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Bayern 3 Kreuzer blau, welcher Typ?

  • jojo30
  • 30. Juli 2007 um 11:10
  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    317
    Geschlecht
    Männlich
    • 20. August 2007 um 10:00
    • #21

    @bayern klassisch

    Trotzdem ist es schon ziemlich dreisst, wenn die Anbieter trotz Hinweis die Beschreibung nicht ändern. OK, es gibt auch wieder welche, die dies tun. Wir wollen ja nicht alle über einen Kamm scheren.
    Ob Anfänger oder nicht. Warum werden die Marken als 2 I angeboten?
    Wenn ich doch keine Ahnung habe, wie ich die Platten einstufe, dann kann man doch nicht die Marken als teuerste Variante anbieten. Und wenn man darauf einen Hinweis bekommt, dies auch noch so stehen lassen.
    Also, ich finde das nicht so ganz sauber.
    Vielleicht sollte ich mich auch von meinen "heile Welt" gedanken verabschieden. Was ich, auch dank dieses Forums, an Sachen bei Ebay in letzter Zeit gesehen habe, ist schon heftig.

    Viele Grüsse
    dreiKreuzer

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. August 2007 um 11:06
    • #22

    Ich glaube, man sollte nicht alle und alles verdammen. Sicher würden sich kluge und aufrichtige Leute schlau machen, was sie da verkaufen wollen.
    Andererseits gibt es auch Leute, die eine 2I haben, ohne es zu wissen, und sie dann als billige Platte anbieten. Leider ist das aber die Ausnahme (bisher nur einmal gesehen, andersherum leider schon über hundertmal).

    Es soll aber auch Fälle gegeben haben, in denen Leute den Text angebotener Marken in übler Absicht verändern liessen (in Richtung billig), um dann als Alleinbieter das grosse Schnäppchen zu machen.

    Wenn ich definitiv falsches oder korrekturwürdiges in eBay sehe, dann schreibe ich dies argumentativ unterfüttert dem Anbieter, vergesse aber auch nicht meine "Stellung" in der Welt der Philatelie anzugeben. Zu 99% wird dann - im In- und Ausland gleichermassen - das Angebot entweder geändert oder zurückgezogen, je nach Forderung.

    Bei Auktionshäusern jedweder Couleur ist dieser Prozentsatz geringer ...

    Wer aber trotz mehrfacher Aufforderung stur bleibt, den trifft eben der Spruch "nicht mal ignorieren" bei zukünftigen Auktionen. Auch ein Melden beim Watchdog soll schon Wunder bewirkt haben ...

    Locker bleibt dabei trotz alledem noch immer bayern klassisch

  • wissbegierig
    aktives Mitglied
    Beiträge
    194
    • 28. August 2007 um 11:30
    • #23

    Hallo,
    kann das nicht auch die Platte IV sein? Von der Farbe einmal abgesehen, aber die sehr spitzen Ecken, die Sie bei der Unterscheidung von Platte 4 und 5 beschrieben haben. Oder wie sehen diese nach außen gezogenen Eckspitzen eigentlich aus??
    Habe mir auch die Bayern Platten- und Typentafel von Sem gekauft, aber klarer wurde mir das Problem auch nicht!

    Grüße von einem noch immer verwirrten Kreuzersammler! ?(?(

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. August 2007 um 16:27
    • #24

    Die Platten- und Farbtafeln von Peter Sem wurden z. B. bei der 9 Kr. grün, der Nr. 5, nur anhand einer einzigen Marke dargestellt, die farbtechnisch 4 mal verändert wurde, bis sie sich so zeigt, wie sie abgedruckt ist.

    Die Plattentafeln wurden individuell angefertigt, so dass jeder gezeigten Marke auch die entsprechende Platte zugrunde lag.

