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Dokumentum Insinuationis

  • BaD
  • 30. Dezember 2007 um 20:05
  • BaD
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    Männlich
    • 30. Dezember 2007 um 20:05
    • #1

    Wie würde man diesen Schein heute bezeichnen:
    Rückschein oder eine Art Zustellurkunde?

    Konnte er auch im voraus bezahlt werden? Sind die 3 3/4 oder 5/? nur für dieses Dokument?

    Wenn jemand helfen kann, würde ich mich freuen. Es ist ein sehr schwieriges Gebiet!

    Danke sagt und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Euch BaD

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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (30. Dezember 2007 um 20:12)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 30. Dezember 2007 um 20:25
    • #2

    Hallo Bernd,

    es ist ein Insinuationsdokument, also der gerichtsverwertbare Nachweis einer Zustellung. Der Unterschied zu einem Rückschein war ganz einfach:

    Bei einem Rückschein konnte man nur nachweisen, dass der Empfänger das dazugehörige Schreiben erhalten hatte. Was in dem Schreiben stand, war eine andere Sache.

    Bei der Insinuation las der Bote dem Empfänger vor, worum es ging. Dies wurde durch seine (manchmal beider) Unterschrift, wie in deinem Brief, bestätigt. Oft sieht man auch nur ein paar Kreuze.

    Da das Porto additiv war, kostete die Hinsendung Geld, die Dienstleistung der Insinuierung und die Rücksendung.

    Leider kenne ich mich bei den preußischen Gebühren nicht aus, aber der Empfänger hat sicherlich die 5 1/4 Sgr. bezahlt.

    Beste Grüsse und guten Rutsch wünscht dir bayern klassisch

  • postschild
    Stamm Mitglied
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    • 30. Dezember 2007 um 20:31
    • #3

    Hallo BaD,

    später in der Pfennige Zeit wurden aus dem Post-Insinuationsdokument Postzustellurkunden, aber einfacher wurde es deshalb nicht ;)

    Gruß

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 31. Dezember 2007 um 15:40
    • #4

    Danke euch beiden!


    Neu angeeignet, ich hoffe es stimmt.

    Sachsen, Postamt irgendwo, Jahr 1850

    Ein Kunde liefert einen Brief ein. Der Postler wiegt ihn.

    Ergebnis 150 gramm!

    Der Brief bleibt in Sachsen: 1 Lot= 15,625gr. Er schreibt 10 Lot drauf
    Der Brief geht nach Bayern: 1 Lot= 16 2/3 gr. Er schreibt 9 Lot drauf
    Der Brief geht nach Belgien 1 Lot= 15 gr Er schreibt 10 Lot drauf

    Gab es dieses Durcheinander auch in anderen Ländern.

    BaD

    Einmal editiert, zuletzt von BaD (31. Dezember 2007 um 15:44)

  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    30. September 1955 (70)
    • 31. Dezember 2007 um 15:48
    • #5

    bernd

    Über die Behandlung von Insinuationsbriefe gibt es ein sehr gutes Buch vom Ehepaar Springer. Ich kann das Buch empfehlen.
    Leider wird das Buch wahrscheinlich vergriffen sein.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Dezember 2007 um 15:55
    • #6

    Hallo Bernd,

    im Postverein galt ja das Zollgewicht, intern aber galten durchaus andere Gewichtseinheiten, ja nach Land.

    Bei Briefen nach Belgien käme noch hinzu, dass im Gegensatz zu der linearen Gebührensteigerung im Postverein dort degressiv gerechnet wurde.
    Übrigens rechnete man im frankophilen Belgien in Gramm, nicht in Lothen.

    Dazu käme noch, dass in den altdeutschen Staaten die Inlandspost oft mit dem jeweiligen Loth inklusiv rechnete, im Postverein aber exklursiv gerechnet wurde. Und reziprok waren noch lange nicht alle Postverträge.

    Darüberhinaus wäre es möglich, dass bis 10 Loth in einem Land die Briefpost, in dem anderen aber die Fahrpost zuständig gewesen wäre, so dass man dann das "niederwertigere" Fahrpostwesen der höherwertigen Briefpost tarifmässig hätte vorziehen müssen.

    Vielleicht ein Grund, dass keiner mit AD zu sammeln beginnt, zumindest was die Postgeschichte angeht ...

    Du denkst aber schon in die richtige Richtung, und das finde ich klasse.

    Es gibt aber noch viel mehr Stolpersteine in der klassischen Postgeschichte als nur die paar obigen. Viel, viel mehr, z. B. die Transite usw. usw..

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • BaD
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    • 31. Dezember 2007 um 16:15
    • #7

    Also sammle ich ab dem 1.11.1858, ab da teilt Sachsen das Zollpfund auch in 30 Loth.

    Spass bei Seite,

    ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr

    BaD

    2 Mal editiert, zuletzt von BaD (31. Dezember 2007 um 18:04)

  • BaD
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    • 16. August 2008 um 14:25
    • #8

    War es normal bei einen Insinuationsdokument, das es gleichzeitig eine Empfangsquittung für ein Geldpaket war. Hat da jemand eventuell Geld gespart?

