefe aussagekräftig. Leider ist das Angebot an März '69-Briefen nicht groß.
    Im Anhang ein Beispiel für Vor-Ortsstempelung und ein März-Datum.
    Dazu der Nebensatz: Achtet auf die Ortsstempel. Das ist mein größeres Problem als der 9.3. - Wie kamen diese Stempel in die Postämter? Beschaffte sich das jedes Postamt selbst, über die Materialstelle des Bezirksamts (Vorgabe vom Oberpostamt welche Stempel verwendet werden durften? - Fragen habe ich jede Menge, nur keine belegbaren Antworten).

    Michael D

    Herzlichen Dank für die Mitteilung, wie's in ein Preußen war. Einerseits ist das schön kein festes Datum beachten zu müssen, anderseits doch ein wenig Verwirrung (hat aber auch seinen Reiz).

    Warum mich die anderen Staaten interessieren? Nun, durch den Postverein hatte man doch Kontakt und sah, wie's die anderen machten. Da wird manche Idee mit übernommen worden sein. Und bei den Bayern hat die Einsicht, dass die Entwertung mit dem Ortsstempel ausreicht etwas länger gedauert.
    Übrigens, stand im Postvereinsvertrag von 1852 auch folgendes:

    "Stempeln der Briefe
    §. 31. Gestempelt werden:
    1) die Briefe ... mit dem Aufgabestempel des Ortes und Datums der Einlieferung auf der Adresse oben rechts;
    4) die Freimarken mit dem landesüblichen Entwertungsstempel.

    @bayern klassisch

    Das einzige was wir schriftlich haben ist die VO vom 9.3. Sie kommt wenig "aufgeregt" daher und es heißt ja "Die abgegebenen Entwertungsstempel .... sind alsbald ... einzusenden". Ja, schicke ich sie heute nicht, schicke ich sie morgen, oder ...". Eine 2. Aufforderung die Stempel alsbald zurückzusenden erfolgte offensichtlich nicht. Das sagt doch auch etwas - oder?
    Noch eine Bemerkung: Es ist auch ein Unterschied ob ein Stempel von einer Briefhauptexpedition oder nur von einer Wald- und Wiesen-Expediton vorliegt.
    Ein großes Postamt hatte nun mal extra Briefstempler und bis die die neue Vorschrft kannten - wie bekamen sie die Info eigentlich? Ihr Vorgesetzer müsste es ihnen gesagt, angewiesen haben. Oder gab es damals schon einen Hausverteiler für das Postamtsblatt. Na, dann hätte es sicherlich noch einige Tage länger gebraucht, bis die Verordnung "ganz unten" ankam.

    mikrokern

    Herzlichen Glückwunsch, Du kannst Dich ja bequem zurücklehen und warten, ob die kompetenten Herren (z.B. Herr Sem) sich zu dieser These von Herrn Streuber äußern.
    Er hat in seinem Handbuch diese Daten festgeschrieben und auch Bewertungen vorgenommen. Gerade diese Wertmaßstäbe stehen und fallen mit den offiziell anerkannten Daten.

    Ich habe nachgegoogelt welcher Wochentag der 9.3. war = Dienstag. Am 13.3. = Samstag erschien das Verordnungsblatt, der 16.3. war wieder Dienstag. Also auch hier keine Aussage zu der geringen Anzahl an vorhandenen Briefen (März generell) möglich.

    Im übrigen schließe ich mich bayern klassisch - Zitat "Mal sehen, was die anderen AD - Kollegen zu sagen haben" gerne an.

    Luitpold

    * füge hier nachträglich noch eine Drucksache vom 1.3.1869 ein. Es wurde schon von jemanden die Frage aufgestellt, warum die Drucksachen/Ortsbriefe mit den Ortsstempel entwertet werden durften (wobei es je nach Jahr auch Entwertungen mit dem Mühlradstempel gibt). Der Name ist mir entfallen und wo, wann das war.

