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Sachsenstempel und mehr

  • regiduer
  • 5. August 2007 um 08:58
  • regiduer
    erfahrenes Mitglied
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    537
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    Männlich
    • 5. August 2007 um 08:58
    • #1

    Hallo,

    wer Grundinformationen zu AD Sachsen sucht kann sich ja mal auf meine Homepage ( )
    verirren ;)
    Derzeit eingebaut sind:
    - Nummernstempelliste
    - Bahnpost
    - Postformulare
    - Telegraphie
    - Stempeltypen

    Wäre nett wenn mir ich auch Rückmeldung bekomme was verändert werden sollte bzw. was noch fehlt

    mfg

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 5. August 2007 um 10:41
    • #2

    Hallo Regiduer,

    sehr schöne Seite, mein Kompliment! Bei der Numnernstempelliste ist ein kleiner Formatfehler in der Tabelle zu sehen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • mtcyrus
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.893
    Geburtstag
    29. Juli 1980 (45)
    • 5. August 2007 um 10:51
    • #3

    Ich finde die Seite sehr gelungen und das habe ich dir auch geschrieben, mustest du noch andere Software haben aiusser die der Anbieter anbietet und dann noch eine Frage woher hast du diese Super Karten, genau sowas such eich noch von TuT also falls mir jemand weiter helfen kann!

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 5. August 2007 um 12:02
    • #4

    Schöne Sache - aber ist der Stempel "Aus Sachsen" nicht ein preußischer Stempel?

    MFG bayern klassisch

  • regiduer
    erfahrenes Mitglied
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    537
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    Männlich
    • 5. August 2007 um 19:53
    • #5

    @ bayern klassisch,

    im Prinzip hast du Recht, diese stempel wrde im preussischen Görlitz,
    auf dem Bahnpostamt verwendet, da in diesem Austauschpostamt auch sächsische Postbeamte arbeiteten und die eingehende sächs. Post für die Bahnpost ( Görlitz-Kohlfurt) abfertigten, geht man davon aus das diesen Stempel sowohl sächs. wie auch preussische Beamte benutzte.
    ( Das gleiche gilt für das bay.Hof wo der Stempel L1 K.Sachsen benutzt wurde )
    Wer dazu andere Informationen hat kann mich gern kontaktieren !!

    mfg

    Einmal editiert, zuletzt von regiduer (5. August 2007 um 19:54)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 5. August 2007 um 20:50
    • #6

    Danke für die Antwort.

    Ich denke, dass es die Preußen waren, die ihn zumindest primär genutzt haben, denn Preußen stellte diese Stempel ja her bzw. bezog sie.
    Man denke auch an die vergleichbaren Stempel Aus Bayern, Aus Bayern durch Sachsen oder Aus Oesterreich, die ja primär für die Instradierung von Relevanz waren. Sachsen bezog von der jeweiligen Aufgabepost resp. von dem Aufgabeland bei den inneren und äusseren Vereinstransiten ja seine Transitgebühren, so dass es für die Abrechung bei der Kartierung der ankommenden Postpakete für Preußen schon Sinn machte, so zu stempeln.

    Vielleicht arbeitete man aber auch Hand in Hand, was mich auch nicht wundern würde. Wie sagte mal ein Rang 1 Juror zu mir - was wollen Sie denn mit Altdeutschland, da ist doch alles erforscht.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    • 6. Mai 2008 um 12:08
    • #7
    Zitat

    Original von regiduer
    ......, diese stempel wrde im preussischen Görlitz,
    auf dem Bahnpostamt verwendet, da in diesem Austauschpostamt auch sächsische Postbeamte arbeiteten und die eingehende sächs. Post für die Bahnpost ( Görlitz-Kohlfurt) abfertigten, geht man davon aus das diesen Stempel sowohl sächs. wie auch preussische Beamte benutzte.
    ...

    Es existieren zwei Typen des Stempels "Aus Sachsen", wovon eine im Postamt Görlitz und die andere von der Postanstalt Görlitz Bahnhof benutzt wurde, die später durch das preußische Postspeditionsbüro IV Görlitz - Kohlfurt ersetzt wurde.

    Sächsische Beamte waren in Görlitz nicht eingesetzt, sondern lediglich bei der Schaffnerposteinrichtung (später Fahrendes Postamt) Dresden - Görlitz. Den preußischen Herkunftsstempel erhielt die Korrespondenz erst nach Verlassen dieses Zuges. Seine Verwendung ist ab Ende 1849 bis April 1855 belegt.

