Sechs Händler boten an der Briefmarkenbörse im Traubensaal ihre Raritäten feil. Der Philatelisten-Verein Weinfelden spürt aber, dass ihm der Nachwuchs fehlt.
Weinfelden – Von Briefmarken über Postkarten bis zu gut erhaltenen Briefen wird an der Briefmarkenbörse im Traubensaal alles gehandelt, was einmal mit dem Poststempel in Berührung gekommen ist. Ansichtskarten und Briefe seien heute sogar begehrter als Briefmarken, sagt Enoch Habisreutinger, Präsident des Philatelisten-Vereins Weinfelden: «Früher wurden viel mehr Marken gehandelt, heute möchte man die Postbelege wieder komplett besitzen.» Die Trendwende bei den Sammlerobjekten kann jedoch einen anderen Trend nicht überdecken: das Nachwuchsproblem. Kamen bis vor ein paar Jahren noch elf Händler an die Briefmarkenbörse nach Weinfelden, breiten heute noch sechs ihr Sortiment im Traubensaal aus. «Das Interesse ist nicht mehr so gross», sagt Habisreutinger, «vor allem die Jungen interessieren sich nicht mehr für die Philatelie und das Sammeln.»