    Hier ein Link zu ebay zu einer echten Platte 1 (untere Reihe mitte):


    Hier ein Link zu ebay zu einer echten Platte 2:


    Hier ein Link zu ebay zu einer echten Platte 3:


    Hier ein Link zu ebay zu einer echten Platte 4 (links oben und rechts oben):


    Hier ein Link zu ebay zu einer echten Platte 5:


    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Wenn nicht, einfach mal die Problemmarke hier einstellen.

    Grüsse von bayern klassisch

  • Schnulli
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    640
    Geschlecht
    Männlich
    • 28. August 2007 um 17:58
    • #25

    Liebe Leser,

    ich habe bisher seit eingen Wochen nur als nicht angemeldeter Leser einzelne Beiträge mit Interesse verfolgt. Das hat mir sehr gefallen, weshalb ich mich jetzt angemeldet habe.

    Hier möchte ich Danke sagen den Bayern-Experten, die bei der schwierigen Typ-Bestimmung einen großen Verdienst haben.

    Aus diesem Forum habe ich die folgende Seite:

    Dort habe ich geübt, die Michel Bayern 2 von Platte 1 bis 5 zu bestimmen.
    Da mir das gefallen und geholfen hat, wollte ich die Gelegenheit nutzen, den Link hier anzufügen.

    Es grüßt alle Leser der Schnulli

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. August 2007 um 19:53
    • #26

    Jetzt könnte man noch raten lassen, welche Marke(n) falsch plattiert wurden?

    Die allermeisten sind schon richtig plattiert, aber eben nicht alle.

    Gerade bei einer vermeintlichen 2I muss man aufpassen, dass man sie nicht mit einer farbübersättigten Platte 3, wie in der Mitte der unteren Zeile geschehen, verwechselt. In diesem Fall hilft nur auf die Gleichmässigkeit der Außenlinien zu achten, die mit der 3. Platte nicht verwechselt werden können.

    Wie man bei den 4. und 5. Platteneinordnung des Websiteerstellers sieht, muss man bei den Ecken dieser Marken besonders aufmerksam sein.

    Es gibt von vielen Quadratausgaben Bayerns die Typisierung zwischen runden und spitzen Ecken. Dies bezieht sich natürlich immer auf Stöckelmaterial, das unverändert zum Druck benutzt wurde. Nach einer Reinigung der Druckplatte wurde das urspüngliche Stöckelmaterial in anderer Reihenfolge wieder zur Druckplatte zusammengesetzt. Da wir hier im Millimeterbereich waren, und es schließlich passen musste, wurde - in Bayern heute wie damals guter Brauch und Sitte - auch manchmal etwas Gewalt angewandt, um das/die widerspenstige/n Druckstöckel endlich in die Platte zu hämmern. Da man in der Regel die Ecken mit Gewalt bearbeitete,und von oben keinen Druck ausüben wollte, wurden auch die spitzen Ecken der 4. Platte teils abgeschrägt bzw. abgeschlagen, wodurch, wenn dies zweimal passierte, zwei Ecken sehr spitz blieben, aber die anderen 2 Ecken sehr rund gehämmert wurden. Somit konnte man knobeln, ob es eine 2. Platte mit 2 spitzen Ecken, oder eine 4. Platte mit 2 runden Ecken war. Da aber runde Ecken nicht spitz gehämmert werden können, ist eine Zuweisung zur Pl. 4 auch bei einer oder mehreren rundlichen Ecken gegeben.

    Da die Ecken der Pl. 1 nicht bearbeitet worden waren - sie hätten dies gar nicht ausgehalten und brauchten dies auch nicht, da dies die perfekte Platte war - kommen Marken dieser Platte nicht mit abgeschrägten Ecken vor.

    Bei den gleichmässigen Ecken der Pl. 3 kommen Abschrägungen vor, jedoch in nicht häufiger Form, da diese Platte gut passte.