    Altsax

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 7. Mai 2008 um 14:21
    • #8

    Hallo Altsax,

    wenn ich das richtig verstehe, hätte dieser Brief 2 Jahre früher den Stempel
    " Aus Sachsen" der Postanstalt Görlitz Bahnhof bekommen. Und sonst keinen anderen preußischen mit Datum und Uhrzeit?

    Mit besten Grüssen BaD

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  • Altsax
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    • 7. Mai 2008 um 14:55
    • #9

    Hallo BaD,

    die Postanstalt "Görlitz Bahnhof" ist Ende 1850 geschlossen worden. Als Eingangspostanstalt fungierte anschließend das Post.Sped. Büro IV, sofern die aus Sachsen kommende Post aus Zeitgründen nicht vom Postamt Görlitz bearbeitet werden konnte.

    Die entsprechenden Briefe tragen folglich einen der beiden Eingangsstempel (Görlitz bzw. Post.Sped. Büro IV) und zusätzlich den Herkunftsstempel "Aus Sachsen".

    Beste Grüße
    Altsax

    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (7. Mai 2008 um 15:08)

  • BaD
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    • 7. Mai 2008 um 15:48
    • #10

    Altsax, danke für die Auskunft.

    Ich hätte noch eine Frage zu sächsischen Briefen. Dieser Brief wurde im Forum schon mal vorgestellt, wobei wir meinten, das der Empfänger in Bologna 27 Bajocchi ab der Österreichischen Grenze bezahlte. Nur mit der kleinen 21 links unten wussten wir nicht Bescheid. Ist es die Gebühr von 21 Pfennigen, die der Absender bis zur Sächs. - Öster. Grenze bezahlt hat. Aber wer hat sie durchgestrichen und warum so klein in der Ecke.

    Wäre für jeden Hinweis dankbar.

    Beste Grüsse BaD

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  • Altsax
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    • 8. Mai 2008 um 20:17
    • #11

    Hallo BaD,

    mit exakten Angaben kann ich leider nicht dienen. Die Angaben in den div. mir bekannten Abhandlungen zur Taxe Sachsen - Romagna (Kirchenstaat) in der Zeit vor 1845 sind ausnahmslos widersprüchlich und ohne Quellenangabe.

    Für ausgeschlossen halte ich eine Teilfrankierung, weil die sächsische Post das vermerkt hätte.

    Untypisch für sächsische Portovermerke aus dieser Zeit ist die Angabe "21" in roter Tinte.

    Ich vermute, daß es sich um eine Portoangabe handelt, die den Taxanteil angibt, den die Postverwaltungen von Sachsen, Österreich und Lombardei/Venetien zu beanspruchen hatten.

    Beste Grüße

    Altsax

  • Totalo-Flauti
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    • 9. Mai 2008 um 12:41
    • #12

    Ich habe heute eine telegraphische Depesche der in Leipzig instalierten preussischen Telegraphischen Station bekommen. Nach Milde "Die alte Sachsen-Post" soll die preussische Station zwischen 1849 und 1864 in Leipzig in Betrieb gewesen sein. Ab dem 01.01.1867 wurde das sächsische Telegraphenwesen gänzlich von Preussen übernommen. Sachsen hatte sich im Deutschen Krieg 1866 auf der Seite der Verlierer befunden. Bei dem Umschlag handelt es sich aber um ein Formular der königlich sächsischen Staatsbahn-Telegraphen-Stationen, wo das Telegraphenwesen in Sachsen anfangs angesiedelt war. Die sächsischen Formulare bzw. Umschläge wurden weiterverwendet. Auf dem gezeigten Umschlag wurde das sächische Hoheitszeichen mit dem preussischen überklebt. Leider wurde nicht die untere Zeile für die Ausgabe ausgefüllt.
    Weiß jemand wo die telegraphische Station untergebracht war? Die Straße in Leipzig konnte ich nicht rausfinden. Wurden die Telegramme nicht durch Boten ausgetragen? Und wenn ja, bedienten sich die Preussen der Leipziger Stadtpost oder hatten sie eigene Boten?

    Gruss Totalo-Flauti

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  • Altsax
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    • 9. Mai 2008 um 13:10
    • #13
    Zitat

    Original von Totalo-Flauti
    Wurden die Telegramme nicht durch Boten ausgetragen? Und wenn ja, bedienten sich die Preussen der Leipziger Stadtpost oder hatten sie eigene Boten?

