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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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  4. Philatelie-News

Wenn ein Koffer voller Briefmarken wertlos ist

  • Newsbot
  • 21. Februar 2008 um 18:58
  • Newsbot
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    647
    • 21. Februar 2008 um 18:58
    • #1

    Verein lädt zur Beratung: "Erbschaften" sind meist nicht viel wert/Enttäuschte Besucher

    Eigene oder ererbte Briefmarkensammlungen sind meist wertlos.Wie man das feststellt und sie trotzdem anbieten oder sinnvoll nutzen kann, erklären die Briefmarkenfreunde Rheingau bei einem überlaufenen Informationsabend in ihrem Vereinshaus.

    Aller Illusionen beraubte der Informationsabend der Briefmarkenfreund Rheingau gut zwei Dutzend Männer und Frauen. Hoffnungsfroh kamen sie mit Mappen, ganzen Stapeln von Alben und sogar Koffern voller Briefmarkenins Vereinshaus. "Was mache ich mit meiner ererbten oder in der Jugend aufgebauten Briefmarkensammlung?", wollten alle wissen. "Da steckt ja eine Menge Geld drin", ging jeder davon aus, einen kleinen oder größeren Schatz zu besitzen, der sich gut verkaufen ließe, wenn man nur wisse, wo und wie.

    Hoffnungen zerstört

    Doch was der Experte und Vorsitzende des Briefmarkensammlervereins Peter Heck schilderte, bewahrheitete sich bei der Begutachtung der vermeintlichen Schätze. "0815-Ware, Ebay oder Flohmarkt. Sieht schön aus, aber Wert hat es nicht", zerstörten Heck und Vorsitzender Klaus-Peter Dietel vom Rheingauer Verein und zehn seiner 50 Mitglieder alle Hoffnungen, als sie die Sammlungen durchsahen.

    Selbst in umfangreichen entdeckten sie oft nur ein, zwei Marken, die "30 bis 40 Euro bringen" könnten. Die enttäuschten Gäste fanden den Abend "trotzdem sehr interessant" und bereuten den Besuch nicht. "Jetzt weiß ich wenigstens Bescheid" oder"kann mich leichten Herzens von den Sachen trennen", erklärten die meisten. Doch zwei Männer beschlossen, das Erbe praktisch zu nutzen und selbst weiter zu sammeln. Das freute die Gastgeber und Heck lobte diese Entscheidung als "beste Alternative" und "Nonplusultra" für die Sammlungsverwertung. Denn fast keiner sammle Briefmarken als Anlage,sondern aus Spaß. "Andere Hobbys kosten auch Geld", riet er, an die Freude des Erblassers zu denken, statt sich über den Wertverfall zugrämen. "Trennen Sie sich von dem Gedanken, das Geld, das da mal investiert wurde, auch nur annähernd zu bekommen", betonte Heck.

    Das gelte für 95 Prozent der Sammlungen. "Was nicht vor 1870, vielleicht noch 1900 datiert", ist "in der Regel Massenware", also wertlos. Nach der Euro-Einführung "verloren Marken ab 1969 im freien Fall" an Wert. Dazu sinke die Zahl der Sammler, steige die der Anbieter von Ererbtem und überfluteten "kommerzielle Markenanbieter seit Jahrzehnten" den Markt. "Da wird den Leuten stark das Geld aus der Tasche gezogen." Die ungestempelte deutsche Eine-Mark-Marke sei noch 2,5 Cent wert, gab Heck ein Beispiel. Das mache "außer Bundesrepublik 1949 bis 1954 und Berlin 1948 bis 1955 alles andere unverkäuflich". Das gelte auch für ausländische Marken und die zwischen 1872 und 1945 "in millionenfacher Auflage" erschienenen. Eine "ordentliche Dritte-Reich-Sammlung" erziele heute nur noch 450 Euro und sogar der Posthornsatz von 1951, der bei 9000 Mark lag, bei bester Qualität gerade mal etwa 800 Euro. "Seit Jahren im Trend" lägen aber möglichst alte Briefe "mit nicht abgelösten unbeschädigten Marken, bestimmten Frankaturen" (Stempeln) und Belegen wie Luftpost oder Einschreiben-Rückschein.