    Die 4. Pl. war diejenige mit den spitzesten Ecken, teil sogar nach aussen gezogen, so dass hier jeder Stöckelaustausch zum Problem wurde. Hier wurden oft die Ecken eingehämmert.

    Die 5. Pl. war fast so spitzeckig wie die 4., und kann daher ebenfalls auf zahlreiche plattgehauene Ecken verweisen, passte aber doch noch etwas besser in die Verzurrung des Druckbogens, als die Vorgängerin.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • wissbegierig
    aktives Mitglied
    Beiträge
    194
    • 31. August 2007 um 10:11
    • #27

    Danke bayern klassisch für die vertiefte Ausführungen, hat mich schon etwas weitergebracht. Die Quiztafeln zu den Dreiern habe ich auch schon durchgearbeitet; es gibt halt Marken, die man leicht einer Platte zuordnen kann, aber andere sind doch schwierig einzuordnen (jedenfalls für mich). Das angeführte Beispiel mit der Platte 1, die eine Platte 3 ist (sein könnte), hat mich doch sehr nachdenklich gemacht.
    Ich wollte mir ja nur einige Marken zu den entsprechenden Platte zulegen, ohne jetzt alles einem Prüfer vorzulegen. Kostet sicher auch eine Kleinigkeit?!
    Eine habe ich mir bei einem sehr bekannten Händler, der auch Autor verschiedener Handbücher ist....gekauft (Bild 1).

    rechte obere Ecke ausgezogen, alle anderen +/- rund, wäre für mich Platte 4, ist aber Vb. Was immer das b auch zu bedeuten hat, die V hat meine vorgefaßten Vorstellungen wieder durcheinandergebracht! Vielleicht kannst Du mir mitteilen, warum das nun eine V ist, wenn das Bild das zuläßt!

    Vier weitere Bilder habe ich eingestellt. Wer teilt meine Einschätzungen, oder liege ich schon wieder daneben!!!!
    Stempel 493: Platte 5 ??
    Stempel 134: Platte 4 (ausgezogene Ecken) ?!
    Stempel 267: auch 4 oder 3 (Raute unterhalb der unteren linken 3 wird leider durch Stempel verdeckt)?
    Stempel 291: Platte 5?

    Vielen Dank für Deine/Eure Bemühungen!!!!

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  • wissbegierig
    aktives Mitglied
    Beiträge
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    • 31. August 2007 um 10:19
    • #28

    noch etwas gefunden, nicht nur Platte 4/5 ist verwirrend!!!
    Hintendrauf steht Platte 2, aber so übersättigt mit blauer Farbe. Oder ist das wieder so eine Platte 3???

    Bilder

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  • carolinus
    Gast
    • 31. August 2007 um 10:53
    • #29

    Hallo wissbegierig,

    Ich habe manchmal den Eindruck, je mehr man hat, oder je mehr man sieht, desto schwieriger wird eine Zuordnung.

    349 erster Scan hätte ich auch als Platte 4 gesehen (wegen des nicht vorhandenen Flecks links oben)
    493 sehe ich auch als Platte 5 (ziemlich sicher)
    134 Platte 3 (Platte 4 hat nicht den Fleck oben links)
    267 Platte 3 (aus demselben Grund wie eben)
    291 Platte 5 (die Farbe würde aber eher eine 3 anzeigen, aber die Raute?)
    Alles mit Fragezeichen!
    Was die Sache auch noch mehr kompliziert: Späte 3 zeigen wieder einen kleinen Spalt der Raute.

    Zu der 220 äußere ich mich lieber gar nicht erst.
    Ich bin gespannt, was bayern klassisch uns noch verrät.

    Gruß carolinus

    Einmal editiert, zuletzt von carolinus (31. August 2007 um 11:22)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. August 2007 um 16:06
    • #30

    Zuerst möchte ich noch ein Lob an euch beide loswerden, denn ihr beschäftigt euch intensiv mit der Materie, und das finde ich prima.