    Dateien

    1869 - Jan.-März.jpg 71,74 kB – 297 Downloads Drucksache März 1869.jpg 38,61 kB – 284 Downloads
  • Bayern - Das Ende der Nummernstempel

    • Luitpold
    • 3. September 2010 um 17:05

    Aus Anlass eines Beitrages von Herrn Streuber im 55. Rundbrief der ARGE Bayern (klassisch) im BDPh e.V. möchte ich in Ermangelung eines eigenen Forums auf der Website der ARGE hier zur Diskussion stellen:

    Ist der 9.3.1869 der Letzttag der Mühlradstempel?

    Herr Streuber stellt diesen Fix-Termin in Frage mit der These, dass die Verordnung zur Verwendung der Ortsstempel (statt der Mühlradstempel) zur Markenentwertung vom 9.3.1869 ist und diese Verordnung erst im Verordnungsblatt vom 13.9.1869 veröffentlicht wurde. Somit könnten die Postämter am 9.3. noch keine Kenntnis von der VO gehabt haben.

    Ist es möglich, dass die Postbehörde erst am Tage des Geschehens die offizielle Verordnung erlässt und dann Tage später diese durch eine Zeitung (mehr war das VO-Blatt in diesem Sinne nicht) veröffentlichen lässt.

    Nutzte die Post denn für ihren Geschäftsgang nicht täglich andere Wege (Mitteilungen, "Circulare"). Wäre es nicht möglich, dass die Oberpostämter (Postämter usw) vorab
    informiert wurden.

    Als 1842 das 1. VO-Blatt erschien wurde der Gebrauch des VO-Blattes erklärt. Darin steht, im VO-Blatt soll "was der Gesamtheit oder Mehrzahl der Postangehörigen zu
    wissen notwendig und nützlich erscheint" veröffentlicht werden. Bedeutet das, alle Informationen vorab oder nicht auch im Nachgang, nur der Allgemeinheit zur Information?

    Mich würde auch noch interessieren, wie die Praxis in den anderen Staaten mit Nummernstempel war. Wann wurden dort (Preußen, Sachsen, Baden) diese besonderen Entwertungsstempel eingezogen?

    Für Antworten auf meine Fragen bzw. Diskussionsbeiträge würe ich mich freuen.
    Evtl. könnten wir dann Herrn Streuber die Beiträge zu einer weiteren Diskussion weiterleiten.

    Besten Dank, Luitpold

  • Bayern Mühlradstempel

    • Luitpold
    • 3. September 2010 um 08:08

    Lieber bayern klassisch,

    da gibt es den schönen Spruch "Im Tal der Ahnungslosen ...". Da werde ich lange wandern müssen ... falls Du die Sammlung nicht mal digital stellst.

    Leider gibt es über tatsächlich ausgesproche Strafen gegen Postbedienstete nur bei den Postillionnen Nachweise in den VO-Blättern. Das zu zeigen, ist auf Briefpost nicht möglich:

    Die Specialkassiere, Postverwalter und Eisenbahnstationsvorstände sind befugt, über das ihnen beigegebene Personal von Assistenten, Amtsgehilfen, Condukteuren, Briefstemplern und -Trägern, Stationsdienern, Packern und Postboten die Disciplin auszuüben, und zwar mündlichen und schriftlichen Verweis zu ertheilen, Strafdienst zu verfügen, von der Dienstleistung ohne Gehaltsentziehung und vorbehaltlich der Berufung an das Oberamt zu suspendiren. Gegenstand der Strafe sind im Allgemeinen Nachläßigkeit, Ungehorsam, oder Widersetzlichkeit, Neigung zu Spiel und Trunk ect. Verordnung vom 30. Dez. 1862

    Also wird es in Deiner neuen Sammlung wohl um das gehen, was hätte eigentlich nicht sein dürfen.

