Magdeburger:
Dein Schein wurde für eine Sendung an das Oberlandesgericht Magdeburg ausgestellt, der Rest ist wirklich schwer zu entziffern.
Und vielen Dank an Michael D. für die Eröffnung des Threads!
Mit den besten Sammlergrüßen vom
Erdinger
Magdeburger:
Dein Schein wurde für eine Sendung an das Oberlandesgericht Magdeburg ausgestellt, der Rest ist wirklich schwer zu entziffern.
Und vielen Dank an Michael D. für die Eröffnung des Threads!
Mit den besten Sammlergrüßen vom
Erdinger
Lieber @bayern klassisch,
beim ersten Schein wusste ich, dass eine Retourrecepisse dahinterstand, beim zweiten hatte ich es vermutet. Wie schnell man doch vergisst - "erga recepisse" hatte ich noch irgendwo im Hinterkopf, aber auf den Synapsen lag schon zuviel Staub, sodass die Verbindung zu "erga retour recepisse" nicht hergestellt wurde ...
Interessant ist - wie gesagt -, dass bei Joel vor allem Scheine aus den großen fränkischen Orten diese Besonderheit aufweisen - aus Oberbayern z.B. sind sie mir bisher nicht begegnet.
Man notierte "ER" allerdings nicht immer, selbst wenn eine Retourrecepisse beauftragt war, wie das angehängte Beispiel zeigt.
Und weil wir gerade dabei sind: Könnte der zweite Schein zu einem superschweren Brief der 2. Entfernungs- und 36. Gewichtsstufe gehören, 1 fl. 14 x Franko? Oder soll der kleine senkrechte Strich vor "fl." nur anzeigen, dass in dieser Spalte nichts anfiel? Dann wäre es immerhin noch die sechste Gewichtsstufe ...
Viele Grüße vom
Erdinger
Verehrte Freunde des schönen Scheins,
heute möchte ich zwei Scheine zeigen, die gut zu Luitpolds Beispielen passen. Würzburg war anderen Orten voraus, hier war bereits ein Raum zum Eintragen von Franko und Sonderleistungen vorgesehen - in Bamberg war man auch vierzehn Jahre später noch nicht so weit.
Der Schein aus Würzburg weist zwei Besonderheiten auf, die eifrigen Lesern dieses Threads sicher sofort ins Auge stechen. Der Schein aus Bamberg ist - abgesehen vom notierten Franko - unspektakulär.
Beide Scheine haben nicht nur gemeinsam, dass die Adressaten der Briefe, für die sie gelöst wurden, sich außerhalb Bayerns befanden. Eine Besonderheit, die mir bisher nur bei diesen Orten aufgefallen ist (auch im Handbuch von Joel), ist der handschriftliche Vermerk in lateinischen Buchstaben "ER".
Was hat es damit auf sich?
Viele Grüße vom
Erdinger
Guten Tag in die Runde,
auf die Frage von Abarten-Hannes weiß ich leider keine Antwort, aber immerhin kann ich einen Reserve-Stempel von Mindelheim aus dem Jahr 1914 (zwei Wochen vor Kriegsbeginn) zeigen, der sehr schön abgeschlagen ist!
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo Bernd HL,
alles Gute zum Geburtstag! Alles hat ein Ende - nur die Rolle, die hat zwei!
Viele Grüße vom
Erdinger
kartenhai:
Beim Auto kann ich dir weiterhelfen, das ist ein Steyr 55, der ab 1936 gebaut wurde!
Bei der Wanderausstellung "Käfer: der Erfolkswagen" 1997/98 war einer im Original zu sehen, deshalb wusste ich gleich, wo er im Katalog zu finden war...
Viele Grüße vom
Erdinger
Lieber Nils,
auch von mir noch die besten Glückwünsche zum Geburtstag!
Mach es am besten wie Dorian Gray - lass deine Briefe für dich altern ...
Viele Grüße vom
Erdinger
Guten Morgen, Postgeschichte-Kemser,
und wenn es eine verunglückte Expeditionsnummer "74" wäre? Die Feder bleibt hängen und hinterlässt beim Ziehen des senkrechten Striches der "4" einen Klecks?
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo Bayern-Nerv,
das ist in der Tat kein 20a/20b-Stempel, aber vielleicht findest du in deinen Beständen ja etwas, das dem Thema des Threads mehr entspricht? (Immerhin stammt die Karte aus einer Zeit, in der die Menschheit beim Wort Samenhandlung - siehe Adresse - wirklich nur an Pflanzen dachte.) 1889 wäre für einen solchen Stempeltyp (es gibt seltene Ausnahmen) schon sehr spät, die meisten Geräte hatten zu diesem Zeitpunkt ihr Haltbarkeitsdatum schon überschritten und waren entsorgt.
Viele Grüße vom
Erdinger
Lieber @bayern klassisch,
auch Handbuchschreibern kann mal etwas entgehen - die Beschreibung von Herrn Sem lautete: "Prachtbrief mit voll- bis breitrandiger 3 Kr. blau. Ohne Seitenklappen". Das gute Stück hatte einen Stammplatz in seinen Preislisten, bevor ich es blind kaufte. Anfängerglück!
