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Preussen-Th&T-Preussen, Chargebrief 1805

  • Postgeschichte-Kemser
  • 28. Juli 2010 um 10:22
  • Postgeschichte-Kemser
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    7. Oktober 1963 (62)
    • 28. Juli 2010 um 10:22
    • #1

    Hallo zusammen,

    anbei ein Chargebrief, den ich - glaube ich - schon mal hier vorgestellt habe, der aber immer noch Rätsel aufgibt. ?(

    Kirchensache aus Berlin vom 4. Juli 1805 nach Ansbach. Rechts oben hds. Vermerk Eisenach.
    Ist das links oben eine Gewichtsangabe - 2 Loth ? Wozu aber, wenn der Brief als Kirchensache portofrei war ?
    Wie ist der Vermerk auf der Rückseite links oben zu deuten ? Möglicherweise doch eine Taxierung ?
    Auffällig ist, dass in Berlin kein Abgangsstempel abgeschlagen wurde - und auch keinerlei Durchgangs- oder Ankunftsstempel vorhanden sind.
    Und wo kam der Charge-Stempel (bayerische Form ?) drauf ? In Ansbach ? Wo hätte der brief sonst bayerisches Gebiet berührt oder überschritten ?
    Also Fragen über Fragen und trotzdem ein interessanter Einschreibebrief ins damals (noch) nicht bayerische Ansbach.

    Wer will mit-rätseln oder auflösen ?

    Beste Grüße aus Lenggries
    Postgeschichte-Kemser

    Bilder

    • Berlin-Ansbach1.jpg
      • 299,99 kB
      • 850 × 452
      • 322
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  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 28. Juli 2010 um 19:18
    • #2

    Hallo Schorsch,

    ein feiner Brief, der jede Preußen-Sammlung bereichern würde ! :D

    Ansbach kam meines Wissens erst 1806 nach Bayern - dafür (und die Königskrone) verscherbelte Max dann seine rheinischen Gebiete, die erst an Berg und später an Preußen fielen. ;)

    Da die preußische Post 1805 noch nicht das Geheimnis des Einschreibeverfahrens für sich gelüftet hatte, bleibt eigentlich nur die Taxis-Post.
    Ich habe aus 1809 einen Einschreibebrief aus Düsseldorf nach Bayern mit sehr ähnlichem Stempel. Die Bergische Post kannte auch das Einschreibeverfahren. Von Preußen ist in dieser Zeit so etwas nicht bekannt.

    Vielleicht war das königliche Siegel auf der Rückseite Veranlassung für die besondere Handhabung des Briefes ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Juli 2010 um 19:38
    • #3

    Lieber Georg,

    der Chargéstempel ist sicherlich der Reichspost geschuldet. Mit Preußen hatte er nichts zu tun.

    Auch das Rötel - NB deutet für mich auf eine gesonderte Handhabung nicht in Preußen.

    Oben links steht übrigens die Rekonummer 241 - sicher etwas schwer zu lesen. Es ist möglich, ich weiß es aber nicht, dass Briefe dieses Absenders generell zu chargieren waren, auch wenn es nicht vorderseitig notiert worden war.

    Es wurden auch keine Gebühren notiert - daher deutet für mich alles darauf hin, dass kein Schein gelöst worden war und der Brief nur nach außen hin als "beschwert" markiert worden war.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 29. Juli 2010 um 05:46
    • #4

    Lieber Schorsch,

    im Buch von Herrn Dr. Helbig "Bayrische Postgeschichte 1806 - 1870"
    auf Seite 77, zeigt Herr Helbig ebenfalls einen Brief aus Berlin, aber
    von 1814, bei dem der Vermerk "von Eisenach" steht. Er schreibt,
    daß möglicherweise der Brief von Berlin nach Eisenach kuvertiert -
    und erst in Eisenach zur Post gegeben wurde, um den sächsischen
    Transit zu umgehen.
    Der rote "Charge Stempel" könnte evtl. erst in Ansbach abgeschlagen
    worden sein. Ich habe Briefe aus Ansbach von 1802 bis 1805, die solch
    einen Charge Stempel und in dieser Farbe haben.

    Liebe Grüße von VorphilaBayern

  • Postgeschichte-Kemser
    aktives Mitglied
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    7. Oktober 1963 (62)
    • 29. Juli 2010 um 07:29
    • #5

    Guten Morgen ! :)

    Erst einmal herzlichen Dank an Euch drei für Eure Informationen und Erklärungen.

    Eine ergänzende Information noch zum Brief bzw. Briefpapier: Das Papier trägt als Wasserzeichen das Portrait sowie den Namen von Friedrich Wilhelm III.
    Dies jedoch nur am Rande, da dies m.W. damals gängige Praxis war.

    Zusammenfassend ergäbe sich also folgende Interpretation:
    Es handelt sich um eine portofreie Kirchensache, die zur Umgehung des sächsichen Transits erst in Eisenach zur Post gegeben wurde und aufgrund des königlichen Siegels in Ansbach als "Charge-würdig" erachtet wurde.

    Dennoch - basierend auf Euren Informationen stellen sich für mich weitere Fragen:

    1. Warum erhielt der Brief in Eisenach statt eines bereits vorhandenen Aufgabestempels nur eine handschriftliche Ortsangabe ?

    2. Was ist die Grundlage für eine (offensichtlich) gebührenfreie Weiterleitung auf dem Gebiet der Reichspost ?

    3. Könnte die Ziffer "9" hinter der Ortsangabe Eisenach ein Tagesdatum sein oder ist dies ein Indiz für eine Einschreibe-Behandlung bereits ab Eisenach ? Die als "Rekonummer 241" interpretierte Angabe ordne ich eher dem Charge-Stempel zu.

    Und zu guter Letzt:
    Was hätte den Absender dazu bewogen, den sächsichen Transit zu meiden ? Ich sehe momentan hierfür weder finanzielle noch politische Gründe.

    In der Tat wohl ein recht interessanter Brief - aber schwer zu entschlüsseln. ?(

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Postgeschichte-Kemser
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  • Postgeschichte-Kemser
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    7. Oktober 1963 (62)
    • 4. August 2010 um 11:40
    • #6

    Hallo zusammen,

    hat noch keiner eine Idee zu meinen Zusatzfragen ?

    beste grüße aus Lenggries
    Postgeschichte-Kemser

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