    Beste Grüße
    Luitpold

  • Bayern Mühlradstempel

    • Luitpold
    • 2. September 2010 um 17:21
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Danke für das Zitieren der VO, die zeigt, wie ernst man es mit den Entwertungen meinte.
    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Lieber bayern klassisch,

    wollte noch aus der vorheigen VO zitieren, wo es um die Stempelschwärze geht. Darin wird angekündigt, dass alle Postämter einen Stempelballen bekommen, den sie gefälligst zu benutzen haben und gleichzeitig wird der Gebrauch des Stempelgerätes (Reinigung!) ganz genau erklärt. So eine ausführliche "Gebrauchsanleitung" zum Stempeln gab es später nicht mehr.
    Noch eine Bemerkung zu der Geldstrafe. Aus einem Büchlein vom Jahre 1867, indem die Jahrsgehälter der Postbeamten aufgeführt sind, kann man entnehmen, dass der Briefstempler (3. Kategorie - niederer Dienst) zwischen 300 und 400 Gulden verdiente.
    So gesehen war die Strafe keine Kleinigkeit.

    Zitat aus der VO vom 11. Januar 1853. "Namentlich werden bei diesem Anlasse die wegen Entwerthung der Franko-Marken gegebenen Vorschriften wiederholt in Erinnerung gebracht und die k. Postanstalten vor deren Außerachtlassung mit dem Beifügen ernstlich verwarnt, daß von nun an jede unterlassene oder ungenügende oder mit einer anderen, als der nunmehr ausschließlich zu verwendenden Schwärze vollzogene Entwertung von Franko-Marken, für jeden Fall, ohne Unterschied des Betrages der Marke, unnachsichtlich mit einer Ordnungsstrafe von 1 fl. 30 Kr. beahndet werden wird."

    Tja, viel geholfen hat es wohl nicht, da 1854 nochmals eine Verordnung erlassen werden musste. Und 1867 hatte man das offensichtlich vergessen und die VO verstaubte da schon über 10 Jahre im Aktenschrank (wenn sie denn noch vorhanden war, was eigentlich auch Vorschrift war). Übrigens war der Ort Hessenthal in der 1. Verteilung ein Schönstempler! (der war dann schon außer Dienst).

    PS
    Wenn Du das Thema auf "mangelhafte Stempelabdrücke auf den Postaufgaben und ungenügende Entwerthung der Franko-Marken" erweitern würdest, hätten wir hier bald eine schöne Sammlung zusammen ;) - denn wer hat nicht solche Briefe, die jetzt mit dieser VO in ganz anderem Lichte gesehen werden können.

    Dateien

    Hessenthal.jpg 38,88 kB – 317 Downloads
  • Bayern Mühlradstempel

    • Luitpold
    • 2. September 2010 um 16:15
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Mal sehen, wann der liebe Luitpold die bayer. Verordnung hier einstellt ... :)
    Liebe Grüsse von bayern klassisch


    Hä, warum ich ?( Aber Befehl ist Befehl, Euer Gnaden :D

    Liebe Bayern-Klassik-Fans,

    schaut einfach in das SEM-Handbuch der Entwertungen - Ortsstempel 1847-1875 S. 306 - Verordnung Nr. 5553 - Absatz 2 - für Nichtbesitzer des Buches hier der Wortlaut:

    "Undeutliche, verwischte oder in ihren Nummern mit der Feder verbesserte oder ergänzte Stempelabdrücke sind der unterbliebenen Stempelung gleichzuachten, demgemäß in dem durch die vorallegirte ((steht so da)) Ausschreibung unter Ziffer 10 angeordneten Verzeichnisse vorzumerken und nach Maßgabe derVerordnung vom 11. Januar 1853 Nro. 567 (Verordnungslbatt Seite 11 etc.) für jeden einzelnen Fall mit der Strafe von 1 fl. 30 kr. ((Unterstreichung von mir)) zu beahnden.

    Gleiches gilt in Ansehung jener Stempel-Abdrücke, durch welche die Marke so mit Schwärze überdeckt ist, daß sowohl die Prägung der Marke als auch die Nummer des Stempels unkenntlich wird.

    (aus VO München, en 21. März 1854)

    Für letztere VO wäre mein Brief aus Amorbach (Zufall?) ein Kanidat. Damals sah der in der 2. Verwendung benutzte Stempel mit der Nr. 16 aus wie Nr. 10. Aber dieses Thema hatten wir vor langer Zeit schon einmal.

