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„20 let bez CCCP“. 20 Jahre nach Ende der UdSSR – Russland, Ukraine, Weißrussland, Moldau

  • northstar
  • 24. November 2011 um 21:34
  • northstar
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    • 24. November 2011 um 21:34
    • #1

    Ende Dezember 2011 jährt sich zum zwanzigsten Male die formelle Auflösung der Sowjetunion.

    Bestärkt durch das Interesse am postsowjetischen Raum, das im Tschetschenien-Thread deutlich wurde, möchte ich die Idee umsetzen und zusammen mit meinem Mitstreiter bei diesem Thema HoomySimpson die erste bzw. einige der ersten Ausgaben der neuen Staaten sowie einige Belege aus den Umbruchjahren vorstellen. Wir hoffen auf rege Beteiligung seitens des Forums (Zeigen von Marken, Belegen etc., Hinweise, Fragen, Anregungen, Informationen …).


    Nach dem gescheiterten Putsch im August 1991 setzten sich die Bestrebungen der einzelnen Unionsrepubliken nach Selbstständigkeit fort. Der Prozess mündete schließlich in der formellen Auflösung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken am 26.12.1991.Bereits gleich nach Beendigung des Putsches erlangten die baltischen Republiken, deren Bestrebungen nach erneuter Selbstständigkeit schon gegen Ender der 1980er Jahre starken Ausdruck fanden, ihre vollständige Unabhängigkeit incl. der Anerkennung durch die Sowjetunion am 06.09.1991.

    Aus den 15 Republiken der UdSSR entstanden 15 unabhängige Staaten, von denen jeder eine neue Symbolik entwickelte bzw. wiederbelebte, früher oder später aus der Rubelzone ausschied und eine eigene Währung einführte sowie eine nationale Postbehörde/ein nationales Postunternehmen aufbaute und eigene Postwertzeichen herausgab. In Litauen und Moldawien erschienen bereits vor der Auflösung der UdSSR eigene Marken.

    Während einer Übergangszeit wurden die sowjetischen Wertzeichen weiterverwendet, teilweise wurden noch reichlich vorhandene sowjetische Marken und Ganzsachen mit aufgrund einsetzender Inflation nicht mehr brauchbaren Nominalen überdruckt. Stempel wurden ebenfalls vorübergehend weiterverwendet, zuweilen durch Entfernung sowjetischer Symbolik und sowjetischer Bezeichnungen aptiert.Der zeitweilige Mangel an Postwertzeichen führte zu einer Vielzahl an Notmaßnahmen und Provisorien. Von der Möglichkeit, in dieser Phase schneller Veränderungen, Phantasieprodukte und philatelistische Machwerke zu fabrizieren, machten Hobby- wie Berufs-Philatelisten reichlich Gebrauch und befanden alles für legitim, was durch einen Poststempel - sei es durch Zufall, Unwissenheit oder auch Gefälligkeit von Postmitarbeitern – „geadelt“ wurde.

    Um die Übersichtlichkeit zu waren, habe ich gedacht, nach und nach einen einzelnen Thread für jeden der geographischen Großräume (s.u.) sowie die derzeitigen und ehemals umstrittenen Gebiete aufzumachen.
    Die Baltischen Länder: Estland, Lettland, Litauen
    Die slawischen Republiken und Moldawien: Russland, Ukraine, Weißrussland, Moldawien
    Die Kaukasus-Republiken: Armenien, Georgien, Aserbaidschan
    Mittelasien: Kasachstan, Usbekistan, Kirgisien , Turkmenistan, Tadschikistan
    umstrittene Gebiete: Abchasien, Süd-Ossetien, Transnistrien (PMR), Nagornyj-Karabach; zwischenzeitlich reintegriert: Itschkerija (Tschetschenien), Gagausien.


    Dieser Thread beginnt mit einer der letzten Ausgabe der UdSSR und soll dann Material aus der Russischen Föderation, der Ukraine und Weißrussland (Belarus) beinhalten.

    Viel Spaß!

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

    Einmal editiert, zuletzt von northstar (24. November 2011 um 21:48)

  • HoomySimpson
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    • 24. November 2011 um 22:03
    • #2

    Dann stelle ich mal einen Beleg aus Sankt Petersburg ein. Echt gelaufen, und meiner meinung nach ohne philatelistischen einfluss. stammt aus der tagespost des litauischen justizministriums, wie die adresse zeigt.
    er zeigt zunächst einen zudruck, der den ursprünglichen 7-kopeken-umschlag auf 6 rubel aufwertet. daneben zwei weitere zudrucke (einer davon 304 rubel, dieser wertet den anderen zudruck und die 0,07 rubel dann auf 310 rubel auf) und russische dauermarken. den zweiten zudruck kann ich nicht ganz deuten, wegen der zwei punkte. aber wenn er 90rub bedeuten soll, kämen wir auf eine runde summe von 2200 rub für dieses einschreiben.
    den poststempel "pushkin 5 - lengorsowetja", noch mit UdSSR/Sowjetstern muss northstar erklären....
    die zudrucke enthalten die postleitzahl 189620 von sankt petersburg.

