Und hier gleich ein weiterer Beleg aus derselben Quelle zum selben Preis erstanden:
Brief der Gewichtsstufe 101 bis 250 g, Portostufe 320 Pf, portogerecht frankiert mit Viererstreifen des 80 Pf Wertes der Dauerserie SWK, entwertet mit Tagesstempel Balingen am 26.05.91, adressiert nach 1000 Berlin 33 an das Bundesumweltamt.
Liebe Grüße
mx5schmidt
PS:
Cool an diesem Beleg ist die Absenderin "Anija Gräfin Orlowska-Nolte", wohnhaft in der Eyachstr. 19 in 7460 Balingen, die sich in ihrem Absenderaufkleber selbst als "Schauspielerin, Regisseuse, Autorin" bezeichnet.
Gut ein Jahr später wurde sie in dieser Wohnung ermordet, siehe folgenden Artikel aus dem Hamburger Abendblatt:
Nr. 202 vom 29.08.1992, Seite 9
"Ich habe sie umgebracht. Es mußte sein!"
Hamburger Schauspieler gestand Mord an 69jähriger Ex-Freundin
Der Hamburger Schauspieler Klaus G.(utermuth) (27) hat am Freitag den Mord an seiner ehemaligen Freundin Anija Gräfin Orlowska-Nolte (69), der künstlerischen Leiterin der Theaterschule Balingen (Baden-Württemberg), gestanden. Die Balinger Polizei fand die Frau tot in ihrer nur hundert Meter von der Wache entfernten Wohnung. Sie war in der Nacht mit Schlägen und acht Messerstichen getötet worden.
Vor acht Jahren hatte die Gräfin die Theaterschule in Balingen und das dortige "Theater unterm Dach" gegründet. Doch ihren Projekten war kein Glück beschieden. Nachdem sie in Düsseldorf in den 60er Jahren mit zwei
Theatergründungen konkurs gegangen war und dann einige Zeit auf Sylt gelebt hatte, blieb in Balingen am Ende nur Krach mit der Stadt um die Finanzierung ihrer Projekte.
Die 69jährige, die als Anna Warsitz geboren und in Balinger Künstlerkreisen die "Operetten-Gräfin" genannt wurde, galt als schillernde Figur. Ihr Titel beruhte auf einer Vernunftehe mit dem Grafen Orlowska, der Vorname entsprang ihrer Phantasie.
Klaus G. war ihr ehemaliger Schüler. Jahrelang hatte er eine Beziehung mit der Chefin. Bis zur Trennung vor einem Jahr stand das ungleiche Paar auch gemeinsam auf der Bühne.
Damals löste der Klaus G. das Verhältnis, zog nach Hamburg und heiratete. Doch die Gräfin ließ den jungen Mann nicht los. Ständig kam es zwischen beiden zu telefonischen und brieflichen Auseinandersetzungen.
Am Donnerstag abend fuhr der Schauspieler im Nachtzug nach Balingen, meldete sich telefonisch bei der Künstlerin und bat um eine Aussprache. Es kam zum Streit, da die Gräfin den 27jährigen nicht verlieren wollte. Im Lauf der Auseinandersetzung tötete der junge Mann die Frau. Am nächsten morgen stellte sich der Schauspieler. Klaus G. der Polizei: "Ich habe sie umgebracht. Es mußte sein." au / dpa