    Es grüßt gehorsamst
    Luitpold :D

    Dateien

    Amorbach.jpg 38,69 kB – 342 Downloads
  • BayernBriefe ohne Marken

    • Luitpold
    • 2. September 2010 um 11:45
    Zitat

    Original von Bayern-Nils
    Der Empfänger musste für diesen Brief 3 Kreuzer Bezahlen. Der Brief war wahrscheinlich nicht von Absender zum Post gebracht, weil in Schweinfurt geschrieben. So der Absender hat jemand den Brief gegeben und in Kissingen zum Post gebracht. So hat der Empfänger trotzdem 3 Kreuzer gespart. Viele Grüsse Nils


    Also so weit ist es nicht von Bad Kissingen nach Schweinfurt bzw. andersrum. Dafür reichten 3 Kr. Franco.
    Nebenbei: Jetzt weiß ich warum bayern klassisch den Brief nicht bekommen konnte (hatte auf ihn getippt) - er hat halt ein Herz für andere Sammler :)
    Und - irgendwer hat all die anderen Fahrpostbriefe aus der Korrespondenz aufgekauft zum Teil zu hohen Preisen (und manche Briefe waren ja nicht gerade in Kabinetterhaltung).

    Schöne Mittagszeit und noch gute Arbeit!
    Luitpold

  • Rundbriefe der Arbeitsgemeinschaften

    • Luitpold
    • 1. September 2010 um 17:52
    Zitat

    [i]Original von toxc
    Einziger Wehrmutstropfen ist die Erkenntnis dass ich selber noch weit davon entfernt bin mal einen Beitrag beisteuern zu können ... :(

    Hallo toxc,

    wie wäre es mit "Wie ich Bayernsammler wurde ..."?

    Oder hast Du einen Kommentar zu einem der Beiträge. Sozusagen Leserbrief?

    Ralph Bernatz hilft Dir auf jeden Fall (wobei ich dem völlig überlasteten Schriftführer nicht noch mehr Arbeit verschaffen will
    - er macht das sehr gerne ; - mir hat er schon jede Menge Tipps gegeben :dankeschoen:

    Beste Grüße
    Luitpold

  • Rundbriefe der Arbeitsgemeinschaften

    • Luitpold
    • 31. August 2010 um 16:17

    Heute im Briefkasten - der brandaktuelle 55. Rundbrief der Arbeitsgemeinschaft Bayern (klassisch) im BDPh e.V. - Sept. 2010

    Auf über 110 Seiten ein Querschnitt durch alle Sammelthemen der bayerischen Postgeschichte. Alles auf Hochglanzpapier und durchgängig in Farbe! - Das ist wieder Spitze!

    Von Ralph Bernatz, dem Postverein Kenner, ist diesmal ein Überraschungsbeitrag dabei, doch wer ihn etwas - auch aus den Beiträgen im Forum kennt, weiß dass er die Briefe "rund um" beschreiben kann. Sein Beitrag empfehle ich deshalb besonders: "Auch ein Rücken kann entzücken: Mit Brief und Siegel - was soll daran Besonderes sein?"

    Und natürlich für an postalischen, historischen Begebenheiten Interessierte - zu denen ich mich zähle - ist der Beitrag aus der Gartenlaube "Aus der Beamtenwelt. Der Postschein ...", den Dietmar Schmitz ausgrub, ein "Mus ich gleich lesen"-Beitrag.

    Dazu jede Menge farbiger Briefe und Marken-Abbildungen in zahlreichen Beiträgen, die einen staunen lassen, was jetzt noch Neues nach 150 Jahren zu berichten gibt.

    Für alle Klassik-Bayern-Fans ein MUSS und ich denke, dass es hier nur wenige gibt, die den Rundbrief nicht bekommen werden. Falls doch Bedarf an weiteren Informationen besteht, schaut einfach unter der
    In Kürze werden dort der Titel und das Inhaltsverzeichnis eingestellt.

    Mit Lob und Dank an die Vorstandschaft zum hervorragend gelungen 55. Rundbrief
    Luitpold

  • Bayernstempel Typ 20

    • Luitpold
    • 31. August 2010 um 11:38

    Lieber Ulf, lieber Erdinger,

    das ist ja spannend, was ihr da so treibt. Das könnte die Würzburger-Stempelgeschichte umschreiben. Der letzte Abschlag ist wie geschrieben aus 1875! Was trieb die Poststempler dazu, dieses Stempelgerät nochmals zu benutzen. Denn davor gab es andere, die ich evtl. hier auch zeigen sollte?