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    Einmal editiert, zuletzt von HoomySimpson (24. November 2011 um 22:13)

  • northstar
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    • 24. November 2011 um 22:04
    • #3

    Mitten im Prozess politischer Reformen, gesellschaftlichen Veränderungen und der Schaffung einer neuen staatlichen Struktur versuchen einige Hardliner das Rad zurückzudrehen und veranstalten in Moskau einen Putsch. Sowohl durch den erklärten Widerstand von Politikern (u.a. dem Präsidenten der RSFSR Boris Jelzin), als auch durch die Bereitschaft der Bevölkerung, die errungenen Freiheiten aktiv zu verteidigen, scheitert der Putsch.

    Am „Weißen Haus“ in Moskau (seinerzeit Sitz des Obersten Sowjets der RSFSR, seit 1994 Sitz der Regierung der Russischen Föderation) kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen aufmarschierten Truppen der Putschisten und Verteidigern des verbarrikadierten Parlamentssitzes. Drei junge Männer erleiden dabei tödliche Verletzungen. Sie werden posthum zu Helden der Sowjetunion ernannt und durch eine Briefmarkenausgabe (MiNr. 6244-6246) geehrt.

    Gleichzeitig mit diesen Marken erscheint der letzte Block der Sowjetunion. Er zeigt das verbarrikadierte Weiße Haus und würdigt den Sieg der demokratischen Kräfte am 21. August 1991. In der linken oberen Ecke des Blocks verläuft diagonal ein Band in den Farben der russischen Trikolore, Symbol der demokratischen Kräfte. Die Trikolore wurde am 22.08.1991 durch Verordnung des Obersten Sowjets der RSFSR als Nationalflagge anerkannt.
    Der Entwurf dieser Ausgabe stammt von Jurij Arcimenev, der über 200 Marken und 500 Ganzsachen für die sowjetische und danach für die russische Post gestaltet hat. Arcimenev war auch Autor einiger der ersten Ausgaben der neuen unabhängigen Republiken.

    Literatur und Links:
    Gerd Ruge: Der Putsch. Vier Tage, die die Welt veränderten. Fischer TB Verlag 1991

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  • HoomySimpson
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    • 24. November 2011 um 22:35
    • #4

    und hier ein beleg aus russland. die verwendeten hohen rubelwerte der udssr in mischfrankatur mit neuen russischen marken, auf su-ganzsache, und zusatzstempel oplatscheno (=bezahlt). interessante mischfrankatur.
    beginn der inflation in russland wird hier deutlich durch die verwendung der hohen rubelwerte. diese waren bei einem briefporto von 0,07 rubel nur selten in verwendung, jedenfalls damals in der union. aber die zeiten haben sich geändert.

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  • northstar
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    • 24. November 2011 um 22:49
    • #5

    pushkin 5 - lengorsowetja

    Pushkin ist eine Vorstadt von St. Petersburg, hieß ehemals Tsarkoe Selo (Zarendorf), von 1918-1937 Detskoe Selo, und trägt seit 1937 den Namen des Dichters A.S. Pushkin, der das neben den Katherinenpalast (der mit dem Bernsteinzimmer!) gelegene Lyzeum besuchte.

    Pushkin war seinerzeit dem Len[ingrader] Gor[=Stadt]sowjet unterstellt.
    Heute ist Pushkin Bestandteil des Föderationssubjektes St. Petersburg.

    Zur Postleitzahl 189620 (in den zugedruckten Wertstempeln): es war die PLZ von Pushkin. Aber nach meinen Unterlagen hätte sie 188620 lauten müssen (der Absender hat diese auch im Absenderfeld unten auf dem Umschlag angegeben). Hier sind also noch Nachforschungen erforderlich.

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  • northstar
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    • 24. November 2011 um 23:05
    • #6

    Wie schon bei den ersten von HoomySimpson gezeigten Briefen deutlich wird, gab es in Russland (wie auch in allen anderen Republiken) eine starke, Anfangs galoppierende Inflation.

    z.B.