Viele Grüße vom
Erdinger
Und weil wir gerade so schön dabei sind, zeige ich hier noch eine Parteisache, die am 14.4.(1860?) vom Pfarramt in Aufkirchen kommend in Erding einlief und gestempelt wurde - ohne freigemacht oder taxiert worden zu sein!
Viele Grüße vom
Erdinger
Verehrte Freunde,
zu den ebenso unscheinbaren wie rätselhaften Stücken in meiner Sammlung gehört der folgende Brief, den ich auf 1864/65 datieren würde (leider ohne Inhalt). Er ist mit "frey" gekennzeichnet. Der Erdinger Expeditor hat seinen Ortsstempel sauber über dem Vermerk abgeschlagen. Dass der Brief je mit einer Marke freigemacht gewesen wäre, lässt sich nicht erkennen (auf der Rückseite sieht man nur, wie sich der Abschlag des Ortsstempels durchdrückt). Taxierungen wurden nicht vorgenommen, weder vorder- noch rückseitig. Auf der Rückseite nur ein Papiersiegel, leider nicht gut erkennbar. War hier Portofreiheit im Spiel?
Viele Grüße vom
Erdinger
Verehrte Freunde,
jahrelang liegt dieses Briefchen aus Dorfen mit einer 2 V (von etwa 1860, leider hat es nur noch einen Teil des Inhalts) schon in meiner Sammlung. Erst jetzt sehe ich, dass es den Vermerk "frei gegen Schein" (das "dringend" war gut gemeint, aber nicht bindend) und eine Nummer trägt, unter der es eingeschrieben wurde - aber einen Chargé-Stempel kann ich nirgends entdecken ...
Viele Grüße vom
Erdinger
Lieber Luitpold,
ja, was täten wir ohne Dienstbriefe? Klare Abschläge blieben auf ihnen erhalten, weil sich niemand bemüßigt fühlte, die Marken aus dem Altpapier zu schneiden oder über Dampf abzulösen! Wenn nur das Papier ab etwa 1865 (maschinenglatt, aber leider holz- und säurehaltig) nicht so empfindlich wäre.
Zum Thema aufgerüstete Stempel hätte ich ein Beispiel auf einer aus Ebern nach Fürth gesandten Vertreterkarte anzubieten. Warum man sich die Mühe machte, diese Ruine noch einmal durch einen zusätzlichen Jahreszahleneinsatz zu veredeln, bleibt rätselhaft!
Viele Grüße vom
Erdinger (der heute abend wieder Datenblätter anlegt!)
Hallo bayern klassisch,
hätte ein Brief mit "12 x baar" nicht unter Fahrpost laufen müssen?
Oder hat man für die Insinuation eine Ausnahme gemacht?
Viele Grüße vom
Erdinger
Die wenigen Belege mit Aushilfsstempel, die ich bisher ergattern konnte, sind alle markenlose Dienstbriefe. Daher kam mir dieser Brief aus Taufkirchen(/Vils) auf der diesjährigen Münchner Messe wie gerufen. Abgestempelt wurde er am 28. Januar 1902 (das ergibt sich aus dem Ankunftsstempel auf der Rückseite). Vom Nachfolger, dem Zweikreis-Reservestempel Typ Helbig 37 R, existiert im Werkstattbuch der Firma Braungardt ein Probeabschlag vom 8. März 1902. Damit dürfte der Abschlag des Aushilfsstempels einer der letzten sein, die existieren.
Viele Grüße vom
Erdinger
In meiner Heimatsammlung existiert genau eine lose Marke - ansonsten gebe ich immer ganzen Belegen den Vorzug. Hinter dem Kauf stand die Überlegung, wie hoch die Wahrscheinlichkeit denn wäre, einen Brief mit einer Portomarke und Entwertung durch einen Aushilfsstempel zu finden - daher habe ich eine Ausnahme gemacht!
Viele Grüße vom
Erdinger
Der Mühlradstempel 920 von Dirmstein war der letzte nachweislich zum Einsatz gekommene.
Es wäre sehr zu begrüßen, wenn das sinnfreie Posting von mr920 ebenfalls das letzte seiner Art wäre.
@pgkemser:
Das wird ja immer besser!
Danke fürs Zeigen sagt der
Erdinger
Hallo Bayern-Kreuzer,
damit könntest du Recht haben - wenn der Brief, wie von @bayern klassisch vermutet, als Irrläufer zurückgegeben wurde, könnte der Erdinger Expeditor die Taxe nur abgestrichen haben, zum Zeichen, dass der Absender für den Fehler nicht zweimal zur Kasse gebeten werden durfte, bevor der Brief ein zweites Mal auf die Reise ging. Um diese reine Spekulation meinerseits zu untermauern, fehlt allerdings der Ankunftsstempel von Velden ...
Viele Grüße,
Erdinger