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Bayern: was ist das?

  • Concorde
  • 18. Januar 2008 um 22:28
  • Concorde
    Gast
    • 18. Januar 2008 um 22:28
    • #1

    bei einer Online-Auktion gesehen-können die Bayern-Spezis dazu was sagen?

    Bilder

    • 0,1020,750484,00.jpg
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  • Schnulli
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    • 18. Januar 2008 um 22:54
    • #2

    Wenn ich es richtig im Kopf habe vom früheren Lesen sind alle rot gestempelten Marken von Bayern mache und nie echt gelaufen.

    Das Stück sieht daher in meinen Augen als übele Manipulation aus.

    Es grüßt alle Leser der Schnulli

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 07:34
    • #3

    Eine typische primitive Mache:

    Man nehme einen Briefbogen mit Stempelpapier, schneide die linke obere Ecke mit dem Bild des Gebührenstempels heraus und klebe - was immer man will - um diesen authentischen Stempel herum. Sogar Halbierungen werden produziert, obwohl die Ämter, die diese Vordrucke benutzt haben, alle ihre eigenen Marken hatten.
    Dann nimmt man ein Dienstsiegel von Regensburg, das man dekorativer Weise mit leutend roter Stempelfarbe versieht und klatscht es mittig drauf.
    Fertig ist eine Posse, die zwar optisch attraktiv ist, aber auch so echt wie schulterlanges Haar bei Kojak.

    Besonders beliebt sind "Mischfrankaturen" zweier oder gar dreier Ausgaben, wobei der Begriff Mischfrankatur bedeutet, dass etwas postalisches frankiert wurde, was ja bei diesen Fakes nie der Fall war.

    Dann schaut man im Sem unter Mischfrankatur und schreibt einen vierstelligen Katalogwert in sein Angebot, damit auch ja viele Dumme auf den Müll bieten.

    Die hierzu verwendeten Marken sind aber immer echt, soweit sie mir vorgelegen haben. Alles Originale ohne Gummi oder mit von vorn kaum sichtbaren Mängeln, die so geschminkt eine neue Karriere beginnen sollen.

    Es versteht sich von selbst, dass solche Machwerke Liebhaber finden, die auch locker 50 oder 100 Euro dafür ausgeben. Wir finden diese dann bevorzugt in Sammlungen, von denen einige auch hier und anderswo vorgestellt wurden. Die Erwartungshaltung der Veräußerer ist dann entsprechend, was den zu erzielenden Preis angeht, schließlich hat der Opa ja für diese mittlere Weltrarität sicher ein kleines Vermögen vor 50 Jahren dafür ausgegeben ...

    Wenn ich das Ding im Internetangebot sehe, werde ich mir die Beschreibung anschauen und, sollte diese nicht in Ordnung sein, das Angebot modifizieren oder löschen lassen.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Concorde
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 07:42
    • #4

    hier das enstsprechende Angebot in Delcampe-Ausrufpreis 2800.-Euro:

  • Eiche
    aktives Mitglied
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    • 19. Januar 2008 um 13:06
    • #5

    aus Belgien.

    Leider kein Prüfer-Attest dabei, noch nicht einmal eines von einem anerkannten.

    ~ " Die Menschen glauben das, was sie wünschen " (Gaius Julius Cäsar) ~

  • Concorde
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 13:55
    • #6

    Delcampe ist ein belgische Auktionsplattform-dies nur zur Information!

  • Eiche
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    • 19. Januar 2008 um 14:38
    • #7

    trotzdem verstehe ich nicht, dass dieser Anbieter tatsächlich davon ausgeht, es kauft jemand eine ungeprüfte Briefmarke für über € 1.000,--.

    ~ " Die Menschen glauben das, was sie wünschen " (Gaius Julius Cäsar) ~

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 17:59
    • #8

    @Concorde

    Vielen Dank für den Link.

    Ich habe eben dem Plattformbetreiber die Fälschung gemeldet.

    Warten wir ab, was passiert.

    Eiche

    Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch - aber welches Attest sollte das Stück haben oder bekommen? Es war vor 50 Jahren so falsch, wie es heute noch ist.
    Wer für Fälschungen Atteste ausstellt, sollte sich sein Lehrgeld wieder auszahlen lassen.