    Und für Rätselfreunde: Warum erfolgten diese Stempelwechsel so oft? An Abnutzung glaube ich nicht. Eher an den Zeitgeist - Schrift in Antiqua - Grotesk und Postamtsbezeichnung in Ziffer oder Buchstaben (Bahnhof / Stadt). Allerdings wer die vielen Stempel bezahlte bzw. anschaffte? Wer darüber schriftliches hat, möge es hier vorlegen. Denn ohne schriftlichen Nachweis ist alles Spekulation.

    Vielen Dank.

    Luitpold

  • Bayernstempel Typ 20

    • Luitpold
    • 30. August 2010 um 17:52

    Hier nachgetragen die Abbildung des Neuöttinger-Stempels

    1872 war in Neuötting erst der Monat und dann der Tag eingestellt. Typisch sind die kleinen und großen Zahlen.

    Über den Kampf der Geschmäcker bei der Postamtsbezeichnung ist leider nichts überliefert. Aber Neuötting hatte schon ein STADT-Postamt während Würzburg noch mit den Ziffern I + II experimentierte und damit seiner Zeit weit voraus war. Später kam dann wieder Stadt usw.

    Bilder

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  • Bayernstempel Typ 20

    • Luitpold
    • 30. August 2010 um 17:32

    Gleicher Stempel, gleicher -Abschlag? Das ist hier die Frage. Soll ein Stempel mit Jahreszahl und ein gleicher Stempel ohne Jahreszahl unter zwei Nummern aufgeführt werden (wie bei Würzburg unter Wü 14 und Wü 17 - lt. Herrn Schraut)?

    Und man muss genau hinschauen, damit man Unterschiede sieht:
    Abb 4 Stempel aus: 1870 - 1871 - 1875.

    Der Würzburg II mit Jahreszahl 71 ist übrigens auf der Rückseite des Briefes mit dem Würzburg I Stempel ohne Jahreszahl (Wendebrief).

    @ Ulf

    Kannst Du mal bitte schauen, ob der Würzburger mit und ohne Jahreszahl vom gleichen Stempelgerät ist. Vorab ein DANKESCHÖN.

    Luitpold

    Bilder

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  • AD - Stundenstempel ?

    • Luitpold
    • 30. August 2010 um 15:24

    Lieber Ulf,

    das Jahr 1857 ist bei dem Würzburger-Zweikreis besonders augenfällig, da die Ziffer 7 mit dem Abstrich unten offen ist und so manchmal unten verlängert erscheint (bei zuviel Stempelfarbe sowieso).

    Bitte an alle Sammler-Kollegen, Ihre Zweikreiser aus Würzburg, Nürnberg, Regensburg, München, Augsburg usw. von 1857 hier einzustellen (300er Scans).
    Es soll ein Vergleich der Ziffern erfolgen.

    Übrigens war der Zweikreisstempel mit Zierstücken ein sehr erfolgreicher Stempeltyp und mit der schönste den es in Bayern gab.

    Herzlichst grüßt
    Luitpold


    PS

    Wie der Vergleich ausschaut, den ich wieder Ulf verdanke, der hier ein großes Lob für seine großartige Arbeit verdient, zeigt der Scan Würzburg-Vergleich.

    Bilder

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  • Alte Briefe ohne Marken...

    • Luitpold
    • 28. August 2010 um 06:33

    Also ich kenne mich da auch nicht aus, aber kann mal 2 Postscheine zeigen.

    Von Würzburg nach Ochsenfurt (ca. 20 KM) ist die Entfernung im 1. Taxrayon (1-5 Meilen). Wenn einmal mit 6 und einmal mit 7 Kr. taxiert wurde, dann wird wohl eine Abrundung bei den 7 Kr. vorliegen. Denn die Briefe wogen einmal bis 1 1/2 Loth (= 6 Kr.) und einmal über 1 1/2 Loth (= 7 1/2 Kr. - abgerundet auf 7 Kr.).