    Grundsätzlich wurden die Telegramme durch Boten der Telegraphenanstalt ausgetragen. Lediglich bei größeren Entfernungen zwischen Telegraphenstation und Bestimmungsort wurden die Telegramme der Post zur Beförderung übergeben und mit Eilboten zugestellt. Die Zustellgebühr konnte vom Absender des Telegramms vorausbezahlt oder dem Empfänger auferlegt werden.

    Innerhalb des Zustellbereichs der Stadtpost dürften Boten der Telegraphenanstalt beauftragt worden sein, zumindest sind keine Telegramme registriert, die innerhalb des Stadtgebietes über die Post liefen.

    Bekannt ist mir ein Telegramm, das postalisch vom Dresdner Landzusteller befördert worden ist.

    Altsax

    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (9. Mai 2008 um 13:13)

  • Totalo-Flauti
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    • 9. Mai 2008 um 13:22
    • #14

    Danke Altsax. Weißt Du auch, ob das Porto für die die Zustellung mit Marken dargestellt oder nur auf den Belegen vermerkt wurde?

    Gruss Totalo-Flauti

  • Altsax
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    • 9. Mai 2008 um 13:28
    • #15
    Zitat

    Original von Totalo-Flauti
    Weißt Du auch, ob das Porto für die die Zustellung mit Marken dargestellt oder nur auf den Belegen vermerkt wurde?

    Sofern postalisch zugestellt und vorausbezahlt, war die Taxe (Entfernungsgebühr + 3 Ngr. Eilzustellung + (meistens) Reco 2 Ngr) mit Marken darzustellen. Derartige Umschläge sind sehr beliebt und hoch bezahlt. Seltener allerdings sind postalisch beförderte Telegramme, deren Taxe vom Empfänger zu entrichten war. Extrem selten sind die vorschriftswidrig behandelten Telegrammumschläge, die zwar vorausbezahlt und postalisch zugestellt, aber nicht mit Marken frankiert worden sind.

    Altsax

  • Totalo-Flauti
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    • 9. Mai 2008 um 14:05
    • #16

    Danke Altsax. Es ist schön endlich wieder einen versierten Sachsenkenner hier im Forum zu wissen, nachdem sich regiduer schon lange hier nicht mehr gemeldet hat. Ich möchte natürlich die anderen Sammlerfreunde auch nicht missen und vor dem Korpf stoßen.

    Gruss Totalo-Flauti

  • BaD
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    • 9. Mai 2008 um 14:23
    • #17

    Hallo Altsax,
    danke für deine Bemühungen wegen des Briefes nach Bologna.
    Also heißt es weitersuchen, bis ich eine Antwort habe. Laut Postvertrag Sachsen-Österreich von 1818 mußten Briefe in die Italienischen Staaten bis zur Sächsisch- Östereich. Grenze bezahlt sein, aber dummerweise gab es 1842 einen Neuen, den ich nicht habe.

    Noch eine Frage: Der Minibrief, der wohl eine Visitenkarte enthielt, ist überfrankiert. Er war rückseitig mit einem Siegel verschlossen. Gibt es eine Erklärung, außer das der Absender zuviel Geld hatte und das normale Porto von 1/2 Groschen nicht kannte?

    Mit besten Grüssen BaD

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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (9. Mai 2008 um 14:23)

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    Geburtstag
    1. Juli 1850 (175)
    • 9. Mai 2008 um 14:42
    • #18
    Zitat

    Original von BaD
    Noch eine Frage: Der Minibrief, der wohl eine Visitenkarte enthielt, ist überfrankiert. Er war rückseitig mit einem Siegel verschlossen. Gibt es eine Erklärung, außer das der Absender zuviel Geld hatte und das normale Porto von 1/2 Groschen nicht kannte?

    Hallo BaD,

    leider kann ich den Straßennamen nicht entziffern. Theoretisch ist es möglich, daß der Brief in den Landzustellbereich von Dresden befördert worden ist, dann wäre er mit 1 Ngr. richtig frankiert.

    Die Adreßangabe "Hier" deutet allerdings eher auf das Stadtgebiet hin. Wahrscheinlich fehlte dem Absender eine passende Marke, und der Weg zur nächsten Postexpedition war ihm den halben Groschen nicht wert.

    Beste Grüße

    Altsax

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