    Dass es Marken gibt, die auch den avencierten Sammler vor Probleme stellen, soll hier gar nicht verschwiegen werden.

    Die allermeisten Marken sind aber eindeutig zu plattieren.

    493 - klare Platte 5 - unzweifelhaft.

    134 - leider ist der scan nicht toll - gibt es den in besser?

    349 - Platte 4 mit teils abgeschlagenen Ecken, siehe mein vorheriges Posting.

    267 - Platte 3 ohne Zweifel.

    291 - Platte 5 eindeutig.

    220 - wunderschöne Platte 2 aus Mutterstadt - ist das das Spitzenstück dieser Pfalzsammlung? War aber auch ein Schönstempler ersten Grades.

    Wenn ich eure Diskussion recht interpretiere, dann gibt es Probleme mit dem unterschliedlichen Farbauftrag und der schwankendhen Farbakzeptanz der verschiedenen Papiere. Wie eine zu fett gedruckte Platte 3 ein scheinbar perfektes Wertkästchen unten rechts ergibt, was es nur bei der ersten Platte gab (von einigen 99% perfekten Stöckeln der Erstdrucke der 4. Platte 1856 mal abgesehen), so halten zahlreiche Stücke Fallstricke bereit, die leicht zu einer falschen Zuordnung führen können und dann auch den falschen Ort bei Mühlradstempeln und die falsche Bewertung desselben nach sich ziehen können.

    Leider hilft das Internet nicht immer - aber immer öfter. Erfahrung und permanenter Vergleich mit richtig plattierten Stücken in all ihren Nuancen, Farbschwankungen, Papierarten und Druckbesonderheiten sind unabdingbar für die testierungssichere Beurteilung vorgelegten Materials. Da ich ein großer Befürworter des Sammelns von Ganzstücken bin, lassen sich so auch Erkenntnisse allein anhand zeitlicher Veränderungen (Verschleiß usw.) gewinnen, die ihrerseits das eigene Urteilsvermögen optimieren bzw. zu neuen Erkenntnissen führen.

    Leider geht das nicht an einem arbeitsfreien Wochenende, sondern dauert ein wenig länger. Aber wenn man es erst einmal verinnerlicht hat, dann verliert man es nicht mehr.

    Kleiner Tipp für die Quadratmarkenforscher:

    Man nehme mal ein paar Dutzend (oder mehr, wenn man hat) Briefe der Ausgaben von 1849 - 1862 mit unterschliedlichen Marken und Platten und reihe sie chronologisch ein.
    Da die Optimierung der Drucktechnik allen Werten zeitnah zuteil wurde, ergaben sich durch die Bank zeitliche Bänder, innerhalb deren sich alle Marken ähneln/gleichen.

    Beispiel: Es gibt viele 9 Kr. grün, Farben, Auflagen und Typen, aber alle haben gerundete Ecken. Es gibt viele 9 Kr. braun, aber alle haben spitze Ecken. Das Urstöckel war dasselbe, da bei der Nr. 11 nur die Type III vorkommt. Aber seit 1856 (4. Platte der Nr. 2) hat man nur noch mit Stöckeln spitzer bis extrem spitzer Ecken produziert, da ist die zeitgleich gedruckte 6 Kr. braun der Platte 2 aus der damals aktuellen Produktion schon ein Auslaufmodell gewesen.

    Nur die 8II, die seltenste Marke Bayerns in der Kreuzerzeit überhaupt, spielt den Ausreisser, da ihre Ecken alle gerundet waren, was nicht in das ansonsten homogene bayerische Drucktechnikbild passte.

    Jetzt muss ich aber Schluß machen, sonst verpasse ich noch Kunst und Krempel ...

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Kreuzerjäger
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    • 31. August 2007 um 16:11
    • #31

    Hallo zusammen.