    Würde mich über einen Hinweis freuen

    Mit besten Grüssen BaD

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. August 2008 um 18:09
    • #9

    Hallo Bernd,

    eine Insinuation war ja eine Quittung über eine amtlich zugestellte Sendung.
    Der Charakter der Sendung konnte unterschiedlich sein.

    Üblich war ein Brief, eine Verfügung, eine Ladung oder etwas anderes mit amtlichen Charakter.

    Hier ging es um eine Hypotheken - Sache, also um Geld. Das ist schon ungewöhnlich.
    Innerhalb dieses kleinen Bereiches war einie Geldsendung, deren Erhalt es zu insinuieren galt, nicht ungewöhnlich.

    Ich denke, du hast ein erstklassiges Stück erwischt, um das dich jeder Postgeschichtler beneidet.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 17. August 2008 um 08:25
    • #10

    Hallo bayern klassisch,

    danke für die Erklärung. Dieser Erwerb ist ein Glückstreffer bei Ebay dieser Woche gewesen, den nur das unten abgebildete Bild war zu sehen. Eigentlich ein Frustkauf nach einem in philatelistischer Sicht katastrophalen Urlaub im nördlichen Schwarzwald. Aber jetzt ist wieder alles im Lot.

    Mit besten Grüssen Bernd

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. August 2008 um 09:27
    • #11

    Hallo Bernd,

    manchmal gedeiht ein philatelistisches Entlein zum Schwan - aber nur in der Hand des Richtigen.

    Vor über 25 Jahren trug auf einem mittleren Tauschtag im Südwesten der Republik, also da, wo dein Urlaub flach verlief, ein Händler das nachfolgende Teil mit sich und wünschte 150 DM dafür von einer armen Seele einzufahren. Ich schaute es mir an und gab sie ihm. Er war glücklich - ich noch mehr.

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    Von vorne sieht es aus wie eine Retour - Recepisse von Amorbach ins preußische Berleburg. Allein das wäre schon eine Delikatesse gewesen (wunderschöne blaue Stempel und der schwarze BAYERN nebst der Röteltaxe, zumal ich seitdem keine RR mehr zu Gesicht bekommen habe).

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    Die Rückseite war weit weniger spektakulär und bedurfte weiter gehender Forschung. Dann sah ich das Innere und war baff.

    [Blockierte Grafik: http://www.imgimg.de/uploads/IMG0004ee5e65b6jpg.jpg]

    Es war ein Insinuations - Dokument des Gerichts Berleburg vom 4.11.1844 an die Postexpedition Amorbach. Die Versendung von Berleburg nach Amorbach geschah als Dienstpostgegenstand kostenlos. Die Insinuation in Bayern war mit 12 Kr. aber kostenpflichtig, da diese dem Boten zustanden.

    Am 7.11. wurde es zugestellt. Dann tat sich erst einmal nichts. Am 10.11. wurde es dann optisch chargiert nach Berleburg retourniert, wofür Bayern aber bis zur Grenze 6 Kr. ansetzte. Diese wurden von Preußen in 1 3/4 Sgr. reduziert. Die Einschreibung erfolgte nicht, denn der Expeditor hatte sich selbst keinen Schein ausgestellt und konnte von daher der Möchtegern - Retour - Recepisse auch keine Rekonummer geben (sonst wären weitere 4 Kr. fällig gewesen - von seiner eigenen Kasse).

    Da der dienstliche Charakter nun nicht mehr für Preußen einsehbar bar, wurde es mit 3 Sgr. ab der bayer. Grenze bis Berleburg taxiert, so dass der Empfänger 4 3/4 Sgr. zu zahlen gehabt hätte.

    Oben links kann man noch ob dieser ungewöhnlichen Forderung lesen:

    "Wer ist Debent (= Schuldner) des Porto?"

    Auch wenn mir der Vertrag Bayerns mit Preußen vom 1.4.1835 vollständig vorliegt, an Retour - Recepissen oder Insinuations - Dokumente hatte man nicht gedacht, an eine visuelle Verquickung dieser Postsonderdienste noch weniger. Wer letzten Endes die 4 3/4 Sgr. bezahlen durfte, oder ob sie als uneinbringliche Forderung zu Lasten der preußischen Staatskasse abgeschrieben werden mussten, mag ein kompetenterer Sammler entscheiden, als ich es bin.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 17. August 2008 um 17:35
    • #12

    Ein herrliches Stück,
    optisch und postgeschichtlich (dank deiner Erklärung).

    Danke fürs zeigen.

    Mit besten Grüssen Bernd

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 31. August 2008 um 18:03
    • #13

    Ein Behändigungsschein, der mir etwas ungewöhnlich vorkommt:
    Frankiert mit 1/2 groschen, abgestempelt Willsdruff, also für den Hinweg nur für den Rückschein? Dann hat der Empfänger wohl die Bezahlung der Insinuationsgebühr verweigert aber die Urkunde wohl angenommen.
    Die Post in Meißen wollte die Gebühr wohl nun vom Gericht in Wilsdruff haben und notierte 2 1/2 Neugroschen als Nachgebühr. Was könnte die rote Schrift bedeuten. Und die Rücksendegebühr wurde wohl ganz vergessen?
    Freue mich über jede Antwort.
    Mit besten Grüssen BaD

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