    Fachleute fragen

    "Zeigen Sie Ihre Marken auf jeden Fall Fachleuten", empfahl Heck die Beratung im Verein. Der garantiere für Neutralität. Heck warnte vor "Wald- und Wiesenaufkäufern". Anbieten könne man Sammlungen auch stationären Händlern wie den zwei in Wiesbaden und Auktionshäusern, die aber Provision und kaum Massenware nähmen. Für sie fände, "wer Glück hat", eventuell auf Flohmärkten, in Vereinen oder im Ebay Käufer. Ansonsten könne man Marken an karitative Einrichtungen wie Bethel spenden, gab Heck einen letzten Tipp: "Sie verwenden die Marken zur Beschäftigungstherapie."


    Zitat

    Quelle / Artikel:

  • Manowar
    erfahrenes Mitglied
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    7. Juli 1983 (42)
    • 21. Februar 2008 um 19:08
    • #2

    diesen bericht sollte jeder lesen der hier mal wieder nen erbe schätzen lassen will........

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!

    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • *MGS*
    erfahrenes Mitglied
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    Geburtstag
    12. Oktober 1971 (54)
    • 22. Februar 2008 um 00:01
    • #3

    Das sehe ich auch so, aber die pauschale Beurteilung von Zeiträumen halte ich für schwierig, vieles bei AD ist absolute Masse und bring teilweise nicht mal einen Euro. Dafür gibt es durchaus Sachen nach 1955 die ihr Geld jederzeit bringt. Wahrscheinlich wollten die wieder ein paar Marken billig abstauben *lol*.

  • SammlerBernd
    Gast
    • 22. Februar 2008 um 07:28
    • #4

    Dieser engstirnige Beitrag betrifft natürlich ´wohl nur das Mehrheitssammelgebiet -D.???
    Etliche Länder haben moderne Spitzen, die manche normale Bund-Sammlung in den Schatten stellen.
    Die übliche Meinung der subalternden Vereins-Experten- nur das eigene Material sei wertvoll.
    Ansonsten will man ja nur verkaufen, mangels Interesse der pot. Nachfolger & da kommt werthaltige Konkurenz höchst ungelegen.
    :D

  • Hangover
    aktives Mitglied
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    Männlich
    • 22. Februar 2008 um 09:39
    • #5

    Naja... womit kommen denn geschätzte 98% der hoffnungsfrohen Erben an? Nachkriegsmaterial Deutschland und ggfs. noch EU-Staaten, und vielleicht noch eine Sammlung Deutsches Reich...

  • rolin
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    14. August 1974 (51)
    • 22. Februar 2008 um 09:46
    • #6

    Bei uns mit Österreich, Liechtenstein, Bund/Berlin, Schweiz und UNO ...

    2,5 Cent für die postfrische 1-DM-Marke würde ich niemanden raten zu zahlen ... (Allerdings würde ich nicht behaupten dass nach 1900 alles wertlos ist ... schließlich beginnt mein Sammelgebiet 1913 ...)

    [apropos Liechtenstein, ich finden den österreichischen Finanzminister voll doof, der behauptet, er hätte kein Geld für Informationen über österreichische Steuerflüchtlinge ausgegeben. Der hat das gefälligst zu tun, immerhin ist es die Steuerlast der Allgemeinheit (und damit meine Steuerlast) die erleichtert werden kann wenn ein paar 100 Millionen von den Reichen mehr eingesackt werden könne. Well done BND & deutsche Finanz.]