    Sonderbarerweise "kennen" die Verkäufer genau die Katalogpreise für ihre Fälschung, was hier, wäre das Stücks echt, von einem Laien nicht zu ermitteln wäre.
    Dass aber sogar ein Katalog wie der Michel, der für Bayern völlig untauglich ist, diese Fälschungen präzise benennt, das bekommen sie nicht mit; oder hoffen, dass es den anderen so ergehen möge ...

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • carolinus
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 18:16
    • #9

    @bayern klassisch

    Im für Bayern völlig ungeeigneten Michel;) findet sich der Hinweis, dass "Rote Gerichtsstempel" auf Nr. 10 immer falsch sind. Unten lese ich Regensburg, die Inschrift oben kann ich nicht entziffern. Da ich diese Stempel nicht kenne - handelt es sich um einen solchen? Im Sem habe ich dazu nichts gefunden.

    Oder ist es eher eine Schöpfung aus der Kinderpost?

    Gruß carolinus

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 18:32
    • #10

    Hallo carolinus,

    ich habe auch ad hoc nichts passendes im Sem - Katalog gefunden. Nobody is perfect.

    Es ist ein Stempel des Bezirksamts Regensburg. Da ab 1851 den Bezirksämtern die Verwaltung und Abwicklung der Markenbestände unterstand, kann man sich vorstellen, wie häufig Halbierungen dort vorkamen - nämlich nie. Manchmal wird in der Literatur auch Gerichtsstempel geschrieben.

    Es gibt tatsächlich rote Amtsstempel (ein Bezirksamt war kein Gericht), nur hat man die auf Marken noch nicht gesehen. Dieser könnte durchaus echt sein - nur die Farbe passt nicht in die Zeit, aber in schwarz würde man viel weniger erlösen ...

    Kinderpost schliessen wir mal aus - wer das fabriziert hat, hatte auch Geld für etliche ungebrauchte Bayernmarken.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Eiche
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    • 19. Januar 2008 um 19:00
    • #11

    äh "klassisch".

    Auch falsche Stücke können ein Prüfungsattest haben und zwar dahingehend bestätigt, dass jenes Stück eben falsch ist.

    Wenn aber der (hinterhältige) Verkäufer weiß, das Stück ist falsch, wird er es kaum vorher deswegen zum Prüfer schicken, weil sonst nicht zum persönlich vorstellbaren Preis möglicherweise verkauft werden kann. Ein attestiert falsches Stück erzielt ggf. nur ein paar €.

    Also in Deutschland wäre ein solches Angebot vermutlich undenkbar und in Bayern gleich gar.

    - - -

    Vorhin ging bei ebay übrigens eine DOA-Mafia-Britische Besetzungsmarke für € 13,-- weg, die hatte ein Attest eines anerkannten Prüfers, das der violette Aufdruck falsch ist. Echt hat diese Marke einen Mi.-Katalogpreis von € 3.500,--.

    Schönes Wochenende!

    ~ " Die Menschen glauben das, was sie wünschen " (Gaius Julius Cäsar) ~

  • Concorde
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 19:28
    • #12
    Zitat

    Original von Eiche
    äh "klassisch".

    Auch falsche Stücke können ein Prüfungsattest haben und zwar dahingehend bestätigt, dass jenes Stück eben falsch ist.

    Wenn aber der (hinterhältige) Verkäufer weiß, das Stück ist falsch, wird er es kaum vorher deswegen zum Prüfer schicken, weil sonst nicht zum persönlich vorstellbaren Preis möglicherweise verkauft werden kann. Ein attestiert falsches Stück erzielt ggf. nur ein paar €.

    Also in Deutschland wäre ein solches Angebot vermutlich undenkbar und in Bayern gleich gar.
    - - -

    Vorhin ging bei ebay übrigens eine DOA-Mafia-Britische Besetzungsmarke für € 13,-- weg, die hatte ein Attest eines anerkannten Prüfers, das der violette Aufdruck falsch ist. Echt hat diese Marke einen Mi.-Katalogpreis von € 3.500,--.

    Schönes Wochenende!

    Alles anzeigen

    Sorry,aber sehr naiv gedacht. Befrage dazu mal u.a.unseren BDPH-Fälschungsbekämpfer Lars, was schon alles in Ebay an Fälschungen angeboten wurde...und sind bayrische Sammler größere Experten???

