Folgender Brief ist aus einem Englischen Forum mit Genehmigung des Besitzers gestellt
Der Leitweg ist Dank den Wirren der letzten Kriegsmonate nicht so einfach zu bestimmen.
Wer kann also helfen?
Bedanke mich für die Antworten im Vorraus
mfG
Nigel
Folgender Brief ist aus einem Englischen Forum mit Genehmigung des Besitzers gestellt
Der Leitweg ist Dank den Wirren der letzten Kriegsmonate nicht so einfach zu bestimmen.
Wer kann also helfen?
Bedanke mich für die Antworten im Vorraus
mfG
Nigel
Hallo Nigel,
der Brief vom 19. 1. (?) 45 ist auf jeden Fall über die Auslandsbriefprüf-
stelle Wien (Kennbuchstabe g) gelaufen.
Dies belegen der Verschlußstreifen am Unterrand und der Prüferstempel
sowie der Maschinenprüfstempel der Prüfstelle. Der Maschinenprüfstem-
pel gehört schon zu den besseren Zensurstempeln, so daß der Brief zen-
surmäßig schon im Bereich von 10 - 20 € liegt.
Mehr kann ich leider nicht dazu sagen
Michael
Der logische Leitweg wäre über die Schweiz, was anderes fällt mir auch nicht ein.
Seite 149 bei "Riemer" zur Zensurstelle Wien:
Bearbeitung deutscher Kriegsgefangenenpost
Eine neue Aufgabe erhielt die Auslandsbriefprüfstelle Wien, als ab 1. Juli 1944 die Sendungen an deutsche Kriegsgefangene und Internierte, bisher bei der Dienststelle Berlin zentralisierte abwehrmäßige Prüfung, auch auf andere Prüfstellen umgeleitet wurde. Die Sendungen aus den Postleitgebieten 7a, 9a/b, 10, 11a/b, 12a/b, 13a/b, 17a/b, 18, 22 und aus den Dienstpostgebieten Adria und Alpenvorland kamen ab da in Wien zur Bearbeitung. Nur Luftpostsendungen kamen zur Bearbeitung nach Berlin.
Zitat Ende.
Der Brief stammt ja aus dem Postleitgebiet 22, und wurde über München nach Wien befördert. Von dort aus gelangte der Brief dann nach Canada, wo er beim BASE APO am 5.4.45 eingegangen ist.
Gruß
Thomas