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

    3 Mal editiert, zuletzt von rolin (22. Februar 2008 um 10:05)

  • m.w.myname
    erfahrenes Mitglied
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    29. September 1943 (82)
    • 22. Februar 2008 um 10:00
    • #7

    Zu Kauf und Verkauf jedweden Sammlergutes, sei es Meißener Porzellan
    oder Briefmarken gehören immer zwei Personen. Der höchste Preis wird erzielt, wenn der Käufer Stück für Stück genau das sucht, was der Ver-
    käufer anbietet. Doch wann ist das schon der Fall. So ist für jemanden
    eine ihm fremde Sammlung erst mal "wertlos". Natürlich ist die eigene
    Sammlung am "wertvollsten". Denn das ganze Zeug habe ich ja nun mal
    gesucht und auch gefunden. Daher würde ich es mir nie erlauben, eine
    Bewertung abzugeben, wie es der oben genannte Verein getan hat.
    Ich würde einem Menschen, der zu einem Briefmarkenerbe gekommen
    ist vollkommen neutral zur Seite stehen und ihn höchstens an wirkliche
    Experten verweisen. Was ich dem Fragesteller noch raten kann, ist die
    Arbeit, die er hineinstecken sollte, um die Aufmachung seiner Sammlung
    zu verbessern (schön ordnen, katalogisieren usw.). Von nichts kommt
    nun mal nichts. Arbeit muß sein.
    Selbst wenn mir jemand eine "Drittes-Reich-Sammlung" (mein eigenes
    Gebiet) vorlegt, würde ich ihm keine Riesenhoffnung machen und ihm
    einen tollen Preis nennen. Ein konkreter, genannter Preis bringt mich
    oder eben einen Verein immer in Verruf, wenn es denn mal nicht so
    klappt, das gilt gleichfalls für Korrekturen nach oben (besseren Preis er-
    zielt) als nach unten (schlechteren Preis erzielt). Der Erbe wird nachher
    immer sagen:"Die/der hatte(n) ja überhaupt keine Ahnung !"
    Ich würde nicht mal einem Freund ein Hotel empfehlen, wo es mir ge-
    fallen hat. Nachher kommt derjenige zurück und sagt:" Was hast Du
    mir den da für einen Schuppen empfohlen !" Geschmäcker können ja
    unterschiedlich sein.
    Ich gebe also höchstens Hinweise wie:"Das mußt du mal selbst auspro-
    bieren".
    Alles in allem hat der obige Verein Mist gebaut

    m.w.myname

    Besonderes Interesse ? Ja......alles Besondere von DR 1933-45
    Mitglied in der ArGe "Zensurpost" im BdPh
    Überblick: http://www.phila-wietz.de (mit Beispielsammlungen)

    Einmal editiert, zuletzt von m.w.myname (22. Februar 2008 um 10:03)

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 22. Februar 2008 um 10:46
    • #8

    m.w.myname:

    Das sehe ich nicht so. Der Ortsverein ist dafür da, solche Anfragen zu beantworten. Und was hilft es Dir, wenn Du keine ehrliche Antwort bekommst? Und welcher Experte soll Dir etwas anderes sagen? Wo findest Du ihn?

    Mir ist klar, dass die Wahrheit grausig ist. Früher wurde jede Marke z.T. bogenweise gesammelt. Das Material ist durch die Euro-Einführung fast wertlos. Schön reden kann man da nichts mehr.

    Ausserdem ist das ein Zeitungsartikel, da bin ich mit den Aussagen immer vorsichtig.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • Rehwillerer
    neues Mitglied
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    • 22. Februar 2008 um 11:29
    • #9

    man muss aber auch sagen das es traurig ist was in der philatelie passiert. dieser enorme wertverfall ist schon traurig. ich persönlich bin auch froh wenn ich mal weniger für marken bezahlen muss aber ich finde allgemein ist es nicht sinn der sache mit den niedrigen verkaufspreisen.

    ich kenne sammler aus anderen bereichen. wenn da etwas einen wert von 100euro hat dann wird zwischen 50%-80% dafür noch bezahlt. Bei Raren Sachen sogar bis zu 150%. Das sind in meinen Augen richtige Sammler bei denen alles noch einen Wert darstellt und nicht wie bei den Philatelisten wo man meistens 10% bezahlt.