    Dann gebe ich auch mal meine Beurteilung ab. Mal sehen wie oft ich daneben liege. :ups:

    349 Sieht nach Platte 4 aus (könnte aber auch von der Farbe her Platte 2 sein, zumal auch abgerundete Ecken (ich weiss, nicht alle))

    493 Platte 5

    134 Platte 3

    267 Platte 3

    291 mal ganz mutig Platte 2 (oder doch 4 ?)

    220 Platte 2


    wissbegierig

    Diese Buchstabe b oder a kommen aus dem Katalog von P. Sem.

    Bei "a" ist die kleine 3 im oberen linken Wertziffernquadrat geschlossen und bei "b" offen (siehe Anhang).

    Erste Marke ist eine "b" die zweite eine "a".

    Viele Grüße
    dreiKreuzer

    Bilder

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  • Kreuzerjäger
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    • 31. August 2007 um 16:17
    • #32

    upps, da war @bayern klassisch einen Tick schneller.

    So schlecht lag ich da ja gar nicht.

    Aber @bayern klassisch, der 291 ist Platte 5?
    Das haut mich doch etwas um. Da liege ich ja total daneben.

    Grüße von
    dreiKreuzer

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. August 2007 um 17:00
    • #33

    Schau dir die rechte untere Ecke an - abgeschlagen. Bei der 3. Platte extrem selten und nur von Austauschstöckeln bekannt. Stempel 291 offen datiert von 1859ff, also mit der 3. Platte wäre das schon sehr spät in Ludwigshafen ...

    Die 3. Platte hat auch dickere Aussenlinien und ein Farbspektrum, dass dieses helle blau so nicht kennt, also deutlich dunkler.

    Schau nochmal genau drauf, dann wirst du es auch sehen. Falls nicht, dann spiegelt halt der Monitor ...

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • wissbegierig
    aktives Mitglied
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    194
    • 2. September 2007 um 11:31
    • #34

    Hallo,
    danke für den Hinweis zu den Varianten a und b. Hübsch und dann noch auf einem Bogen als Paar! Gibt es die auch auf anderen Platten?
    Bei meiner eingestellten mit Stempel 349 war es die Variante a, die b habe ich aber jetzt auch gefunden.
    Beste Sonntagsgrüße!!

  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
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    Männlich
    • 2. September 2007 um 12:08
    • #35

    Hallo wissbegierig.

    Wenn du mit anderen Platten die blaue drei Kreuzer meinst, dann gibt es diese Merkmale lt. P. Sem bei den Platten 2 II-V.

    Nur so zur Info.
    Es wird bei P. Sem sogar noch nach 2 IIA- VA unterschieden. Das grosse "A" steht für farbübersättigten Druck.

    Schon eine sehr facettenreiche Marke, nicht wahr? ;)

    Viele Grüße
    dreiKreuzer

  • wissbegierig
    aktives Mitglied
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    • 2. September 2007 um 12:14
    • #36

    Einen schönen Sonntagsgruß an alle, die sich an meinem Plattenquiz beteiligt haben!!!
    Stempel 493, 291, 267 und 349 eindeutig geklärt!! Die bei Peter Sem gekaufte 349 hatte wirklich auf auf der Verkaufsbeschreibung, die immer mitgeschickt wird, eine V!! Ich denke, es war nur ein Tipfehler!
    Stempel 220 ist dann Platte 2. Der Kenner hat natürlich gleich erkannt, daß dies alles Marken mit Stempel aus der bayr. Pfalz sind. Ich habe dazu natürlich ein Bezug.
    Ich kenne die nur Platte 2 eigentlich nur im helleren Blau mit 4 runden Ecken. Die 220 ist Platte 2, weil sie zu viele "Rundungen" aufweist?

    Zu der 134 habe ich noch mal einen Scan eingestellt. Meine Kamera gibt halt nicht so viell her, sorry. Aber die meisten scheinen die Marke zur Platte 3 einzuordnen.