    Luitpold

    PS
    Leider habe ich keinen Postschein von Würzburg nach Ochsenfurt mit 3 Kr. (Brief bis 1/2 Loth (= 8,75 g).
    Angaben ohne Gewähr nach Winkler "Die Briefposttarife in Bayern"

    Bilder

    • Sieben Kreuzer.jpg
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  • Bayern - 2 Kreuzer Frankaturen

    • Luitpold
    • 28. August 2010 um 06:20

    Lieber bayern klassisch,

    also bitte nehme "Trottel" zurück ;)

    Du weißt ja selber besser als ich, dass beim Abstempeln von zig-Drucksachen erst später die Unterfrankatur gesehen worden ist. Allein die Tatsache, dass noch rechtzeitig *nachfrankiert wurde zeigt die Aufmerksamkeit des Augsburger Postbeamten!
    Ein sehr schönes Stück, dass mich an die Postkarten erinnert, wo ebenfalls vor Absendung nachfrankeirt und 2 versch. Tagesstempel abgeschlagen sind.

    Nix für ungut, meint Dein Luitpold

    * Also ich sehe das so, dass - siehe Rückseite der L2 Augsburg noch vom 3.10. ist, der Winterthur-Stempel vom 6.10.

    Oder, VorphilaBayern, liege ich falsch? Und herzlichen Dank für das schöne Stück!

  • Bayern - Parteisachen waren nicht einfach...

    • Luitpold
    • 28. August 2010 um 06:07

    Guten Morgen lieber bayern klassisch,

    Deinen Bemühungen uns die Geheimnisse der Postgeschichte Bayerns zu enthüllen allen Dank. Aber mir fällt nichts ein :ups: Möchte aber hiermit zeigen, dass ich Deine Beiträge sehr, sehr gerne und aufmerksam lese, auch wenn ich nicht antworte.

    Vielleicht helfen Deine ersten Kommentare zu diesem Thema weiter?

    Auf dem Neustadt-Brief sind 2 verschiede Stempelabschläge von 2 unterschiedlichen Tagen:

    Zitat

    Original von bayern klassisch Üblich war zuerst die Stempelung des Briefes und später das Aufkleben der Portomarke und die Entwertung dann.

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Die P1 war nicht zu entwerten vorgeschrieben worden

    Also warum wurde die Marke später in Neustadt mit dem Halbkreiser entwertet?

    Du gibts uns sicherlich doch bald des Rätsels Lösung?

    Schonen Samstag wünscht ALLEN
    Luitpold

  • Postbeförderung über Flüsse

    • Luitpold
    • 18. August 2010 um 16:27

    Hallo Peter,

    was gäben wir Sammler dafür, wenn es Briefe gäbe mit dem Poststempel "Bayer. Maindampfschiffahrts-Beförderung - Dampschiff Luise" oder so ähnlich. :D

    Ich gehe davon aus, dass die Handels-/Poststraßen damals aber schon so gut ausgebaut waren, dass die Beförderung mittels Postkutsche schneller erfolgte als mit jedem Dampfboot. Da wäre auch eine ständige Dampfbootlinie keine Konkurrenz für die "Straßenpost" gewesen. Und von der aufzubauenden - neudeutsch - Logistik ganz abgesehen. Nicht zufällig entstanden bei den Bahnhöfen auch die Postexpeditionen (u.a. in Würzburg).

    Wenn man dennoch die Beförderung auf dem Main dokumentieren möchte, dann
    bleibt für einen postgeschichtlich interessierten nur die Frachtpapiere, wo das Wort "Schiff" im Text dann genannt wird. Leider habe ich nur normale Frachtpapiere (Fuhrmannsbriefe - Güterbestätterei-Stempel).

    Wenn Du nach Büchern suchen möchtest: Gib einfach bei google das Suchwort google books ein. Du wirst staunen (wie ich schon seit längerem) was da alles zu finden ist.

    z.B.

    — Auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen sind gegenwärtig 100 Dampfer Tag und Nacht in Tätigkeit; sie rentieren alle vortrefflich. Die größere Hälfte besteht aus Personenschiffen, welche jedoch auch beträchtliche Güttermassen befördern, Schleppschiffe sind etwa 36. Die Rotterdamer Gesellschaft besitzt! 10 Dampfer, die Amsterdamer 2, die Kölner 18, die Düsseldorfer 10, die Frankfurter Main-Rhein-Dampfschiffahrtsgesellschaft fährt mit 2 Dampfern von Frankfurt aufwärts bis Ludwigshafen, abwärts bis Bingen; die Würzburger Main-Rhein-Dampfschiffahrtsgesellschaft besitzt 9 Dampfer, welche zum Theil bis Köln und Ludwigshaftn fahren; („Bremer Handelsblatt" - entnommen einem Buch von 1853.)


    Beste Grüße
    Luitpold


    Ergänzung: Ausschnitt aus einem Bild von Würzburg mit dem Main (oben alte Mainbrücke).

    Bilder

    • Boote auf dem Main 1851.jpg
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  • Postbeförderung über Flüsse

    • Luitpold
    • 18. August 2010 um 14:30

    Der Link ist sehr hilfreich zum Thema
    Kettenschifffahrt auf dem Main war eine spezielle Art des Schiffstransports von 1886 ;)

    Wie gesagt, es machte keinen Sinn für die Postbeförderung den Wasserweg Main zu benutzen, ob jetzt mit Segel- oder Dampfboot. Deshalb ist der Hinweis auf zu niedrigen Wasserstand als Gegenargument der Postbeförderung hier falsch.

    Das die Dampfschiffahrt nicht zugange kam (auch die Kettenschiffahrt war nur ein gescheiteter Versuch) lag eindeutig an der Eisenbahn* (von anderen Widrigkeiten abgesehen).

    Hier nochmals der Hinweis über google books nachzlesen (es gibt dort genügend Lektüre), und hier nochmals ein Fundstück (den Text kann man sogar kopieren!):

    In der Beilage zu dem »Frankfurter Journal«, Nr. 116, vom 18. Mai ((1838)) macht die Handelskammer von Frankfurt bekannt, daß seit Eröffnung der diesjährigen direkten Schifffahrt mit Holland von Rotterdam fünf Schiffe in 19 bis 21 Tagen und von Amsterdam drei Schiffe in 19 bis 23 Tagen angekommen sind. Eine Nachricht, welche die bewährteste Zeugschaft für den erhöhten unmittelbaren Verkehr Frankfurts mit den Niederlanden gibt, und hoffen läßt, daß man dieser thatsächlichen Wahrnahme die verdienende Beachtung widme, und der sorgfältigsten Prüfung und Untersuchung unterziehe, wie zu erlangen ist, daß diese direkten Fahrten immer mehr den Main aufwärts sich steigern, und eben so rasch als nutzbringend vordringen. Wir wünschen, diesem Gegenstande die vollste Theilnahme, weil es möglich und ausführbar ist, dem Maine jene Tiefe zu verschaffen, welche hinreicht, Rheinschiffen den Main aufwärts nach Bayern zu bringen, und die Dampfschifffahrt bis dahin auszudehnen.

    Luitpold


    * Ergänzung um 16 Uhr:

    Die Ludwigs-West-Bahn (Bamberg bis Aschaffenburg) wurde im Okt. 1854 vollendet.
    Ab da wurde auch die Post in die Rheinpfalz auf diesem Schienenweg befördert. Der Verkehr war so stark, das der Ausbau mit Doppelgeleisen erfolgte.
    Aus einem Handbuch für Reisende auf der Bay. Bahn kann man entnehmen, dass damals die Bahnfahrt von Aschaffenburg nach Mainz 3 Std. dauerte. Von Mainz zweigten die Strecken nach Mannheim bzw. Bonn, Köln usw. ab.