    Jetzt fragen sich bestimmt einige warum mich sowas aufregt, ganz einfach:

    Die Philaletie wird immer mehr zu einer Wertlosen Leidenschaft die nicht in Wert und Form geachtet wird. Sehr sehr traurig aber wahr...

  • rolin
    erfahrenes Mitglied
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    14. August 1974 (51)
    • 22. Februar 2008 um 11:58
    • #10

    Hi Rehwillerer

    Gut, der Standpunkt ist ok und nachvollziehbar, aber für rare Sachen werden auch in der Philatelie mit 100% und mehr bezahlt. Das Hauptproblem bei der Sache ist, dass die meisten Briefmarken die momentan vererbt/ererbt werden eben nicht zu den raren Dingen gehören sondern in Millionenauflagen erschienen sind, postfrisch in die Alben gesteckt wurden und durch die Euroeinführung und der daraus resultierenden Politik der Postverwaltung diese ungültig zu erklären kommpett entwertet wurden.

    Gute Sachen, rare Marken und Belege haben ihren Wert behalten.

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

  • Rehwillerer
    neues Mitglied
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    64
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    Männlich
    • 22. Februar 2008 um 12:01
    • #11

    Hallo Rolin,

    trotz der Misspolitik in Sachen Werte von Briefmarken etc. finde ich trotzdem man sollte Marken die noch einen Wert von 0,30 oder 0,50 nicht immer gleich als Schrott abstempeln. Diese gehören schließlich auch zu einer vollständigen Sammlung

    Viele Grüße

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    650
    • 22. Februar 2008 um 12:13
    • #12

    Verständlich ist die große Enttäuschung über den rapiden Wertverfall der meisten Briefmarkensammlungen schon, aber meiner Meinung nach mach(t)en sich die meisten Leute (Sammler und deren Erben) bei der Bewertung der gezackten Schätze eben gern etwas vor (hoher Katalogwert usw.) und es wurden und werden gravierende Fehler beim Sammlungsaufbau gemacht (Markenbezug über Abos, mangelnde Kenntnisse und fehlendes Qualitätsbewusstsein etc.).

    Zum ersten Kritikpunkt: Auch wenn Opa immer brav die Marken aus seiner Korrespondenz aufgehoben hat oder hier und da auch mal eine Kleinigkeit vom Haushaltsgeld für Markenkäufe abgezwackt hat, wie soll daraus eine wertvolle Sammlung entstanden sein? Wertsteigerung von ganz allein durch bloßes Aufbewahren? Das kann doch nicht funktionieren, zumal das Millionen Menschen so getan haben.

    Zum zweiten Kritikpunkt: Briefmarkensammler waren und sind noch immer eine gute Kundschaft für Händler, Auktionatoren, Kataloghersteller u.v.a. Da wurde und wird den Leuten eben auch viel vorgegaukelt, z. B. unhaltbare Versprechungen über Wertsteigerungen, um das Geschäft am Laufen zu halten. Das fängt bei den illusorischen Katalogwerten an und hört beim Über-den-Tisch-Ziehen auf - erst wurden die Sammler abgezockt, indem ihnen wertloser oder qualitativ minderwertiger Kram für teures Geld angedreht wurde (z. B. "in Anbetracht der Seltenheit dieser Marke sind die kleinen Zahnfehler und der nicht ganz ideale Stempel vernachlässigbar ... ein wirklich schönes Stück") und wenn dann die Erben mit den vermeintlich "guten" Sammlungen wieder beim Handel aufkreuzen, ist selbst für vernünftig erhaltenes Material angeblich kein Bedarf, nur um den Ankaufspreis zu drücken.

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