    Zur DOA-Fälschung: viele Experten,auch Prüfer,kaufen Fälschungen zu Vergleichszwecken an!!! ;)

  • Eiche
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    • 19. Januar 2008 um 21:03
    • #13

    derzeit gefährlich, seitdem der fränkische Landrichter aus Nürnberg bayerischer Ministerpräsident geworden ist. (Nur nebenbei).

    Zu den angebotenen Fälschungen bei ebay, etwa auch von Händlern?

    Also einen kenne ich, der bietet zwar keine Fälschungen an, aber da findet man komischerweise immer jede Menge Gebote von "Namen mit nichtöffentlicher Bieterliste". Gruß

    ~ " Die Menschen glauben das, was sie wünschen " (Gaius Julius Cäsar) ~

  • Concorde
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 21:25
    • #14

    Eiche

    Keine Sorge-wir Schwaben nehmens mit unseren östlichen Brüdern immer noch auf(und nebenbei stammt meine Frau aus Bad Tölz,so habe ich vor Eurem Landeshauptmann nichts zu befürchten!

    hier kannst Dich mal bezüglich unseriösen Händlern etwas einlesen:

  • Gagrakacka
    Gast
    • 19. Januar 2008 um 22:10
    • #15
    Zitat

    Original von Eiche Zu den angebotenen Fälschungen bei ebay, etwa auch von Händlern?

    Eiche:

    Ja. Im Verhältnis 1/4 gewerblich zu 3/4 privat.

    Einmal editiert, zuletzt von Gagrakacka (19. Januar 2008 um 22:10)

  • kreuzer
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    • 20. Oktober 2009 um 14:45
    • #16

    Schaut mal, welche Rosine hier wieder aufgetaucht ist: [URL=http://stamps.delcampe.be/page/item/id,5…language,F.html]http://stamps.delcampe.be/page/item/id,5…language,F.html[/URL]

    Gut, dass auch die seltensten Stücke irgenwann mal wieder auf den Markt kommen ;)

    Preis diesmal "nur" noch 450 Euro :oneien:

    Viele Grüße

    kreuzer

  • Bayern-Nerv
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    • 20. Oktober 2009 um 17:51
    • #17

    Hallo kreuzer !

    Was für eine super "Oberrosine" - Solch ein schönes Teil habe ich ja noch nie gesehen - und wie sagt der Franzose "C´est impossible !"

    Ein wunderschönes Stück, wozu ich sagen würde : FINGER WEG !

    Hoffen wir mal, daß sich kein Käufer dafür findet.

    Schöne Grüße

    Bayern-Nerv

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein - denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Oktober 2009 um 18:06
    • #18

    Hallo,

    da die Dummen die letzten sind, die aussterben, bin ich mir sicher, dass diese Rose mit Pestodem ganz gut beboten werden wird. Und wenn der Preis stimmt (dreistellig?), finden sich vielleicht sogar Nachahmer und Co - Produzenten, denn für wenig mehr als 10 Euro kann man auch heute noch solche Dinge "zaubern" ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • kreuzer
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    • 20. Oktober 2009 um 18:06
    • #19

    Das interessantest erfährt man erst, wenn man den ganzen Thread von oben liest: Dieses tolle Stück wurde schon Anfang 2008 bei Delcampe einmal angeboten, allerdings für 2800€.
    Damals hat @bayern klassisch die Fälschung gemeldet.

    Hoffe, dass das "Ding" auch zu diesem Preis niemand kauft...


    Viele Grüße

    kreuzer

  • valgrande
    Stamm Mitglied
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    • 20. Oktober 2009 um 19:12
    • #20

    bitte aufpassen !!!!

    Der Anbieter hat l e i d e r inzwischen den Einstellpreis auf 450,-- € - in Worten vierhundertundfünfzig - erhöht. Das grenzt ja an mehr als eine Unverschämtheit.
    Ich dachte, die Sache sei 2008 bei Delcampe gemeldet worden.

    Gruß von valgrande

  • Wolffi 13. September 2021 um 17:43

    Hat den Titel des Themas von „Was ist das?“ zu „Bayern: was ist das?“ geändert.

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