    Die Sache mit den Ganzstücken ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, verteuert das Hobby natürlich auch. Aber bald ist ja Weihnachten....
    Aber einige Briefe habe ich auch schon, konnte nicht widerstehen, auch wenn ich da auf das übrige Bayern zugreifen mußte. Der Brief mit oMR wurde mir als Platte 4 verkauft. Korrekt?
    Die Marke mit dem oMR 19 ist Platte 3, wenn ich nun alles kapiert habe??!!

    Zu deiner Bemerkung mit dem zurückgegebenen Stempel 325, der aus Speyer kam und in München im Innendienst zur Entwertung zurückgegebener Bestände weiterverwendet wurde. Konnte der Stempel auf einer zurückgegebenen Platte 2-Marke landen (wäre ja dann München und nicht SP), oder landeten diese Marken im Papierkorb?

    Desweiteren: weiß man eigentlich von allen (oder meisten) Orten, wann die Stempel genau erneuert wurden, z.B. von 190 (LU) zu 291 gMR und dann zu 291 oMR?

    Diese Kreuzermarken bereiten mir langsam wirklich Freude! :)

    Noch weiterhin einen angenehmen Sonntag an Alle!!

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. September 2007 um 15:22
    • #37

    Bei der 134 zweifle ich immer noch - ich tendiere eher zur Platte 5 als zur 3.
    Leider ist der Scan nicht gut genug, um sicher zu sein.

    Die Platte 2 hat runde Ecken, als einzige Blaue, genau wie deine 220. Es ist ein weites Farbspektrum, das die Platte 2 abdeckt. Wenn man deutliche Töne meint, dann kann man sicher ein Dutzend oder mehr an dieser Platte festmachen. Für den Insider: Es gibt die Erstauflage dieser Platte, die noch 1850 an die Schalter kam - sie hat dieselbe Struktur wie die 2I, aber halt runde Ecken. Schau mal, ob du da einen Brief aus dem Herbst 1850 aus der Pfalz auftreiben kannst, diese Erstauflage ist nicht häufig und die Farbe ein Himmelblau, der Druck sehr, sehr sauber und klar.

    Der Brief mit der 28 von Augsburg (liegt nicht in der Pfalz) ist eine 4. Platte.

    Die 19 hast du korrekt zugeordnet - klasse!

    Briefe der Nr. 2 sind doch nicht teuer - lieber ein Brief als 5 Marken, da kann man mehr von lernen, also keine Scheu und schöne Briefe gekauft.

    Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt, daher will ich mich nochmals zum geschlossenen Stempel 325 äußern:

    Vom 1.8.1850 bis 19.11.1856 kam er in Speyer zum Einsatz. Dann wurde er von der Materialverwaltung dem Münchner Stadtpostamt zum 1.12.1856 zugeteilt. Dort war aber bereits ab dem 29.11.1856 der neue offene 325 vorhanden.
    Im Klartext: Man hatte den nagelneuen offenen 325 schon 2 Tage vor seinem geplanten Einsatz verwandt. Man nutzte also den alten Stempel von Speyer nur an dem Schalter für Einschreibebriefe, da dort die Anforderungen an ihn (geringeres Postaufkommen) andere waren. Gelegentlich kommt er dort auch auf nicht eingeschriebenen Briefen oder auf Auslandsbriefen vor. Dies liegt darin begründet, dass Firmen und stark korrespondierende Private, wenn sie Einschreiben aufgeben wollten, sich nicht an beiden Schaltern anstellen wollten, sondern sich gleich am Einschreibeschalter anstellten. Hatten sie dann z. B. 3 Einschreiben und einen Normalbrief, so bekamen die Marken aller 4 Briefe den geschl. 325 aufgedruckt. Da alle Einschreiben bis zum 31.12.1860 frankiert werden mussten (Dienstbriefe mal abgesehen), sind also nicht eingeschriebene Briefe mit dem gM 325 von München selten.