  • Postbeförderung über Flüsse

    • Luitpold
    • 18. August 2010 um 13:48
    Zitat

    Original von peterhz
    1.) Der Main
    Der Main scheidet komplett aus, da er nicht den nötigen Tiefgang hatte. Auch war er aufgrund seines Flusslaufes eigentlich immer ein Umweg. (Zuviele Windungen)
    Eine regelmäßige Dampfschiffahrt (zumindestens bis zu Fertigstellung der Eisenbahnstrecke) hat auf den Main auch nicht statt gefunden.
    Peter

    Richtig ist, dass es keinen Sinn machte Brief- und Fahrpost auf dem Main zu befördern. Das Straßennetz war gut ausgebaut und Eilposten unterwegs. Bei der Frachtbeförderung (die hier zwar nicht Gegenstand der Betrachtung ist) ist das allerdings ganz anders.

    Der Hinweis auf den "nötigen Tiefgang" als "Gegenargument" kann nicht gelten, da auch in trockenen Perioden immer noch 10-Zoll Wasser unter dem Kiel war. Zudem wurde auch damals schon der Main ausgebaggert um die Fahrrinne zu vertiefen.

    Hier Auszüge aus meinen Suchergebnissen bei google books:

    Zitat aus: „Die Mainschifffahrt, in ihren Hauptumrissen„. (Heinrich Weidinger 1841):
    Der Main ist nicht nur der schiffreichste und belebteste, sondern auch — hinsichtlich der mit ihm in Berührung stehenden vielen und wohlhabenden Städte und des Produkten -Überflusses, den Frankens gesegnete Gauen in sein Stromgebiet liefern — der bei weitem bedeutendste unter den Nebenflüssen des Rheins.“

    Auch das liest man dort (in Bezug auf die „Transport-Geschwindigkeit“):

    Eine neue schöne Steinbrücke über den Main, die bis zum nächsten Jahre (1842) vollendet sein soll, und zur Verbindung der Landstraßen zwischen Würzburg und Aschaffenburg dient, ist bei Markt Heidenfeld ((heute Marktheidenfeld)) im Bau. Sehr zun bedauern ist es, daß diese Brücke nicht zu Lohr angelegt wurde, wo jetzt die neue Chaussee (zwischen Aschaffenburg und Lohr) beendigt, deren Steigung so unbedeutend ist, daß man nicht einmal einzuhemmen braucht, und den Weg von Aschaffenburg nach Lohr, mit der Post in 3 1/2 höchstens 4 Stunden zurück legt. Bis jetzt ist noch die Mainüberfahrt für die Eilwagen von und nach Würzburg zu Lengfurt vermittelst einer Fähre.

    Und ein Andenken von einer Briefmarkenausstellung zeigt einen Frachtbrief von Frankfurt nach Würzburg (Schiffsbrief). Für die schlechte Bildqualität bitte ich um Nachsicht.

    Luitpold

    Bilder

    • Frachtbrief.jpg
      • 35,87 kB
      • 660 × 386
      • 356
  • Bayern - Frankreich 1858

    • Luitpold
    • 16. August 2010 um 18:12

    Lieber bayern klassisch,

    warum gibt es so wenig (erhaltene?) Briefe mit diesem von Dir genannten Vermerk?

    Auf die Anzahl der vorhanden (gewesenen) unfrankiert eingelegten Briefe lässt die von mir zitierte "Benutzungsanleitung" schließen (mit aller Vorsicht). Denn zuwas braucht ma so eine Verordnung, wenn das Problem nicht vorhanden ist? Oder regelte man auch damals schon im Voraus alles bis in's Kleinste?

    Auch wenn Du kein Freund von Sekundärliteratur bist, aus einer solchen (von mir zusammengefassten) subjektiven Einschätzung der "Arbeitsmoral" einiger Postbeamten.

    Diese kamen oft vom Militär und suchten bei der kgl. Post ihren "Ruhestandsposten". Dort gab es für die oberen Beamten immerhin eine Pension. Da sie eben Offziere mit Standesdünkel waren, machten sie ihren Job ohne Begeisterung.

    Auch sehe ich die häufigeren Ermahnungen und Androhungen von Ordnungsgeldern in den VO-Blättern Indizien für die "sorgfältige Arbeit" der Postler.

    Menschlich halt, und ich mein ja nur ;)

    Besten Gruß
    Luitpold

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