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  4. Lexikon / Philatelie Geschichte

Gestrichenes Papier

  • ewry
  • 11. März 2006 um 12:30
  • ewry
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    • 11. März 2006 um 12:30
    • #1

    Servus zusammen!

    Man liest im Deutschland-Spezial-Katalog immer wieder von "gestrichenem Papier".
    Ich kann mir darunter leider überhaupt nichts vorstellen.

    Kann mir jemand weiterhelfen, wie man gestrichenes von normalem Papier unterscheidet?

    Vielen Dank schon im voraus.

    Ewry

  • bjoerngerlach
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    • 11. März 2006 um 12:42
    • #2

    Gestrichene Papiere =
    Papier mit geschlossener hochglänzender oder matter Oberfläche, die durch Aufbringen einer dünnen Schicht erzeilt wird.

    oder auch im Fachjagon;

    Papiere die zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Aufstrich aufweisen.

    Zitat

    Gestrichenes Papier unterscheidet sich vom normalen Papier durch eine spezielle aufgestrichene Beschichtung, die für ein gleichmäßiges Druckbild sorgen soll. Sie verhindert, dass die Tinte zu tief eindringt oder zu stark verläuft.

  • ewry
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    • 11. März 2006 um 13:22
    • #3

    Kann man also die gestrichenes Papier von normalem Papier dahingehend unterscheiden, daß man - laienhaft ausgedrückt - durch normales Papier besser "durchgucken" kann als durch gestrichenes?

  • bjoerngerlach
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    • 11. März 2006 um 14:08
    • #4
    Zitat

    Original von ewry
    Kann man also die gestrichenes Papier von normalem Papier dahingehend unterscheiden, daß man - laienhaft ausgedrückt - durch normales Papier besser "durchgucken" kann als durch gestrichenes?

    Dieser Aussage kann ich momentan leider nichts entgegensetzen, da mit jegliche Informationen zu der Tranzparenz von Papiersorten fehlt.

    Es lässt nur schließen, dass das verarbeitetes Papier, bei dem die Oberfläche mit einem Kreidestrich veredelt ist (der matt oder glänzend ist), eine geschlossenere, glattere und stabilere Oberfläche bekommt, wodurch eine hohe Detailwiedergabe und Druckqualität erreicht wird.

    Ergänzung: Neben Kreide werden auch andere Streichmassen wie z. B. China-Clay, Kasein oder Kunststoffdispersionen verwendet.

    Ich werde dem Ganzen aber mal nachgehen und ein paar Leute um Informationen bitten. :gangsta:

  • asmodeus
    Moderator
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    • 11. März 2006 um 14:45
    • #5

    Wie testet man es? Ganz einfach:

    Man nimmt reines Silber (Silberstab mit abrundetem Ende oder Ring) und an einer unauffälligen Stelle reibt man es über das Papier. Hinterläßt es einen schwargrauen Strich, dann ist es gestrichenes Papier bzw. Kreide/Kalkpapier und sieht man keinen Strich ist es gewöhnliches Papier.

    Einmal editiert, zuletzt von asmodeus (11. März 2006 um 14:46)

  • bjoerngerlach
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    • 11. März 2006 um 17:50
    • #6
    Zitat

    Original von ewry
    Kann man also die gestrichenes Papier von normalem Papier dahingehend unterscheiden, daß man - laienhaft ausgedrückt - durch normales Papier besser "durchgucken" kann als durch gestrichenes?

    Hallo ewry,

    hab mich mal bei meinen Kollegen aus der Druckerei erkundigt.
    Laut Fachmann kann man anhand der opizität (=Lichtundurchlässigkeit) gering das Material feststellen. Ist halt ganz einfach nur eine Sache der Veredelung für hohe Detailwiedergabe und Druckqualität. Wie man es testen kann hat "asmodeus" uns ja nun schön erklärt. ;)

    Viel Glück

    Gruß

    Bjoern

  • obelix.fg
    aktives Mitglied
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    479
    • 21. März 2006 um 23:55
    • #7

    Hallo ewry,

    man braucht aber nicht unbedingt einen Silberstab bzw -ring.

    Wichtig ist zuerst einmal was ist gestrichenes Papier?
    Die Erklärung hast du ja schon bekommen. Ich möchte es aber weniger technisch noch einmal versuchen.

    Man nimmt also einen Bogen normales Papier und bringt eine Beschichtung auf (Kreide, Kalk usw.). Früher wurde diese Schicht mit einem Pinsel aufgebracht --> deshalb "gestrichenes Papier".

    Warum wurde das gemacht?

    Um die Oberfläche des Papiers zu verändern.

    Was änderte sich dadurch?

    Das Papier wurde weißer, die Oberfläche wurde glatter und es veränderte sich die Saugfähigkeit, dass heißt wie die Farbe vom Papier aufgenommen wurde.

    Wie erkenne ich jetzt gestrichenes Papier?

    Mit den Fingern und den Augen.

    Gestrichenes Papier fühlt sich meist glatter als normales Papier an. Bei Kreidepapier fühlt es sich an als würdest du mit deinen Fingern über ein Stück Seife streichen (irgendwie ein schmieriges Gefühl).
    Das Erscheinungsbild der Marken auf gestrichenen Papier wirkt meist klar und die Farben glänzen meist. Bei normalem Papier verläuft die Farb mehr und das Bild wirkt ein wenig verschwommen. Auch wirkt die Farbe meist eine Nuance dunkler.

    Am leichtesten ist es jedoch wenn man eine direkte Vergleichsmöglichkeit hat. Also ein Marke der selben Ausgabe auf gestrichen bzw auf normalen Papier. Wenn man sich dann noch nicht sicher ist hilft wohl nur mehr der Silberstab bzw. -ring.

    Unten links ist noch ein Bild von einer österreichischen Ausgabe und rechts von einer schweizer Ausgabe auf gestrichenem und normalem Papier (obere Reihe = gestrichenes Papier, untere Reihe ist normales Papier).


    Ich hoffe, dass hilft dir ein wenig weiter

    lg, obelix.fg

    Bilder

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      • 726 × 427
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    2 Mal editiert, zuletzt von obelix.fg (23. März 2007 um 15:53)

  • erron 30. Juni 2021 um 15:54

    Hat das Thema aus dem Forum Briefmarken Allgemein nach Allgemeines Forum - Café verschoben.
  • Wolffi 25. September 2021 um 06:38

    Hat den Titel des Themas von „"gestrichenes Papier"“ zu „Gestrichenes Papier“ geändert.
  • Wolffi 25. September 2021 um 06:38

    Hat das Thema aus dem Forum Allgemeines Forum - Café nach FAQ / Hilfe / Lob & Kritik verschoben.
  • Wolffi 25. September 2021 um 12:01

    Hat das Thema aus dem Forum FAQ / Hilfe / Lob & Kritik nach FAQ / Lexikon / Philatelie Geschichte verschoben.

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