    Inlandsbrief
    02.01.1991 - 0,20 Rbl.
    10.01.1994 - 50,00 Rbl.
    insgesamt 6 Tarife in 2 Jahren

    Auslandsbrief Land-/Seeweg
    02.01.1991 - 0,90 Rbl.
    30.12.1993 - 300,00 Rbl.
    insgesamt 9 Tarife in 2 Jahren

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  • HoomySimpson
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    • 25. November 2011 um 14:46
    • #7

    Hier ein Beleg aus der Ukraine vom Juni 1992.
    Rein sowjetische Frankatur, mit Gummistempel-Zudruck 43k(opeken).
    Der Brief stammt aus der schönen Stadt Odessa am schwarzen Meer, der Stempel rein in lateinischen Lettern, aber noch mit UdSSR-Wappen und kyrillischem "CCCP" (SSSR)

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    • 25. November 2011 um 19:23
    • #8

    Wie wir auf dem Beleg aus der Ukraine gesehen haben, waren ab 1992 hohe Nominalen gefragt. Dieses gilt für alle Nachfolgestaaten der UdSSR.

    Die Sowjetischen Wertzeichen waren in der Russischen Föderation noch bis 30.09.1992, teilweise bis 09.08.1993 gültig.

    Ein Kuriosum ist die geschnittene Variante des 2-Rubel-Dauerserienwertes von 1984 (MiNr. 5428), der am 20.04.1992 - also gut vier Monate nach Auflösung der UdSSR, in Kleinbogen zu 10 Marken für die Post Russlands in einer Auflage von 3.8 Mio verausgabt wurde.

    Die erste Ausgabe mit der Landesangabe Rossija erschien bereits am 10.01.1992, Anlass waren die Olympischen Winterspiele (MiNr. 220-222), an denen die Mannschaften aus den Nachfolgestaaten der UdSSR (ohne baltische Länder) als "Vereintes Team" unter der Olymprischen Flagge teilnahmen.
    Der Entwurf der Marken stammt von dem bereits erwähnten Jurij Arcimenev.

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    Einmal editiert, zuletzt von northstar (25. November 2011 um 19:24)

  • HoomySimpson
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    • 1. Dezember 2011 um 22:25
    • #9

    Hier ein Beleg aus Russland, den ich auch als Bedarfsbrief einschätze.
    Aber: Hier haben wir einen handschriftlichen TP-Vermerk. Und die letztendlich krumme Portostufe von 46,55Rub muss Northstar erklären. Evtl. wurden die 5 kopeken der Ganzsache hier nicht mitgerechnet??

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  • HoomySimpson
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    • 1. Dezember 2011 um 22:33
    • #10

    und ein Beleg aus der Ukraine, von der schönen Krim als Auslandsbrief nach Weissrussland.
    Hier weiss ich eigentlich nur, dass es viele Phantasieprodukte gab.
    Evtl. kann Northstar hier was zu beitragen?
    Handstempel-Zudruck, und somit Aufwertung auf 3 Karbowanzen, plus TP-Vermerk von 12 Krb = 15 Krb.

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    Einmal editiert, zuletzt von HoomySimpson (1. Dezember 2011 um 22:34)

  • northstar
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    • 2. Dezember 2011 um 16:36
    • #11

    Moin, moin,


    Zum Brief von Russland nach Litauen

    Leider ist das Datum nicht zu erkennen. Die in Marken aufgeklebten 45 Rubel (1x25, 2x10) entsprechen dem Tarif für die Periode 04.11.1992-01.03.1993 für einen Auslandsbrief. Die 5 Kopeken blieben unberücksichtigt, wie wohl ebenso die handschriftlich aufgetragenen 1,50 (Inlandstarif 10.12.1992-15.05.1993). Vielleicht hatte der Absender den Umschlag bereits einige Zeit vor Versendung auf Vorrat gekauft und auf der Post gab es bei der Aufgabe keine passenden Marken zur Ergänzung des Tarifs …


    Zum Brief von der Krim nach Weißrußland

    Der Wertstempelzudruck mit der Palme ist natürlich dekorativ. Im Werk von Evgenij Obukhov (Mestnye vypuski …, 2007). sind ähnliche Stempel verzeichnet, dieser jedoch nicht. Aber das Thema der ukrainischen Provisorien ist ein weites Feld und vielleicht sind auch Herrn Obukhov noch nicht alle Typen bekannt.

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  • Wandervogelgelb
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    • 18. Dezember 2011 um 16:33
    • #12

    Heute sind mir auf dem Flohmarkt zusammen mit einer kleinen Wühlkiste ein paar nette Briefabschnitte mit Marken aus Usbekistan in die Hände gefallen. Auf einem Eckrand ist zu lesen, daß eine der Marken (Science fiction Serie) von der Bundesruckerei GmbH hergestellt worden ist. Nett auch, daß mindestens zwei deutsche Lehnworte um usbekischen Sprachschatz gelandet sind Post - aus dem kyrillischen "Poshta" und Postamt - "Poshtamt".

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