    Der Zweikreisstempel von München wurde nach seiner aktiven Zeit am Einschreibeschalter im Sommer 1859 vom Aussendienst zurückgezogen und nur noch im Innendienst verwandt. Seine letzte Funktion erfüllte er ab dem 1.9.1864, als man mit ihm (und nicht dem 325) die Bestände zurückgegebener Marken der Ausgaben 1849, 1850ff entwertete. Eine Platte 2, die erst 1864 der Post zurückgegeben wurde, kann ich mir nicht vorstellen, wiewohl es theoretisch mögich ist. Die 2. Platte war schon in der 2. Verteilung im Dez. 1856 eine absolute Seltenheit, und dann erst 8 Jahre später ... Sicher gibt es ungebrauchte 2. Platten, aber die sind handverlesen und m. E. nicht häufiger als ungebrauchte 1. Platten. Der Katalogpreis steht da etwas im Gegensatz zu meiner 30 jährigen Erfahrung.

    Die entwerteten Freimarken landeteten nicht im Papierkorb, sondern waren als ehemalige Wertmarken, heute Postwertzeichen, aus den Staatsbeständen auszubuchen. Da der Nachweis ihrer Entwertung jederzeit zu führen war, verblieben sie zuerst in den Akten, die die einliefernden Ämter und Expeditionen betrafen und die von den "Obercassirern" der Bezirkskassen kontrolliert wurden. Nach Abschluss aller Rechnungsposten wurden sie dann mit anderen Akten den Oberpostämtern zugeleitet, von wo sie später - nach sammlerischer Durchsicht - auf den Markt kamen. Eine sanftere Formulierung fällt mir jedenfalls ad hoc nicht ein.

    Natürlich weiss man nicht genau, an welchem Tag ein Mühlradstempel zurückgezogen wurde, es sei denn, man hätte die Archivbestände des Postamts für die Pfalz in Speyer vollständig durchforstet, was kaum der Fall sein dürfte.
    Hier muss der Bayern- oder Heimatforscher versuchen, die verschiedenen Typen der Stempel zu klassifizieren und anhand seines Briefmaterials den Zeitraum des Wechsels einzuschränken. Das kann aber Jahre dauern, bis man den Wechsel auf ein paar Tage oder wenige Wochen belegen kann, ist aber doch eine spannende Sache, die viel Freude bereitet und Einblicke in die Materie ermöglicht.

    Einen schönen Sonntag wünscht bayern klassisch

  • Concordia CA
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.467
    Geschlecht
    Männlich
    • 2. September 2007 um 15:55
    • #38

    Hallo bayern klassisch,

    ich möchte (als Nicht-Bayern-Sammler) mal ein dickes Lob an Dich aussprechen.

    Du kannst die Zusammenhänge dieses Gebietes so interessant und anschaulich vermitteln, dass man glauben könnte, Du wärest zur fraglichen Zeit selbst im Postdienst tätig gewesen.

    Vielen Dank dafür.

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. September 2007 um 18:12
    • #39

    Vielen Dank Concordia CA für die Blumen. In einem netten Forum gibt es halt nette Leute ...

    Aus altertechnischen Gründen, aus Sicht des Philatelisten eher dem Pech der späten Geburt (wer würde nicht gern 1850 schwarze Bayernmarken zum Postpreis am Schalter gekauft haben?), habe ich damals nicht gelebt.

    Wenn man sich aber mit der Materie über Jahrzehnte intensiv beschäftigt, und die Primär- und Sekundärliteratur zu verinnerlichen versucht, dann kommt man halt hinter das ein oder andere Geheimnis der damaligen Zei t...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    317
    Geschlecht
    Männlich
    • 2. September 2007 um 18:44
    • #40

    Hallo @bayern klassisch.

    Also ich bleibe bei meiner Theorie von der Zeitmaschine. :D ;)

    Grüße
    dreiKreuzer

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